{"id":2373,"date":"2016-01-11T11:56:14","date_gmt":"2016-01-11T10:56:14","guid":{"rendered":"http:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/?p=2373"},"modified":"2016-02-03T08:46:39","modified_gmt":"2016-02-03T07:46:39","slug":"das-rhine-main-neuroscience-network","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/en\/forschung\/das-rhine-main-neuroscience-network\/","title":{"rendered":"Das Rhine-Main Neuroscience Network"},"content":{"rendered":"<p><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-2374 alignleft\" src=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/rmu_rmn2-300x231.jpg\" alt=\"rmu_rmn2\" width=\"300\" height=\"231\" srcset=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/rmu_rmn2-300x231.jpg 300w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/rmu_rmn2.jpg 520w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/>Das Rhine-Main Neuroscience Network (rmn\u00b2) wurde im Jahr 2010 als Zusammenschluss von Forschungsinstitutionen in Frankfurt und Mainz gegr\u00fcndet, um sich in den verschiedenen Bereichen der Neurowissenschaften gegenseitig zu erg\u00e4nzen, um Technologien gemeinsam zu nutzen und neue Erkenntnisse schneller in die klinische Praxis umzusetzen. Die gemeinsame Ausbildung und F\u00f6rderung des wissenschaftlichen Nachwuchses ist dabei ein zentraler Baustein des Netzwerks.<\/p>\n<p>Beteiligt sind unter anderem die Universit\u00e4ten und die Universit\u00e4tskliniken der beiden St\u00e4dte. Die internationale Sichtbarkeit des Neuro-Forschungsverbunds steht auf einer Stufe mit den Forschungsnetzwerken in Berlin und M\u00fcnchen. Zu den gr\u00f6\u00dften von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gef\u00f6rderten Verbundprojekten des rmn\u00b2 geh\u00f6ren die Sonderforschungsbereiche &#8222;Molekularen und Zellul\u00e4ren Mechanismen der Neuralen Hom\u00f6ostase&#8220; und &#8222;Multiple Sklerose:<\/p>\n<p>Von einem neuen Verst\u00e4ndnis der Pathogenese zur Therapie&#8220;. Zwei starke neurowissenschaftliche Standorte erg\u00e4nzen sich Prof. Dr. Helmuth Steinmetz ist \u00fcberzeugt: &#8222;Die Neuro-Szene in Frankfurt und Mainz ist bereits vor f\u00fcnf Jahren auf einem Weg vorangegangen, dem nun andere folgen.&#8220; Die Initiative zum engeren Zusammenschluss der Universit\u00e4ten Frankfurt, Mainz und Darmstadt sowie einer Reihe weiterer Institutionen der Region sei auch vom Rhine-Main Neuroscience Network (rmn\u00b2) inspiriert.<\/p>\n<p>&#8222;Die Erfolge, die wir mit unserer Kooperation einfahren, haben andere F\u00e4cher aufhorchen lassen&#8220;, so der Direktor der Klinik f\u00fcr Neurologie am Klinikum der Goethe-Universit\u00e4t Frankfurt am Main. Der junge und der alte Goethe schauen Steinmetz \u00fcber die Schulter, w\u00e4hrend er gestenreich und mit viel Energie erz\u00e4hlt. In seinem B\u00fcro h\u00e4ngt ein Kunstdruck, der den Frankfurter Dichter in beiden Lebensphasen zugleich zeigt.<\/p>\n<figure id=\"attachment_2375\" aria-describedby=\"caption-attachment-2375\" style=\"width: 240px\" class=\"wp-caption alignright\"><img decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-2375\" src=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/RMN2_steinmetz_01_300.jpg\" alt=\"Prof. Dr. Helmuth Steinmetz vom Universit\u00e4tsklinikum Frankfurt ist aktuell Sprecher des Rhine-Main Neuroscience Network rmn2; Foto: Stefan F. S\u00e4mmer\" width=\"240\" height=\"160\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-2375\" class=\"wp-caption-text\">Prof. Dr. Helmuth Steinmetz vom Universit\u00e4tsklinikum Frankfurt ist aktuell Sprecher des Rhine-Main Neuroscience Network rmn2; Foto: Stefan F. S\u00e4mmer<\/figcaption><\/figure>\n<p>Schr\u00e4g hinter dem Neurologen steht eine phrenologische B\u00fcste als kleine Hommage an die Hirnforschung des 19. Jahrhunderts und einige Grafiken an den W\u00e4nden dokumentieren den besonderen Blick der bildenden Kunst auf das menschliche Gehirn. Steinmetz ist aktuell Sprecher des Rhine-Main Neuroscience Network. Es f\u00e4llt ihm nicht schwer, die Vorz\u00fcge dieses Netzwerks zu skizzieren. &#8222;Wir bestechen nicht nur durch unsere Qualit\u00e4t, sondern auch durch Quantit\u00e4t, durch unsere Methodenvielfalt.