{"id":23974,"date":"2017-12-22T15:06:00","date_gmt":"2017-12-22T14:06:00","guid":{"rendered":"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/?p=23974"},"modified":"2018-01-26T11:01:57","modified_gmt":"2018-01-26T10:01:57","slug":"uni-praesidentin-wolff-goethe-am-main-ist-auch-klasse","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/en\/hochschule\/uni-praesidentin-wolff-goethe-am-main-ist-auch-klasse\/","title":{"rendered":"Uni-Pr\u00e4sidentin Wolff: \u201eGoethe am Main ist auch klasse\u201c"},"content":{"rendered":"<p><strong><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-23978\" src=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/blog_GS_interview01.jpg\" alt=\"\" width=\"400\" height=\"277\" srcset=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/blog_GS_interview01.jpg 650w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/blog_GS_interview01-300x208.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/strong><\/p>\n<p><strong>Zukunftsprojekte mit viel Energie weiterverfolgen, dabei gleichzeitig die Fehleranalyse ernst nehmen: Universit\u00e4tspr\u00e4sidentin Prof. Birgitta Wolff spricht im Interview \u00fcber das weitere Vorgehen nach dem entt\u00e4uschenden Abschneiden der Goethe-Universit\u00e4t im Exzellenzcluster-Wettbewerb.<\/strong><\/p>\n<p><strong><em>GoetheSpektrum: Frau Prof. Wolff, Ende September gab es die gro\u00dfe Ern\u00fcchterung: Von insgesamt acht Vorantr\u00e4gen der Goethe- Universit\u00e4t f\u00fcr die Exzellenzstrategie wurde nur einer zur Vollantragstellung aufgefordert. Gibt es mittlerweile Hinweise, woran das gelegen haben k\u00f6nnte? <\/em><\/strong><\/p>\n<p>Prof. Birgitta Wolff: Uns war schon bewusst, dass mindestens drei unserer Cluster-Ideen nicht ohne Risiko waren \u2013 u.a. weil einige Wissenschaftlerteams gerade erst mit der intensiven Zusammenarbeit begonnen hatten. Wir hatten die Ausschreibung so verstanden, dass innovative, vielleicht auch unkonventionelle, Ideen gefragt waren. Wir sind nie davon ausgegangen, dass wir mit acht Cluster-Skizzen zur Vollantragstellung aufgefordert werden \u2013 das w\u00e4re administrativ auch kaum handhabbar gewesen. Zwei bis f\u00fcnf Antr\u00e4ge erschienen uns aber realistisch \u2013 einer ist eindeutig zu wenig und entt\u00e4uschend.<\/p>\n<p><em><strong>Mittlerweile liegen die Gutachten der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) vor. Wie wird die Goethe-Universit\u00e4t die Antragstellung analysieren und aufarbeiten?<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Die Ergebnisse werden sehr genau ausgewertet, sowohl von den Clusterteams als auch von Seiten des Pr\u00e4sidiums. Zudem gibt es eine Senatskommission, die sich damit befasst. F\u00fcr unsere interne Analyse haben wir mit Prof. Bereiter-Hahn und Prof. Stolleis zwei sehr renommierte Kollegen gewinnen k\u00f6nnen, die sich alles genau anschauen und uns schon sehr bald eine zusammenfassende Auswertung zur Verf\u00fcgung stellen werden. Soweit ich bisher sehe, d\u00fcrfen wir hier nicht mit einfachen Antworten rechnen. Jede Skizze steht in einem eigenen Bewertungskontext, wobei die gesamtuniversit\u00e4re Einbindung und auch Querschnittsthemen, wie Nachwuchsf\u00f6rderung und Gleichstellung, zumeist relativ positiv beurteilt werden. Aber wir warten jetzt die Auswertung ab. Dabei beziehen wir auch externe Expertise ein. Im Fr\u00fchjahr 2018 soll dann ein belastbarer Bericht vorliegen.