{"id":47133,"date":"2020-10-26T11:43:10","date_gmt":"2020-10-26T10:43:10","guid":{"rendered":"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/?p=47133"},"modified":"2024-12-11T10:54:48","modified_gmt":"2024-12-11T09:54:48","slug":"universitaeten-blicken-auf-ein-hybridsemester","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/en\/studium\/universitaeten-blicken-auf-ein-hybridsemester\/","title":{"rendered":"Universit\u00e4ten blicken auf ein \u00bbHybridsemester\u00ab"},"content":{"rendered":"<p><strong>Auch wenn die aktuelle Pandemie-Lage wenig Spielraum f\u00fcr Pr\u00e4senzlehre l\u00e4sst: Lehrende und Mediendidaktiker m\u00f6chten langfristig nicht auf einen Lehrbetrieb face-to-face verzichten. Sie pl\u00e4dieren aber auch daf\u00fcr, die M\u00f6glichkeiten digitaler Lehre nach Ma\u00dfgabe der Lernziele intensiv zu nutzen. Viele digitale Tools, so die Einsch\u00e4tzung, k\u00f6nnen sogar im Pr\u00e4senzunterricht f\u00fcr mehr Interaktion und Feedback sorgen.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"650\" height=\"450\" src=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/beitragsbild_digitale-lehre-unireport-0520.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-47148\" srcset=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/beitragsbild_digitale-lehre-unireport-0520.jpg 650w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/beitragsbild_digitale-lehre-unireport-0520-300x208.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 650px) 100vw, 650px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-drop-cap\">\u00dcber 8000 Studienanf\u00e4nger*innen werden im kommenden Wintersemester an der Goethe-Universit\u00e4t erwartet. F\u00fcr die \u201eErstis\u201c sind die fehlenden Direktkontakte zu ihren neuen Kommiliton*innen sicherlich besonders schmerzhaft, doch die Universit\u00e4t versucht, mit einem breiten Angebot dem Informationsbed\u00fcrfnis, Beratungsbedarf, aber auch dem Wunsch nach Austausch und Netzwerken nachzukommen. So erhalten die neuen Studierenden eine Begr\u00fc\u00dfungs-E-Mail mit Hinweisen und Erl\u00e4uterungen zum Semesterbeginn und einen Link auf ein extra geschaffenes Online-Portal \u201eStudienbeginn\u201c, in dem alle relevanten Informationen zum Studienstart geb\u00fcndelt sind. Vom Studien-Service-Center (SSC) und studiumdigitale wurde ein ChatBot entwickelt, der mithilfe k\u00fcnstlicher Intelligenz versucht, die brennendsten Fragen der Studierenden direkt zu beantworten. In einem zweiten Schritt schreiben die Fachbereiche die Studierenden ihres jeweiligen Faches an, geben weitere Informationen und laden sie zur Orientierungsveranstaltung ein. Die Orientierungsveranstaltungen sind zum gr\u00f6\u00dften Teil so gestaltet, dass es einen asynchronen Online-Teil gibt, auf den die Studienanf\u00e4nger jederzeit zugreifen k\u00f6nnen und der alle wesentlichen Informationen zum Studienbeginn im gew\u00e4hlten Fach enth\u00e4lt. Dar\u00fcber hinaus haben die meisten F\u00e4cher auch einen synchronen Online-Teil vorgesehen, bei dem es Gelegenheit zur Interaktion mit der Studienfachberatung gibt. Hier findet auch eine Aufteilung der Studierenden in kleinere Online-Gruppen statt, die je nach Fachbereich von Mentor*innen oder Tutor*innen begleitet werden. Einige kleinere F\u00e4cher wie z.B. Arch\u00e4ologie bieten den Erstsemestern Orientierungsveranstaltungen in einem Pr\u00e4senzformat an.