{"id":2591,"date":"2014-12-05T10:15:11","date_gmt":"2014-12-05T09:15:11","guid":{"rendered":"http:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/?p=2591"},"modified":"2016-01-18T10:45:11","modified_gmt":"2016-01-18T09:45:11","slug":"tierversuche-die-sicht-eines-ethikers","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/en\/gesellschaft\/tierversuche-die-sicht-eines-ethikers\/","title":{"rendered":"Tierversuche \u2013 die Sicht eines Ethikers"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_2593\" aria-describedby=\"caption-attachment-2593\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-2593 size-medium\" src=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/blog_unireport_birnbacher-1-300x225.jpg\" alt=\"Foto: Privat\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/blog_unireport_birnbacher-1-300x225.jpg 300w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/blog_unireport_birnbacher-1.jpg 400w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-2593\" class=\"wp-caption-text\">Dieter Birnbacher, Heinrich Heine-Universit\u00e4t D\u00fcsseldorf; Foto: Privat<\/figcaption><\/figure>\n<p>Die Debatte um die Zul\u00e4ssigkeit und die Grenzen von wissenschaftlichen Tierversuchen ist keine neue Debatte. Sie wird sp\u00e4testens seit dem 17. Jahrhundert gef\u00fchrt, mit \u2013 wie etwa der Briefwechsel zwischen Ren\u00e9 Descartes mit seinem englischen Briefpartner Henry More zeigt \u2013 \u00e4hnlichen Positionierungen, wie wir sie heute finden. Allerdings vertritt heute so gut wie keiner mehr die Auffassung Descartes\u2019, dass Tiere, weil sie \u00fcber keine Sprache verf\u00fcgen, deshalb empfindungslose Automaten sind.<\/p>\n<p>Allerdings wird auch in der gegenw\u00e4rtigen ethischen Diskussion \u00fcber den menschlichen Umgang mit Tieren \u00fcberwiegend davon ausgegangen, dass dem Menschen ein grunds\u00e4tzliches moralisches Recht auf die Verf\u00fcgung \u00fcber Tiere und die Nutzung von Tieren zu eigenen Zwecken zukommt. Allerdings st\u00f6\u00dft dieses grunds\u00e4tzliche Recht an eine Grenze, wenn Tiere durch die menschliche Nutzung erheblich belastet oder ohne hinreichenden Grund get\u00f6tet werden.<\/p>\n<h3>Tierschutz contra Tierrecht\/ Tierschutz oder Tierrecht?<\/h3>\n<p>Diese Auffassung kann man grosso modo als \u201eTierschutz-Position\u201c bezeichnen \u2013 im Gegensatz zu \u201eTierrechts- Positionen\u201c, die Tieren (bzw. bestimmten h\u00f6heren Tieren) weitergehende Rechte zuschreiben. Die \u201eTierschutz\u201c-Position l\u00e4sst sich verstehen als eine Art \u201egoldene Mitte\u201c zwischen zwei Extrempositionen, die beide in unserem Kulturkreis in Bezug auf Tiere nur (noch) selten vertreten werden, dem Anthropozentrismus und dem Biozentrismus.<\/p>\n<p>Anthropozentrismus bedeutet, dass sich der Umgang mit Tieren allein am Ma\u00dfstab menschlicher Interessen und Gef\u00fchle orientiert. Diese Position war im Westen \u00fcber Jahrhunderte hinweg dominant. Ihre prominentesten Vertreter waren Immanuel Kant und \u2013 repr\u00e4sentativ f\u00fcr die christliche Moraltheologie \u2013 Thomas von Aquin. Kant war durchaus kein Tierver\u00e4chter, aber den Schutz der Tiere konnte er im Rahmen seiner Philosophie lediglich durch die Pflicht des Menschen zur Selbstachtung und die Vorsorge gegen Verrohung im Umgang mit Menschen begr\u00fcnden.<\/p>\n<p>Kant zufolge sollten Pflichten nur gegen\u00fcber Wesen bestehen k\u00f6nnen, die ihrerseits moralf\u00e4hig sind. Der Anthropozentrismus war allerdings bereits vor Kant durch David Hume und Jean-Jacques Rousseau in Frage gestellt worden. Heute wird \u00fcberwiegend die Kritik geteilt, die Jeremy Bentham implizit und Arthur Schopenhauer explizit an Kants Auffassung \u00fcbten.<\/p>\n<p>Nach beiden kommt es nicht darauf an, ob Tiere denken oder reden k\u00f6nnen wie Menschen, sondern ob sie wie Menschen leiden k\u00f6nnen. Allen leidensf\u00e4higen Wesen wird ein Eigenwert zugeschrieben. Der Biozentrismus auf der anderen Seite erkennt einen derartigen Eigenwert allen Lebewesen einschlie\u00dflich der niederen Tiere und der Pflanzen zu.<\/p>\n<p>Einige Vertreter dieser Auffassung gehen sogar so weit, allen nicht-menschlichen Lebewesen ein gleich starkes Recht auf Leben und Entwicklung zuzusprechen. Prominentestes Beispiel f\u00fcr diese Auffassung ist Albert Schweitzers \u201eEthik der Ehrfurcht vor dem Leben in allen seinen Erscheinungsformen\u201c. Sie hat allerdings die wenig akzeptable Konsequenz, keinerlei Differenzierungen zwischen den Arten des Lebendigen zuzulassen und davon abzusehen, in welchem Ausma\u00df Tiere davon, wie Menschen mit ihnen umgehen, subjektiv betroffen sind.<\/p>\n<h3>Wann ist Tierleid gerechtfertigt?