{"id":49245,"date":"2021-02-22T10:15:00","date_gmt":"2021-02-22T09:15:00","guid":{"rendered":"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/?p=49245"},"modified":"2022-04-10T15:03:02","modified_gmt":"2022-04-10T13:03:02","slug":"interview-zum-buch-corona-netzwerke-gesellschaft-im-zeichen-des-virus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/en\/forschung\/interview-zum-buch-corona-netzwerke-gesellschaft-im-zeichen-des-virus\/","title":{"rendered":"Interview zum Buch: \u00bbCorona-Netzwerke \u2013Gesellschaft im Zeichen des Virus\u00ab"},"content":{"rendered":"<p><em>Im Interview spricht der Netzwerkforscher Christian Stegbauer \u00fcber sein Buch \u00bbCorona-Netzwerke \u2013 Gesellschaft im Zeichen des Virus\u00ab und den Verlust informeller Kontakte.<\/em><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:15px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><em>UniReport: <\/em><strong><em>Herr Professor Stegbauer, viele wissenschaftliche Disziplinen haben sich mittlerweile zur Corona-Pandemie ge\u00e4u\u00dfert. Was hat bei Ihnen die Idee reifen lassen, sich als Netzwerkforscher damit zu besch\u00e4ftigen?<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><em>Christian Stegbauer:<\/em> Als die Idee zu dem Buch entstand, waren es vor allem die Virologie und die \u00d6konomie, die die Debatte beherrschten. Diese Debatte erschien uns als zu schmal \u2013 zumal wir als Netzwerkforscher*innen uns im Zentrum des Geschehens bewegen: Das Virus verbreitet sich entlang der Strukturen sozialer Beziehungen und das ist das, womit sich die Netzwerkforschung besch\u00e4ftigt. Vor f\u00fcnf Jahren haben wir die Deutsche Gesellschaft f\u00fcr Netzwerkforschung gegr\u00fcndet. Zahlreiche Disziplinen haben den Wert dieser anderen Perspektive erkannt. Uns interessiert weniger der einzelne Mensch und sein individuelles Verhalten; wir schauen mehr darauf, wie sich Sozialit\u00e4t im Dazwischen, in den Beziehungen herstellt und welche Konsequenzen das hat. <\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:15px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><strong><em>Viren werden durch\/bei Begegnungen von Mensch zu Mensch \u00fcbertragen \u2013 stellt die Pandemie damit automatisch die Grundlagen von Mobilit\u00e4t und Globalisierung infrage? <\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Globalisierung der Wirtschaft und der Tourismus hat die Menschen n\u00e4her zusammengebracht. Mit den Reisenden wandert auch das Virus. Eine m\u00f6gliche Strategie, die Verbreitung entlang der Reisewege zu verringern, ist die Restriktion von Reisen. Das Zusammenr\u00fccken der Welt bedeutet aber auch, dass viele Familienbeziehungen leiden. Das gilt nicht nur f\u00fcr solche Menschen, deren Wurzeln aufgrund der Migration in anderen L\u00e4ndern liegen. In der Wirtschaft diskutiert man dar\u00fcber, ob man nicht auf viele Reisen verzichten k\u00f6nne und sich stattdessen auf Videokonferenzen beschr\u00e4nken k\u00f6nne. Diese Idee ist \u00fcbrigens schon \u00e4lter und trotzdem f\u00fchrte die Ausweitung von Beziehungen \u00fcber L\u00e4ndergrenzen hinweg zu immer mehr Reisen. Gegenseitiges Vertrauen generiert man am besten, wenn man sich trifft und neben dem Business auch pers\u00f6nliche Begegnungen hat. Dabei lernt man die Menschen viel besser kennen und es entstehen gegenseitige Verpflichtungen. Die Pandemie zwingt zu einer Einschr\u00e4nkung der direkten Kontakte und daher ist es wahrscheinlich, dass es danach sehr schnell wieder losgeht mit den Reisen. <\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:15px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><strong><em>In einem Beitrag besch\u00e4ftigen Sie sich damit, dass das Virus nicht alle gleichmacht, sondern es ein Indikator f\u00fcr Ungleichheit ist. K\u00f6nnen Sie das kurz verdeutlichen? <\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Zu Beginn der