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Book Talk: „Big Fiction“ und die Macht der Verlage

Noch am Ende der 50er-Jahren unterhielt sich Random-House-Verleger Jason Epstein mit Ralph Ellison über Jazz oder plauderte mit Andy Warhol, während er in seinem Büro Cocktails mischte. In den 1970er Jahren sah es im Verlagswesen anders als: Verleger beschäftigten sich nun mit Gewinn- und Verlustrechnungen. Was ist passiert? 1965 kaufte der Elektronikkonzern RCA den Random-House-Verlag auf. In der Folgezeit kam es zu zahlreichen weiteren Übernahmen von ehemals unabhängigen Verlagen durch Großunternehmen. Mit der Konsolidierung der Buchbranche durch multinationale Mischkonzerne wandelte sich das Geschäft der Literatur – und damit die Literatur selbst.

In seinem Buch „Big Fiction“ untersucht Literaturwissenschaftler Dan Sinykin die Folgen dieses Wandels auf dem Feld der Belletristik. Sinykin bietet einen unterhaltsamen Einblick in den Alltag, die privaten Dramen und die institutionellen Krisen der Buchbranche und zeigt auf, wie die zunehmende Macht großer Verlagskonzerne sowohl die Art von Büchern als auch die Art von Autor:innen geprägt hat, die ab den 1970er-Jahren veröffentlicht wurden. Die Veranstaltung ist öffentlich und wird in englischer Sprache durchgeführt. Publikumsfragen können gerne auf Deutsch gestellt werden.

Big Fiction: How Conglomeration Changed the Publishing Industry and American Literature.
Mit dem Autor Dan Sinykin (Emory University)

Moderation: Nathan Taylor (FZHG)

18. Juni 2024, 18.15 Uhr, Eisenhower-Saal,
IG-Farben-Haus, Campus Westend, Goethe-Universität

Dan Sinykin ist Assistenzprofessor für Englische Literaturwissenschaft an der Emory University. Er ist der Autor von „American Literature and the Long Downturn: Neoliberal Apocalypse“ (2020). Seine Texte sind unter anderem in der New York Times, der Washington Post und dem Los Angeles Review of Books erschienen.

Book Talks ist eine Veranstaltungsreihe des Forschungszentrums Historische Geisteswissenschaften. Der nächste Book Talk findet am 3. Juli um 18 Uhr mit Vinzenz Hediger und Thomas Helbig zu Jean-Luc Godard statt.

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