{"id":34702,"date":"2018-12-18T15:19:11","date_gmt":"2018-12-18T14:19:11","guid":{"rendered":"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/?p=34702"},"modified":"2018-12-18T11:02:26","modified_gmt":"2018-12-18T10:02:26","slug":"statements-aus-dem-cornelia-goethe-centrum-zum-wissenschaftstag-4genderstudies","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/en\/studium\/statements-aus-dem-cornelia-goethe-centrum-zum-wissenschaftstag-4genderstudies\/","title":{"rendered":"Statements aus dem Cornelia Goethe Centrum zum Wissenschaftstag #4genderstudies"},"content":{"rendered":"<p>Am 18. Dezember 2018 findet zum zweiten Mal der Wissenschaftstag #4genderstudies statt. Ziel ist es, kurz und knapp verst\u00e4ndlich zu machen, was Gender Studies sind und tun. Unter dem #4genderstudies und mit Statements wird aufgezeigt, was Geschlechterforschung leistet und warum Geschlechterperspektiven f\u00fcr die Gesellschaft als Ganzes von Bedeutung sind. Geschlechterforschung steht unter Druck \u2013 Geschlechterforscher*innen sind zunehmend Hetzkampagnen und Angriffen ausgesetzt, in Ungarn wurde das Studienfach gar verboten.<\/p>\n<p>Das betrifft auch die Goethe-Universit\u00e4t: denn das <a href=\"http:\/\/www.cgc.uni-frankfurt.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Cornelia Goethe Centrum<\/a> f\u00fcr Frauenstudien und die Erforschung der Geschlechterverh\u00e4ltnisse kooperiert u.a. im Rahmen des Erasmusprogramm mit der Central European University in Budapest. Der Wissenschaftstag stellt eine Antwort auf diese Entwicklungen dar. Er bietet au\u00dferdem die M\u00f6glichkeit, Gender Studies zu unterst\u00fctzen \u2013 auch wenn es sich nicht um die eigene Forschungsperspektive oder das eigene Forschungsfeld handelt. Denn: welche Forschungsrichtung wird es als n\u00e4chstes treffen?<\/p>\n<h3>Statements aus dem Cornelia Goethe Centrum zum Wissenschaftstag #4genderstudies<\/h3>\n<figure id=\"attachment_34703\" aria-describedby=\"caption-attachment-34703\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-34703\" src=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/blog_genderstudies_Kosnick.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"208\" srcset=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/blog_genderstudies_Kosnick.jpg 650w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/blog_genderstudies_Kosnick-300x208.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-34703\" class=\"wp-caption-text\">Prof. Kira Kosnick, Professorin f\u00fcr Soziologie an der Goethe-Universit\u00e4t und stellvertretende gesch\u00e4ftsf\u00fchrende Direktorin des Centrums; Foto: Kira Kosnick<\/figcaption><\/figure>\n<p>\u00bbDank der Gender Studies k\u00f6nnen wir in der Soziologie soziale Ungleichheiten als gesellschaftliche Verh\u00e4ltnisse begreifen, die vormals als vermeintlich \u201anat\u00fcrliche\u2018 Gegebenheiten gar nicht erst in den Blick der Sozialwissenschaften gerieten. So zum Beispiel die geschlechtliche Arbeitsteilung, unter der Frauen* auch in hochindustrialisierten L\u00e4ndern aktuell einen Gro\u00dfteil der unbezahlten und gesellschaftlich unterbewerteten Sorge- und Reproduktionsarbeit leisten m\u00fcssen.\u00ab <em>Prof. Kirsa Kosnick<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<figure id=\"attachment_34704\" aria-describedby=\"caption-attachment-34704\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignright\"><img decoding=\"async\" class=\"wp-image-34704\" src=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/blog_genderstudies_Schmidbaur.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"208\" srcset=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/blog_genderstudies_Schmidbaur.jpg 650w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/blog_genderstudies_Schmidbaur-300x208.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-34704\" class=\"wp-caption-text\">Dr. Marianne Schmidbaur, wissenschaftliche Koordinatorin des Cornelia Goethe Centrums; Foto: privat<\/figcaption><\/figure>\n<p>\u00bbGender Studies sind attraktive, nachgefragte Studienangebote. Ungleichheiten und Gerechtigkeit, sexuelle Differenz(en), dekoloniale und postcoloniale Perspektiven, transnationale Beziehungen feministischer Bewegungen oder die kritische Auseinandersetzung mit Zukunftsthemen wie die Gestaltung von Sorge und F\u00fcrsorge stehen im Mittelpunkt von Forschung und Lehre. Absolvent*innen berichten, dass sie Geschlechterwissen und Genderkompetenzen in vielen T\u00e4tigkeitsfeldern nutzen k\u00f6nnen. Ihr Fazit: \u201eMit Gender Studies sieht man besser.