<\/p>\n<p><strong><em>Zur Vorbereitung der ExStra-Vorantr\u00e4ge hatte die Goethe-Universit\u00e4t einen Green Paper-Prozess gestartet und den Forschungsrat als beratendes Gremium hinzugezogen. Wie bewerten Sie das Verfahren im Nachhinein?<\/em> <\/strong><\/p>\n<p>Die Analyse l\u00e4uft, wie bereits erw\u00e4hnt, noch. Aber anf\u00e4ngliche Vermutungen, dass wir vielleicht grobe handwerkliche Fehler im Prozess gemacht h\u00e4tten, best\u00e4tigen sich bislang nicht. Wir haben die \u00fcblichen, anerkannten Instrumente eingesetzt: beratende \u00bbPaten\u00ab aus dem Forschungsrat f\u00fcr jedes Projektteam, interne und externe Gutachter und Sparringspartner, Workshops mit den Clusterinitiativen, auch die wissenschaftlichen Beir\u00e4te der Cluster waren beteiligt. Es gab aus diesem Prozess R\u00fcckmeldungen an die Cluster, in denen durchaus einige der Kritikpunkte genannt wurden, die jetzt auch in den Gutachten stehen. Die spannende Frage ist daher m\u00f6glicherweise gar nicht so sehr, ob es nicht hinreichend R\u00fcckmeldungen gab, sondern ob wir diesen genug Geh\u00f6r geschenkt haben. Wir m\u00fcssen uns fragen, ob und wie wir dem einen oder anderen Punkt zu mehr Geltung h\u00e4tten verhelfen k\u00f6nnen. Waren wir vielleicht zu selbstbewusst und zu wenig offen f\u00fcr Ratschl\u00e4ge? M\u00f6glicherweise bewerte ich das im Nachhinein aber auch \u00fcber, und uns fehlte an vielen Stellen schlicht und einfach Zeit. Letztlich bin ich \u00fcberrascht, dass die zuk\u00fcnftigen Exzellenzcluster in der Vorbereitung und Vorbegutachtung \u2013 auch von Seiten der DFG \u2013 mit relativ geringem Aufwand bedacht werden; jeder normale SFB erh\u00e4lt mehr Aufmerksamkeit und auch mehr zeitlichen Vorlauf.<\/p>\n<p><em><strong>W\u00fcrden Sie so weit gehen, ein St\u00fcck weit sogar von einem heilsamen Schock zu sprechen?<\/strong> <\/em><\/p>\n<p>Das klingt sehr hart. Die Rhetorik allerdings, auf die ich bei meinem Amtsantritt gesto\u00dfen bin, hat die Forschungsst\u00e4rke der Universit\u00e4t sehr betont. Auch ich glaube nach wie vor an die St\u00e4rke der Universit\u00e4t, aber es darf nicht dazu kommen, dass wir selbstgerecht werden. Bodenhaftung und Bescheidenheit bleiben sehr wichtig. Zu Beginn meiner Amtszeit habe ich, als ich gefragt wurde, was ich von der Formel \u00bbHarvard am Main\u00ab halte, gesagt, \u00bbGoethe am Main\u00ab ist auch klasse. Daran m\u00f6chte ich aus gegebenem Anlass erinnern. Aber was hei\u00dft es, \u00bbGoethe am Main\u00ab zu sein? \u2013 Eine Volluniversit\u00e4t mit der Verantwortung f\u00fcr inzwischen \u00fcber 48.000 Studierende? Eine Universit\u00e4t mit ausgepr\u00e4gten Forschungsst\u00e4rken \u00fcber ein breites F\u00e4cherspektrum hinweg? Eine Universit\u00e4t mit einer besonderen Gr\u00fcndungstradition, fester Verankerung in Region und Gesellschaft? Nat\u00fcrlich ist diese Frage nach unserem Profil und unserem Selbstverst\u00e4ndnis nicht neu, aber durch das Abschneiden in der Exzellenzstrategie wird sie erneut gestellt. \u00bbGoethe am Main\u00ab ist nicht schlechter als \u00bbHarvard am Main\u00ab, aber anders, und wir m\u00fcssen kl\u00e4ren, was es f\u00fcr uns bedeutet.