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Virtuell und real \u2013 kein Gegensatz<\/h3>\n\n\n\n<p>Von synchronen Videokonferenzen \u00fcber asynchrone Angebote bis hin zu kleineren Pr\u00e4senzformaten ist also alles dabei. Ist das also das sogenannte \u201eHybridsemester\u201c? Ein Hybrid ist laut Duden \u201evon zweierlei Herkunft\u201c\u2013 wird damit einfach nur gesagt, dass es an den Hochschulen des Landes coronabedingt Pr\u00e4senz- und Onlineveranstaltungen geben wird? \u201eHybridsemester kann erst einmal bedeuten, dass es Onlineveranstaltungen und Pr\u00e4senzveranstaltungen gibt. Zum anderen kann <em>eine <\/em>Veranstaltung auch aus Pr\u00e4senz und Online-Anteilen bestehen, das w\u00fcrde man dann wohl als Blended Learning bezeichnen\u201c, erkl\u00e4rt PD Dr. Miriam Hansen, P\u00e4dagogische Psychologin und Operative Leiterin des Interdisziplin\u00e4ren Kollegs Hochschuldidaktik (IKH). Ihr ist diese Differenzierung auch deshalb wichtig, weil sie k\u00fcnstliche Gegens\u00e4tze und Frontstellungen vermeiden m\u00f6chte. Ihr und ihren Mitstreiter*innen der AG \u201eVirtuelle Lehre\u201c, die zu Beginn der Pandemie in diesem Fr\u00fchjahr durch das Pr\u00e4sidium ins Leben gerufen wurde, ist es wichtig, dass zum einen die gro\u00dfe Herausforderung Online-Lehre gemeistert wird, zum anderen aber auch bei einer R\u00fcckkehr in die Pr\u00e4senzlehre gut funktionierende Online-Elemente beibehalten werden und einen frischen Wind in die Didaktik und Unterrichtsgestaltung bringen.<\/p>\n\n\n\n<p>Dr. David Wei\u00df, Diplominformatiker und Wissenschaftlicher Mitarbeiter bei studiumdigitale, versteht sehr gut, dass die Vermeidung realer Kontakte gerade zu Studienbeginn von vielen bedauert wird. \u201eBefragungen haben ergeben, dass die Studierenden im virtuellen Modus jedoch nicht unbedingt die Dozierenden vermissen, sondern vor allem die anderen Studierenden.\u201c Nichtsdestotrotz pl\u00e4diert er daf\u00fcr, dass man den Wert digitaler Kontakte in Chats und Gruppen nicht untersch\u00e4tzen sollten: \u201eF\u00fcr junge Menschen definiert sich das soziale Umfeld \u00fcber mobile Endger\u00e4te und virtuelle Netzwerke. Das auf dem ersten Blick vorherrschende \u00f6ffentliche Bild, bei dem die Handynutzer*innen vermeintlich einsam auf ein Display starren, bildet da eben nur einen Teil der Realit\u00e4t ab\u201c, sagt er. Deshalb hat studiumdigitale seit dem letztem Semester den campusweiten Messenger Rocket.Chat zur Verf\u00fcgung gestellt, den Lehrende, Verwaltung und auch Studierende nutzen k\u00f6nnen \u2013 \u201equasi WhatsApp f\u00fcr die Uni\u201c, sagt Wei\u00df. Studierende, die jetzt in dem virtuellen Semester ihr Studium begonnen haben, werden die Flexibilit\u00e4t vielleicht in kommenden Pr\u00e4senzsemestern vermissen, Vorlesungen von zu Hause aus oder mobil verfolgen zu k\u00f6nnen, gerade diejenigen, die pendeln m\u00fcssen. Wei\u00df sieht auch in sogenannten \u201evirtuellen Schnitzeljagden\u201c, in denen die neuen Studierenden mithilfe ihres Smartphones den Campus und die universit\u00e4ren Einrichtungen auch jenseits der Gruppe kennenlernen, eine gute M\u00f6glichkeit, virtuell und real zu verbinden.