{"id":12,"date":"2015-10-15T15:47:23","date_gmt":"2015-10-15T13:47:23","guid":{"rendered":"http:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/?p=12"},"modified":"2016-01-10T22:00:50","modified_gmt":"2016-01-10T21:00:50","slug":"self-tracking-mehr-als-kurzfristige-selbstberuhigung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/en\/forschung\/self-tracking-mehr-als-kurzfristige-selbstberuhigung\/","title":{"rendered":"Self-Tracking \u2013 mehr als kurzfristige Selbstberuhigung?"},"content":{"rendered":"<p>Self-Tracking scheint das moderne Leben in einen einzigen Datenstrom zu verwandeln. Treiben Sportler diesen Trend auf die Spitze? Erste empirische Studien zeigen, dass hier Zweifel angebracht sind. So hat bereits die H\u00e4lfte der Amerikaner, die sich einen Fitness- und Activity-Tracker gekauft hat, das hoch technisierte Ger\u00e4t schon wieder ausrangiert.<\/p>\n<p>Nahezu t\u00e4glich liest oder h\u00f6rt man von neuen Self-Tracking-Gadgets, die angeblich besser denn je in der Lage sind, automatisch und unauff\u00e4llig eine Vielzahl pers\u00f6nlicher K\u00f6rper- und Verhaltensdaten zu erheben, auszuwerten und ins Internet zu stellen. Die Nutzer dieser Techniken k\u00f6nnen sich anhand der selbst erhobenen K\u00f6rperdaten beobachten, mit anderen vergleichen und das eigene Verhalten bei Bedarf korrigieren. Kulturkritische Stimmen kommentieren diese Entwicklung mit dem Hinweis, dass Self-Tracking einer Verobjektivierung des eigenen K\u00f6rpers gleichkomme und die User ein instrumentelles oder narzisstisches Selbst-Verh\u00e4ltnis entwickelten. Self-Tracking diene vor allem der Leistungssteigerung und Selbstoptimierung und die Anwender w\u00fcrden sich blind in neoliberale Anforderungen der Leistungsgesellschaft einf\u00fcgen. Unterstellt wird, dass manche darin eine Art Erl\u00f6sungsreligion sehen und pathologische Verhaltensweisen entwickeln w\u00fcrden, etwa eine \u00bbm\u00e4nnliche Magersucht\u00ab (Zeh 2012).<br \/>\n[dt_call_to_action content_size=&#8220;normal&#8220; background=&#8220;plain&#8220; line=&#8220;true&#8220;] <strong>Auf den Punkt gebracht<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Self-Tracking-Praktiken sind bis her nicht besonders nachhaltig. Zwei Beispiele aus den USA: Ein Drittel der Amerikaner, die ein \u00bbWearable\u00ab besitzen, und die H\u00e4lfte derer, die sich einen Fitness- und Activity-Tracker gekauft haben, nutzen diese Ger\u00e4te nach sechs Monaten nicht mehr.<\/li>\n<li>Self-Tracker kontrollieren meist nur bestimmte Parameter, insbesondere Blutdruck und Blutzucker. Sie sind \u2013 so die franz\u00f6sische Ethnologin Anne-Sylvia Pharabod \u2013 weit davon entfernt, sich dem Diktat der Daten zu unterwerfen.<\/li>\n<li>Self-Tracking-Gadgets werden bei Durchschnittssportlern zum Personal Coach. Ambitionierte Freizeitsportler schaffen sich mit den Ger\u00e4ten einen virtuellen Wettkampfgegner, der allerdings nur aus Zahlen besteht. Sportabstinente lassen sich durch die smarte Technologie zumindest kurzzeitig zumSport motivieren \u2013 von Joggen, Nordic Walking bis Radfahren und Schwimmen.<\/li>\n<li>Offensichtlich geh\u00f6ren die Frankfurter Sport-Studierenden nicht zur Avantgarde der Self-Tracker, wie eine Untersuchung von Stefanie Duttweiler zeigt: Nur 25 Prozent der Befragten nutzen ein solches Ger\u00e4t. Das Vermessen und Aufzeichnen ist ihnen lediglich als Ausweis ihrer sportlichen Aktivit\u00e4ten sehr wichtig.