{"id":51841,"date":"2021-07-16T08:25:53","date_gmt":"2021-07-16T06:25:53","guid":{"rendered":"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/?p=51841"},"modified":"2022-04-10T14:49:01","modified_gmt":"2022-04-10T12:49:01","slug":"eine-zwischenbilanz-des-frankfurter-forschungsprogramms-normative-ordnungen-von-rolf-wiggershaus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/en\/forschung\/eine-zwischenbilanz-des-frankfurter-forschungsprogramms-normative-ordnungen-von-rolf-wiggershaus\/","title":{"rendered":"Eine Zwischenbilanz des Frankfurter Forschungsprogramms \u00bbNormative Ordnungen\u00ab [Von Rolf Wiggershaus]"},"content":{"rendered":"<p class=\"has-text-align-left\"><em>von Rolf Wiggershaus<\/em><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-drop-cap\">Lang ist die Liste der im Laufe der Jahrhunderte unternommenen Versuche, das Wesen des Menschen, das f\u00fcr die menschliche Gattung Spezifische zu bestimmen. Er sei \u201edas nichtfestgestellte Tier\u201c, aber auch \u201edas Tier, das versprechen darf\u201c, meinte Friedrich Nietzsche. Er sei \u201ezur Freiheit verdammt\u201c und er sei, \u201ewozu er sich macht\u201c, meinte Jean Paul Sartre. Schon lange vorher, im 15. Jahrhundert lie\u00df Pico della Mirandola in seiner Rede \u00fcber die W\u00fcrde des Menschen Gott zu Adam sagen: \u201eDie beschr\u00e4nkte Natur der \u00fcbrigen Wesen wird von Gesetzen eingegrenzt, die ich gegeben habe. Du sollst deine Natur ohne Beschr\u00e4nkung nach deinem freien Ermessen, dem ich dich \u00fcberlassen habe, selbst bestimmen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright size-large is-resized\"><a href=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Bild_UR4.21_Normative-Ordnungen_Cover.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Bild_UR4.21_Normative-Ordnungen_Cover-624x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-51844\" width=\"156\" height=\"256\" srcset=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Bild_UR4.21_Normative-Ordnungen_Cover-624x1024.jpg 624w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Bild_UR4.21_Normative-Ordnungen_Cover-183x300.jpg 183w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Bild_UR4.21_Normative-Ordnungen_Cover.jpg 650w\" sizes=\"(max-width: 156px) 100vw, 156px\" \/><\/a><figcaption><strong>Normative Ordnungen. <\/strong>Herausgegeben von Rainer Forst und Klaus G\u00fcnther. Berlin: Suhrkamp 2021<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Nicht unumst\u00f6\u00dfliche Natur-Gesetze bestimmen das Handeln von Menschen, sondern soziale Normen. Sie legen menschliches Verhalten fest und stabilisieren es, aber sie bleiben \u00fcbertretbar und ver\u00e4nderbar. Was (soziale) Normen von (Natur-)Gesetzen unterscheidet und was f\u00fcr sie spezifisch ist, machte der Soziologe und Philosoph Heinrich Popitz in seinem 1980 erschienenen Buch \u00fcber \u201eDie normative Konstruktion von Gesellschaft\u201c auf pointierte Weise deutlich. Zu den Strategien von Normh\u00fctern geh\u00f6re es, eine Abnahme des Geltungsgrundes von Normen zu verschleiern. Die allzu Furchtsamen ihrerseits w\u00fcrden in Konkurrenzsituationen auf die Chancen verzichten, die Abweichungen b\u00f6ten, und blieben \u201eauf den Normen sitzen\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Seit Popitz\u2018 Zeiten haben Zahl, Dimensionen und Wirkungen menschlicher Aktivit\u00e4ten in einem Ma\u00dfe zugenommen, dass inzwischen Epochenbezeichnungen wie \u201eGlobalisierung\u201c und \u201eAnthropoz\u00e4n\u201c \u00fcblich geworden sind, um das unheimlich gewordene Ausma\u00df der Relevanz menschlichen Handelns zu verdeutlichen. So war es kein Wunder, dass das Frankfurter Projekt eines interdisziplin\u00e4ren Forschungsverbundes verschiedener geistes- und sozialwissenschaftlicher Fachbereiche zum Thema \u201eDie Herausbildung normativer Ordnungen\u201c durch die Exzellenzinitiative des Bundes und der L\u00e4nder 2007 und noch einmal 2012 gef\u00f6rdert wurde und inzwischen als \u201eForschungsverbund \u201aNormative Ordnungen\u2018 der Goethe-Universit\u00e4t Frankfurt\u201c zu einer langfristig etablierten Einrichtung geworden ist.