<\/p>\n\n\n\n<p>Miriam Hansen stimmt ihrem Kollegen zu; sie sieht aber auch auf Grundlage von Erkenntnissen der Akkulturationsforschung, dass Erstsemester sich deutlich leichter im Pr\u00e4senzbetrieb tun, Anschluss an eine Gruppe zu finden. \u201eAber wir haben auch eine Verantwortung, gerade angesichts wieder steigender Infektionszahlen, somit gibt es im Augenblick keine wirkliche Alternative zum Studium, das mehrheitlich digital durchgef\u00fchrt werden muss.\u201c Lehrende m\u00fcssten aber verst\u00e4rkt darauf achten, dass in der digitalen Lehre der Workload f\u00fcr die Lernenden oder Studis nicht zu gro\u00df wird. \u201eZeit am Rechner kann sehr arbeitsintensiv sein.\u201c Auch die technische Ausstattung sollte man im Blick behalten, denn nicht jede\/r Studierende\/ r verf\u00fcge zu Hause \u00fcber schnelles Internet. \u201eAber auch an der Uni k\u00f6nnte das digitale Arbeiten zum Problem werden\u201c, f\u00fcgt ihr Kollege David Wei\u00df an; aus den Fachbereichen wird mehrfach zur\u00fcckgemeldet, dass im Hybridsemester die Studierenden nach einer Pr\u00e4senzveranstaltung auf dem Campus Schwierigkeiten haben, einen Ort finden, an dem sie unter den aktuellen Hygienebestimmungen digital weiterarbeiten k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Was h\u00e4lt die AG \u201eVirtuelle Lehre\u201c denn von der von einigen Hochschullehrenden vorgetragenen Bitte: \u201eZur\u00fcck zur Pr\u00e4senz!\u201c? Miriam Hansen stellt deutlich fest: \u201eNiemand strebt ernsthaft eine komplett virtuelle Lehre an, auch nicht diejenigen, die in der Anwendung digitaler Tools und der Nutzung von Lernplattformen erfahren sind.\u201c Auch Ullrich Grimm-Allio, Teamleiter in der Medientechnik des HRZ, betont: \u201eNiemand will die Uni zu einer Fernuni umbauen!\u201c Er sieht aber zugleich auch gewisse \u201eZusatzeffekte\u201c, die im Zuge des Lockdowns entstanden sind. Viel wurde in die IT-Infrastruktur der Universit\u00e4t investiert, um den erh\u00f6hten Anforderungen nachzukommen. \u201eIch gehe davon aus, dass wir auch nach einer R\u00fcckkehr zur Pr\u00e4senz-Normalit\u00e4t, wann auch immer diese wieder m\u00f6glich sein wird, die Technik nicht wieder runterfahren.\u201c<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Erfahrungen aus dem \u00bbAusnahmesemester\u00ab: Lehrende st\u00e4rken Interaktion und Feedback<\/h3>\n\n\n\n<p>Wie haben Lehrende das vergangene Sommersemester, das nicht zuletzt wegen des pl\u00f6tzlichen Wechsels in den Digitalmodus als \u201eAusnahmesemester\u201c gesehen wurde, empfunden? Wie f\u00fchlen sie sich f\u00fcr das kommende Wintersemester vorbereitet, wo und in welcher Form vermissen sie die direkte Interaktion mit ihren Studierenden?<\/p>\n\n\n\n<p>Dr. Guido Woldering ist Lektor in der Japanologie und f\u00fcr Japanischkurse f\u00fcr Anf\u00e4nger und Fortgeschrittene zust\u00e4ndig. \u201eIch war ehrlich gesagt erst durch die Pandemie dazu gezwungen, eigenes Lehrmaterial zu produzieren, vorher hatte ich mich mit vorhandenem E-Learning-Material begn\u00fcgt. Und ich muss sagen: Ich bin ziemlich begeistert von den Tools, zum Beispiel von der Lernbar und den Learning Apps.