{"id":16052,"date":"2017-04-03T18:21:00","date_gmt":"2017-04-03T16:21:00","guid":{"rendered":"http:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/?p=16052"},"modified":"2017-04-03T18:23:45","modified_gmt":"2017-04-03T16:23:45","slug":"verkuemmert-das-selbstaendige-denken","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/en\/gesellschaft\/verkuemmert-das-selbstaendige-denken\/","title":{"rendered":"Verk\u00fcmmert das selbst\u00e4ndige Denken?"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_11880\" aria-describedby=\"caption-attachment-11880\" style=\"width: 350px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-11880\" src=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/prof_dr_hans_peter_klein_vorschau.jpg\" alt=\"\" width=\"350\" height=\"242\" srcset=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/prof_dr_hans_peter_klein_vorschau.jpg 650w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/prof_dr_hans_peter_klein_vorschau-300x208.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 350px) 100vw, 350px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-11880\" class=\"wp-caption-text\">Prof. Hans Peter Klein; Foto: Privat<\/figcaption><\/figure>\n<p><em><strong>Im Interview: Prof. Hans Peter Klein \u00fcbt in seinem neuen Buch \u00bbVom Streifenh\u00f6rnchen zum Nadelstreifen\u00ab Kritik an der Kompetenzorientierung.<\/strong><\/em><!--more--><\/p>\n<p><em><strong>UniReport: Herr Prof. Klein, ab 2017 wird es in den F\u00e4chern Mathematik und mit Einschr\u00e4nkung in Deutsch, Englisch und Franz\u00f6sisch eine Art von Zentralabitur geben \u2013 ist doch eigentlich eine gute Nachricht, endlich werden die Abiturleistungen in den Bundesl\u00e4ndern vergleichbar(er). <\/strong><\/em><\/p>\n<p><strong>Hans Peter Klein:<\/strong> Das Ganze ist nichts anderes als ein gro\u00dfer Bluff. Zwei Drittel der Gesamtabiturnote entstammt den beiden letzten Jahren der Qualifikationsphase und nur ein Drittel aus den Abiturpr\u00fcfungen selbst. Die schriftlichen Zentralabiturpr\u00fcfungen machen davon wieder nur einen gewissen Teil aus, da ja zus\u00e4tzlich im Abitur noch Pr\u00fcfungen in einem oder zwei m\u00fcndlichen F\u00e4chern zu absolvieren sind. In einem Testvorlauf von 2013 bis 2016 hatten sich sechs Bundesl\u00e4nder bereit erkl\u00e4rt, jeweils eine gemeinsame Teilaufgabe von vielen weiteren Teilaufgaben in den oben genannten F\u00e4chern (au\u00dfer Franz\u00f6sisch) ihren Sch\u00fclern vorzulegen.<\/p>\n<p>Im Institut zur Qualit\u00e4tsentwicklung im Bildungswesen (IQB) wurde ein Aufgabenpool entwickelt, in den die einzelnen Bundesl\u00e4nder ihre Vorschl\u00e4ge einreichen konnten, die dann von einem Expertenteam begutachtet, bearbeitet oder modifiziert wurden. Jedes Bundesland kann sich 2017 je nach seinem Gusto aus diesem Aufgabenpool bedienen, auch an seinen eigenen modifizierten Vorschl\u00e4gen. Bez\u00fcglich der prozentualen Gewichtung muss man ber\u00fccksichtigen, dass die Sch\u00fcler drei verschiedene Aufgabenfelder abdecken m\u00fcssen und gesch\u00e4tzte 80 % der m\u00f6glichen F\u00e4cher derzeit gar nicht im Aufgabenpool enthalten sind. Der Anteil an der Gesamtabiturnote liegt nach unseren Berechnungen irgendwo zwischen 1 % und 2 %.