{"id":60615,"date":"2022-07-20T11:13:55","date_gmt":"2022-07-20T09:13:55","guid":{"rendered":"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/?p=60615"},"modified":"2022-07-20T11:16:21","modified_gmt":"2022-07-20T09:16:21","slug":"wenn-der-rationalist-die-vorstellungskraft-bemueht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/en\/forschung\/wenn-der-rationalist-die-vorstellungskraft-bemueht\/","title":{"rendered":"Wenn der Rationalist die Vorstellungskraft bem\u00fcht"},"content":{"rendered":"<p><strong>Michael A. Rosenthal, Professor f\u00fcr J\u00fcdische Philosophie an der University of Toronto, ist gegenw\u00e4rtig Fellow am Forschungskolleg Humanwissenschaften. Er forscht unter anderem zur Philosophie Spinozas.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-full\"><a href=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Beitragsbild_UR-4.22_Rosenthal.jpg\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"650\" height=\"450\" src=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Beitragsbild_UR-4.22_Rosenthal.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-60617\" srcset=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Beitragsbild_UR-4.22_Rosenthal.jpg 650w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Beitragsbild_UR-4.22_Rosenthal-300x208.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 650px) 100vw, 650px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<div style=\"height:10px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><strong><em>UniReport: Herr Prof. Rosenthal, was ist eigentlich j\u00fcdische Philosophie, wie und wor\u00fcber l\u00e4sst sie sich definieren?<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><em>Michael A. Rosenthal: <\/em>Der Schwerpunkt meiner Arbeit liegt auf dem Philosophen Baruch (oder Benedikt) Spinoza (1632\u20131677). Die beiden Formen seines Vornamens im Hebr\u00e4ischen und im Lateinischen symbolisieren die doppelte Beziehung, die er sowohl zu seiner j\u00fcdischen als auch zu seiner christlichen intellektuellen Tradition hat. Niemand ist sich wirklich einig dar\u00fcber, was \u201ej\u00fcdische Philosophie\u201c ist. Selbst in ihrer klassischen Form w\u00e4hrend des Mittelalters war umstritten, was genau gemeint ist. Moses Maimonides (1138\u20131204), der sp\u00e4ter als vorbildlicher j\u00fcdischer Philosoph gepriesen wurde, wurde von vielen angegriffen, weil er das, was als fremde Ideen der Griechen angesehen wurde, in den Kern der j\u00fcdischen Tradition einf\u00fchrte. Spinoza folgt Maimonides in mancher Hinsicht, greift ihn aber auch ganz direkt an. Die Tatsache, dass Spinoza aus seiner eigenen Gemeinde in Amsterdam verbannt wurde \u2013 angeblich wegen seiner Kritik an den traditionellen rabbinischen Lehren, insbesondere in Bezug auf die heiligen Texte, wie die Bibel \u2013, verkompliziert die Sache. Kann man ihn als \u201ej\u00fcdischen\u201c Philosophen bezeichnen, wenn seine eigenen Leute seine Ansichten nicht akzeptierten und ihn f\u00fcr einen Ketzer hielten? Einige sp\u00e4tere j\u00fcdische Denker begr\u00fc\u00dften seine Philosophie als Vorboten eines modernen Judentums, aber andere, vor allem Hermann Cohen \u2013 der erste Jude, der einen Lehrstuhl f\u00fcr Philosophie an einer deutschen Universit\u00e4t innehatte \u2013 betrachteten ihn weiterhin als einen Verr\u00e4ter an der j\u00fcdischen Tradition und als eine Bedrohung. Seine Philosophie war auch in der breiteren europ\u00e4ischen Intelligenz umstritten. Viele christliche Denker hielten ihn f\u00fcr einen gef\u00e4hrlichen Atheisten, obwohl er von dem deutschen Romantiker Novalis als \u201eGott betrunkener\u201c Denker verehrt wurde. War er ein moderner Denker, der die j\u00fcdische Tradition erneuern und modernisieren konnte, oder war er ein zerst\u00f6rerischer Radikaler? Diese komplexe und manchmal widerspr\u00fcchliche Rezeption von Spinozas Werken ist f\u00fcr mich der Grund, warum er eine Schl\u00fcsselfigur f\u00fcr das Problem der modernen j\u00fcdischen Philosophie ist.