{"id":54553,"date":"2022-02-11T15:24:08","date_gmt":"2022-02-11T14:24:08","guid":{"rendered":"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/?p=54553"},"modified":"2022-04-10T14:31:09","modified_gmt":"2022-04-10T12:31:09","slug":"erziehung-nach-auschwitz-in-einer-pluralen-gesellschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/en\/forschung\/erziehung-nach-auschwitz-in-einer-pluralen-gesellschaft\/","title":{"rendered":"Erziehung nach Auschwitz in einer pluralen Gesellschaft"},"content":{"rendered":"<p><strong>Prof. Dr. Wolfgang Meseth ist seit April 2021 Professor f\u00fcr Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Erziehung, Politik und Gesellschaft (W3) an der Goethe-Universit\u00e4t Frankfurt. Einen besonderen Fokus seiner Forschung bildet das Themenfeld einer \u00bbErziehung nach Auschwitz\u00ab (Adorno), die erziehungswissenschaftliche Erforschung ihrer schulischen und au\u00dferschulischen Praxis sowie die p\u00e4dagogische Rezeption und Wirkung der von Theodor W. Adorno gepr\u00e4gten Formulierung bis heute. Mit dem UniReport hat er \u00fcber die gro\u00dfen Herausforderungen f\u00fcr die schulische Vermittlung des Nationalsozialismus und des Holocaust, aber auch anderer aktueller Kontroversen bis hin zu Verschw\u00f6rungstheorien gesprochen.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-full\"><a href=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Beitragsbild_UR-1.22_Wolfgang-Meseth.jpg\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"650\" height=\"450\" src=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Beitragsbild_UR-1.22_Wolfgang-Meseth.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-54554\" srcset=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Beitragsbild_UR-1.22_Wolfgang-Meseth.jpg 650w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Beitragsbild_UR-1.22_Wolfgang-Meseth-300x208.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 650px) 100vw, 650px\" \/><\/a><figcaption>Prof. Dr. Wolfgang Meseth. Foto: Privat<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-drop-cap\">Seit dem Fr\u00fchjahr 2021 ist Wolfgang Meseth Professor an der Goethe-Universit\u00e4t. Der Erziehungswissenschaftler war vorher unter anderem an den Universit\u00e4ten in Marburg, Mainz und Koblenz-Landau t\u00e4tig, ist aber ein richtiges \u201eEigengew\u00e4chs\u201c der Goethe-Universit\u00e4t: Hier hat er studiert und \u00fcber Adorno promoviert. Meseth ist sogar ein Frankfurter Bub und hier zur Schule gegangen. Befragt nach seiner wissenschaftlichen Pr\u00e4gung, kommt er gleich auf die Frankfurter Schule zu sprechen: \u201eIch habe mich sowohl in der Soziologie als auch in der P\u00e4dagogik intensiv mit der Kritischen Theorie auseinandergesetzt. Ich musste dann feststellen, dass es auf der einen Seite den kulturkritischen Adorno gibt, auf der anderen Seite aber auch den eher erziehungsoptimistischen Adorno. Dieser Optimismus zeigt sich in Adornos ber\u00fchmten Vortr\u00e4gen im Hessischen Rundfunk, zu denen auch der Vortrag \u201aErziehung nach Auschwitz\u2018 z\u00e4hlt, insbesondere aber auch an der p\u00e4dagogischen Rezeption dieses Vortrags\u201c, erkl\u00e4rt Meseth. Im 2014 gesprengten AfE-Turm ist Meseth, in der Besch\u00e4ftigung mit den Verwerfungen der Moderne, gewisserma\u00dfen wissenschaftlich gro\u00df geworden: In der Soziologie dominierte der eher kulturkritische Blick auf die Welt; wenn er dann zur P\u00e4dagogik in den 5. Stock wechselte, schien die Welt wieder in Ordnung. Dieser Gegensatz hat ihn dazu veranlasst, sich n\u00e4her mit der Rezeption von Adornos Auschwitz-Aufsatz zu besch\u00e4ftigen. Im Zentrum stand hierbei die Frage, \u201ewie sich nach 1945 der Umgang mit dem Nationalsozialismus und dem Holocaust zu einem p\u00e4dagogischen Thema entwickeln hat\u201c. Adorno sei im Nachhinein betrachtet zum Stichwortgeber einer ganzen Generation von P\u00e4dagog*innen nach 1968 geworden. Trotz der Verwerfungen, die der Holocaust f\u00fcr die Idee der Aufkl\u00e4rung