<\/h3>\n<p>Die \u201eTierschutz\u201c-Position ist pathozentrisch, indem sie die Leidensvermeidung in den Mittelpunkt stellt. Sie schlie\u00dft eine T\u00f6tung von Tieren nicht aus, fordert aber, dass diese m\u00f6glichst angst- und leidensfrei erfolgt. Diese Position wird in der gegenw\u00e4rtigen Diskussion in mehreren Varianten vertreten, die sich darin unterscheiden, welche Trade-offs sie zwischen der Zuf\u00fcgung von Leiden (\u201eBelastungen\u201c) bei Tieren einerseits und menschlichen G\u00fctern andererseits zul\u00e4sst.<\/p>\n<p>Die dem aktuellen politischen mainstream und dem deutschen Tierschutzgesetz entsprechende schw\u00e4chere Variante geht davon aus, dass Belastungen von Tieren \u2013 durch Tierversuche, aber vor allem auch durch die \u00fcberwiegend als belastend einzustufende landwirtschaftliche Tierhaltung \u2013 nicht nur zur Verhinderung bzw. Minderung menschlichen Leidens zu rechtfertigen ist, sondern auch durch andere menschliche G\u00fcter wie Leben, Sicherheit, Wissenserwerb und Genuss.<\/p>\n<p>Eine st\u00e4rkere \u2013 den Pathozentrismus enger und w\u00f6rtlicher auslegende \u2013 Variante fordert, als Rechtfertigungsgrund f\u00fcr die Leidenszuf\u00fcgung bei Tieren ausschlie\u00dflich die Leidensminderung bei Menschen gelten zu lassen. Danach lassen sich Belastungen von Tieren etwa f\u00fcr Grundlagenforschung und Ern\u00e4hrung nur insoweit rechtfertigen, als sie indirekt der Leidensminderung dienen. Eine noch st\u00e4rkere Variante vertritt schlie\u00dflich die Position, dass zwischen Leidenszuf\u00fcgung und Leidensminderung eine ethische Asymmetrie besteht.<\/p>\n<p>Danach ist eine aktive Leidenszuf\u00fcgung bei Tieren grunds\u00e4tzlich moralisch bedenklicher als ein passives Zulassen gleich schwerwiegender Leiden bei Menschen. Da es die Natur sei, die Menschen an Krankheiten leiden lasse, die wir dann mittels Tierversuchen zu bek\u00e4mpfen suchen, w\u00e4hrend es im Falle der Tierversuche wir selbst sind, die die Tiere leiden lassen, bestehe hinsichtlich der Frage der Tierversuche kein eigentlicher ethischer Konflikt:<\/p>\n<p>Leidenszuf\u00fcgung d\u00fcrfe nur mit Leidenszuf\u00fcgung, nicht aber mit Leidenlassen verglichen werden. Diese \u2013 u. a. in Deutschland von Ursula Wolf vertretene \u2013 Position trifft allerdings auf die Kritik, dass sie mit dem Gebot zwischenmenschlicher Solidarit\u00e4t schwer vertr\u00e4glich ist. Auch dann, wenn es nicht der Mensch selbst ist, der das Leiden eines Schwerkranken verursacht, betrachtet er sich in der Regel doch als f\u00fcr die m\u00f6gliche Verhinderung und Linderung dieses Leidens nicht weniger verantwortlich als f\u00fcr die eines durch Menschen bewirkten.<\/p>\n<p>Vertreter einer tierethischen Pflicht zur Leidensminderung berufen sich im Wesentlichen auf zwei \u2013 insbesondere von Schopenhauer formulierte \u2013 Argumente: dass h\u00f6here Tiere (zu denen mindestens die Wirbeltiere geh\u00f6ren) leidensf\u00e4hig sind, und dass nicht zu sehen ist, warum die in allen Ethiksystemen anerkannten Pflichten zur Unterlassung von Leidenszuf\u00fcgung und zu aktiver Leidenslinderung bei Menschen nicht gleicherma\u00dfen f\u00fcr alle leidensf\u00e4hige Wesen gelten m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Die Tatsache, dass Tiere keine Moralsubjekte und keine m\u00f6glichen Vertragspartner sind, die in der Lage w\u00e4ren, sich mit dem Menschen \u00fcber wechselseitig bestehende Rechte und Pflichten zu verst\u00e4ndigen, kann danach kein Grund sein, diese Pflichten nicht auch f\u00fcr leidensf\u00e4hige Tiere gelten zu lassen.<\/p>\n<p>Andernfalls best\u00fcnden diese Pflichten ja auch nicht gegen\u00fcber unm\u00fcndigen Menschen. Allerdings wird eine Verpflichtung zur aktiven F\u00fcrsorge in der Praxis zumeist nur f\u00fcr Tiere in der Obhut des Menschen und f\u00fcr von Menschen zu Nutzungszwecken gez\u00fcchtete Tiere anerkannt. Bei Wildtieren stehen einer F\u00fcrsorgepflicht u. a. Naturschutz\u00fcberlegungen entgegen.<\/p>\n<p>[dt_call_to_action content_size=&#8220;small&#8220; background=&#8220;plain&#8220; line=&#8220;true&#8220; animation=&#8220;fadeIn&#8220;]<\/p>\n<p><strong>Wie weit kann\/darf der Tierschutz gehen?