\u201c\u00ab <em>Dr. Marianne Schmidbaur<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<figure id=\"attachment_34718\" aria-describedby=\"caption-attachment-34718\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img decoding=\"async\" class=\"wp-image-34718\" src=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/blog_genderstudies_friebertshaeuser.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"208\" srcset=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/blog_genderstudies_friebertshaeuser.jpg 650w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/blog_genderstudies_friebertshaeuser-300x208.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-34718\" class=\"wp-caption-text\">Prof. Barbara Friebertsh\u00e4user, Professorin f\u00fcr Erziehungswissenschaften an der Goethe-Universit\u00e4t und Mitglied des Direktoriums des Cornelia Goethe Centrums.; Foto: privat<\/figcaption><\/figure>\n<p>\u00bbF\u00fcr die Erziehungswissenschaft, die sich auf schulische wie au\u00dferschulische Felder bezieht, erweist sich die soziale Kategorie Geschlecht als zentral f\u00fcr die Analyse und Gestaltung von Bildungs- und Erziehungsverh\u00e4ltnissen. Die gender studies interessieren sich dabei nicht nur f\u00fcr M\u00e4dchen und Jungen, Frauen und M\u00e4nner, sondern auch f\u00fcr jene, die sich unter dem Label \u201eQueer\u201c formieren. Wissenschaftliche Analysen verbinden sich dabei mit Forderungen nach Anerkennung und Achtung globaler Kinder- und Menschenrechte.\u00ab <em>Prof. Barbara Friebertsh\u00e4user<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<figure id=\"attachment_34707\" aria-describedby=\"caption-attachment-34707\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-34707\" src=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/blog_genderstudies_gugutzer.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"208\" srcset=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/blog_genderstudies_gugutzer.jpg 650w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/blog_genderstudies_gugutzer-300x208.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-34707\" class=\"wp-caption-text\">Prof. Robert Gugutzer, Professor f\u00fcr Sportwissenschaft an der Goethe-Universit\u00e4t und Mitglied des Direktoriums des Cornelia Goethe Centrums; Foto: Uwe Dettmar<\/figcaption><\/figure>\n<p>\u00bbDer Sport ist traditionell eine M\u00e4nnerwelt, weshalb Frauen im Sport vielfach benachteiligt waren und es zum Teil noch immer sind. Geschlecht ist eine fortw\u00e4hrende Strukturkategorie des Sports, woraus zahlreiche soziale Ungleichheiten resultieren. Die Sportwissenschaft kann daher gar nicht anders, als die Geschlechterverh\u00e4ltnisse im Sport zu thematisieren. Sportsoziologie ohne Gender Studies w\u00e4re entsprechend wie Fu\u00dfball ohne Ball \u2013 undenkbar.\u00ab <em>Prof. Robert Gugutzer<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<figure id=\"attachment_33852\" aria-describedby=\"caption-attachment-33852\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-33852\" src=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/blog_vinzenz-hediger.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"208\" srcset=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/blog_vinzenz-hediger.jpg 650w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/blog_vinzenz-hediger-300x208.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-33852\" class=\"wp-caption-text\">Prof. Vinzenz Hediger, Professor f\u00fcr Filmwissenschaften und Mitglied des Direktoriums des Cornelia Goethe Centrums; Foto: Felicitas von Lutzau<\/figcaption><\/figure>\n<p>\u00bbFilmwissenschaft ist zumal in Frankfurt seit ihren Anf\u00e4ngen in den 1970er Jahren eine feministische Disziplin. Das verdankt sich Personen wie meiner Lehrstuhlvorg\u00e4ngerin Heide Schl\u00fcpmann, aber auch den Gegenst\u00e4nden selbst. Wer \u00fcber eine Kunstform spricht, die wie keine zweite die Grundkonflikte moderner Gesellschaften artikuliert, und dabei nicht immer auch die Frage nach Geschlechterverh\u00e4ltnissen stellt, verliert sich in Trivialit\u00e4ten.\u00ab <em>Prof. Vinzenz Hediger<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<figure id=\"attachment_34709\" aria-describedby=\"caption-attachment-34709\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-34709\" src=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/blog_genderstudies_Hilmes.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"208\" srcset=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/blog_genderstudies_Hilmes.jpg 650w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/blog_genderstudies_Hilmes-300x208.