hinterlassen hat, finde man bei Adorno mit dem Subjekt einen letzten Fluchtpunkt f\u00fcr Gesellschaftsver\u00e4nderung und die Gestaltung einer besseren Welt. Das darin zum Ausdruck kommende enge Verh\u00e4ltnis von Politik und P\u00e4dagogik sieht Meseth bereits in Platons \u201ePoliteia\u201c, aber auch sp\u00e4ter bei modernen Denkern wie Jean-Jacques Rousseau und John Locke. Alle bauten auf der Idee eines politischen Gemeinwesens auf, die Idee eines guten Lebens, dessen subjektive Voraussetzungen Erziehung gew\u00e4hrleisten soll. \u201eAls Kind der Moderne favorisiert die P\u00e4dagogik Theorien, die Subjekte und Gesellschaftsver\u00e4nderung in ein enges Verh\u00e4ltnis setzen.\u201c Wie man das Subjekt gewisserma\u00dfen \u201ebewirtschaften\u201c kann, um es f\u00fcr das Gemeinwesen anschlussf\u00e4hig zu machen, geh\u00f6re, so Meseth, zu den gro\u00dfen Projekten der Moderne, dessen Folgen er erziehungswissenschaftlich aufkl\u00e4ren m\u00f6chte. Man merkt bei der Verwendung bestimmter Begriffe und Konzepte, dass Meseth nicht nur von der Kritischen Theorie, sondern auch von der Systemtheorie Luhmann\u2019scher Pr\u00e4gung beeinflusst wurde.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach der Dissertation hat sich Meseth dann vor allem damit besch\u00e4ftigt, wie das Thema Nationalsozialismus im Geschichtsunterricht und in au\u00dferschulischen Einrichtungen vermittelt wird. \u201eEs stellt sich dabei die Frage, ob die hohen politisch-moralischen Erwartungen an die Vermittlung des Themas im Unterricht realisiert werden k\u00f6nnen. Es geht ja nicht nur um die Vermittlung von Wissen, sondern auch um M\u00fcndigkeit.\u201c Meseth sieht in der Vermittlung des Themas Nationalsozialismus und Holocaust einen besonderen Fall des Verh\u00e4ltnisses von Erziehung und Politik. Besonders Themen, die gesellschaftlich kontrovers verhandelt werden, stellten die P\u00e4dagogik vor hohe Herausforderungen: Weil sie letztlich nicht k\u00f6nne, was sie solle, n\u00e4mlich auf Menschen absichtsvoll einwirken, um deren moralische Dispositionen treffsicher zu ver\u00e4ndern. Zudem seien ihre Mittel normativ begrenzt. Sie k\u00f6nne nicht jedes Mittel einsetzen, wenn sie nicht wie Indoktrination, Propaganda oder Werbung wirken wolle.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"pluralisierung-von-perspektiven\">Pluralisierung von Perspektiven<\/h3>\n\n\n\n<p>In einer Gesellschaft, die sich in den letzten Dekaden stark ver\u00e4ndert hat, die bunter und diverser geworden ist, stellen sich die Fragen noch einmal anders, sagt Meseth: \u201eF\u00fcr mich stellt sich als Erziehungswissenschaftler auf der einen Seite die Frage, wie ich diese Dynamiken, die sich jetzt beispielsweise durch eine Pluralisierung von Perspektiven auf die Geschichte des Nationalsozialismus einstellen, im Unterricht untersuchen kann. Was kommt denn eigentlich durch unterschiedliche biografische und herkunftsbedingte Erfahrungen neu in den Unterricht hinein und erzeugt dann f\u00fcr die Lehrkraft die Herausforderungen, diese oft konfligierenden Perspektiven zu moderieren?\u201c Der Schulunterricht sei immer auch ein Resonanzboden f\u00fcr gesellschaftliche Kontroversen und Konflikte. Wenn man heute \u00fcber die Impfdebatte im Unterricht spreche, m\u00fcsse man sich als Lehrkraft auch schon mal zu den trivialen NS-Vergleichen, die von den sogenannten Querdenkern gezogen werden, verhalten. Aber nicht nur in diesem Kontext, auch durch die Transnationalisierung der Holocaust-Erinnerung, werden Vergleiche wahrscheinlicher. \u201eWenn im Geschichtsunterricht zur NS-Geschichte pl\u00f6tzlich jemand die Frage stellt, warum denn nur der Holocaust und nicht auch ein Thema wie \u201aV\u00f6lkermord an den Armeniern\u2018 im Unterricht behandelt werde, ist fachliches Detailwissen und situatives Handeln gefordert.