<\/li>\n<\/ul>\n<p>[\/dt_call_to_action]<br \/>\nEin ausgezeichnetes Handlungsfeld f\u00fcr die Self-Tracking-Ideologie scheint dabei der Sport zu sein, ist doch die Vermessung k\u00f6rperlicher Daten ebenso sehr ein zentrales Merkmal des modernen Sports wie die Verbesserung und Optimierung sportlicher Leistungsf\u00e4higkeit. Selbstoptimierung durch Selbstvermessung im Sport ist \u00bbnormal\u00ab. Eine durch Self-Tracking-Gadgets unterst\u00fctzte sportliche Lebensf\u00fchrung ist Ausdruck dessen, dass die Nutzenden die Formalisierung als etwas Normales empfinden und technische Rationalit\u00e4t positiv bewerten; dies entspricht zugleich der herrschenden Sportideologie.<\/p>\n<p>Ist der Sport damit ein Gesellschaftsbereich, der die durch das Self-Tracking forcierte allgemeine Tendenz, das moderne Leben in einen einzigen, breiten Datenstrom zu verwandeln, auf die Spitze treibt? Empirische Studien zeigen, dass hier Zweifel angebracht sind, wie es insgesamt ratsam erscheint, das gesellschaftliche Ph\u00e4nomen Self-Tracking differenzierter zu betrachten, als es die Kulturkritik tut.<\/p>\n<h3>Self-Tracker unterwerfen sich nicht pauschal den Daten, sie mogeln au\u00dferdem gern<\/h3>\n<p>Die Protagonisten der Quantified-Self-Bewegung, die sich das Motto \u00bbKnowledge through Numbers\u00ab auf die Fahnen geschrieben hat, sind fasziniert von den neuen technischen Ger\u00e4ten und den mit ihnen verbundenen M\u00f6glichkeiten zur Selbstvermessung, der Selbst-Verwissenschaftlichung und datengest\u00fctzter Selbst-Erkenntnisse (Zillien et al. 2015). Doch geht es den Self-Trackern wirklich um Selbst-Erkenntnis im eigentlichen Sinne?<\/p>\n<p>Untersuchungen zufolge scheint der Gro\u00dfteil der Nutzenden damit etwas anderes zu verbinden, worauf ihr konkretes Verhalten hinweist: Die Mehrheit der Self-Tracker kontrolliert und \u00fcberwacht lediglich einzelne Parameter (insbesondere Blutdruck und Blutzucker), die prim\u00e4r dem Erhalt der Gesundheit dienen; oder sie beobachtet konkrete, als problematisch erachtete Verhaltensweisen (Rauchen, zu wenige Schritte, zu fettes Essen), um diese zu ver\u00e4ndern oder bessere Verhaltensweisen zu initiieren (Pharabod et al. 2013). Wie die franz\u00f6sische Ethnologin Anne-Sylvie Pharabod und ihr Team betonen, sind die Self-Tracker ihrer Studie weit davon entfernt, sich vollst\u00e4ndig den Daten zu unterwerfen, wie auch die Praktiken der Datenerhebung oftmals weder rigide noch unerbittlich sind. Die Self-Tracker manipulieren vielmehr die erhobenen Zahlen oder sie w\u00e4hlen bewusst aus, was gemessen werden soll und was nicht: Man suspendiert, was zu deprimierend ist, man misst nur das Positive, man mogelt.<\/p>\n<p>Viele Nutzerinnen und Nutzer st\u00f6ren sich au\u00dferdem offenbar so sehr an den Ger\u00e4ten (und deren Ergebnissen?), dass sie die Vermessungspraxis nach kurzer Zeit wieder aufgeben. So bescheinigt das Beratungsunternehmen Endeavour Partners (2014) Self-Tracking-Praktiken eine erstaunlich schlechte Nachhaltigkeit: Ein Drittel der US-Amerikaner, die ein \u00bbWearable\u00ab gekauft haben, hat es innerhalb von sechs Monaten entsorgt, und von den 10 Prozent der US-Amerikaner, die einen Fitness- und Activity-Tracker besitzen, nutzt lediglich noch die H\u00e4lfte das Produkt. Das hei\u00dft: Die Tendenz zur Quantifizierung und Verobjektivierung mit technisch generierten K\u00f6rperdaten wird von den Akteuren durch einen eigensinnigen Umgang mit den Daten und Ger\u00e4ten erg\u00e4nzt, wenn nicht gar konterkariert. Pharabod schlussfolgert, dass Self-Tracker keinen kalten, berechnenden oder verdinglichenden, sondern eher einen wohlwollenden Blick auf sich werfen: Die Nutzenden haben das gute Gef\u00fchl, sich als Subjekte zu verhalten, die Sorge um sich tragen (Pharabod et al. 2013: 114).