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Kritische Zeitdiagnose mit historischer Perspektive<\/h3>\n\n\n\n<p>Als <em>work in progress<\/em> wurden 1936 von dem in die USA emigrierten Frankfurter Institut f\u00fcr Sozialforschung die \u201eStudien \u00fcber Autorit\u00e4t und Familie\u201c publiziert, und ebenfalls als <em>work in progress<\/em> erschien 1947 in Amsterdam Max Horkheimers und Theodor W. Adornos \u201eDia- lektik der Aufkl\u00e4rung\u201c. Wo es um langfristig angelegte kritische Zeitdiagnose mit historischer Perspektive geht, ist anderes gar nicht mehr vorstellbar. Nun haben unter dem Titel \u201eNormative Ordnungen\u201c Rainer Forst und Klaus G\u00fcnther, die die beiden Sprecher des Exzellenzclusters \u201eNormative Orders\u201c waren, einen fast 700-seitigen Band herausgeben, der im Sinne einer Zwischenbilanz die Bandbreite und Produktivit\u00e4t eines gro\u00df angelegten interdisziplin\u00e4ren Unternehmens pr\u00e4sentiert. Den 26 Beitr\u00e4gen von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des Forschungsverbundes \u201eNormative Ordnungen\u201c ist der Vortrag vorangestellt, den J\u00fcrgen Habermas 2019 anl\u00e4sslich seines 90. Geburtstags auf Einladung von \u201eNormative Orders\u201c unter dem Titel \u201eNoch einmal: Zum Verh\u00e4ltnis von Moralit\u00e4t und Sittlichkeit\u201c hielt. Eingeleitet wird der Band von Rainer Forst, Professor f\u00fcr Politische Theorie und Philosophie, und Klaus G\u00fcnther, Professor f\u00fcr Rechtstheorie, Strafrecht und Strafprozessrecht.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eNormative Ordnungen. Ein Frankfurter Forschungsprogramm\u201c haben sie ihren Beitrag \u00fcberschrieben. Das signalisiert ein selbstbewusstes Engagement f\u00fcr Forschung im Sinne kritischer Zeitdiagnose mit langfristiger epochen\u00fcbergreifender Perspektive \u2013 was einer Frankfurter Tradition entspricht.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr den mit den bisherigen Publikationen und Aktivit\u00e4ten des Forschungsverbundes \u201eNormative Ordnungen\u201c nicht vertrauten Leser bietet die Einleitung knappe und klare Informationen \u00fcber zentrale Begriffe und Motive des Forschungsprogramms. Es geht darum, die Vielfalt und die historischen Entstehungsprozesse, die Geltungsanspr\u00fcche und die Machtstrukturen, die Funktionsweisen und die Krisen und Transformationen von normativen Ordnungen zu untersuchen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Zerbrechlichkeit normativer Ordnungen<\/h3>\n\n\n\n<p>Zur\u00fcckblickend auf anderthalb Jahrzehnte der Zusammenarbeit von Vertretern verschiedener Disziplinen, die von Philosophie und Politik-, Rechts- und Geschichtswissenschaft bis zu Soziologie, \u00d6konomie, Ethnologie und Theologie reichen, gehen Forst und G\u00fcnther auch auf die Kontextbezogenheit ihres Projekts ein. Anfangs erm\u00f6glichte eine Phase vielf\u00e4ltiger Versuche zur Einrichtung transnationaler oder gar supranationaler Ordnungen der Menschenrechte und der Demokratie, der gerechten Verteilung des Wohlstands und des fairen Handels mit und ohne Staat, normative Ordnungen in statu nascendi zu untersuchen. Schon w\u00e4hrend der zweiten Phase begann unter dem Eindruck der ambivalenten Folgen der Globalisierung und einer Renaissance nationalistischer und autorit\u00e4rer Ordnungsvorstellungen eine Verlagerung der Forschungsperspektive auf die Krisenanf\u00e4lligkeit und Fragilit\u00e4t sowie die Entprozeduralisierung und Resubstantialisierung normativer Ordnungen. \u201eIn all diesen Ph\u00e4nomenen\u201c, so Forst und G\u00fcnther, \u201ezeigt sich die Zerbrechlichkeit normativer Ordnungen, die daher r\u00fchrt, dass solche Ordnungen von unterschiedlichen Wertvorstellungen und h\u00e4ufig einander widerstrebenden Dynamiken gekennzeichnet sind, die komplexe Herausforderungen darstellen.