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Gab es ein „normales“ Leben? Erfahrungen jüdischer Jugendlicher in der NS-Zeit

12. June 2026, 10:00 bis 13:00

Gab es ein „normales“ Leben? Erfahrungen jüdischer Jugendlicher in der NS-Zeit | Workshop

Eintritt: frei
10:00 – 13:00 Uhr, Campus Westend, PEG-Gebäude, Raum 1.G 111, Theodor-W.-Adorno-Platz 6, 60323 Frankfurt am Main
Zielgruppe: einzelne Schüler*innen sowie Lerngruppen ab der Klassenstufe 10
Anmeldung bis zum 1. Juni per E-Mail an: d.belda-at-fritz-bauer-institut.de

Mit: Dirk Belda, Fritz Bauer Institut, Frankfurt am Main

In diesem Workshop geht es darum, Eindrücke aus sehr unterschiedlichen Lebenswelten mit denen von Anne Frank zu vergleichen und damit das Leben jüdischer Jugendlicher in der NS-Zeit exemplarisch zu rekonstruieren.

Eine Veranstaltung des Fritz Bauer Instituts.

 


 

Über die Veranstaltung

Am 12. Juni 1929 wurde Annelies Marie Frank in Frankfurt am Main geboren. Mit nur 15 Jahren starb sie im KZ Bergen-Belsen.

Um an die Botschaft ihres weltberühmten Tagebuchs zu erinnern, haben die Bildungsstätte Anne Frank 2017 zusammen mit der Stadt Frankfurt den Anne Frank Tag ins Leben gerufen. Seitdem findet er jährlich am oder rund um den Geburtstag der bekanntesten Tochter Frankfurts statt.

Mittlerweile erstreckt sich das Programm über mehrere Tage, deshalb sprechen wir inzwischen von den Anne Frank Tagen.

Gemeinsam mit der Stadt Frankfurt und vielen anderen Akteur*innen aus Kultur, Politik und Zivilgesellschaft setzen wir in diesem Zeitraum ein Zeichen gegen Antisemitismus, Rassismus und Diskriminierung.

 

Anne Frank Tage 2026

„Haben meine Eltern vergessen, dass sie mal jung waren?“
– Anne Frank, Freitagmorgen, 24. März 1944

Am 24. März 1944 schrieb Anne Frank in ihr Tagebuch: „Haben meine Eltern vergessen, dass sie mal jung waren?“ In mehreren Passagen erzählt sie, dass sie sich von den Erwachsenen in ihrem Umfeld bisweilen missverstanden fühlte. So ist ihr weltberühmtes Tagebuch nicht nur eines der bekanntesten Zeugnisse der NS-Verfolgung, sondern auch eine Coming-of-Age-Geschichte, in der Streitigkeiten mit ihrer Schwester Margot, ihre Zuneigung zu Peter van Pels und ihre Träume thematisiert werden.

Generationenkonflikte gehören seit jeher zum Erwachsenwerden dazu, die multiplen Krisen der letzten Jahre haben sie jedoch weiter befeuert. Jugendliche finden oft wenig Gehör, selbst wenn sie sich mit lauter Stimme gegen Unrecht einsetzen. Anne Franks Tagebuch ist das eindrucksvolle Zeugnis einer Jugendlichen, die laut sein will und ihre Hoffnungen, Wünsche und Standpunkte klar benennt.

Anfang August 1944 wurde das Versteck im Amsterdamer Hinterhaus entdeckt. Die Untergetauchten wurden ins KZ Auschwitz-Birkenau deportiert. Anne Frank und ihre Schwester kamen schließlich ins KZ Bergen-Belsen, wo sie Anfang 1945 starben.

Ihre Zukunftspläne hat Anne Frank nie verfolgen können. Doch ihr Mut und ihre Sichtweisen sind bis heute Vorbild. Daher stehen bei den diesjährigen Anne Frank Tagen bei einer Vielzahl an Veranstaltungen die Perspektiven junger Menschen im Vordergrund. Setzen wir gemeinsam ein Zeichen dafür, dass diese Perspektiven im Sinne des Vermächtnisses von Anne Frank und unseres demokratischen Zusammenlebens gestärkt werden. Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

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