Pandemie wurde h\u00e4ufig ge\u00e4u\u00dfert, dass das Virus ein Gleichmacher sei, weil sich auch zahlreiche Prominente infiziert hatten. Allerdings kann sich die verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig reiche angestellte Mittelschicht in ihr einigerma\u00dfen sicheres Homeoffice zur\u00fcckziehen. Sie hat dadurch mehr Autonomie \u00fcber die eigenen Kontakte zu bestimmen. Die Arbeiter auf dem Bau, in den Schlachth\u00f6fen oder der Landwirtschaft hingegen, werden immer noch h\u00e4ufig in Sammelunterk\u00fcnften untergebracht oder in engen Fahrzeugen zum Einsatzort gebracht. Diese k\u00f6nnen nicht \u00fcber Distanzierung entscheiden \u2013 mit wem sie in Kontakt kommen, dar\u00fcber bestimmen ihre Arbeitgeber. \u00c4hnliches gilt nat\u00fcrlich auch f\u00fcr die im Fr\u00fchjahr letzten Jahres sogenannten Coronaheld*innen. Diese kommen berufsbedingt mit sehr vielen Menschen in Kontakt. Diese neue Ungleichheitsdimension k\u00f6nnte man als den Grad der Netzwerkautonomie bezeichnen \u2013 inwiefern man selbst \u00fcber Kontakte und deren Reduzierung bestimmen kann.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:15px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><strong><em>Ein weiterer Beitrag besch\u00e4ftigt sich mit dem sogenannten \u00bbHamstern\u00ab. Dies wurde im Zuge der Pandemie von den meisten Menschen als hochgradig irrationales und unsoziales Verhalten gegei\u00dfelt. Wie sieht die Netzwerkforschung die extreme Bevorratung bestimmter Produkte? <\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das Hamstern hat seine Ursache vor allem in der Verunsicherung der Menschen und ihrer Bew\u00e4ltigung. Diese Unsicherheit wurde durch die Medien und Politik verst\u00e4rkt, obwohl dies nicht intendiert war. Die Medien berichten immer von den Hotspots der Probleme und verst\u00e4rken so deren Wahrnehmung. Die Politik behauptete zu Beginn der Krise, dass unser Gesundheitssystem bestens auf die Pandemie vorbereitet sei \u2013 das stellte sich sehr schnell als falsch heraus. Aus der Aussage, dass Masken nichts nutzten, wurde bis heute die Tragepflicht von FFP2-Masken.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:10px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile has-background\" style=\"background-color:#eeeeee;grid-template-columns:21% auto\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"650\" height=\"918\" src=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/cover-buch-stegbauer.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-49255 size-full\" srcset=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/cover-buch-stegbauer.jpg 650w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/cover-buch-stegbauer-212x300.jpg 212w\" sizes=\"(max-width: 650px) 100vw, 650px\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p style=\"font-size:17px\">Stegbauer, Christian, Clemens, Iris (Hg.):<br><strong>Corona-Netzwerke \u2013  Gesellschaft im Zeichen des Virus<\/strong><br>Wiesbaden, Springer 2020<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<div style=\"height:12px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p>Zwar lernt man auch dort hinzu, aber wenn man durchschaut, dass diese Aussagen falsch waren, glaubt man dann den Aussagen, die Versorgung mit Nudeln und Toilettenpapier sei gesichert, wenn die Regale in den Gesch\u00e4ften leer sind? Durch die Kontaktbeschr\u00e4nkungen wurden die M\u00f6glichkeiten, sich mit anderen \u00fcber die Lage zu unterhalten, stark reduziert. Das f\u00fchrte dazu, dass die Verunsicherung noch weiterwuchs, weil es schwer war, sich an der Praxis der anderen zu orientieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Wo wir das Verhalten der anderen beobachten konnten, das war zum Beispiel in den L\u00e4den. Da wurden vor uns die letzten Nudeln herausgetragen. All das sorgte daf\u00fcr, dass sich die Knappheit vergr\u00f6\u00dferte. Daraus ergab sich das Bed\u00fcrfnis, die fehlenden Produkte ebenfalls zu bevorraten, weil die Bef\u00fcrchtung bestand, dass es n\u00e4chstes Mal ausverkauft sein k\u00f6nnte. Dass dieses Verhalten die Knappheit eigentlich erst erzeugt, ist etwas, was man nur aus einer Makroperspektive analysieren kann. Das ist aber nicht die Verhaltens- und Orientierungsebene des Einzelnen.