<\/p>\n<p>Ein angefragtes Ministerium best\u00e4tigte diese Einsch\u00e4tzung, der Anteil sei rudiment\u00e4r. Es ginge vielmehr um die normierende Wirkung der Pool- Aufgaben auf die einzelnen Bundesl\u00e4nder und den Unterricht selbst. Das betrachte ich als den Super- gau schlechthin, denn jetzt werden L\u00e4nder wie Mecklenburg-Vorpommern, die nach unseren Analysen noch fachlich anspruchsvolle Zentralabituraufgaben mit vom Sch\u00fcler einzubringendem Fachwissen eingesetzt hatten, dazu gezwungen, das mehr als fragw\u00fcrdige PISA-Lesekompetenzkonzept der Psychometriker zu \u00fcbernehmen, das damit normativ in K\u00fcrze auch in den Unterricht einziehen wird, ob die Lehrer es nun wollen oder nicht.<\/p>\n<p><em><strong>Sie beleuchten kritisch den Kompetenzbegriff, sehen darin die Gefahr, dass die Fachinhalte den Status der Beliebigkeit bekommen und das selbst\u00e4ndige Denken verk\u00fcmmert. <\/strong><\/em><\/p>\n<p>Selbstst\u00e4ndiges Denken war gestern, heute ist die Abarbeitung vorverdauter Information das Ziel der neuen Homogenisierungsoffensive. Wir haben Zentralabiturarbeiten analysiert, in denen anscheinend in den Ministerien nicht einmal mehr die Kompetenz besteht, die fachliche Korrektheit der Aufgabenstellung zu gew\u00e4hrleisten. Im Rahmen der Kompetenzorientierung spielt dies aber auch keine Rolle mehr, da die Sache an sich nur noch die Bedeutung eines Vehikels zugewiesen bekommt, an dem vermeintliche Schl\u00fcsselkompetenzen erworben werden sollen. Bei der Aufgabe zur Pazifischen Auster in Hamburg von 2015 erh\u00e4lt der Sch\u00fcler in den Informationsmaterialien viele falsche Sachvorgaben.<\/p>\n<p>Es ist aber v\u00f6llig egal, ob die Pazifische Auster nun die Miesmuschel verdr\u00e4ngt hat oder auch nicht, ob sie stabile Populationen in der Nordsee aufgebaut hat oder auch nicht, ob die Schnecke Austerndrill aus dem asiatischen Raum zu deren Bek\u00e4mpfung eingesetzt werden k\u00f6nnte oder auch nicht uvm. (f\u00fcr Nicht-Biologen: die Schnecke Austerndrill gibt es gar nicht und all das ist selbstverst\u00e4ndlich grober Unfug!). Es kommt eben nur auf die kompetenzorientierte L\u00f6sung an. Waren fr\u00fcher Fachliteraturen die Grundlage f\u00fcr die Erstellung derartiger Zentralabituraufgaben, sind es heute zunehmend teils dubiose Internetquellen, teilweise von Reiseberichten von Urlaubern, die heute \u00fcber ihren Aufenthalt in einem Nationalpark in den USA berichten und morgen den Maledivenaufenthalt mit ihrer Frau zum Besten geben. Alltagsorientierung hei\u00dft das dazugeh\u00f6rige Konzept.<\/p>\n<p><strong><em>Dabei wird doch mit Kompetenz auch die F\u00e4higkeit bezeichnet, Probleme eigenst\u00e4ndig zu l\u00f6sen. Wie konnte es denn Ihrer Meinung nach zu einer Kluft zwischen Anspruch und Wirklichkeit kommen?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Die Verabsolutierung der Probleml\u00f6sungskompetenz im PISA-Konzept ist die Ursache der Nivellierung insbesondere der fachlichen Anspr\u00fcche. Die Sache selbst hat keinen Wert mehr in sich selbst, sondern nur noch insoweit, wie wir mit ihr Probleme l\u00f6sen k\u00f6nnen. Dabei ist ja gerade die Sache und die intensive Besch\u00e4ftigung und das Bohren dicker Bretter auf der Suche nach der Wahrheit eine der charakteristischen Merkmale einer Universit\u00e4t. Bildung, Wissen und Erziehung waren gestern. Heute gilt es, ein weltweit homogenes Humankapital zu generieren, dass ubiquit\u00e4r einsetzbar ist und das auf keinen Fall die inakzeptablen Fragen \u201eWieso? Weshalb? Warum?\u201c aus der Sesamstra\u00dfe stellen darf. \u201eB\u00fcrger mit gef\u00fchltem Wissen sind leichter mit Worten manipulierbar\u201c, so der Kommentar des Genetikers Wolfgang Nellen aus Kassel zu dieser Entwicklung.