<\/strong><\/p>\n<p>Tierversuche haben eine gro\u00dfe Bedeutung f\u00fcr den medizinischen Fortschritt. Die ethischen Verpflichtungen und rechtlichen Vorgaben haben zugenommen,<br \/>\ndoch wird tierexperimentelle Forschung nach wie vor kritisch be\u00e4ugt oder gar komplett abgelehnt. Der Philosoph Dieter Birnbacher besch\u00e4ftigt sich seit vielen Jahren schon mit der ethischen Dimension von Tierversuchen. Auf der Jahrestagung der Gesellschaft f\u00fcr Versuchstierkunde (GV-SOLAS) im vergangenen September an der Goethe-Universit\u00e4t hielt er einen viel beachteten Vortrag dazu. In seinem Essay f\u00fcr den UniReport diskutiert er historische und aktuelle Positionen und zeigt Grenzen des Tierschutzes auf. <em>UR<\/em><\/p>\n<p>[\/dt_call_to_action]<\/p>\n<h3>Ersetzen, Reduzieren, Optimieren<\/h3>\n<p>Die in der \u00d6ffentlichkeit wie in der Tierethik vorherrschende \u201eTierschutz-Position\u201c ist auch die Grundlage des deutschen Tierschutzgesetzes. Es begrenzt die Belastung von Tieren durch von Menschen zugef\u00fcgte Schmerzen, Leiden und Sch\u00e4den und fordert f\u00fcr die T\u00f6tung von Tieren einen \u201evern\u00fcnftigen\u201c Grund \u2013 ein unbestimmter Rechtsbegriff, der es erlaubt, die Akzeptabilit\u00e4t der Gr\u00fcnde den jeweils vorherrschenden gesellschaftlichen Anschauungen anzupassen.<\/p>\n<p>Das Tierschutzgesetz sch\u00fctzt also die Tiere um ihrer selbst willen \u2013 im Gegensatz zu \u00e4lteren Gesetzen, die Tiere nur soweit sch\u00fctzten, wie es die Vermeidung \u00f6ffentlicher \u00c4rgernisse oder einer vermeintlichen Verrohung von Menschen erforderte \u2013, was aber nicht hei\u00dft, dass Tiere auch als Tr\u00e4ger von subjektiven Rechten mit eigener (durch Stellvertreter wahrgenommene) Klagebefugnis betrachtet werden.<\/p>\n<p>Bei der Rechtfertigung von belastenden Tierversuchen sind von Rechts wegen zwei Arten komplexer Beurteilung und Abw\u00e4gung erforderlich: erstens die Gewichtung der auf dem Spiel stehenden tierlichen und menschlichen G\u00fcter und zweitens \u2013 auf dem Hintergrund der G\u00fcterbewertung \u2013 die Feststellung der \u201eUnumg\u00e4nglichkeit\u201c der Belastung der Tiere angesichts der Bedeutung der von dem jeweiligen Versuch erwarteten Ergebnisse.<\/p>\n<p>\u201eUnumg\u00e4nglichkeit\u201c der Belastung bedeutet, dass Alternativmethoden nicht zur Verf\u00fcgung stehen, dass der Tierversuch im Sinne von refinement optimiert und die Belastung der Tiere, gemessen an der wissenschaftlichen, therapeutischen oder anderweitigen Bedeutung des Versuchszwecks, im Sinne der sogenannten 3-R-Regel (Replacement, Reduction, Refinement) minimiert wird.<\/p>\n<p>Das Kriterium der Leidensf\u00e4higkeit setzt also den Versuchen mit leidensf\u00e4higen Tieren Grenzen, beinhaltet aber keine kategorische Ablehnung von belastenden Tierversuchen. Vielmehr erlaubt das Kriterium eine Abw\u00e4gung zwischen den Belastungen, denen Tiere im Versuch ausgesetzt sind, und dem daraus erwartbaren Nutzen f\u00fcr den Menschen. Zugleich legt es nahe, dass die Zul\u00e4ssigkeit belastender Tierversuche wesentlich davon abh\u00e4ngt, in welchem Ma\u00df Tiere aufgrund ihrer unterschiedlich ausgepr\u00e4gten neuronalen Entwicklungsniveaus leidensf\u00e4hig sind.<\/p>\n<p>Um die Leidensf\u00e4higkeit von Tieren zu beurteilen, bedarf es dabei jeweils einer Synopse von neuronalen, endokrinologischen und Verhaltensindikatoren nach bestem wissenschaftlichem Kenntnisstand. F\u00fcr eine Abstufung des ethisch begr\u00fcndeten Tierschutzes kommt insbesondere der F\u00e4higkeit von Tieren zu Selbstbewusstsein Bedeutung zu. Tiere wie Menschenaffen, bei denen aufgrund ihres hohen Entwicklungsstandes von Selbstbewusstsein und einer dadurch erheblich gesteigerten Erlebnisf\u00e4higkeit aus- zugehen ist, m\u00fcssen besonders gesch\u00fctzt werden.<\/p>\n<h3>Nur wenige Tierversuche sind belastend<\/h3>\n<p>Tierversuchskritiker ber\u00fccksichtigen nur selten, dass nur der kleinere Teil der Tierversuche als belastend gelten kann. Die Sch\u00e4tzungen bewegen sich zwischen 6 und 20 %. Ein erheblicher Teil der Versuchstiere wird im Labor gehalten und zur Organentnahme get\u00f6tet. Au\u00dferdem gibt es die Kategorie der finalen Tierversuche, bei der Tiere vor den Versuchen narkotisiert und nach Ende des Versuchs noch in Narkose get\u00f6tet werden \u2013 mit dem Ziel, ihnen leidvolle Empfindungen zu ersparen.<\/p>\n<p>Aus Sicht der \u201eTierschutz\u201c-Position bestehen gegen dieserart Versuche, solange von ihnen biologische und medizinische Erkenntnisfortschritte zugunsten des Menschen zu erwarten sind, keine grunds\u00e4tzlichen Einw\u00e4nde. Auch die Laborhaltung als solche l\u00e4sst sich, zumal bei kognitiv niedriger entwickelten Tieren, nicht generell als leidensverursachend betrachten.<\/p>\n<p>H\u00e4ufig leben Tiere in Laborhaltung l\u00e4nger, haben einen besseren Gesundheitszustand und erleiden weniger Verletzungen durch Konkurrenten oder Fressfeinde als bei einem Leben in Freiheit. Andererseits lassen Bef\u00fcrworter von Tierversuchen h\u00e4ufig au\u00dfer Acht, dass die Praxis der Tierversuche zum Teil weit hinter den Anforderungen eines konsequent pathozentrischen Tierschutzes zur\u00fcckbleibt. Als aktuelle Probleme seien hier vor allem die Folgen des publication bias und die mangelnde Erfolgskontrolle genannt.