<\/p>\n<h3>Der virtuelle Wettkampfgegner \u2013 Wandel des Sports durch Self-Tracking-Gadgets<\/h3>\n<p>Im Sport werden seit jeher K\u00f6rperdaten gesammelt und zur Verbesserung oder Optimierung sportlicher Leistungen genutzt. So gesehen scheint der Einsatz von Self-Tracking-Gadgets im Sport nichts qualitativ Neues zu sein. Tats\u00e4chlich aber zeigt sich, dass der Self-Tracking-Boom zumindest im Breiten-, Freizeit- und Gesundheitssport einen strukturellen Wandel bef\u00f6rdert.<\/p>\n<p>So ist im Breiten- und Freizeitsport durch den Einsatz von Self-Tracking-Gadgets ein gewisser Professionalisierungsschub ausgel\u00f6st worden. Mithilfe von Applikationen wie \u00bbRuntastic\u00ab oder \u00bbFitbit\u00ab ist es nun auch dem \u00bbnormalen\u00ab Durchschnittssportler m\u00f6glich, auf eine einfache, n\u00e4mlich technische Weise ein quasi-professionelles Trainingsprogramm zu erstellen beziehungsweise zu erhalten. Die Ger\u00e4te werden zum Personal Coach, der individuell zugeschnittene Trainingspl\u00e4ne entwirft, sie kontrolliert, modifiziert und auf unterhaltsame Weise sanktioniert. Durch Self-Tracking-Gadgets ist es m\u00f6glich, das eigene Training noch zielgerichteter, noch effizienter, noch optimaler, kurz: richtig, weil professionell, zu gestalten und das obendrein ganz alleine und nur f\u00fcr sich.<\/p>\n<p>Unter den ambitionierten Freizeit- und Breitensportlern kommt es durch Self-Tracking dar\u00fcber hinaus zu ganz neuen, n\u00e4mlich virtuellen Wettkampfgegnern und Wettkampfformen. F\u00fcr Self-Tracker, die ihre Sportdaten ins Netz stellen, um diese und damit sich mit anderen zu vergleichen, ist der eigentliche Ort des Wettkampfs nicht mehr so sehr die reale Lauf-, Fahrrad- oder Schwimmstrecke, sondern das Internet. Auch die Gegnerin ist nicht so sehr die real anwesende Sportlerin, die Referenzgr\u00f6\u00dfen im Wettkampf sind vielmehr Daten, Positionen und Rankings. Ebenso sind die Wettkampftroph\u00e4en andere, beispielsweise statt des im Sportstadion erk\u00e4mpften Sportabzeichens das \u00bbFitnessabzeichen\u00ab, das sich der Self-Tracker auf Fitbit.com \u00bbverdienen\u00ab kann.<\/p>\n<p>Des Weiteren f\u00fchren die smarten Technologien dazu, Menschen in den Sport zu integrieren, die bis dahin sportabstinent lebten. Self-Tracking-Apps und -Gadgets gelingt es offensichtlich, Menschen zu motivieren, mit Jogging, Nordic Walking, Radfahren, Schwimmen oder Gesundheitssport im weiten Sinne zu beginnen. Der innere Schweinehund scheint sich mithilfe solcher Gadgets leichter besiegen zu lassen als durch die eigene Willensst\u00e4rke oder andere Menschen \u2013 zumindest zu Anfang. Wie erw\u00e4hnt, ist die Nachhaltigkeit dieser Techniken oftmals gering und der schnelle Ausstieg aus dem Sport nicht selten.<\/p>\n<h3>Sport-Studierende nutzen Self-Tracking, um ihre Leistungen sichtbar zu machen<\/h3>\n<p>Wenn Self-Tracking-Gadgets und -Apps zur Modifikation des Breiten-, Freizeit- und Gesundheitssports beitragen, was bedeutet dieser strukturelle Wandel dann f\u00fcr die individuellen Akteure des Sports, etwa Studierende der Sportwissenschaften? Eine am Institut f\u00fcr Sportwissenschaften der Goethe-Universit\u00e4t Frankfurt durchgef\u00fchrte explorative Studie (Duttweiler 2015) deutet darauf hin, dass die Quantified-Self-Ideologie weniger verbreitet ist als vermutet.