<\/p>\n<p><em><strong>Wenn doch im Bildungssystem ein Prinzip wie \u201eOutcomeorientierung\u201c die fr\u00fchere \u201eInputorientierung\u201c ersetzt hat und wesentlich mehr ge- und vermessen wird, dann sollte man doch eigentlich denken, dass die wirklichen Lernerfolge (bzw. -misserfolge) heute viel besser zutage treten.<\/strong> <\/em><\/p>\n<p>Die Output- oder Outcomeorientierung entstammt, wie alle derzeitigen \u201e(Un-)Bildungskonzepte\u201c, dem Sprachvokabular der \u00d6konomisierer des Bildungswesens, die glauben, alle Gedankeng\u00e4nge von Menschen bis in den letzten Gehirnwinkel mit einfachsten Fragen im Multiple-Choice-Format nachweisen und in Kompetenzstufen ausweisen zu k\u00f6nnen. Wahrlich ein vermessenes Unterfangen, das in Band 1 unseres Forschungsmagazins \u201eForschung Frankfurt\u201c aus dem Jahre 2015 unter dem Titel \u201eVom Messen und Vermessen\u201c von Kollegen mehrerer Fachbereiche zu recht massiv kritisiert wurde.<\/p>\n<p>Gerade die Outcomeorientierung ist die Hauptursache des derzeitigen Bildungsverfalls. In den letzten Jahren ist es im gesamten Bildungssektor seit PISA und Bologna zu einer teilweise exponentiellen Vermehrung aller Abschl\u00fcsse mit zunehmend Bestnoten in nahezu allen Bereichen nicht nur an den Schulen gekommen und damit gleichzeitig auch zu ihrer Entwertung: Abiturienten, Hochschulabsolventen, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Dissertationen, Publikationen uvm. Ein Ende ist nicht in Sicht. Dar\u00fcber wird mein zweites Buch meiner Bildungstrilogie unter dem Titel \u201eF\u00fcr eine Handvoll Euro &#8230;\u201c berichten, das Ende 2017 erscheinen d\u00fcrfte.<\/p>\n<p><em><strong>In Ihrem Buch \u201eVom Streifenh\u00f6rnchen zum Nadelstreifen\u201c greifen Sie zahlreiche Abituraufgaben im Fach Biologie auf, f\u00fcr deren Beantwortung nicht viel mehr n\u00f6tig zu sein scheint, als die Fragenbeschreibung zu paraphrasieren. Sind leichte Fragen wie die zum Zusammenhang der Streifenh\u00f6rnchen-Population und dem Vorkommen von Zecken und Eicheln Extremf\u00e4lle? Oder kann man Ihrer Ansicht nach insgesamt von einem Niveauverlust sprechen?<\/strong> <\/em><\/p>\n<p>Meine Anfrage an alle Kultusministerien nach der \u00dcberlassung ihrer Zentralabiturarbeiten und den Lehrerhandreichungen und Erwartungshorizonten, zu wissenschaftlichen Zwecken kennzeichnet die Situation am besten und hat in der KMK eine hektische Betriebsamkeit ausgel\u00f6st. Trotz Verweis auf das Informationsfreiheitsgesetz sind nur sieben Bundesl\u00e4nder dieser Bitte bis heute nachgekommen. Man kennt anscheinend seine Aufgaben sehr genau.<\/p>\n<p>Wir haben mittlerweile fast achtzig Zentralabituraufgaben im Fach Biologie in f\u00fcnf verschiedenen L\u00e4ndern auf ihr fachliches Niveau hin untersucht. Die Streifenh\u00f6rnchenaufgabe stellt keine Ausnahme, sondern eher den Regelfall dar, da ja gerade die \u00d6kologie zu \u00fcber 80% nicht nur im Zentralabitur in NRW von den Sch\u00fclern gew\u00e4hlt wird und dort neben der Evolution den Status eines Laberfachs hat, an dem niemand scheitern kann, der der deutschen Sprache m\u00e4chtig ist, und an dem sehr gute Sch\u00fcler auch der Chance beraubt werden, sich auszeichnen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Nahezu alle zu bearbeitenden Informationen werden auf bis zu sechs Seiten Informationsmaterial den Sch\u00fclern zur Verf\u00fcgung gestellt. Viele an den Abituranalysen in Mathematik beteiligte Fachmathematiker und sich im Fach auskennende Fachdidaktiker sprechen bei den kompetenzmodellierten Aufgabenstellungen offen vom Mummenschanz und fordern ein Vermummungsverbot f\u00fcr Mathematikaufgaben, da es derartige Aufgabenformate an den Hochschulen nicht gibt, in denen es vor allem darauf ankommt, verschwurbelte Texte mit teilweise abstrusen Anwendungskontexten in die Sprache der grafikf\u00e4higen Taschenrechner umzusetzen.