<\/p>\n<p>Publication bias f\u00fchrt dazu, dass negative Resultate nicht ver\u00f6ffentlicht werden, so dass Versuche unn\u00f6tig wiederholt oder von vornherein aussichtlose Forschungsstrategien eingeschlagen werden. Mangelnde Erfolgskontrolle hei\u00dft, dass nur selten \u00fcberpr\u00fcft wird, ein wie gro\u00dfer Anteil der belastenden Tierversuche tats\u00e4chlich Eingang in die \u2013 medizinische oder anderweitige \u2013 Praxis findet.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend von Tierversuchsbef\u00fcrwortern immer wieder darauf hingewiesen wird, eine wie gro\u00dfe Zahl der in Biologie und Medizin vergebenen Nobelpreise Forschungen galt, die u. a. Tierversuche beinhalteten, stellen die bisher unternommenen Studien zum tats\u00e4chlichen Nutzen von Tierversuchen der Tierversuchsforschung ein schlechtes Zeugnis aus. Vieles spricht daf\u00fcr, dass der menschliche Nutzen von Tierversuchen nicht nur von den Forschern selbst, sondern auch von Kontrollgremien und Genehmigungsbeh\u00f6rden systematisch \u00fcbersch\u00e4tzt wird.<\/p>\n<h3>Tiere sollen nicht verzwecklicht werden \/ Recht auf Leben<\/h3>\n<p>Im Gegensatz zu den Vertretern der \u201eTierschutz- Position\u201c stehen Vertreter der \u201eTierrechts- Position\u201c Tierversuchen (und nicht nur den belastenden) sehr viel kritischer gegen\u00fcber, da sie eine Abw\u00e4gung zwischen den Belastungen, die Tieren aus dem Versuch (sowie aus seinen Voraussetzungen, Begleitumst\u00e4nden und Folgen) erwachsen, und menschlichem Nutzen in der Regel grunds\u00e4tzlich ablehnen.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Mehrzahl der gegenw\u00e4rtigen Tierethiker, die \u201eTierrechts-Positionen\u201c vertreten, sind Tierversuche allenfalls in Ausnahmef\u00e4llen rechtfertigbar, zumindest insoweit sie \u2013 wie es \u00fcberwiegend der Fall ist \u2013 S\u00e4ugetiere betreffen. Entscheidende Pr\u00e4misse ist dabei, dass Vertreter von \u201eTierrechts-Positionen\u201c (h\u00f6heren) Tieren nicht nur in der Regel ein Recht auf Leben zuschreiben, sondern vielfach auch ein Recht auf Schutz vor jeder Art Verzwecklichung.<\/p>\n<p>Es leuchtet ein, dass Tierversuche mit einem Recht auf Nicht-Verzwecklichung durchweg, mit einem Recht auf Leben \u00fcberwiegend unvereinbar sein m\u00fcssen. Wird Tieren ein Recht auf Leben im schwachen Sinne zugeschrieben, d. h. im Sinne eines Rechts, nicht get\u00f6tet zu werden, kann auch ein menschliches Recht auf Leben in demselben schwachen Sinne nur wenig dagegen ausrichten. Nur in wenigen F\u00e4llen w\u00fcrde ein Mensch dadurch, dass auf die T\u00f6tung von Tieren verzichtet wird, wortw\u00f6rtlich get\u00f6tet. In der Regel w\u00fcrde er dadurch, dass ein die T\u00f6tung beinhaltender Tierversuch unterlassen wird, lediglich nicht am Leben erhalten.<\/p>\n<h3>Sensibilisierung f\u00fcr den Tierschutz nimmt zu \/ Tiert\u00f6tung moralisch umstritten<\/h3>\n<p>Es ist un\u00fcbersehbar, dass sich Tierrechts-Positionen gegenw\u00e4rtig im Aufw\u00e4rtstrend befinden. Nicht nur hat den letzten Jahren in der Gesellschaft die Sensibilisierung f\u00fcr den Tierschutz insgesamt zugenommen. Auch die zwischen Tierschutz- und Tierrechtsposition strittige Tiert\u00f6tung \u2013 insbesondere die zur Erzeugung von Luxusprodukten wie Fleisch und Pelzen und im Zusammenhang mit Tierversuchen, bedeutend weniger die im Zusammenhang mit Sch\u00e4dlingsbek\u00e4mpfung \u2013 wird zunehmend als moralisch bedenklich empfunden.<\/p>\n<p>Ethisch begr\u00fcndeter Vegetarismus und Veganismus finden zunehmend Anh\u00e4nger, insbesondere in der j\u00fcngeren Generation. Das chicken sexing, bei dem m\u00e4nnliche Eintagsk\u00fcken massenhaft get\u00f6tet werden, wird nicht mehr selbstverst\u00e4ndlich akzeptiert und ist in einigen Bundesl\u00e4ndern verboten worden.<\/p>\n<p>Umstritten ist auch die hohe Zahl der T\u00f6tungen von gentechnisch ver\u00e4nderten M\u00e4usen f\u00fcr die Tierversuchsforschung, die sich als Fehlz\u00fcchtungen oder in anderer Weise f\u00fcr Versuche ungeeignet erweisen und deren weitere Haltung prohibitive Kosten verursachen w\u00fcrde. Diese Entwicklung hat sich auch in der politischen und juristischen Debatte niedergeschlagen.<\/p>\n<p>So findet sich in der Rechtsprechung eine Tendenz, die T\u00f6tung eines Tiers als maximale Sch\u00e4digung zu betrachten und damit die H\u00fcrden f\u00fcr eine Rechtfertigung so zu erh\u00f6hen, dass f\u00fcr die Forschung mit gentechnisch modifizierten Tieren kaum noch Raum bleibt. Denn dadurch, dass die T\u00f6tung als eine Sch\u00e4digung gefasst wird, f\u00e4llt sie unter den \u00a7 7a Abs. 2 Nr. 4 des Tierschutzgesetzes, der u. a. besagt, dass diese \u201enicht aus Gr\u00fcnden der Arbeits-, Zeit- oder Kostenersparnis zugef\u00fcgt werden\u201c d\u00fcrfen.