<\/p>\n<p><em><strong>Von einem Antrag in der F\u00f6rderlinie \u00bbExzellenzuniversit\u00e4ten \u00ab im Verbund der Rhein-Main-Universit\u00e4ten (RMU) haben die Beteiligten inzwischen Abstand genommen. W\u00e4re es alternativ denkbar gewesen, sich mit Gie\u00dfen und anderen Partnern zu einem Antrag zusammenzuschlie\u00dfen, da mit Gie\u00dfen ja gemeinsam der Antrag f\u00fcr das Cardio-Pulmonary Institute gestellt wird?<\/strong> <\/em><\/p>\n<p>Die Zusammenarbeit mit Gie\u00dfen klappt wunderbar, gleichwohl w\u00e4re ein solcher Antrag viel zu kurzfristig und zu wenig strategisch vorbereitet. Wir hatten ja schon als RMU Bedenken, wom\u00f6glich als \u00bbBeutegemeinschaft \u00ab wahrgenommen zu werden. Ein Beispiel f\u00fcr eine \u00fcberzeugende gemeinsame Initiative bieten dagegen die Berliner Universit\u00e4ten, die inzwischen seit Jahrzehnten in vielen Handlungsfeldern eng und erfolgreich zusammenarbeiten und deren gemeinsamer Antrag daher plausibel erscheint.<\/p>\n<p><em><strong>Gibt es schon Ideen, wie die f\u00fcr die Exzellenzstrategie generierten Ideen gegebenenfalls auf anderen F\u00f6rderwegen angeschoben werden k\u00f6nnten?<\/strong> <\/em><\/p>\n<p>Da gibt es unterschiedliche Denkpfade. Am 12. Dezember habe ich die Sprecher der Clusterinitiativen wieder f\u00fcr eine Bestandsaufnahme getroffen; Gespr\u00e4che mit dem Land, mit Stiftern, Freunden und F\u00f6rderern laufen; es gibt Ideen zur Konfiguration skizzenverwandter Forschungsprojekte \u2013 die m\u00fcssen jetzt ausgearbeitet werden. Wichtig ist anzuerkennen, dass die kritisierten Clusterskizzen nicht eins zu eins weiterverfolgt werden k\u00f6nnen. Wir m\u00fcssen die Anmerkungen aus den Gutachten ernst nehmen und schauen, wie wir vielleicht Teilaspekte anders konfigurieren k\u00f6nnen, um gesch\u00e4rfte Forschungsideen im Rahmen neuer Projekte zu formulieren.<\/p>\n<p><em><strong>Wird es f\u00fcr die neuen Antr\u00e4ge Unterst\u00fctzung von Seiten des Pr\u00e4sidiums geben?<\/strong> <\/em><\/p>\n<p>Unterst\u00fctzung und Moderation auf jeden Fall. Wir k\u00f6nnen die Konfiguration neuer Projekte aus den Clusterinitiativen heraus auch finanziell unterst\u00fctzen, so wie wir schon die Skizzenentwicklung finanziell unterst\u00fctzt haben. Daf\u00fcr hatten wir zus\u00e4tzliche Landesmittel eingeworben. Was aber an der Goethe-Universit\u00e4t sicher auf wenig Akzeptanz sto\u00dfen w\u00fcrde, w\u00e4re eine Einflussnahme des Pr\u00e4sidiums auf die konkreten Forschungsfragen und -projekte. Ich habe im Forschungsrat gelernt, dass in der letzten Exzellenzinitiative durchaus von zentraler Seite eingegriffen und auch entschieden wurde \u2013 mit gemischtem Erfolg. Es gibt hier keine Patentrezepte. Pr\u00e4sidium und Forschungsrat sehe ich hier als Sparringspartner; \u00fcber die Mitglieder des Forschungsrates und ihre Netzwerke k\u00f6nnen dar\u00fcber hinaus einschl\u00e4gige Experten als Gutachter gewonnen werden. Wir k\u00f6nnen den Prozess, in dem eine Idee verfolgt wird, unterst\u00fctzen, Rahmenbedingungen entwickeln und bei Bedarf auch einmal Leitplanken abstecken \u2013 so verstehe ich auch unsere Aufgabe. Gleichzeitig bieten sich Unterst\u00fctzungsm\u00f6glichkeiten durch neue und neu ausgerichtete interne F\u00f6rderformate: den F\u00f6rderfonds zum Aufbau koordinierter Programme, den RMU-Innovationsfonds oder die Goethe- Fellowships. Wir m\u00fcssen schauen, wie wir mit Bordmitteln und eingeworbenen Mitteln Anschubfinanzierungen f\u00fcr vielversprechende Ideen bereitstellen k\u00f6nnen. Wichtig ist: Die Neuentwicklung und Weiterverfolgung von Forschungsideen muss ein fortlaufender Prozess sein. Wenn es einen Anlass wie die Exzellenzstrategie gibt, kann man auch mal eine \u00bbHauruckaktion\u00ab starten mit einem Aufruf, anlassbezogen Antragsideen f\u00fcr interessante Forschungsprojekte einzureichen \u2013 aber Initiativen, die auf einen Exzellenzcluster zielen, ben\u00f6tigen einen belastbaren wissenschaftlichen Unterbau.