<\/p>\n<p><em><strong>Die PISA-Studie 2015 wurde k\u00fcrzlich ver\u00f6ffentlicht. Wie bewerten Sie das Abschneiden der deutschen Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler? L\u00e4sst sich denn etwas Positives konstatieren, oder haben die Ergebnisse aus Ihrer Sicht keine Relevanz?<\/strong> <\/em><\/p>\n<p>Ich kann keine Studie ernst nehmen, die nicht einmal ihre Testinstrumente, also die Fragen selbst, offenlegt. Und was sich in der Studie hinter den Zahlen 498, 512 oder 524 genau verbirgt, wei\u00df niemand au\u00dfer den Testern. Studien, die \u00fcber 70 % teilweise sachlich fragw\u00fcrdiger Multiple-Choice-Aufgaben verwenden und beim Ankreuzen der richtigen Antwort dann dem Sch\u00fcler in ihrer Kompetenzbeschreibung zuweisen, er habe beispielsweise bei der Aufgabe zum Schaf Dolly von 2003 den Prozess des Klonens verstanden, betrachte ich als Realsatire.<\/p>\n<p>Das Verstehen einer Sache ist nicht mit Multiple- Choice-Fragen zu erreichen, dass sollten auch Psychometriker zur Kenntnis nehmen. Man darf auch nicht vergessen, dass PISA der entscheidende Hebel war, das der OECD und der allgegenw\u00e4rtigen Bertelsmann Stiftung verhasste \u201enoneconomic- principle\u201c des deutschen Bildungssystems komplett aus den Angeln zu heben und gleichzeitig der Privatisierung f\u00fcr weltweit agierende \u201eBildungskonzerne\u201c zu \u00f6ffnen. PISA ist nichts anderes als ein Verkaufsprodukt f\u00fcnf internationaler Testkonzerne, ETS und WESTAT aus den USA, ACER aus Australien, CITO aus den Niederlanden und NIER aus Japan, neuerdings auch PEARSON.<\/p>\n<p>PISA ist nur ein kleiner Fisch im Portfolio dieser Big Player im Bildungsmonitoring. Deutschland hatte bis zum Jahre 2000 \u00fcberhaupt keine Testindustrie und das war auch gut so. Die empirische Bildungsforschung hat sich seit den TIMS-Studien der 90er Jahre an diesen Zug angeh\u00e4ngt und erstellt seitdem die Studien, entwickelt die neuen Konzepte, evaluiert diese und ist fast zum ausschlie\u00dflichen Berater der Bildungspolitik aufgestiegen, die sich in deren babylonische Gefangenschaft freiwillig begeben hat. Alles in einer Hand! Chapeau. Das haben andere verschlafen. Das derzeitige Problem ist aber, dass ihnen fast niemand mehr die versprochenen Qualit\u00e4tssteigerungen glaubt, sondern ganz im Gegenteil die Nivellierung der Anspr\u00fcche, die Entwertung der Abschl\u00fcsse bei gleichzeitiger Ausweisung von immer mehr Bestnoten fast jeden Tag in der Presse zu Recht beklagt werden.<\/p>\n<p><strong><em>Welche Auswirkungen sehen Sie f\u00fcr die Hochschulen? Wird aus dem Lehrenden dort langfristig auch ein \u201eLernbegleiter\u201c, der anstelle der fachlichen Wissensvermittlung nur noch Selbstlernprozesse moderiert?<\/em> <\/strong><\/p>\n<p>Die Politiker scheinen insbesondere die Universit\u00e4ten zu Volkshochschulen umgestalten zu wollen, mit Zugang f\u00fcr alle Willigen. Man schaue sich nur das von der KMK und HRK in Auftrag gegebene Gutachten zur Einf\u00fchrung der Kompetenzorientierung in die Hochschulen an, dann glaubt man, einer Fata Morgana erlegen zu sein. Auf den ersten einhundert Seiten kommt mehr als eintausendmal der Begriff der Kompetenz in den beliebigsten Zusammenh\u00e4ngen vor, der l\u00e4ngst zu einem Containerbegriff verkommen ist, in den jeder das reinsteckt, was er f\u00fcr richtig h\u00e4lt.