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>In einem Aufsatz hat sich Meseth mit dem Historikerstreit auseinandergesetzt, der in Deutschland f\u00fcr eine gewisse Tabuisierung bestimmter Aspekte im Umgang mit der NS-Vergangenheit gesorgt habe. Durch Transnationalisierungs- und Migrationsprozesse, aber auch durch eine Digitalisierung des Erinnerungsthemas, st\u00fcnden heute viele Themen in Konkurrenz mit dem Narrativ der Bundesrepublik. Dies br\u00e4chten Migrant*innen mitunter mit in die p\u00e4dagogischen Gespr\u00e4che hinein; da bed\u00fcrfe es eines hohen Ma\u00dfes an p\u00e4dagogischer Professionalit\u00e4t. \u201eLehrkr\u00e4fte m\u00fcssen diskursfest und diskurssicher sein, um in solchen Konstellationen souver\u00e4n zu agieren. Das m\u00f6chte ich erforschen: in unterschiedlichen Kontexten, schulisch, aber auch au\u00dferschulisch.\u201c Jede neue Sch\u00fcler*innen-Generation verhalte sich nicht nur affirmativ zu dem, was die Erwachsenengeneration ihnen vorlebe und f\u00fcr selbstverst\u00e4ndlich halte, sondern auch im Modus einer sich absetzenden, distanzierenden Aneignung. \u201eWir sehen heute einen Wandel des Unterrichts von einem klassischen, mehr lernzentrierten Frontalunterricht zu einem differenzierenden, individualisierenden Unterricht. Auf der einen Seite besteht der p\u00e4dagogische Anspruch, individualisierend auf Einzelpersonen einzuwirken und deren Aneignungsverhalten zu verbessern. Auf der anderen Seite gilt nat\u00fcrlich weiter das Gebot der Standardisierung von Wissen mit Blick auf die Zertifizierung der erbrachten Leistung in der Form von Noten. Dieses Spannungsfeld von p\u00e4dagogisch forcierter Individualisierung und bildungspolitischer Standardisierung gilt f\u00fcr alle fachlichen Vermittlungsprozesse.\u201c Im Unterricht, der politisch-moralische Themen, wie etwa die NS-Geschichte beinhaltet, spitzt sich dieses Spannungsfeld zu.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"unterricht-als-emergentes-interaktionssystem\">Unterricht als emergentes Interaktionssystem<\/h3>\n\n\n\n<p>Dass das Thema Meinungsfreiheit heute in der \u00d6ffentlichkeit und selbst in der Wissenschaft so leidenschaftlich, mitunter auch unerbittlich diskutiert wird, ist f\u00fcr Meseth zuerst einmal eine Herausforderung des politischen Systems. Doch im schulischen Unterricht stelle sich die Situation noch viel herausfordernder dar, sagt er: \u201eAls Lehrkraft ist man immer zuerst einmal darauf bedacht, p\u00e4dagogisch zu agieren, das hei\u00dft, die Sch\u00fcler* innen werden, wenn sie eine extreme oder abweichende Meinung kundtun, nicht einfach politisch angegangen oder gar aus dem Unterrichtsgespr\u00e4ch ausgeschlossen. Man setzt immer voraus, dass Sch\u00fcler*innen noch nicht sind, was sie werden sollen. Man gibt ihnen daher Spielraum, sich zu ver\u00e4ndern. Das macht p\u00e4dagogisches Handeln so anspruchsvoll, weil immer zwischen p\u00e4dagogischen und politischen Interventionen unterschieden werden muss: Steht ein bestimmter provozierender Kommentar zum Nationalsozialismus f\u00fcr eine gewisse Naivit\u00e4t oder ist es strategisches Kalk\u00fcl? Kann ich das erst einmal im Raum stehen lassen oder muss ich tats\u00e4chlich mal in medias res gehen mit der Sch\u00fclerin oder dem Sch\u00fcler?\u201c Der schulische Unterricht, hier merkt man Wolfgang Meseth die intensive Besch\u00e4ftigung mit der Systemtheorie an, ist f\u00fcr ihn auch an dieser Stelle ein kontingenter emergenter Prozess der Wissenserzeugung. Wenn man sich als Lehrkraft mit Stereotypen, Verschw\u00f6rungstheorien und anderen nicht wahrheitsbezogenen Meinungen auseinandersetze, um sie in guter Absicht als argumentativ nicht haltbare Positionen auszuweisen, m\u00fcsse man diese oft \u00fcberhaupt erst einmal aufrufen. Damit seien sie aber in der Welt und f\u00fchrten dann m\u00f6glicherweise im Unterricht und dar\u00fcber hinaus ihr Eigenleben. \u201eDer Unterricht ist ja kein Transferprozess, sondern ein hochdynamisches Interaktionssystem, das man zwar in der p\u00e4dagogischen Planung als kontrollierbar behandelt, das aber immer auch Wissen produziert, das man nicht voraussehen kann.