<\/p>\n<p>[dt_quote type=&#8220;pullquote&#8220; layout=&#8220;right&#8220; font_size=&#8220;big&#8220; animation=&#8220;none&#8220; size=&#8220;2&#8243;]<em>\u00bbWir k\u00f6nnen den Prozess, in dem eine Idee verfolgt wird, unterst\u00fctzen, Rahmenbedingungen entwickeln und bei Bedarf auch einmal Leitplanken abstecken \u2013 so verstehe ich auch unsere Aufgabe.\u00ab<\/em>[\/dt_quote]<\/p>\n<p><em><strong>K\u00f6nnten beispielsweise neue Sonderforschungsbereiche die nach dem Wegfall der Cluster entstehende finanzielle \u00bbWunde\u00ab lindern?<\/strong> <\/em><\/p>\n<p>Bis Oktober 2019 k\u00f6nnen die Cluster weitgehend normal arbeiten, erst ab dann l\u00e4uft die Finanzierung aus. Den beiden Clustern, die aus der Finanzierung herausfallen werden, stehen derzeit rund 11 Mio. Euro pro Jahr f\u00fcr ihre Forschung und die ben\u00f6tigte Infrastruktur zur Verf\u00fcgung. Insgesamt verf\u00fcgt die Universit\u00e4t \u00fcber gut 184 Mio. Euro Drittmittel. Wenn man sich \u00fcberlegt, wie sich das mit anderen Quellen ersetzen l\u00e4sst, fallen einem schon Alternativen ein, zu denen auch, aber keineswegs nur, die von Ihnen angesprochenen SFBs geh\u00f6ren. Trotzdem bleibt es traurig, dass diese Clusterfinanzierungen wegfallen und damit die Cluster ihre Fragestellungen nicht wie erhofft weiterf\u00fchren k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><em><strong> Was passiert mit den Besch\u00e4ftigten, die f\u00fcr die Cluster oder im Zuge der ExStra-Vorbereitungen eingestellt wurden?<\/strong> <\/em><\/p>\n<p>Wir haben so viel Vorlauf durch die Auslauffinanzierung, dass es keine unerwarteten H\u00e4rten geben sollte. Bei der Planung befristeter Stellen oder Projekte haben Cluster und Verwaltung immer auf die Ausfinanzierung geachtet. Die Nachhaltigkeit von durch die Cluster vergebenen Dauerstellen ist \u00fcber die Fachbereiche und die Administration gesichert.<\/p>\n<p><em><strong>Die Exzellenzcluster sind die Visitenkarte der Goethe-Universit\u00e4t schlechthin gewesen. Was bedeutet der (Nicht-)F\u00f6rderbescheid f\u00fcr unsere Berufungspolitik?<\/strong> <\/em><\/p>\n<p>Die Cluster als einzige Visitenkarte der Uni zu interpretieren, ist und war aus meiner Sicht schon immer unangebracht \u2013 der gr\u00f6\u00dfte Teil der Uni-Community und ihrer Umgebung hat und hatte mit der Universit\u00e4t ganz andere Ber\u00fchrungspunkte. Aber tats\u00e4chlich ist der gef\u00fchlte Reputationsschaden etwas, woran viele von uns am h\u00e4rtesten zu knabbern haben. Die Finanzausf\u00e4lle sind mit entsprechenden Anstrengungen kompensierbar, aber nat\u00fcrlich geht es ans Selbstbewusstsein, wenn wir nicht mehr darauf verweisen k\u00f6nnen, dass wir zwar nicht Exzellenzuniversit\u00e4t sind, aber immerhin zweieinhalb Cluster haben. Das k\u00f6nnte in der Tat auch Folgen f\u00fcr die Universit\u00e4t haben, denn dieser Wettbewerb wird in der internationalen Wissenschaftsszene ziemlich genau beobachtet. Deswegen ist es umso wichtiger, andere gro\u00dfe und wichtige Forschungsprojekte weiterhin intensiv zu verfolgen. Das Frankfurt Cancer Institute ist zum Beispiel ein solches Projekt, ebenso die Verstetigung von SAFE und das Fraunhofer-Projekt f\u00fcr translationale Arzneimittelforschung. In Kooperation mit au\u00dferuniversit\u00e4ren Partnern passiert einiges, aber auch aus eigener Kraft haben wir gute Themen. Und die m\u00fcssen wir mit umso mehr Sorgfalt und Energie fortf\u00fchren.