\u201c Woldering sieht gro\u00dfe Vorteile der digitalen Seminarsitzung gegen\u00fcber einer in Pr\u00e4senz: Die Teilnehmenden erarbeiten sich zum Beispiel gemeinsam schwierige japanische Schriftzeichen, ohne dass jemand Angst haben muss, etwas<br>nicht zu k\u00f6nnen, blo\u00dfgestellt zu werden. \u201eIch m\u00f6chte nicht auf Pr\u00e4senzunterricht verzichten, aber man muss sagen, dass es f\u00fcr viele Studierende auch eine Erleichterung darstellt, auf die lange Anreise zu verzichten. Und in der synchronen Lehre kann man eine gro\u00dfe Distanz wirklich \u00fcberwinden: Ich erinnere mich an ein Seminar, da sa\u00df eine Teilnehmerin in Bejing, die andere in Lima \u2013 die waren wegen Corona nicht weggekommen, hat aber gut geklappt.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Auch Dr. Ulrike Zoch, als Wissenschaftliche Mitarbeiterin mit Schwerpunkt in der Lehre am Institut f\u00fcr Afrikanistik angesiedelt, ist vom Verlauf des digitalen Sommersemesters wider Erwarten sehr angenehm \u00fcberrascht. Daher bereitet es ihr auch kein Kopfzerbrechen, auch im Wintersemester ihre Seminare komplett virtuell durchzuf\u00fchren, sie schr\u00e4nkt aber ein: \u201eIch denke, dass man im Sommersemester noch einen kleinen Bonus bei den Studierenden hatte, denn man musste halt v\u00f6llig aus dem Stand den Seminarbetrieb in den virtuellen Modus \u00fcberf\u00fchren.\u201c Aber auch sie kann wie Guido Woldering dem pl\u00f6tzlichen Einstieg in die digitale Lehre viel abgewinnen: \u201eIch habe ein paar Entdeckungen im Digitalen gemacht, die ich auch weiterentwickeln werde, wenn wir wieder in die Pr\u00e4senzlehre zur\u00fcckkehren k\u00f6nnen. Meine Sprache ist eine Tonsprache, da kann man sehr gut Audios einsetzen, die ein eigenst\u00e4ndiges H\u00f6rtraining erm\u00f6glichen.\u201c Digitale Lehre bedeutet f\u00fcr sie, dass man die eigenen didaktischen Konzepte \u00fcberdenkt. Nach ihrer Erfahrung kommt es bei den Studierenden nicht gut an, wenn Dozierende Formate der Pr\u00e4senzlehre einfach als Videokonferenz durchf\u00fchren. Sie bevorzugt daher die asynchrone Bereitstellung von Lehrmaterialien in Form von beispielsweise Erkl\u00e4rvideos und interaktiven Aufgaben, weil die Teilnehmenden eines Seminars dadurch zeitunabh\u00e4ngig und ohne Probleme mit der Internetverbindung arbeiten k\u00f6nnen. Allerdings konzediert sie, dass Interaktion immer wieder von ihren Studierenden eingefordert werde; auf die w\u00f6chentliche Kontaktzeit in Videokonferenzen, die nicht f\u00fcr Lehrvortr\u00e4ge, sondern f\u00fcr die gemeinsame Bearbeitung von \u00dcbungen und die Besprechung von Fragen genutzt werden, wollten ihre Studierenden nicht verzichten.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Neue Wertsch\u00e4tzung der Pr\u00e4senzzeit<\/h3>\n\n\n\n<p>Dass Interaktion und Feedback wichtige Bestandteile der Online-Lehre sind, kann auch Dr. Susanne Mannel, im Fachbereich Erziehungswissenschaften in der Lehrerbildung t\u00e4tig, best\u00e4tigen. Sie hat vergangenen Sommersemester ihr Lehrangebot \u00fcberwiegend asynchron \u00fcber OLAT abgewickelt. \u201eWichtig war mir hierbei eine gute Lernbegleitung der Studierenden. Im Kurs habe ich aus diesem Grund sehr viel mit Beispielen gearbeitet, an denen sich die Studierenden orientieren konnten. Wenn