<\/p>\n<p>Die Untersuchung ging von der Annahme aus, Studierende der Sportwissenschaften seien eine Art Avantgarde, wenn es um die technisch vermittelte Selbstvermessung ihres K\u00f6rpers geht. Erste Ergebnisse zeigen jedoch, dass sich nur 60 Prozent der 63 schriftlich Befragten selbst vermessen \u2013 und zwar mit und ohne Gadgets. Ein gro\u00dfer Teil nutzt Puls-, Stopp- und Armbanduhren, einige lediglich Stift und Papier und nur 25 Prozent nutzen eine App. Als Gr\u00fcnde geben sie an: Verbesserung, \u00dcberpr\u00fcfung und Vergleich der eigenen Leistung beziehungsweise einzelner Parameter sowie blo\u00dfes Interesse an den Daten.<\/p>\n<p>In den vertiefenden qualitativen Interviews zeigte sich, dass die Messung der K\u00f6rperdaten nicht ausschlie\u00dflich der Leistungssteigerung, dem sportlichen Rekordstreben oder der K\u00f6rper- und Selbstoptimierung diente. So berichtet ein Student, dass er hoffe, durch das Kontrollieren und Verbessern seines K\u00f6rpers sp\u00e4ter eine berufliche Anstellung zu bekommen oder sich selbstst\u00e4ndig machen zu k\u00f6nnen. Ein anderer kann durch das App-gest\u00fctzte Registrieren seiner Laufleistung mit Kommilitonen wetteifern und sich so in den neuen Kreis integrieren, und ein weiterer beweist durch die Aufzeichnung seiner Trainingseinheiten sich und anderen, dass er es als Sportstudent ernst meint und \u00bbwirklich\u00ab Sport treibt.<\/p>\n<p>Die Vermessungspraktiken dienen hier also zum einen dazu, das \u00bbk\u00f6rperliche Kapital\u00ab (vgl. Gugutzer 2015: 71ff) zu erh\u00f6hen, das zu au\u00dfersportlichen Renditen f\u00fchren soll: Die Studierenden hoffen, ihr K\u00f6rperkapital in bessere berufliche Chancen sowie in soziales und \u00f6konomisches Kapital transformieren zu k\u00f6nnen. Dar\u00fcber hinaus betonen die interviewten Personen, wie wichtig es sei, durch das Vermessen und Aufzeichnen ihrer sportlichen Aktivit\u00e4ten diese sichtbar zu machen. Erst durch ihre Sichtbarkeit w\u00fcrden die Leistungen individuell und sozial relevant.<\/p>\n<p>Denn das Vermessen und Aufzeichnen \u00fcberf\u00fchrt Fl\u00fcchtiges (das absolvierte Training, die konkrete situative Herzfrequenz, das momentane Gewicht) in \u00bbHandfestes\u00ab, so ein Interviewpartner, das hei\u00dft: in etwas Verobjektiviertes und Dauerhaftes. F\u00fcr einige ist dieses Motiv so entscheidend, dass sie an einer Auswertung der Daten oder am Vergleich mit anderen gar nicht interessiert sind. \u00c4hnlich wie bei den von Pharabod und ihrem Team befragten Personen fungiert die Vermessungspraktik so zum anderen als Praktik der Selbstberuhigung: Man hat das gute Gef\u00fchl, etwas Wichtiges f\u00fcr sich und seine Zukunft zu tun.<\/p>\n<p>Die Untersuchungsergebnisse zeichnen damit das Bild einer Praktik, die weder irrational und entfremdet noch banal und nebens\u00e4chlich ist, vielmehr tangieren die Prozesse der Selbstvermessung und die Auseinandersetzung mit den gewonnenen Daten die Frage nach der eigenen Identit\u00e4t, und zwar nicht nur der Identit\u00e4t als Sportler. Auf dem Spiel stehen gleicherma\u00dfen die (Selbst-)Verortung in einer Gemeinschaft, die Anerkennung durch andere, der eigene Zukunftsentwurf sowie das Gef\u00fchl der eigenen Handlungsmacht<\/p>\n<h3>Self-Tracking-Praktiken sollen genauer und differenzierter analysiert werden<\/h3>\n<p>Studierende der Sportwissenschaften, die mehrheitlich Anfang bis Mitte 20 Jahre alt, Freizeit- und Breitensportler sowie technikaffin sind, scheinen auf den ersten Blick eine Personengruppe zu repr\u00e4sentieren, auf welche die eingangs skizzierte herrschende Kritik an der Quantified-Self-Bewegung und Self-Tracking-Ideologie passgenau zugeschnitten ist. Auch wenn unsere Ergebnisse statistisch nicht repr\u00e4sentativ sind, deuten sie gleichwohl darauf hin, dass diese Einsch\u00e4tzung nicht zutreffend ist.