<\/p>\n<p><em><strong>F\u00fcr den Antrag in der F\u00f6rderlinie \u00bbExzellenzuniversit\u00e4ten \u00ab waren auch Ideen entwickelt worden, die nicht-wissenschaftliche Querschnittsaufgaben betreffen. Wie sehen Sie Chancen, dort auch ohne Exzellenzf\u00f6rderung am Ball zu bleiben?<\/strong> <\/em><\/p>\n<p>Die Themen, die wirklich wichtig sind, m\u00fcssen wir unabh\u00e4ngig von F\u00f6rdergeldern aus der Exzellenzstrategie umsetzen \u2013 dazu geh\u00f6rt f\u00fcr mich zum Beispiel die Personalentwicklung. Die Task Force E, die an den Vorbereitungen f\u00fcr die F\u00f6rderlinie Exzellenzuniversit\u00e4ten arbeitete, hat eine ganze Reihe von Ideen entwickelt, die auch dem vom Senat initiierten Forum_E vorgestellt wurden. Dabei geht es sowohl um die st\u00e4ndige Erneuerung von Forschung als auch um akademische Infrastrukturen. Diese Ideen w\u00fcrden wir gerne in den Hochschulentwicklungsprozess einflie\u00dfen lassen, zumal die Vorbereitungen f\u00fcr den n\u00e4chsten Hochschulentwicklungsplan (HEP) in diesen Monaten anlaufen. Es ist wichtig, dass wir uns f\u00fcr den anstehenden HEP mehr Zeit nehmen als 2015, als wir in Windeseile gemeinsam mit der Senatskommission und teilweise in Arbeitsgruppen einen Hochschulentwicklungsplan formuliert haben, der schon ab 2016 gelten musste. F\u00fcr derartige strategische Entwicklungsaufgaben brauchen wir kontinuierliche Prozesse und Strukturen.<\/p>\n<p><em><strong>Dass die Exzellenz ein fl\u00fcchtiges Ph\u00e4nomen ist, haben andere Unis lange schon vor der Goethe- Universit\u00e4t erfahren m\u00fcssen. Was l\u00e4sst sich von diesen vielleicht lernen?<\/strong> <\/em><\/p>\n<p>Das werden wir herausfinden. Wir m\u00f6chten im n\u00e4chsten Fr\u00fchjahr auch Kollegen und Kolleginnen von anderen Universit\u00e4ten wie Bremen, G\u00f6ttingen, Heidelberg oder Konstanz zu Veranstaltungen einladen. Im Moment sind alle zu besch\u00e4ftigt mit ihren Clusterantr\u00e4gen, aber ich denke, ab M\u00e4rz wird es zumindest teilweise auch wieder mehr Gelassenheit geben. Dann sollten wir schauen, was wir aus der Exzellenzstrategie gelernt haben und wie wir diese Erfahrungen konstruktiv in die Vorbereitungen des n\u00e4chsten Hochschulentwicklungsplans einflie\u00dfen lassen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><em>Das Interview f\u00fchrte Imke Folkerts<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Dieser Artikel ist in der Ausgabe 4.17 der Mitarbeiterzeitung GoetheSpektrum<\/strong><\/em><strong><em> erschienen.<\/em><\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zukunftsprojekte mit viel Energie weiterverfolgen, dabei gleichzeitig die Fehleranalyse ernst nehmen: Universit\u00e4tspr\u00e4sidentin Prof. Birgitta Wolff spricht im Interview \u00fcber das weitere Vorgehen nach dem entt\u00e4uschenden Abschneiden der Goethe-Universit\u00e4t im Exzellenzcluster-Wettbewerb. 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