<\/p>\n<p>Das Gutachten gipfelt mit der Forderung, dass man sich im Rahmen der Kompetenzorientierung selbstverst\u00e4ndlich von der umfassenden Vermittlung von grundlegenden Wissensbest\u00e4nden auch an den Hochschulen verabschieden m\u00fcsse, auch an den Universit\u00e4ten! Zudem m\u00fcsse nach reformp\u00e4dagogischem Credo auch der Hochschullehrer zum Lernbegleiter werden und die Studierenden k\u00f6nnten sich kompetenzorientierte Pr\u00fcfungsformate selbst w\u00e4hlen, beispielsweise eine Pr\u00e4sentation anstelle einer Klausur oder m\u00fcndlichen Pr\u00fcfung. Nicht nur John Hattie hat diese Art der Lernbegleitung als v\u00f6llig kontraproduktiv f\u00fcr erfolgreiches Lernen ausgewiesen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Wer Hattie nicht mag, sollte eine zusammenfassende Studie von Kirschner et al. zu Rate ziehen: \u201eWhy minimal guidance during instruction does not work: An Analysis of the failure of contructivist, discovery, problem-based, experiential, and inquiry based teaching.\u201d Sollte dieser grobe Unfug tats\u00e4chlich in den Universit\u00e4ten umgesetzt werden, kann man in wenigen Jahren sagen, der Letzte knipse bitte das Licht aus. <em>[Fragen: Dirk Frank]<\/em><\/p>\n<p>[dt_call_to_action content_size=&#8220;small&#8220; background=&#8220;fancy&#8220; line=&#8220;true&#8220;]<\/p>\n<p><strong>Hans Peter Klein<\/strong> ist Professor f\u00fcr Didaktik der Biowissenschaften an der Goethe-Universit\u00e4t. Er ist Pr\u00e4sident der Gesellschaft f\u00fcr Didaktik der Biowissenschaften, Mitbegr\u00fcnder der Gesellschaft f\u00fcr Bildung und Wissen und Mitglied der Bildungskommission der Gesellschaft deutscher Naturforscher und \u00c4rzte.<\/p>\n<p>Hans Peter Klein: Vom Streifenh\u00f6rnchen zum Nadelstreifen. Das deutsche Bildungswesen im Kompetenztaumel. Springe: Zu Klampen, 2016<\/p>\n<p>[\/dt_call_to_action]<\/p>\n<p><strong><em>Dieser Artikel ist in der <a href=\"http:\/\/www.unireport.info\/65279188\/Unireport_1-17_1.pdf\" target=\"_blank\">Ausgabe 1.17 (PDF-Download)<\/a> des UniReport erschienen.<\/em><\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Interview: Prof. Hans Peter Klein \u00fcbt in seinem neuen Buch \u00bbVom Streifenh\u00f6rnchen zum Nadelstreifen\u00ab Kritik an der Kompetenzorientierung.<\/p>","protected":false},"author":8,"featured_media":11880,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_eb_attr":"","_price":"","_stock":"","_tribe_ticket_header":"","_tribe_default_ticket_provider":"","_ticket_start_date":"","_ticket_end_date":"","_tribe_ticket_show_description":"","_tribe_ticket_show_not_going":false,"_tribe_ticket_use_global_stock":"","_tribe_ticket_global_stock_level":"","_global_stock_mode":"","_global_stock_cap":"","_tribe_rsvp_for_event":"","_tribe_ticket_going_count":"","_tribe_ticket_not_going_count":"","_tribe_tickets_list":"[]","_tribe_ticket_has_attendee_info_fields":false,"footnotes":""},"categories":[4],"tags":[35,25,10],"post_folder":[],"class_list":["post-16052","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-gesellschaft","tag-biowissenschaften","tag-interview","tag-unireport"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.3 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Verk\u00fcmmert das selbst\u00e4ndige Denken? 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