<\/p>\n<p>In demselben Sinne hatte 1985 bereits das Oberlandesgericht Frankfurt am Main geurteilt: \u00d6konomische Gr\u00fcnde f\u00fcr die Ausf\u00fcllung des Begriffs \u201evern\u00fcnftiger Grund\u201c seien nicht ausreichend, \u201eweil bei Anlegung eines allein \u00f6konomischen Ma\u00dfstabs die Grundkonzeption des Tierschutzgesetzes als eines ethisch ausgerichteten Tierschutzes aus den Angeln gehoben w\u00fcrde\u201c. Mit der \u00dcbertragung des W\u00fcrdebegriffs auf Tiere allgemein (\u201eW\u00fcrde der Kreatur\u201c) hat diese Tendenz in der Schweiz sogar den Rang einer Verfassungsnorm erlangt.<\/p>\n<h3>Nicht jeder Tierversuch l\u00e4sst sich ersetzen<\/h3>\n<p>Derselbe Trend findet sich auch in der professionellen Tierethik. So vertritt der bekannte Utilitarist und Kritiker der Massentierhaltung Peter Singer in seinen neueren Ver\u00f6ffentlichungen ein T\u00f6tungsverbot nicht nur f\u00fcr die \u00fcber Selbstbewusstsein verf\u00fcgenden Menschenaffen, sondern f\u00fcr S\u00e4ugetiere allgemein.<\/p>\n<p>Andere prominente Tierethiker wie Tom Regan erkennen \u2013 in der Tradition des Neukantianers Leonard Nelson \u2013 h\u00f6heren Tieren W\u00fcrde zu und vertreten auf deren Grundlage ein allgemeines Verzwecklichungsverbot, mit radikalen Konsequenzen f\u00fcr die heute sich rapide und weltweit ausbreitenden Formen der Tiernutzung.<\/p>\n<p>Diese ethischen Positionen haben allerdings wenig Aussicht auf Durchsetzung \u2013 jedenfalls solange sie nicht nur die T\u00f6tung von Tieren zur Fleischerzeugung und im Zusammenhang mit Tierversuchen ausschlie\u00dfen, sondern auch die Nutzung, Z\u00fcchtung und gezielte Hervorbringung von h\u00f6heren Tieren als Haus- und Scho\u00dftiere.<\/p>\n<p>Solange nicht alle Tierversuche f\u00fcr bedeutende wissenschaftliche und therapeutische Ziele durch Ersatzverfahren ersetzbar sind (diese Situation ist, soweit ich sehe, weiterhin gegeben), w\u00fcrde ein vollst\u00e4ndiges Verbot der tierexperimentellen Forschung nach Auffassung der Vertreter von Tierschutz- Positionen (in ihren am h\u00e4ufigsten vertretenen Varianten) die Idee des Tierschutzes \u00fcberdehnen. Es w\u00e4re nur schwer mit der mitmenschlichen F\u00fcrsorgepflicht vereinbar.<\/p>\n<p>[dt_call_to_action content_size=&#8220;small&#8220; background=&#8220;plain&#8220; line=&#8220;true&#8220; animation=&#8220;fadeIn&#8220;]<\/p>\n<p><strong>Dieter Birnbacher<\/strong> ist seit 1996 Professor f\u00fcr Philosophie an der Heinrich-Heine-Universit\u00e4t D\u00fcsseldorf. Er ist unter anderem Mitglied der Zentralen Ethikkommission der Bundes\u00e4rztekammer und der Ethikkommission der Medizinischen Fakult\u00e4t der Universit\u00e4t D\u00fcsseldorf und geh\u00f6rt dem Wissenschaftlichen Beirat der Giordano-Bruno-Stiftung an.<\/p>\n<p>[\/dt_call_to_action]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Debatte um die Zul\u00e4ssigkeit und die Grenzen von wissenschaftlichen Tierversuchen ist keine neue Debatte. Sie wird sp\u00e4testens seit dem 17. Jahrhundert gef\u00fchrt, mit \u2013 wie etwa der Briefwechsel zwischen [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":2593,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_eb_attr":"","_price":"","_stock":"","_tribe_ticket_header":"","_tribe_default_ticket_provider":"","_ticket_start_date":"","_ticket_end_date":"","_tribe_ticket_show_description":"","_tribe_ticket_show_not_going":false,"_tribe_ticket_use_global_stock":"","_tribe_ticket_global_stock_level":"","_global_stock_mode":"","_global_stock_cap":"","_tribe_rsvp_for_event":"","_tribe_ticket_going_count":"","_tribe_ticket_not_going_count":"","_tribe_tickets_list":"[]","_tribe_ticket_has_attendee_info_fields":false,"footnotes":""},"categories":[4],"tags":[10],"post_folder":[],"class_list":["post-2591","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-gesellschaft","tag-unireport"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.4 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Tierversuche \u2013 die Sicht eines Ethikers | Aktuelles aus der Goethe-Universit\u00e4t Frankfurt<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/en\/gesellschaft\/tierversuche-die-sicht-eines-ethikers\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"en_GB\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Tierversuche \u2013 die Sicht eines Ethikers | Aktuelles aus der Goethe-Universit\u00e4t Frankfurt\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Die Debatte um die Zul\u00e4ssigkeit und die Grenzen von wissenschaftlichen