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:10px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><strong><em>Als j\u00fcdischer Forscher werden Sie sicherlich h\u00e4ufig zu Aspekten des Judentums und der j\u00fcdischen Kultur befragt, vor allem angesichts des Antisemitismus, der leider in einigen L\u00e4ndern wieder aufgeflammt ist. Ist das f\u00fcr Sie ein Thema, mit dem Sie sich selbst auch wissenschaftlich besch\u00e4ftigen?<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ich interessiere mich in erster Linie f\u00fcr die Analyse und Interpretation von philosophischen Texten. Aber es ist mir klar, dass Texte nicht ohne Weiteres unabh\u00e4ngig von ihrem Kontext sind. In der heutigen Zeit taucht das Problem des Antisemitismus h\u00e4ufig auf, sowohl in meiner Forschung als auch in der Politik der Universit\u00e4t. Als ich beispielsweise das Vorwort zu der k\u00fcrzlich erschienenen Neuauflage der englischen \u00dcbersetzung von Hans Vaihingers \u201ePhilosophie des Als Ob\u201c (\u201eThe Philosophy of \u201aAs If\u2018\u201c, Routledge 2021) schrieb, stellte ich fest, dass dieser Philosoph in die Politik seiner Zeit, der 1920er-Jahre, verwickelt war: Als Gr\u00fcnder der angesehenen Zeitschrift Kant-Studien wurde Vaihinger in einen Streit \u00fcber das Erbe Kants verwickelt. Pers\u00f6nlichkeiten wie Bruno Bauch, der Mitherausgeber der Zeitschrift war, und Martin Heidegger waren besorgt dar\u00fcber, dass der \u201ewahre\u201c deutsche Charakter von Kants Denken durch Interpreten wie Ernst Cassirer verzerrt wurde, dem sie vorwarfen, Kants Ideen \u201everjudet\u201c (so der Begriff Heideggers) zu haben. Vaihinger schlug sich auf die Seite Cassirers, und Bauch verlie\u00df den Verlag, um seine eigene Zeitschrift zu gr\u00fcnden. Obwohl er selbst kein Jude war, wurde Vaihinger von rechten Propagandisten zynisch als Jude abgestempelt. Diese nationalistischen Denkstr\u00f6mungen triumphierten schlie\u00dflich an den deutschen Universit\u00e4ten, bis die milit\u00e4rische Niederlage ihre Herrschaft beendete. Leider haben die dunklen Seiten der Geistesgeschichte nicht an Anziehungskraft verloren, auch wenn liberales und kosmopolitisches Denken seit dem Zweiten Weltkrieg an Einfluss gewonnen hat. Figuren wie Heidegger und Carl Schmitt sind heute noch immer einflussreich, sowohl auf der rechten als auch auf der linken Seite. Auch sind die Universit\u00e4ten, zumindest in Nordamerika, zunehmend politisiert. Dort sind Kampagnen, die zum Boykott Israels und aller Personen aufrufen, die mit Israel in Verbindung stehen, weit verbreitet. Diese Kampagnen werden oft einfach mit \u201eWiderstand gegen den Siedlerkolonialismus\u201c begr\u00fcndet oder mit der Angst vor einem angeblich wachsenden j\u00fcdischen Einfluss und j\u00fcdischem Geld usw. gerechtfertigt. F\u00fcr diejenigen, die sich der deutschen Geschichte bewusst sind, sind die Ankl\u00e4nge an den Antisemitismus der Vergangenheit in diesen schrillen Kampagnen leicht zu erkennen, aber das gilt nicht f\u00fcr alle. Die Juden selbst sind heute in einigen dieser Fragen erbittert zerstritten. Es sollte nat\u00fcrlich erlaubt sein, Israel f\u00fcr seine Politik zu kritisieren, aber selbst wenn Boykotte in einigen Bereichen gerechtfertigt sein k\u00f6nnen, sind sie meiner Meinung nach an Universit\u00e4ten selten bis nie angebracht, und wir sollten besonders vorsichtig sein, sie gegen j\u00fcdische Einrichtungen einzusetzen, gerade wegen der Geschichte und des aktuellen Wiederauflebens des Hasses. Als Jude und jemand, der versucht, die eher kosmopolitische Tradition j\u00fcdischen Denkens fortzusetzen, die ihre Wurzeln in Deutschland hat, besteht die Herausforderung darin, die Philosophie und ihre Begriffe in unserem komplexen sozialen Umfeld sowohl kritisch als auch reflektierend zu nutzen.