beispielsweise die Aufgabe der Studierenden darin bestand, Beitr\u00e4ge im Forum zu verfassen und auf Beitr\u00e4ge der Kommilitonen*innen zu reagieren, dann habe ich zun\u00e4chst selbst einen Beitrag ins Forum eingestellt und im Verlauf der Arbeit der Studierenden ebenfalls Studierendenbeitr\u00e4ge kommentiert. Hierdurch konnte ich meine Erwartungen an die Studierenden transparent machen und war zudem auch pr\u00e4sent im Kurs. Sehr viel Wert habe ich auch darauf gelegt, den Studierenden Feedback auf ihre \u201eLernprodukte\u201c zu geben. Und da bieten digitale Tools eine breite Palette an M\u00f6glichkeiten f\u00fcr individuelles und Gruppenfeedbacks bis hin zu Videofeedbacks. Gerade in \u00fcberwiegend asynchronen Lernformaten ist aus Sicht von Susanne Mannel die eigene Pr\u00e4senz der Dozierenden im Kurs besonders wichtig.<\/p>\n\n\n\n<p>Alle drei Lehrenden empfinden offensichtlich den Einsatz digitaler Tools und Lernplattformen als bereichernd, betonen aber auch, dass die digitale Lehre deutlich arbeitsintensiver sein kann. Sie unterstreichen, dass sie bei einer R\u00fcckkehr zur Pr\u00e4senzlehre die bisherigen Erfahrungen mit digitaler Lehre unbedingt mitnehmen m\u00f6chten. \u201eIch w\u00fcrde mir w\u00fcnschen, dass man sich in Zukunft viel bewusster \u00fcberlegt, was man in der Pr\u00e4senzlehre macht und was in der digitalen Lehre\u201c, fasst Ulrike Zoch zusammen.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eWir sehen eine zunehmende Wertsch\u00e4tzung von Pr\u00e4senz in der Gesellschaft\u201c, erg\u00e4nzt Miriam Hansen. F\u00fcr die universit\u00e4re Lehre leitet sie daraus ab, dass der Pr\u00e4senzunterricht weniger von monologisierenden Vortr\u00e4gen gepr\u00e4gt sein sollte, sondern stattdessen wieder die Gemeinschaft von Lehrenden und Lernenden st\u00e4rkt: \u201eFlipped Classroom ist beispielsweise ein didaktisches Konzept, nach dem Lerninhalte zu Hause individuell erarbeitet werden, die Pr\u00e4senzzeit f\u00fcr Diskussion und gemeinsame Arbeit vorgesehen ist. Hierdurch wird die wertvolle Pr\u00e4senzzeit optimal genutzt. \u00dcber diese und \u00e4hnliche Konzepte sollten wir alle gemeinsam noch st\u00e4rker nachdenken.\u201c<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-text-color has-background\" style=\"background-color:#00618f;color:#00618f\"\/>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Rocket.Chat <br><\/strong><a href=\"https:\/\/lehre-virtuell.uni-frankfurt.de\/knowhow\/rocket-chat\">https:\/\/lehre-virtuell.uni-frankfurt.de\/knowhow<\/a><a href=\"https:\/\/lehre-virtuell.uni-frankfurt.de\/knowhow\/rocket-chat\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"\/ (\u00f6ffnet in einem neuem Tab)\">\/<\/a><a href=\"https:\/\/lehre-virtuell.uni-frankfurt.de\/knowhow\/rocket-chat\">rocket-chat<\/a><br><strong>Zu den \u00bbvirtuellen Schnitzeljagden\u00ab<br><\/strong><a href=\"https:\/\/de.actionbound.com\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\" (\u00f6ffnet in einem neuem Tab)\">https:\/\/de.actionbound.com<\/a><br><strong>Lernbar<\/strong><br><a href=\"https:\/\/lehre-virtuell.uni-frankfurt.de\/knowhow\/lernbar\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\" (\u00f6ffnet in einem neuem