\u201c So ihre n\u00fcchterne Charakterisierung menschlicher Selbstmodellierung.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit gl\u00fccklicher Hand pr\u00e4sentieren die Herausgeber die Beitr\u00e4ge in vier Abteilungen mit unterschiedlicher Schwerpunktsetzung. Es geht um die Ambivalenz, die Universalit\u00e4t, die Performativit\u00e4t und die Dynamik und Fragilit\u00e4t normativer Ordnungen. F\u00fcr einen ersten Eindruck von der Vielfalt der Beitr\u00e4ge sind am besten einige Beispiele geeignet, die durch die Verbindung von Theorie und Deskription in besonderer Weise zur Lekt\u00fcre einladen. Der Aufsatz von Nikita Dhawan, Professorin f\u00fcr Politikwissenschaft und Gender Studies an der Justus-Liebig-Universit\u00e4t Gie\u00dfen, hat den Titel \u201eDie Aufkl\u00e4rung vor den Europ\u00e4er*innen retten\u201c und er\u00f6ffnet den Reigen der Beitr\u00e4ge \u00fcber \u201eDie Universalit\u00e4t normativer Ordnungen\u201c. Den beiden Autoren der \u201eDialektik der Aufkl\u00e4rung\u201c, Horkheimer und Adorno, gelang es damals nicht, ihr <em>work in progress <\/em>fortzusetzen und einen positiven Begriff von Aufkl\u00e4rung zu konkretisieren. Dhawan setzt bei der Ambivalenz und der universalhistorischen Bedeutung der Aufkl\u00e4rung an. Als Alternative zu einer konservative und nationalistische Ordnungen st\u00e4rkenden Kritik an der Moderne pl\u00e4diert sie daf\u00fcr, Aufkl\u00e4rung trotz ihrer Ausrichtung auf das wei\u00dfe, m\u00e4nnliche b\u00fcrgerliche Subjekt \u00fcber die Grenzen Europas hinaus zu bef\u00f6rdern, um \u201eden postkolonialen \u201aAnderen\u2018 zu dienen\u201c. Der Aktualit\u00e4tsbezug solcher theoretischen \u00dcberlegungen wird deutlich, wenn es in einem Abschnitt \u00fcber \u201eDie Selbstbarbarisierung Europas\u201c hei\u00dft: \u201eUm der weitverbreiteten Desillusionierung hinsichtlich der hehren Prinzipien der Aufkl\u00e4rung entgegenzuwirken, bedarf es einer Rettung der Normen des Kosmopolitismus und der humanit\u00e4ren Einstellung vor der zynischen Herangehensweise der EU-Migrationspolitik.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eWenn Rechtfertigungen br\u00fcchig werden\u201c lautet der Titel des Beitrags von Ute Sacksofsky, Professorin f\u00fcr \u00d6ffentliches Recht und Rechtsvergleichung am Institut f\u00fcr \u00d6ffentliches Recht der Goethe-Universit\u00e4t. Es geht darin um die Rolle von Verfassungsgerichten bei der Diskriminierungsbek\u00e4mpfung am Beispiel der Geschlechterordnung. Gleichzeitig wird dabei die Rolle von Rechtfertigungsnarrativen deutlich.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Entwicklung der Rechtsprechung zur geschlechtsbezogenen Diskriminierung wirft Licht auf die Ver\u00e4nderungen der Vorstellungen von der Geschlechterordnung. In den 1950er- und 1960er-Jahren wurde die nat\u00fcrliche Verschiedenheit von M\u00e4nnern und Frauen betont. Schon die k\u00f6rperliche Bildung der Geschlechtsorgane weise auf die mehr dr\u00e4ngende und fordernde Funktion des Mannes und die mehr hinnehmende und hingabebereite der Frau hin, argumentierte das Bundesverfassungsgericht 1957. Doch diese traditionelle Auffassung f\u00fchrte das Gericht nicht an, um Frauen den Schutz vor Diskriminierung zu verweigern, sondern im Gegenteil, um Gleichwertigkeit bei Andersheit als Leitmotiv der Rechtsprechung geltend zu machen. Der Fortschritt in der Rechtsprechung manifestierte sich in der Abnahme und schlie\u00dflich dem Verschwinden der Bezugnahme auf biologische und funktionale Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Damit ist aber nur ein Detail einer Abhandlung wiedergegeben, die an einem zentralen Thema einen Eindruck von Rechtsprechung und Rechtsentwicklung im Verh\u00e4ltnis zu Sitten und Gesetzgebung vermittelt.