<\/p>\n<p>Die Self-Tracking-Praktiken f\u00fchren hier nicht so sehr zu einer Verdinglichung des eigenen K\u00f6rpers, wie auch die Selbstvermessung nicht so sehr Selbstoptimierung zur Folge und Selbsterkenntnis zum Ziel hat. Stattdessen zeigt sich hier ein reflexiver Umgang mit einer aktuellen Technologie, die pragmatisch zur sportlichen Selbstvergewisserung oder Selbstberuhigung genutzt wird. Allein deshalb scheint es uns angeraten, Self-Tracking-Gadgets und \u2013Praktiken differenzierter und weniger wertend als \u00fcblich zu betrachten.<\/p>\n<p>[dt_call_to_action content_size=&#8220;small&#8220; background=&#8220;plain&#8220; line=&#8220;true&#8220;]<strong>Literatur: <\/strong><em>Duttweiler, Stefanie (2015) \u00bbDaten statt Worte?! \u2013 Bedeutungsproduktion in aktuellen Selbstvermessungspraktiken\u00ab,in: M\u00e4mecke, Thorben; Passoth, Jan-Hendrik; Wehner, Josef, BedeutendeDaten\u2013Modelle, Verfahren und Praxis der Vermessung und Verdatung im Netz, Wiesbaden, VS-Verlag (im Erscheinen) \/<\/em> <em>Gugutzer, Robert (2015), Soziologie des K\u00f6rpers (5.,vollst\u00e4ndig \u00fcberarbeitete Auflage), Bielefeld, transcript. \/ Pharabod, Anne-Sylvie et al. (2013), \u00bbLa mise en chiffres de soi\u00ab Une approche compr\u00e9hensive des mesures personnelles, in: R\u00e9seaux, 2013\/1 n\u00b0 177, p. 97-129. <\/em><strong>\/ <\/strong><em>Zeh, Juli (2012), Der vermessene Mann. tagesanzeiger, 9. Juli 2012.<\/em><strong> \/ <\/strong><em><a href=\"http:\/\/endeavourpartners.net\/press\/are-wearables-over\/\">http:\/\/endeavourpartners.net\/press\/are-wearables-over\/<\/a>, April 2014[\/dt_call_to_action]<\/em><\/p>\n<p>[dt_call_to_action content_size=&#8220;normal&#8220; background=&#8220;plain&#8220; line=&#8220;true&#8220;]<strong>Die Autoren<\/strong><\/p>\n<p><strong>Dr. Stefanie Duttweiler<\/strong>, 47, studierte Sozialp\u00e4dagogik, Volkskunde und Soziologie in Freiburg. Sie arbeitet zu aktuellen Selbst- und K\u00f6rpertechnologien (Fitness, Wellness, Self-Tracking, Beratung, Lebenshilferatgeber) sowie zur Architektur- und Religionssoziologie. Nach T\u00e4tigkeiten in Forschung und Lehre an den Universit\u00e4ten in Basel, Z\u00fcrich und Graz ist sie seit 2012 wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Abteilung Sozialwissenschaften des Sports, Institut f\u00fcr Sportwissenschaften, Goethe-Universit\u00e4t.<\/p>\n<p><strong>Prof. Dr. Robert Gugutzer<\/strong>, 48, studierte Soziologie, Psychologie und Politikwissenschaften an der Universit\u00e4t T\u00fcbingen und an der LMU M\u00fcnchen. Seit 2009 ist er Leiter der Abteilung Sozialwissenschaften des Sports, Institut f\u00fcr Sportwissenschaften, Goethe-Universit\u00e4t. Seine Arbeitsschwerpunkte sind die K\u00f6rper- und Sportsoziologie, Leibph\u00e4nomenologie und Filmsoziologie. Das aktuelle Forschungsprojekt \u00bbSuchtkarrieren im Sport\u00ab deutet an, dass auch f\u00fcr einige Sports\u00fcchtige Self-Tracking eine wichtige Rolle spielt.[\/dt_call_to_action]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Self-Tracking scheint das moderne Leben in einen einzigen Datenstrom zu verwandeln. Treiben Sportler diesen Trend auf die Spitze? Erste empirische Studien zeigen, dass hier Zweifel angebracht sind. 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