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-34709\" class=\"wp-caption-text\">Apl. Prof. Carola Hilmes, Dozentin f\u00fcr Neuere Deutsche Literaturwissenschaft und Mitglied im Direktoriums des Cornelia Goethe Centrums; Foto: Uwe Dettmar<\/figcaption><\/figure>\n<p>\u00bbWas hei\u00dft es, als Frau oder als Mann zu lesen? Die in den Gender Studies in den Fokus ger\u00fcckten Aspekte nach dem Verh\u00e4ltnis der Geschlechter zueinander sind f\u00fcr einen kritischen und produktiven Umgang mit Literatur grundlegend \u2013 zumal in Frankfurt, wo Silvia Bovenschen zu den Pionierinnen dieser kulturwissenschaftlich erweiterten Germanistik geh\u00f6rte. Die Frage nach imaginierter Weiblichkeit wird erg\u00e4nzt durch eine Analyse der Konstruktionen von M\u00e4nnlichkeit sowie eine Lekt\u00fcre gegen den Strich.\u00ab <em>Apl. Prof. Carola Hilmes<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<figure id=\"attachment_34710\" aria-describedby=\"caption-attachment-34710\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-34710\" src=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/blog_genderstudies_King.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"208\" srcset=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/blog_genderstudies_King.jpg 650w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/blog_genderstudies_King-300x208.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-34710\" class=\"wp-caption-text\">Prof. Vera King, Professorin f\u00fcr Soziologie und psychoanalytische Sozialpsychologie an der Goethe-Universit\u00e4t und Mitglied des Direktoriums des Cornelia Goethe Centrums; Foto: Uwe Dettmar<\/figcaption><\/figure>\n<p>\u00bbBei der sozialpsychologischen Analyse gesellschaftlicher Entwicklungen, i.B. ihrer intergenerationalen und individuellen Folgen spielt die Erforschung von Geschlechterbeziehungen eine bedeutsame Rolle. Ob es um Wandel von Familie und Elternschaft, von Generationsverh\u00e4ltnissen und Lebensphasen geht, um Migration oder um sozialpsychologische Studien zu Beschleunigung, Optimierung und Digitalisierung: stets gilt es, geschlechterbezogene Dimensionen pr\u00e4zise zu ber\u00fccksichtigen.\u00ab\u00a0 <em>Prof. Vera King<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<figure id=\"attachment_34712\" aria-describedby=\"caption-attachment-34712\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-34712\" src=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/blog_genderstudies_Opfermann.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"208\" srcset=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/blog_genderstudies_Opfermann.jpg 650w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/blog_genderstudies_Opfermann-300x208.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-34712\" class=\"wp-caption-text\">Prof. Susanne Opfermann, Professorin f\u00fcr Amerikanistik und Mitglied im Direktorium des Cornelia Goethe Centrums.; Foto: Uwe Dettmar<\/figcaption><\/figure>\n<p>\u00bbDie Amerikanistik\/American Studies sind durch Women\u2018s und Gender Studies historisch stark gepr\u00e4gt worden. Gender ist auch heute in den cultural und literary studies als Analysekategorie unverzichtbar, besonders in der \u00dcberschneidung mit anderen Strukturkategorien, die Ungleichheiten hervorbringen. Die Gender Studies haben das Fach insgesamt interdisziplin\u00e4rer und erfolgreicher gemacht. Die Relevanz der Analysekategorie gender f\u00fcr Literatur, Kultur, Gesellschaft muss aber auch f\u00fcr die Zukunft stark gemacht werden.\u00ab <em>Prof. Susanne Opfermann<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<figure id=\"attachment_34713\" aria-describedby=\"caption-attachment-34713\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-34713\" src=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/blog_genderstudies_rupert.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"208\" srcset=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/blog_genderstudies_rupert.jpg 650w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/blog_genderstudies_rupert-300x208.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-34713\" class=\"wp-caption-text\">Prof. Uta Ruppert, Professorin f\u00fcr Politikwissenschaft und politische Soziologie und Mitglied im Direktorium des Cornelia Goethe Centrums.; Foto: Stefan Schmid\/ziaf<\/figcaption><\/figure>\n<p>\u00bbGender makes the world go round. Anders gesagt: Geschlechterverh\u00e4ltnisse und Vorstellungen \u00fcber Weiblichkeit und M\u00e4nnlichkeit sind bestimmend f\u00fcr Weltpolitik. Ohne gender k\u00f6nnten wir die Zusammenh\u00e4nge von Maskulinismus und Krieg nicht begreifen. Ohne gender w\u00fcssten wir gar nicht, dass die landwirtschaftliche Arbeit von Frauen die Welt ern\u00e4hrt. Und ohne \u201egender\u201c k\u00f6nnten wir uns keine bessere, gerechtere Zukunft f\u00fcr alle Menschen denken.