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:15px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><strong><em>Ein Bereich des Buches ist Arbeit, Wirtschaft und Technik gewidmet: Das Homeoffice wird in der Pandemie als Mittel zur Reduktion von Direktkontakten gesehen und dar\u00fcber hinaus von vielen auch als Mittel der Flexibilisierung der Arbeitskultur gesch\u00e4tzt. Reichen die Kontakte \u00fcber Telefon, Videochat und Mail, um den Anforderungen an soziales Netzwerken zu gen\u00fcgen?<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>All die technischen Hilfsmittel, um in Kontakt zu bleiben, sind hilfreich. Allerdings ersetzen sie nicht den pers\u00f6nlichen Umgang miteinander. In der Videokonferenz sieht man beispielsweise die anderen nur als einzelne Kacheln, wei\u00df aber nichts \u00fcber deren Verh\u00e4ltnis zueinander. Da ist es ganz schwer, Stimmungen abzusch\u00e4tzen oder bei virulenten Problemen an verschiedene Argumente au\u00dferhalb der geplanten formalen Sitzungen heranzukommen. F\u00fcr Organisationen kann man wohl sagen, dass das, was die eigentliche Organisation ausmacht, die informellen Kontakte, sehr stark leiden. Wir wissen aus der Organisationssoziologie, dass durch das Informelle das offiziell Geplante erst g\u00e4ngig gemacht wird. Insofern kann man sagen, dass die Kommunikation \u00fcber Medien wohl nicht ausreicht. Unternehmen, die denken, jetzt k\u00f6nne man B\u00fcroraum abgeben und die Mitarbeitenden zu Hause lassen, werden die Probleme, die das verursacht, wahrscheinlich auch noch zu sp\u00fcren bekommen.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:15px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><strong><em>Ein Beitrag besch\u00e4ftigt sich mit den zahlreichen Talkshows im Fernsehen. Inwiefern greift auch hier der Netzwerkansatz, denn schlie\u00dflich diskutieren hier zum Teil recht prominente (Einzel-)Akteure? <\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>In dem Beitrag wird analysiert, wer an welcher Talkshow teilgenommen hat. Dadurch erzeugt man ein sog. bimodales Netzwerk \u2013 aus Personen, die in Talkshows waren und den Talkshows selbst. So kann man zum Beispiel schauen, welche G\u00e4ste unterschiedliche Sendungen miteinander verbinden, weil sie in verschiedene Talkshows eingeladen wurden. Karl Lauterbach war zum Beispiel derjenige, der in allen Talkshows zu Gast war. Zwar spielt die Telegenit\u00e4t und Schlagfertigkeit bei deren Auswahl der G\u00e4ste auch eine Rolle, sie werden aber als Repr\u00e4sentanten gesellschaftlicher Gruppen (etwa Parteien, Gewerkschaften oder Kirchen) eingeladen. Es kann auch sein, dass sie f\u00fcr gesellschaftliche Systeme stehen, wie f\u00fcr die Wirtschaft, die Gesundheit, die Kultur u. \u00e4. So kann man mithilfe der Netzwerkanalyse zeigen, welche gesellschaftlichen Teilsysteme vorkamen und welche am zentralsten waren. F\u00fcr die Wissenschaft insgesamt ist das Ergebnis eigentlich sehr gut, denn es kam kaum eine Talkshow ohne Vertreter aus der Wissenschaft aus. <\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:15px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><strong><em>Ihr Buch ist im Fr\u00fchsommer 2020 entstanden; w\u00fcrden Sie mit Blick auf den weiteren Verlauf der Pandemie und besonders auf den aktuellen \u00bbharten\u00ab Lockdown andere Aspekte sehen? <\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Vielleicht kann man sagen, dass aus der Sicht der Netzwerkforschung, f\u00fcr die soziale Kontakte, deren Bedeutung und Struktur