Tierversuchen ist keine neue Debatte. Sie wird sp\u00e4testens seit dem 17. Jahrhundert gef\u00fchrt, mit \u2013 wie etwa der Briefwechsel zwischen [&hellip;]\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/en\/gesellschaft\/tierversuche-die-sicht-eines-ethikers\/\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"Aktuelles aus der Goethe-Universit\u00e4t Frankfurt\" \/>\n<meta property=\"article:published_time\" content=\"2014-12-05T09:15:11+00:00\" \/>\n<meta property=\"article:modified_time\" content=\"2016-01-18T09:45:11+00:00\" \/>\n<meta property=\"og:image\" content=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/blog_unireport_birnbacher-1.jpg\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:width\" content=\"400\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:height\" content=\"300\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:type\" content=\"image\/jpeg\" \/>\n<meta name=\"author\" content=\"-\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Written by\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"-\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:label2\" content=\"Estimated reading time\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data2\" content=\"13 minutes\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\\\/\\\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"Article\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/aktuelles.uni-frankfurt.de\\\/gesellschaft\\\/tierversuche-die-sicht-eines-ethikers\\\/#article\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/aktuelles.uni-frankfurt.de\\\/gesellschaft\\\/tierversuche-die-sicht-eines-ethikers\\\/\"},\"author\":{\"name\":\"-\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/aktuelles.uni-frankfurt.de\\\/#\\\/schema\\\/person\\\/8e55ea338fb65d1ce87a91565d1f1739\"},\"headline\":\"Tierversuche \u2013 die Sicht eines Ethikers\",\"datePublished\":\"2014-12-05T09:15:11+00:00\",\"dateModified\":\"2016-01-18T09:45:11+00:00\",\"mainEntityOfPage\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/aktuelles.uni-frankfurt.de\\\/gesellschaft\\\/tierversuche-die-sicht-eines-ethikers\\\/\"},\"wordCount\":2641,\"publisher\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/aktuelles.uni-frankfurt.de\\\/#organization\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/aktuelles.uni-frankfurt.de\\\/gesellschaft\\\/tierversuche-die-sicht-eines-ethikers\\\/#primaryimage\"},\"thumbnailUrl\":\"https:\\\/\\\/aktuelles.uni-frankfurt.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2016\\\/01\\\/blog_unireport_birnbacher-1.jpg\",\"keywords\":[\"UniReport\"],\"articleSection\":[\"Gesellschaft\"],\"inLanguage\":\"en-GB\"},{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/aktuelles.uni-frankfurt.de\\\/gesellschaft\\\/tierversuche-die-sicht-eines-ethikers\\\/\",\"url\":\"https:\\\/\\\/aktuelles.uni-frankfurt.de\\\/gesellschaft\\\/tierversuche-die-sicht-eines-ethikers\\\/\",\"name\":\"Tierversuche \u2013 die Sicht eines Ethikers | Aktuelles aus der Goethe-Universit\u00e4t Frankfurt\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/aktuelles.uni-frankfurt.de\\\/#website\"},\"primaryImageOfPage\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/aktuelles.uni-frankfurt.de\\\/gesellschaft\\\/tierversuche-die-sicht-eines-ethikers\\\/#primaryimage\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/aktuelles.uni-frankfurt.de\\\/gesellschaft\\\/tierversuche-die-sicht-eines-ethikers\\\/#primaryimage\"},\"thumbnailUrl\":\"https:\\\/\\\/aktuelles.uni-frankfurt.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2016\\\/01\\\/blog_unireport_birnbacher-1.jpg\",\"datePublished\":\"2014-12-05T09:15:11+00:00\",\"dateModified\":\"2016-01-18T09:45:11+00:00\",\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/aktuelles.uni-frankfurt.de\\\/gesellschaft\\\/tierversuche-die-sicht-eines-ethikers\\\/#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"en-GB\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"ReadAction\",\"target\":[\"https:\\\/\\\/aktuelles.uni-frankfurt.de\\\/gesellschaft\\\/tierversuche-die-sicht-eines-ethikers\\\/\"]}]},{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"en-GB\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/aktuelles.uni-frankfurt.de\\\/gesellschaft\\\/tierversuche-die-sicht-eines-ethikers\\\/#primaryimage\",\"url\":\"https:\\\/\\\/aktuelles.uni-frankfurt.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2016\\\/01\\\/blog_unireport_birnbacher-1.jpg\",\"contentUrl\":\"https:\\\/\\\/aktuelles.uni-frankfurt.