\u00ab <em>Prof. Uta Ruppert<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<figure id=\"attachment_34714\" aria-describedby=\"caption-attachment-34714\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-34714\" src=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/blog_genderstudies_Sacksofsky.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"208\" srcset=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/blog_genderstudies_Sacksofsky.jpg 650w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/blog_genderstudies_Sacksofsky-300x208.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-34714\" class=\"wp-caption-text\">Prof. Ute Sacksofsky, Professorin f\u00fcr \u00d6ffentliches Recht an der Goethe-Universit\u00e4t und Mitglied des Direktoriums des Cornelia Goethe Centrums; Foto: Uwe Dettmar<\/figcaption><\/figure>\n<p>\u00bbGerechtes Recht ber\u00fccksichtigt die Lebenssituation und Perspektiven aller Menschen. Lange Zeit st\u00fctzte das Recht allein die dominierende Stellung des heterosexuellen Mannes; erst die Gender Studies haben diesen blinden Fleck erhellt. Die Erforschung der Kategorie Geschlecht und ihrer Auswirkungen bleibt eine zentrale Aufgabe, solange tats\u00e4chliche Gleichberechtigung nicht erreicht ist und Geschlecht in der Lebenswirklichkeit Relevanz hat. Gerechtigkeit braucht Gender Studies!\u00ab <em>Prof. Ute Sacksofsky<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<figure id=\"attachment_34715\" aria-describedby=\"caption-attachment-34715\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-34715\" src=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/blog_genderstudies_Jendrzejewski-Sophia.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"208\" srcset=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/blog_genderstudies_Jendrzejewski-Sophia.jpg 650w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/blog_genderstudies_Jendrzejewski-Sophia-300x208.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-34715\" class=\"wp-caption-text\">Sophia Jendrzejewski studiert im B.A. Nebenfach Gender Studies und ist studentische Vertreterin im Direktorium des Cornelia Goethe Centrums; Foto: privat<\/figcaption><\/figure>\n<p>\u00bbGender Studies besch\u00e4ftigen sich mit Geschlechtervielfalt, verschiedenen Str\u00f6mungen der Frauenbewegung und sexueller Vielfalt (LGBTQI*). Zudem setzt diese Wissenschaft sich kritisch mit bestehenden Herrschaftsstrukturen und der Verteilung von Privilegien auseinander. F\u00fcr mich bedeutet das Studium der Gender Studies meine eigenen Privilegien zu hinterfragen und neue Perspektiven einzunehmen. Gender Studies sind eine Wissenschaft, die immer wieder kritische Fragen stellt, um Unsichtbares sichtbar zu machen und Geschlechterhierarchien zu \u00fcberwinden. Gerade in der heutigen Zeit muss einer solchen Wissenschaft eine Daseinsberechtigung im universit\u00e4ren Kontext einger\u00e4umt werden.\u00ab <em>Sophia Jendrzejewski<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<figure id=\"attachment_34716\" aria-describedby=\"caption-attachment-34716\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-34716\" src=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/blog_genderstudies_Alm.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"208\" srcset=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/blog_genderstudies_Alm.jpg 650w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/blog_genderstudies_Alm-300x208.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-34716\" class=\"wp-caption-text\">Friederike Alm ist wissenschaftliche Mitarbeiterin und Doktorandin am Institut f\u00fcr Politikwissenschaft der Goethe-Universit\u00e4t und Mitglied des Cornelia Goethe Centrums; Foto: privat<\/figcaption><\/figure>\n<p>\u00bbGender Studies bieten Raum f\u00fcr Wissenschaftler*innen aller Disziplinen ihre Forschung analytisch zu erweitern und so auf neue kreative und revolution\u00e4re Ans\u00e4tze zu sto\u00dfen. Gesellschaftlich leisten Gender Studies so einen wichtigen normativen Beitrag f\u00fcr mehr Gerechtigkeit und gegen Marginalisierung und Diskriminierung: In der Politik, im Alltag, in der Liebe, in der Familie und bei der Arbeit.\u00ab <em>Friederike Alm<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<figure id=\"attachment_34717\" aria-describedby=\"caption-attachment-34717\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-34717\" src=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/blog_genderstudies_Hey.