im Mittelpunkt steht, der Lockdown nicht hart genug ist. Was wir doch alle erleben, ist das gro\u00dfe Bed\u00fcrfnis, wieder mehr mit anderen Menschen zusammenzutreffen. Der Lockdown nun schneidet die wichtigen Beziehungen gef\u00fchlt endlos ab \u2013 ohne dass absehbar w\u00e4re, wann diese Entbehrung zu Ende ist. Im Gegenteil, eine Verl\u00e4ngerung der Beschr\u00e4nkungen reiht sich an die n\u00e4chste. Ein k\u00fcrzerer kompletter Lockdown hingegen w\u00fcrde die Aussicht auf etwas normalere Beziehungen erh\u00f6hen. Das w\u00e4re ein Preis, f\u00fcr den es sich lohnen w\u00fcrde, sich etwas mehr \u2013 aber nicht endlos anzustrengen.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:15px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><strong><em>Kann die Netzwerkforschung aus ihren Beobachtungen und Analysen auch Empfehlungen f\u00fcr k\u00fcnftige Krisen dieser Art gewinnen? <\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Menschen sind so konstituiert, dass sie ohne soziale Kontakte nur schwer leben k\u00f6nnen. Ihnen fehlt dann nicht nur die N\u00e4he und Zuneigung, ihnen fehlt auch ein gro\u00dfes Ausma\u00df an dem, was man als soziale Integration bezeichnen k\u00f6nnte. Hierdurch entstehen erst unsere Identit\u00e4ten, aus denen wir als Menschen unsere Orientierung ableiten k\u00f6nnen. Das hat aus der Netzwerkperspektive genauso einen hohen Stellenwert wie die Prosperit\u00e4t der Wirtschaft. Das Abschneiden von Kontakten wirkt sich auch auf die Gesundheit aus, die Wirkung geht aber weit dar\u00fcber hinaus. Man kann sich w\u00fcnschen, dass solche Aspekte bei der Bek\u00e4mpfung k\u00fcnftiger Krisen Ber\u00fccksichtigung finden. Da man sich aneinander orientiert, d\u00fcrften Vorbilder eine gewisse Rolle spielen. Wenn die anderen Familienmitglieder, die Nachbarn oder die Kolleginnen und Kollegen sich impfen lassen, wird es schwer sein, eine Argumentation dagegen aufrechtzuerhalten. Auch hier sind Kontakte wichtig, weil sie dabei helfen, eine Entscheidung zu treffen.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:15px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><strong><em>Denken Sie, dass die Pandemie zu dauerhaften Ver\u00e4nderungen im Sozialverhalten f\u00fchren k\u00f6nnte, vor allem bei von Ihnen im Buch als \u00bbsuper schwache Beziehungen\u00ab bezeichneten Kontakten auf Volksfesten oder Clubs? <\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Super schwache Beziehungen finden sich h\u00e4ufig. Sie spielen f\u00fcr die Pandemie dann eine Rolle, wenn einander unbekannte Menschen sich sehr nahekommen. W\u00e4hrend wir im Alltag meist nur auf dieselben Personen treffen, wird dieses Schema im Urlaub beispielsweise gebrochen. Wenn sich dort Leute zum Beispiel aus verschiedenen L\u00e4ndern treffen, dann ist das die Chance f\u00fcr das Virus, sich in Bereiche zu verbreiten, die es sonst nicht erreichen k\u00f6nnte. Wenn es das Virus dann an einen anderen Ort geschafft hat, verbreitet es sich dann allerdings wieder regul\u00e4r, das hei\u00dft innerhalb der regelm\u00e4\u00dfigen engen Kontakte. Insofern k\u00f6nnte man bei den super schwachen Beziehungen am ehesten Kontaktreduzierungen durchf\u00fchren, um eine Verbreitung in neue Gebiete zu verhindern. Andererseits ist der enge Kontakt mit Menschen, denen man sonst nicht begegnet, besonders bereichernd. Diese Menschen sind interessant, denn man erf\u00e4hrt Dinge, die einem sonst nicht zug\u00e4nglich sind. Es mag also es kurz nach Ende der Pandemie noch eine gewisse Skepsis gegen\u00fcber solchen Orten geben, aber das d\u00fcrfte nur von kurzer Dauer sein.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Interview spricht der Netzwerkforscher Christian Stegbauer \u00fcber sein Buch \u00bbCorona-Netzwerke \u2013 Gesellschaft im Zeichen des Virus\u00ab und den Verlust informeller Kontakte. 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