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2016\\\/01\\\/blog_unireport_birnbacher-1.jpg\",\"width\":400,\"height\":300,\"caption\":\"Foto: Privat\"},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/aktuelles.uni-frankfurt.de\\\/gesellschaft\\\/tierversuche-die-sicht-eines-ethikers\\\/#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Startseite\",\"item\":\"https:\\\/\\\/aktuelles.uni-frankfurt.de\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"Tierversuche \u2013 die Sicht eines Ethikers\"}]},{\"@type\":\"WebSite\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/aktuelles.uni-frankfurt.de\\\/#website\",\"url\":\"https:\\\/\\\/aktuelles.uni-frankfurt.de\\\/\",\"name\":\"Aktuelles aus der Goethe-Universit\u00e4t Frankfurt\",\"description\":\"Aktuelles aus der Goethe-Universit\u00e4t | Neues aus Forschung, Lehre, Studium\",\"publisher\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/aktuelles.uni-frankfurt.de\\\/#organization\"},\"potentialAction\":[{\"@type\":\"SearchAction\",\"target\":{\"@type\":\"EntryPoint\",\"urlTemplate\":\"https:\\\/\\\/aktuelles.uni-frankfurt.de\\\/?s={search_term_string}\"},\"query-input\":{\"@type\":\"PropertyValueSpecification\",\"valueRequired\":true,\"valueName\":\"search_term_string\"}}],\"inLanguage\":\"en-GB\"},{\"@type\":\"Organization\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/aktuelles.uni-frankfurt.de\\\/#organization\",\"name\":\"Goethe-Universit\u00e4t\",\"url\":\"https:\\\/\\\/aktuelles.uni-frankfurt.de\\\/\",\"logo\":{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"en-GB\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/aktuelles.uni-frankfurt.de\\\/#\\\/schema\\\/logo\\\/image\\\/\",\"url\":\"https:\\\/\\\/aktuelles.uni-frankfurt.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2022\\\/03\\\/800px-Goethe-Logo.png\",\"contentUrl\":\"https:\\\/\\\/aktuelles.uni-frankfurt.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2022\\\/03\\\/800px-Goethe-Logo.png\",\"width\":800,\"height\":436,\"caption\":\"Goethe-Universit\u00e4t\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/aktuelles.uni-frankfurt.de\\\/#\\\/schema\\\/logo\\\/image\\\/\"}},{\"@type\":\"Person\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/aktuelles.uni-frankfurt.de\\\/#\\\/schema\\\/person\\\/8e55ea338fb65d1ce87a91565d1f1739\",\"name\":\"-\",\"description\":\"Dieser Beitrag wurde von der Online-Redaktion ver\u00f6ffentlicht. Wenn der Beitrag von einem Gastautoren verfasst wurde, findet sich dieser Hinweis am Ende des jeweiligen Artikels.\",\"sameAs\":[\"http:\\\/\\\/aktuelles.uni-frankfurt.de\\\/autoren\"],\"url\":\"https:\\\/\\\/aktuelles.uni-frankfurt.de\\\/en\\\/author\\\/redaktion\\\/\"}]}<\/script>\n<!-- \/ Yoast SEO plugin. -->","yoast_head_json":{"title":"Tierversuche \u2013 die Sicht eines Ethikers | Aktuelles aus der Goethe-Universit\u00e4t Frankfurt","robots":{"index":"index","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"canonical":"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/en\/gesellschaft\/tierversuche-die-sicht-eines-ethikers\/","og_locale":"en_GB","og_type":"article","og_title":"Tierversuche \u2013 die Sicht eines Ethikers | Aktuelles aus der Goethe-Universit\u00e4t Frankfurt","og_description":"Die Debatte um die Zul\u00e4ssigkeit und die Grenzen von wissenschaftlichen Tierversuchen ist keine neue Debatte. Sie wird sp\u00e4testens seit dem 17. Jahrhundert gef\u00fchrt, mit \u2013 wie etwa der Briefwechsel zwischen [&hellip;]","og_url":"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/en\/gesellschaft\/tierversuche-die-sicht-eines-ethikers\/","og_site_name":"Aktuelles aus der Goethe-Universit\u00e4t Frankfurt","article_published_time":"2014-12-05T09:15:11+00:00","article_modified_time":"2016-01-18T09:45:11+00:00","og_image":[{"width":400,"height":300,"url":"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/blog_unireport_birnbacher-1.jpg","type":"image\/jpeg"}],"author":"-","twitter_card":"summary_large_image","twitter_misc":{"Written by":"-","Estimated reading time":"13 minutes"},"schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"Article","@id":"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/gesellschaft\/tierversuche-die-sicht-eines-ethikers\/#article","isPartOf":{"@id":"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/gesellschaft\/tierversuche-die-sicht-eines-ethikers\/"},"author":{"name":"-","@id":"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/#\/schema\/person\/8e55ea338fb65d1ce87a91565d1f1739"},"headline":"Tierversuche \u2013 die Sicht eines