<\/p>\n<p>Mainz und Frankfurt erg\u00e4nzen sich hervorragend, denn wir sind thematisch ausreichend verschieden. Die Mainzer forschen vor allem auf der molekularen und zellul\u00e4ren Ebene. Wir in Frankfurt besch\u00e4ftigen uns schwerpunktm\u00e4\u00dfig auch mit der systemischen Neurowissenschaft, also mit den h\u00f6heren kognitiven Funktionen.&#8220; Im molekularen und zellul\u00e4ren Bereich habe es in j\u00fcngster Vergangenheit gro\u00dfe Fortschritte gegeben.<\/p>\n<p>&#8222;In der systemischen Neurowissenschaft hingegen klaffen noch immer Riesenl\u00fccken. Wenn Sie etwa die molekular-zellul\u00e4ren Funktionen der Leber oder des Herzens verstehen, verstehen Sie die Funktion des gesamten Organs. Beim Gehirn ist das anders. Der Gesamtorganismus ist mehr als die Summe seiner einzelnen Teile. Er bringt v\u00f6llig neue Dinge hervor. H\u00f6here Hirnfunktionen werden nicht aus dem Verstehen der Zellprozesse heraus erkl\u00e4rbar.&#8220;<\/p>\n<p>Steinmetz ist weit davon entfernt, die Leistungen in der Behandlung neuromedizinischer Krankheiten klein zu reden. &#8222;Gerade in der Behandlung des Schlaganfalls oder der Multiplen Sklerose haben wir zuletzt gigantische Fortschritte gemacht.&#8220; Doch es bleiben viele gro\u00dfe, grunds\u00e4tzliche Fragen \u2013 etwa die nach den strukturell-funktionellen Grundlagen h\u00f6herer Hirnleistungen und denen ihrer krankheitsbedingten St\u00f6rungen, mit denen Neurologie und Psychiatrie ebenfalls k\u00e4mpfen.<\/p>\n<p>&#8222;Da hoffen wir nachzuziehen.&#8220; Den Zusammenschluss zum rmn\u00b2-Netzwerk sieht Steinmetz als Folge der in den letzten Jahren st\u00e4ndig wachsenden St\u00e4rke der Standorte Mainz und Frankfurt. &#8222;Hier ist in den letzten Jahren eine v\u00f6llig neue Vielfalt der Institutionen gewachsen, die sich mit Neurowissenschaften besch\u00e4ftigen. Allerdings haben wir erkannt, dass jeder f\u00fcr sich allein nicht an Berlin oder M\u00fcnchen heranreichen kann.&#8220; Erst als geeintes Netzwerk k\u00f6nne Rhein-Main mit den anderen Zentren der Hirnforschung mithalten.<\/p>\n<p>&#8222;Tats\u00e4chlich werden wir mittlerweile als Einheit gesehen. Dazu passt nat\u00fcrlich, dass Frankfurt und Mainz gerade mal 30 Minuten auseinanderliegen.&#8220; Diese Botschaft transportiert auch die besondere Landkarte des rmn\u00b2, die auf Steinmetz&#8216; PC-Monitor zu sehen ist: Eine Silhouette des Hirns umschlie\u00dft die beiden St\u00e4dte Mainz und Frankfurt. Der Main schimmert als verbindende Ader in hellem Blau. Davor f\u00fchrt die &#8222;Research Map&#8220; die 13 Verbundpartner auf. Das Netz ist gro\u00df.<\/p>\n<p>[dt_quote type=&#8220;pullquote&#8220; font_size=&#8220;h4&#8243; background=&#8220;fancy&#8220; layout=&#8220;left&#8220; size=&#8220;3&#8243;]\u201eNoch vor 20 Jahren h\u00e4tte niemand solche \u00dcberlegungen angestellt. Den Nachbarn zu f\u00f6rdern, das war einfach nicht vorgesehen. Aber auch da ist die Neuro-Szene Vorreiter.\u201c[\/dt_quote]<\/p>\n<p>&#8222;Unser Netzwerk lebt aber vor allem in den einzelnen Projekten&#8220;, betont Steinmetz. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der verschiedenen Forschungsbereiche treffen sich regelm\u00e4\u00dfig zum intensiven Austausch. &#8222;Es ist zum Beispiel auch \u00fcblich, dass Patienten aus Mainz in Frankfurt im Hochfeld-Magnetresonanztomographen und im Magnetoenzephalographen wissenschaftlich untersucht werden.