\u201c Der Erziehungswissenschaftler ist nicht der Meinung, dass sich im Zeitalter des Internets und Social Media die Lage komplett ver\u00e4ndert habe. Eine f\u00fcr die Schule herausfordernde Pluralisierung der Wissensbez\u00fcge war beispielsweise auch schon in den 1970er-Jahren ein \u00f6ffentliches Thema: \u201eDamals gab es eine gro\u00dfe Kontroverse in der Geschichtsdidaktik dar\u00fcber, dass \u00fcber die sogenannten \u201am\u00e4chtigen Miterzieher\u2018 \u2013 also Kirche, Familie und Freunde \u2013 krudes und p\u00e4dagogisch nicht kontrolliertes Wissen \u00fcber die NS-Zeit in den Unterricht hineingetragen wurde.\u201c Sicherlich habe sich aber heute die Geschwindigkeit, mit der dieses geschehe, durch digitale Medien erh\u00f6ht. \u201eWenn mit dem Smartphone ein YouTube-Video mit fragw\u00fcrdigen Inhalten eingespielt wird, kann das die Autorit\u00e4t der Institution Schule und der Lehrkraft schon untergraben.\u201c<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"projekte-und-kooperationen\">Projekte und Kooperationen<\/h3>\n\n\n\n<p>Meseth m\u00f6chte langfristig ein Lehr- und Lernforum \u201eErziehung nach Auschwitz\u201c auf die Beine zu stellen. Dieses soll auf der einen Seite Forschung zur Vermittlung der NS-Geschichte beinhalten. Auf der anderen Seite soll die Forschung dann in die Lehrer*innenbildung einflie\u00dfen. \u201eIch m\u00f6chte zum einen, dass Lehramtsstudierende am Ende des Studiums \u00fcber profundes Wissen in den Handlungsfeldern der Erinnerungsp\u00e4dagogik verf\u00fcgen, damit sie diese gesellschaftlichen Konflikte, so wie sie sich auch im Unterricht materialisieren, einfangen k\u00f6nnen. Angesprochen werden sollen zum anderen aber auch jene Lehrende, die sich vielleicht gar nicht selber mit dem Thema Nationalsozialismus besch\u00e4ftigen, aber gleichwohl damit im schulischen Alltag konfrontiert werden. Schulunterricht ist eingebettet in politisierte Erinnerungsdiskurse, die grunds\u00e4tzlich in allen p\u00e4dagogischen Kontexten virulent werden k\u00f6nnen.\u201c Meseth hat bereits auch schon Kontakt gekn\u00fcpft mit wichtigen erinnerungspolitischen Playern in Frankfurt: mit dem Historischen Museum, mit dem Studienkreis Deutscher Widerstand, der Begegnungsst\u00e4tte Anne Frank und der neugegr\u00fcndeten J\u00fcdischen Akademie.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Augenblick ist Wolfgang Meseth auch noch dabei, ein Forschungsprojekt zum Thema Inklusion abzuschlie\u00dfen. \u201eIch untersuche, wie die UN-Behindertenrechtskonvention in das p\u00e4dagogische Programm gewisserma\u00dfen eingewandert ist und in p\u00e4dagogische Praktiken umgesetzt wird.\u201c Und der Erziehungswissenschaftler hat noch weitere hochaktuelle Themen in der Pipeline: Im Rahmen der Wissenschaftsforschung m\u00f6chte er untersuchen, wie das Fach Erziehungswissenschaft als wissenschaftliche Disziplin \u00fcberhaupt entstanden ist. \u201eDas Fach ist eine recht junge Disziplin, erst in den 1920er Jahren aus dem Geiste des Anspruchs einer Akademisierung der Lehrerbildung, d. h. auch als politisch motiviertes Projekt entstanden. Die Erziehungswissenschaften hatten immer Probleme damit, sich von anderen, bereits etablierten F\u00e4chern wie der Psychologie und der Soziologie abzugrenzen. Untersucht werden soll unter anderem auch, welche Methoden in ihr zur Anwendung gekommen sind, wie sie sich von einer Geisteswissenschaft zu einer empirischen Sozialwissenschaft entwickelt hat.\u201c<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Dieser Beitrag ist in der&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.unireport.info\/112735018.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Ausgabe 1\/2022 (PDF)<\/a> des UniReport&nbsp;erschienen.&nbsp;<\/strong><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Prof. Dr. Wolfgang Meseth ist seit April 2021 Professor f\u00fcr Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Erziehung, Politik und Gesellschaft (W3) an der Goethe-Universit\u00e4t Frankfurt. 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