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"208\" srcset=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/blog_genderstudies_Hey.jpg 650w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/blog_genderstudies_Hey-300x208.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-34717\" class=\"wp-caption-text\">Chris Hey ist studentische Hilfskraft am Cornelia Goethe Centrum und studiert im M.A. Soziologie; Foto: CGC\/Mandy Gratz<\/figcaption><\/figure>\n<p>\u00bb\u201eGender Studies\u201c meint nicht nur \u201eFrauen\u201c und \u201eM\u00e4nner\u201c. Bart, Lippenstift und Rock, eine \u201eProvokation\u201c in der \u00d6ffentlichkeit, die Gel\u00e4chter oder gar bisweilen extreme Anfeindungen hervorbringt. Warum ist das so? Was macht das mit Personen, die diesen Anfeindungen ausgesetzt sind? Die Gender Studies bieten Antworten, viele m\u00fcssen aber erst noch gefunden werden. Daf\u00fcr braucht es Gelder f\u00fcr Forschungseinrichtungen und diverse Perspektiven #4genderstudies.\u00ab <em>Chris Hey<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<figure id=\"attachment_34719\" aria-describedby=\"caption-attachment-34719\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-34719\" src=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/blog_genderstudies_Nikolaus-Mueller-Schoell.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"208\" srcset=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/blog_genderstudies_Nikolaus-Mueller-Schoell.jpg 650w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/blog_genderstudies_Nikolaus-Mueller-Schoell-300x208.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-34719\" class=\"wp-caption-text\">Prof. Nikolaus M\u00fcller-Sch\u00f6ll, Professor f\u00fcr Theaterwissenschaft und kooperiert im Rahmen des B.A. Nebenfachs Gender Studies und des Zertifikatprogramms mit dem Cornelia Goethe Centrum; Foto: Uwe Dettmar<\/figcaption><\/figure>\n<p>\u00bbIm Bereich der Theaterwissenschaft waren Fragen, die aus dem Bereich der Gender Studies aufgebracht worden sind, in den vergangenen Jahren zentral: Von den Erkenntnissen in diesem \u00e4u\u00dferst produktiven Forschungsfeld her wird die Geschichte des Theaters und der Performance Art heute anders neu geschrieben. Fragen der geschlechtlichen Identit\u00e4t stehen im Zentrum einer gro\u00dfen Zahl gegenw\u00e4rtiger k\u00fcnstlerischer Arbeiten im Bereich von Theater und Performance und finden ein gro\u00dfes Echo in der analytischen Theaterforschung.\u00ab <em>Prof. Nikolaus M\u00fcller-Scholl<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<figure id=\"attachment_34720\" aria-describedby=\"caption-attachment-34720\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-34720\" src=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/blog_genderstudies_Gleichstellungsrat.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"208\" srcset=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/blog_genderstudies_Gleichstellungsrat.jpg 650w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/blog_genderstudies_Gleichstellungsrat-300x208.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-34720\" class=\"wp-caption-text\">Gleichstellungsrat Fachbereich Gesellschaftswissenschaften; Foto: Gleichstellungsrat FB03<\/figcaption><\/figure>\n<p>\u00bbDer Gleichstellungsrat des Fachbereich 03 der Goethe Universit\u00e4t Frankfurt wurde 1988 mit dem Ziel gegr\u00fcndet, die Diskriminierung von Frauen* am Fachbereich abzubauen. Diese Institutionalisierung von gleichstellungs- und frauen*politischer Arbeit gr\u00fcndet sich auf die von den genderstudies vorangetrieben Analyse der Gesellschaft als ein unter anderem von patriarchaler Herrschaft durchzogener Raum. Damit hat die gleichstellungspolitische Arbeit ihre Wissensgrundlage erst durch die in den gender studies angesto\u00dfene Problematisierung des Androzentrismus. Dies bedeutet f\u00fcr den Rat auf unterschiedlichen strukturellen Ebenen des Fachbereichs die Anliegen von Frauen* zu unterst\u00fctzen, aber ebenso setzt sich der Gleichstellungsrat auch an der Goethe-Universit\u00e4t daf\u00fcr ein, feministische Inhalte in der Lehre sowie der Forschung zu st\u00e4rken.\u00ab <em>Gleichstellungsrat<\/em><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 18. Dezember 2018 findet zum zweiten Mal der Wissenschaftstag #4genderstudies statt. Ziel ist es, kurz und knapp verst\u00e4ndlich zu machen, was Gender Studies sind und tun. 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