&#8220; Damit kommt der Professor auf einen Leuchtturm der Frankfurter Neurowissenschaften zu sprechen: das Brain Imaging Center (BIC).<\/p>\n<p>Mit seinen Systemen f\u00fcr die Hochfeld-Magnetresonanztomografie (MRT) oder die Magnetenzephalographie (MEG) ist das Zentrum f\u00fcr Bildgebung in den Neurowissenschaften in Deutschland f\u00fchrend. &#8222;Es ist eine gro\u00dfe Forschungsanlage aus Mitteln des Bundes, des Landes, der Deutschen Forschungsgemeinschaft und der Max-Planck-Gesellschaft.&#8220; Die Mainzer nutzen das Brain Imaging Center regelm\u00e4\u00dfig und auch Institutionen jenseits des rmn\u00b2 greifen auf die vielf\u00e4ltigen Verfahren zur\u00fcck, um sich buchst\u00e4blich ein Bild zu machen.<\/p>\n<p>Doch die F\u00e4den des Neuronetzes verbinden nicht nur Leuchtt\u00fcrme. Sie verlaufen auf vielen Ebenen. &#8222;Unser Leitungsgremium kommt einmal pro Quartal zusammen und bespricht die anliegenden Themen.&#8220; In den Berufungsgremien der Partneruniversit\u00e4ten und -kliniken sitzen jeweils Vertreter beider Standorte, um miteinander abzustimmen, wer ins Netz hineinpasst und wo noch L\u00fccken zu schlie\u00dfen sind. &#8222;Au\u00dferdem k\u00f6nnen unsere Studierenden ohne Probleme auf die Lehr- und Promotionsm\u00f6glichkeiten beider Universit\u00e4ten zur\u00fcckgreifen.&#8220;<\/p>\n<p>Dass sich solch ein enges Netz \u00fcber hessische und rheinland-pf\u00e4lzische Landesgrenzen hinweg ausbreitet, ist recht neu. &#8222;Noch vor 20 Jahren h\u00e4tte niemand solche \u00dcberlegungen angestellt. Den Nachbarn zu f\u00f6rdern, das war einfach nicht vorgesehen. Aber auch da ist die Neuro-Szene Vorreiter.&#8220; Zum Schluss wagt Steinmetz noch einen Blick in die Zukunft:<\/p>\n<p>&#8222;Wir erwarten in den n\u00e4chsten Jahren eine zunehmende Einflussnahme des Bundes auf Wissenschaftssteuerung und -finanzierung. Mit dem Neuro-Netzwerk erhoffen wir uns eine wesentliche Erh\u00f6hung unserer Chancen, daran teilzuhaben. Mit zwei Bundesl\u00e4ndern werden wir dann auch zwei F\u00fcrsprecher haben.&#8220; Das Rhine-Main Neuroscience Network steht bereit. Das Netz ist gespannt, die Zukunft kann kommen. Und Goethe schaut staunend zu.<\/p>\n<p>[dt_call_to_action content_size=&#8220;small&#8220; background=&#8220;fancy&#8220; line=&#8220;true&#8220; animation=&#8220;fadeIn&#8220;]<\/p>\n<p><strong>Rhine-Main Neuroscience Network <\/strong><\/p>\n<p><strong>Sprecher:<\/strong> Prof. Dr. Helmuth Steinmetz, Klinik f\u00fcr Neurologie am Klinikum der Goethe-Universit\u00e4t, Tel. Tel.: (069) 6301-5769, <a href=\"mailto:h.steinmetz@em.uni-frankfurt.de\">h.steinmetz@em.uni-frankfurt.de<\/a><\/p>\n<p><strong>Partner:<\/strong> Johannes Gutenberg-Universit\u00e4t Mainz, Max Planck-Institute f\u00fcr Biophysik, f\u00fcr Hirnforschung und f\u00fcr Empirische \u00c4sthetik, Frankfurt, Frankfurt Institute for Advanced Studies (FIAS), Interdisciplin\u00e4res Zentrum f\u00fcr Neurowissenschaften (ICNF), Frankfurt, Ernst Str\u00fcngmann Institut, Frankfurt, Institut f\u00fcr Molekulare Biologie (IMB), Mainz, Deutsches Resilienz Zentrum (DRZ), Mainz, Fokusprogramm Translationale Neurowissenschaften (FTN), Mainz.<\/p>\n<p><strong>Link:<\/strong><a href=\"http:\/\/www.rmn2.de\"> http:\/\/www.rmn2.de<\/a><\/p>\n<p>[\/dt_call_to_action]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Rhine-Main Neuroscience Network (rmn\u00b2) wurde im Jahr 2010 als Zusammenschluss von Forschungsinstitutionen in Frankfurt und Mainz gegr\u00fcndet, um sich in den verschiedenen 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