Ethikers","datePublished":"2014-12-05T09:15:11+00:00","dateModified":"2016-01-18T09:45:11+00:00","mainEntityOfPage":{"@id":"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/gesellschaft\/tierversuche-die-sicht-eines-ethikers\/"},"wordCount":2641,"publisher":{"@id":"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/#organization"},"image":{"@id":"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/gesellschaft\/tierversuche-die-sicht-eines-ethikers\/#primaryimage"},"thumbnailUrl":"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/blog_unireport_birnbacher-1.jpg","keywords":["UniReport"],"articleSection":["Gesellschaft"],"inLanguage":"en-GB"},{"@type":"WebPage","@id":"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/gesellschaft\/tierversuche-die-sicht-eines-ethikers\/","url":"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/gesellschaft\/tierversuche-die-sicht-eines-ethikers\/","name":"Tierversuche \u2013 die Sicht eines Ethikers | Aktuelles aus der Goethe-Universit\u00e4t Frankfurt","isPartOf":{"@id":"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/#website"},"primaryImageOfPage":{"@id":"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/gesellschaft\/tierversuche-die-sicht-eines-ethikers\/#primaryimage"},"image":{"@id":"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/gesellschaft\/tierversuche-die-sicht-eines-ethikers\/#primaryimage"},"thumbnailUrl":"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/blog_unireport_birnbacher-1.jpg","datePublished":"2014-12-05T09:15:11+00:00","dateModified":"2016-01-18T09:45:11+00:00","breadcrumb":{"@id":"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/gesellschaft\/tierversuche-die-sicht-eines-ethikers\/#breadcrumb"},"inLanguage":"en-GB","potentialAction":[{"@type":"ReadAction","target":["https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/gesellschaft\/tierversuche-die-sicht-eines-ethikers\/"]}]},{"@type":"ImageObject","inLanguage":"en-GB","@id":"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/gesellschaft\/tierversuche-die-sicht-eines-ethikers\/#primaryimage","url":"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/blog_unireport_birnbacher-1.jpg","contentUrl":"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/blog_unireport_birnbacher-1.jpg","width":400,"height":300,"caption":"Foto: Privat"},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/gesellschaft\/tierversuche-die-sicht-eines-ethikers\/#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Startseite","item":"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"Tierversuche \u2013 die Sicht eines Ethikers"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/#website","url":"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/","name":"Aktuelles aus der Goethe-Universit\u00e4t Frankfurt","description":"Aktuelles aus der Goethe-Universit\u00e4t | Neues aus Forschung, Lehre, Studium","publisher":{"@id":"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/#organization"},"potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/?s={search_term_string}"},"query-input":{"@type":"PropertyValueSpecification","valueRequired":true,"valueName":"search_term_string"}}],"inLanguage":"en-GB"},{"@type":"Organization","@id":"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/#organization","name":"Goethe University Frankfurt","url":"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/","logo":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"en-GB","@id":"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/#\/schema\/logo\/image\/","url":"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/800px-Goethe-Logo.png","contentUrl":"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/800px-Goethe-Logo.png","width":800,"height":436,"caption":"Goethe-Universit\u00e4t"},"image":{"@id":"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/#\/schema\/logo\/image\/"}},{"@type":"Person","@id":"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/#\/schema\/person\/8e55ea338fb65d1ce87a91565d1f1739","name":"-","description":"Dieser Beitrag wurde von der Online-Redaktion ver\u00f6ffentlicht. Wenn der Beitrag von einem Gastautoren verfasst wurde, findet sich dieser Hinweis am Ende des jeweiligen Artikels.","sameAs":["http:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/autoren"],"url":"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/en\/author\/redaktion\/"}]}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2591","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2591"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2591\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/2593"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2591"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2591"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2591"},{"taxonomy":"post_folder","embeddable":true,"href":"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/post_folder?post=2591"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}