Tab)\">https:\/\/lehre-virtuell.uni-frankfurt.de\/knowhow\/lernbar<\/a><br><strong>Learning Apps<br><\/strong><a href=\"https:\/\/learningapps.org\">https:\/\/learningapps.org<\/a><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-text-color has-background\" style=\"background-color:#00618f;color:#00618f\"\/>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Weitere Artikel im UniReport 5.20 zum Thema Hybridsemester <\/h3>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed-wordpress wp-block-embed is-type-wp-embed is-provider-aktuelles-aus-der-goethe-universitat-frankfurt\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<blockquote class=\"wp-embedded-content\" data-secret=\"kLWfOCdvGP\"><a href=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/studium\/digitale-lehre-besser-als-erwartet-aber-kein-ersatz-fuer-campusleben\/\">Digitale Lehre: besser als erwartet, aber kein Ersatz f\u00fcr Campusleben<\/a><\/blockquote><iframe class=\"wp-embedded-content\" sandbox=\"allow-scripts\" security=\"restricted\" style=\"position: absolute; clip: rect(1px, 1px, 1px, 1px);\" title=\"&#8222;Digitale Lehre: besser als erwartet, aber kein Ersatz f\u00fcr Campusleben&#8220; &#8212; Aktuelles aus der Goethe-Universit\u00e4t Frankfurt\" src=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/studium\/digitale-lehre-besser-als-erwartet-aber-kein-ersatz-fuer-campusleben\/embed\/#?secret=8V5pd1du7H#?secret=kLWfOCdvGP\" data-secret=\"kLWfOCdvGP\" width=\"600\" height=\"338\" frameborder=\"0\" marginwidth=\"0\" marginheight=\"0\" scrolling=\"no\"><\/iframe>\n<\/div><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed-wordpress wp-block-embed is-type-wp-embed is-provider-aktuelles-aus-der-goethe-universitat-frankfurt\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<blockquote class=\"wp-embedded-content\" data-secret=\"u2lYXiX2PX\"><a href=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/studium\/virtuelle-arbeitsorganisation-in-zeiten-von-corona\/\">Virtuelle Arbeitsorganisation in Zeiten von Corona<\/a><\/blockquote><iframe class=\"wp-embedded-content\" sandbox=\"allow-scripts\" security=\"restricted\" style=\"position: absolute; clip: rect(1px, 1px, 1px, 1px);\" title=\"&#8222;Virtuelle Arbeitsorganisation in Zeiten von Corona&#8220; &#8212; Aktuelles aus der Goethe-Universit\u00e4t Frankfurt\" src=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/studium\/virtuelle-arbeitsorganisation-in-zeiten-von-corona\/embed\/#?secret=xeJPvHhIkw#?secret=u2lYXiX2PX\" data-secret=\"u2lYXiX2PX\" width=\"600\" height=\"338\" frameborder=\"0\" marginwidth=\"0\" marginheight=\"0\" scrolling=\"no\"><\/iframe>\n<\/div><\/figure>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p> <strong><em>Dieser Beitrag ist in der <a href=\"https:\/\/www.unireport.info\/aktuelle-ausgabe\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"Ausgabe 5.20 des UniReport (\u00f6ffnet in einem neuem Tab)\">Ausgabe 5.20 des UniReport<\/a> erschienen. <\/em><\/strong> <\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auch wenn die aktuelle Pandemie-Lage wenig Spielraum f\u00fcr Pr\u00e4senzlehre l\u00e4sst: Lehrende und Mediendidaktiker m\u00f6chten langfristig nicht auf einen Lehrbetrieb face-to-face verzichten. 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