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:10px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><strong><em>Sie wollen nachweisen, dass Spinoza den aus der mittelalterlichen Philosophie stammenden Begriff der Analogie in seine Theorie der Imagination transformiert. Andere Interpreten haben dagegen behauptet, dass Spinoza den Begriff der Analogie in seinem alten Werk gel\u00f6scht hat. Warum ist die Analogie Ihrer Meinung nach so wichtig f\u00fcr die Erkl\u00e4rung von Spinozas Philosophie?<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Obwohl meine gegenw\u00e4rtige Forschung \u00fcber das Wesen und die Funktion der Einbildungskraft in Spinozas Philosophie recht weit von diesen praktischen Anliegen entfernt zu sein scheint, halte ich sie f\u00fcr sehr relevant. Spinozas grundlegendes Bekenntnis zur Vernunft machte ihn sowohl zum Optimisten als auch zum Pessimisten. Er war optimistisch, weil er glaubte, dass die Vernunft ein wesentlicher Bestandteil der Welt ist und dass wir durch das Nachdenken \u00fcber die Welt grundlegende Einsichten in diese gewinnen k\u00f6nnen. Er war pessimistisch, weil die Vernunft uns lehrt, dass unsere Macht endlich ist und unsere F\u00e4higkeit, rational zu denken und zu handeln, daher sehr begrenzt ist. Das Ergebnis dieses Paradoxons ist, dass ein Rationalist die unvermeidliche Pr\u00e4senz unserer nicht so rationalen Ideen und Gef\u00fchle zugeben muss, die Spinoza ganz allgemein als \u201ePhantasie\u201c beschreibt. Anstatt sich von diesen weniger rationalen Aspekten der Welt abzuwenden, versuchte Spinoza, sie zu verstehen, was zu faszinierenden Analysen unserer Gef\u00fchle, religi\u00f6sen \u00dcberzeugungen und politischen Strukturen f\u00fchrte. In meiner aktuellen Arbeit m\u00f6chte ich erforschen, was ich als den Bereich der kognitiven und praktischen Strukturen betrachte, die zwischen wahrer Vernunft und falschen T\u00e4uschungen liegen. Die Vorstellungskraft eines Rationalisten ist das, was mich im Moment interessiert.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:10px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><strong><em>Sie forschen auf Einladung des Instituts f\u00fcr Religionsphilosophische Forschung (IRF) an der Goethe-Universit\u00e4t und am Forschungskolleg Humanwissenschaften. Wie empfinden Sie die Zusammenarbeit?<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Goethe-Universit\u00e4t ist f\u00fcr mich ein idealer Ort, um meine Interessen zu pflegen und zu entwickeln. Mit meinem Gastgeber Prof. Thomas Schmidt, dessen Arbeiten zu Religion und politischer Philosophie in der Geschichte der modernen Philosophie, insbesondere Hegels, verankert sind, verbindet mich eine langj\u00e4hrige Zusammenarbeit. Ich habe von seiner Arbeit \u00fcber S\u00e4kularisierung und Pragmatismus gelernt. Ich genie\u00dfe die Gespr\u00e4che mit Theologen, und er hat mich mit seinen vielen Studierenden und Kollegen bekannt gemacht, wie Prof. Annette Langner-Pitschmann, Prof. Heiko Schulz und Prof. Markus Wriedt, die mich in ihren Kursen und Workshops willkommen gehei\u00dfen haben. Ich bin begeistert, mit Prof. Martin Saar, einem der f\u00fchrenden Spinoza-Forscher und politischen Philosophen, sprechen zu k\u00f6nnen. Meine Arbeit \u00fcber religi\u00f6se Toleranz hat enorm von der Lekt\u00fcre der Arbeiten von Prof. Rainer Forst profitiert, und er war immer ein gro\u00dfz\u00fcgiger Gespr\u00e4chspartner. Prof. Christian Wiese ist einer der weltweit f\u00fchrenden Gelehrten des modernen deutsch-j\u00fcdischen Denkens. Ich habe von ihm viel \u00fcber Themen gelernt, die mit meiner eigenen Arbeit zusammenh\u00e4ngen, und ich konnte von mehreren der vielen interessanten Veranstaltungen profitieren, die er organisiert hat. Und ich hatte das Gl\u00fcck, Prof. Matthias Lutz-Bachmann, den derzeitigen Direktor des Forschungskollegs Humanwissenschaften, kennenzulernen, der einfach ein Vorbild an philosophischer Forschung und Dialog ist. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Forschungskollegs und des IRF haben mich in jeglicher Hinsicht unterst\u00fctzt, dadurch war mein Aufenthalt hier ebenso produktiv wie auch angenehm. Am Forschungskolleg genie\u00dfe ich die Gespr\u00e4che mit den anderen Fellows, vor allem mit den j\u00fcngeren, die mir Einblicke in neue Forschungsrichtungen geben. Viele meiner Frankfurter Kollegen haben im Laufe der Jahre die University of Washington in Seattle besucht, an der ich fr\u00fcher gearbeitet habe, und ich hoffe, diesen internationalen Austausch auch in Toronto fortsetzen zu k\u00f6nnen, wo ich jetzt lehre. Ich denke, dass die \u201eFrankfurter Schule\u201c unter den vielen Studierenden von J\u00fcrgen Habermas immer noch lebendig ist, und es ist sehr wichtig, diesen Geist der kritischen Untersuchung mit Studierenden und Dozierenden in Nordamerika zu teilen.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:10px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><strong><em>Sie sind auch im Gespr\u00e4ch mit Studierenden des Masterstudiengangs Religionsphilosophie. Wie waren Ihre Erfahrungen?<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ich hatte mittlerweile die Gelegenheit, mich mit Studierenden zu treffen \u2013 nach meiner \u00f6ffentlichen Vorlesung und ebenso im Rahmen eines Workshops, der vom IRF gef\u00f6rdert wurde. Ich werde mich in den n\u00e4chsten Wochen weiter mit ihnen treffen, um \u00fcber Maimonides zu sprechen. Wie schon bei meinen fr\u00fcheren Forschungsaufenthalten an der Goethe-Universit\u00e4t habe ich die Erfahrung gemacht, dass die Studierenden hier sehr offen und neugierig auf meine Arbeit und meine Interessen sind. Es gibt ein starkes Gef\u00fchl daf\u00fcr, dass Deutschland ein \u00fcberwiegend christliches Land ist, aber es gibt auch eine zunehmende Erkenntnis, dass dies eine Gesellschaft ist, die immer multikultureller wird und dass verschiedene religi\u00f6se Perspektiven in diesem institutionellen Rahmen vertreten und diskutiert werden m\u00fcssen. Beeindruckt haben mich auch die internationalen Studierenden, die hierherkommen, um zu studieren, und die anschlie\u00dfend ihre Erfahrungen und ihr Wissen in ihre eigene Gesellschaft mitnehmen. Die Idee einer globalisierten kritischen Theorie ist nicht nur dem Namen nach wichtig, sondern auch in der Praxis.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:10px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><strong><em>Sie waren schon mehrmals an der Goethe-Universit\u00e4t. Was gef\u00e4llt Ihnen hier?<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Was mir nicht gef\u00e4llt, ist, dass das Englisch von allen zu gut ist! Ich habe im Laufe der Jahre hart daran gearbeitet, mein Deutsch zu verbessern, das ich erst relativ sp\u00e4t in meiner Karriere ernsthaft gelernt habe, aber es ist schwer, hier an der Universit\u00e4t eine Gelegenheit zu finden, es anzuwenden und mich besser auszudr\u00fccken. Ich besuche gerne die Museen in Frankfurt, st\u00f6bere in Buchl\u00e4den und lese die Zeitungen. Es ist sogar schon vorgekommen, dass ich ein oder zwei Spiele von Eintracht Frankfurt besucht habe. Ich wohne jetzt in dem wohlhabenden und idyllischen Vorort Bad Homburg. Bei dem sch\u00f6nen Wetter im Sommer kann ich bei ausgedehnten Spazierg\u00e4ngen im Park und im Wald der verehrten \u00dcbung des Denkens nachgehen. Ich bin einfach dankbar und gl\u00fccklich, hier zu sein!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\"><em>Questions: Dirk Frank<\/em><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Michael A. Rosenthal, Professor f\u00fcr J\u00fcdische Philosophie an der University of Toronto, ist gegenw\u00e4rtig Fellow am Forschungskolleg Humanwissenschaften. Er forscht unter anderem zur Philosophie Spinozas. 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