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein kleines Meisterwerk ist Klaus G\u00fcnthers Beitrag \u201eVon normativen zu smarten Ordnungen?\u201c, der den 4. Teil des Bandes \u00fcber \u201eDie Dynamik und Fragilit\u00e4t normativer Ordnungen\u201c er\u00f6ffnet. Als Motto k\u00f6nnte ihm vorangestellt sein, was der Autor im Abschnitt \u00fcber \u201ePredictive Policing\u201c zitiert: \u201eDas Organisationsprinzip der \u00dcberwachungsgesellschaft ist eine andauernde, leichte Beunruhigung dar\u00fcber, wie das eigenen Verhalten von den Machthabenden wahrgenommen werden k\u00f6nnte.\u201c Es ist die gleiche Beunruhigung, die einst durch die Vorstellung eines Gottes erzeugt werden konnte, der alles sieht und f\u00fcr den die Nichtbefolgung seiner Gebote eine S\u00fcnde bedeutete. Was Smart City oder Predictive Policing bedeuten, bringt G\u00fcnther denn auch so auf den Punkt, dass aus normativen Ordnungen technisch produzierte Normalit\u00e4t wird. Angesichts solcher Entwicklungen zeichnet sich umso deutlicher ab, was f\u00fcr normative Ordnungen konstitutiv ist. Dazu geh\u00f6rt, dass sie an Personen adressiert sind, die sie sich als autonome und zugleich fehlbare zu eigen machen m\u00fcssen und dabei \u00fcber die faktische Freiheit zur Normabweichung verf\u00fcgen. Das verlangt Vertrauen auf Selbstbindung. Smarte Ordnungen drohen die Krise des Vertrauens zu beschleunigen.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Konzept \u201eNormative Ordnungen\u201c, so l\u00e4sst sich abschlie\u00dfend sagen, stellt einen theoretisch-empirischen Ansatz dar, der sich als Schl\u00fcssel zu einer F\u00fclle von Untersuchungen mit sowohl zeitdiagnostischer als auch historisch-anthropologischer Relevanz erwiesen hat.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image is-style-rounded\"><figure class=\"alignleft size-large is-resized\"><a href=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Bild_UR4.21_Normative-Ordnungen_Wiggershaus.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Bild_UR4.21_Normative-Ordnungen_Wiggershaus.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-51843\" width=\"145\" height=\"145\" srcset=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Bild_UR4.21_Normative-Ordnungen_Wiggershaus.jpg 650w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Bild_UR4.21_Normative-Ordnungen_Wiggershaus-300x300.jpg 300w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Bild_UR4.21_Normative-Ordnungen_Wiggershaus-150x150.jpg 150w\" sizes=\"(max-width: 145px) 100vw, 145px\" \/><\/a><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-background\" style=\"background-color:#eeeeee\"><strong>Dr. Rolf Wiggershaus<\/strong> ist Philosoph und Publizist, er ist als Historiker der Frankfurter Schule bekannt geworden. Seine Studie \u00fcber ihre Geschichte und Bedeutung sowie seine Einf\u00fchrungen \u00fcber Theodor W. Adorno, Max Horkheimer und J\u00fcrgen Habermas gelten als Standardwerke. (Foto: Renate Wiggershaus)<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><em><strong>Dieser Beitrag ist in der&nbsp;<a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.unireport.info\/102989439.pdf\" target=\"_blank\">Ausgabe 4\/2021<\/a>&nbsp;(PDF)&nbsp;des UniReport&nbsp;erschienen.<\/strong><\/em><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Rolf Wiggershaus Lang ist die Liste der im Laufe der Jahrhunderte unternommenen Versuche, das Wesen des Menschen, das f\u00fcr die menschliche Gattung Spezifische zu bestimmen. 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