{"id":71310,"date":"2023-06-26T14:46:00","date_gmt":"2023-06-26T12:46:00","guid":{"rendered":"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/?p=71310"},"modified":"2025-02-20T12:19:51","modified_gmt":"2025-02-20T11:19:51","slug":"gut-vernetzt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/en\/forschung-frankfurt\/gut-vernetzt\/","title":{"rendered":"Gut vernetzt"},"content":{"rendered":"<h4 class=\"wp-block-heading\">Wie sich Netzwerke besser verstehen und erzeugen lassen<\/h4>\n\n\n\n<div style=\"height:40px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group alignfull is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained\">\n<div class=\"wp-block-cover alignfull is-light has-custom-content-position is-position-bottom-center\" style=\"min-height:550px;aspect-ratio:unset;\"><span aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-cover__background has-background-dim-10 has-background-dim\"><\/span><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"2560\" height=\"1707\" class=\"wp-block-cover__image-background wp-image-71550\" alt=\"\" src=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/AufmacherNetz_1286055892_c_YuichiroChino_GettyImages_RZ-scaled.jpg\" data-object-fit=\"cover\" srcset=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/AufmacherNetz_1286055892_c_YuichiroChino_GettyImages_RZ-scaled.jpg 2560w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/AufmacherNetz_1286055892_c_YuichiroChino_GettyImages_RZ-300x200.jpg 300w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/AufmacherNetz_1286055892_c_YuichiroChino_GettyImages_RZ-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/AufmacherNetz_1286055892_c_YuichiroChino_GettyImages_RZ-768x512.jpg 768w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/AufmacherNetz_1286055892_c_YuichiroChino_GettyImages_RZ-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/AufmacherNetz_1286055892_c_YuichiroChino_GettyImages_RZ-2048x1365.jpg 2048w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/AufmacherNetz_1286055892_c_YuichiroChino_GettyImages_RZ-18x12.jpg 18w\" sizes=\"(max-width: 2560px) 100vw, 2560px\" \/><div class=\"wp-block-cover__inner-container is-layout-flow wp-block-cover-is-layout-flow\">\n<p class=\"has-text-align-left has-white-color has-text-color has-medium-font-size\"><\/p>\n<\/div><\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<div style=\"height:40px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Das Gebiet der synthetischen Netzwerke boomt. Mithilfe solcher im Computer simulierten Netze werden heute so unterschiedliche Dinge wie die Verkn\u00fcpfung der Neuronen im Gehirn, der Daten\u00adverkehr im Internet oder Stromnetze untersucht. Ein Forscherteam um Ulrich Meyer vom Institut f\u00fcr Informatik der Goethe-Universit\u00e4t hat nun Standardverfahren zur Erstellung solcher Netze einen wichtigen Schritt vorangebracht.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:40px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p>Unser ganzes Leben ist eingebettet in die unterschiedlichsten Arten von Netzwerken. Dazu z\u00e4hlen nicht nur die sozialen Beziehungen, die heute \u00fcber die sozialen Medien von Algorithmen mitbestimmt werden. Die Produkte, die wir f\u00fcr unseren Lebensunterhalt kaufen, ben\u00f6tigen ein komplexes Geflecht aus Stoffstr\u00f6men und Logistik, bevor sie im Regal landen. Auch der elektrische Strom aus unserer Steckdose h\u00e4ngt an einem komplexen Netz, das mit dem Ausbau erneuerbarer Energien laufend erweitert und umgestaltet wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Je komplexer Netzwerke sind, desto schwerer l\u00e4sst sich vorhersagen, wie sich Informationen verbreiten oder wie sich Schwankungen oder St\u00f6rungen auf den Fluss von Waren oder Strom auswirken. Weil die Grundstruktur aller Netze jedoch gleich ist \u2013 sie bestehen aus \u00adElementen (Knoten), die \u00fcber Verbindungen (Kanten) miteinander verkn\u00fcpft sind \u2013, k\u00f6nnen alle Netzwerke in abstrakter Weise dargestellt und analysiert werden. Hierzu haben die theoretische Informatik und die Mathematik das m\u00e4chtige Werkzeug der Graphentheorie geschaffen. Ein zentraler Bestandteil der aktuellen Forschung hierzu sind die synthetischen Netzwerke, die im Computer erzeugt werden und die keine direkte Abbildung eines realen Netzwerks sind. Bei dieser Form der Darstellung werden die Elemente, also Dinge, Akteure oder Ereignisse, in Form von Knotenpunkten simuliert, die \u00fcber Kanten miteinander verbunden werden. Dies sieht so \u00e4hnlich aus wie die Verbindung von Nervenzellen \u00fcber Synapsen. Aus diesem Grund ist die Hirnforschung einerseits eine wichtige Inspiration f\u00fcr die theo\u00adretische Informatik \u2013 und synthetische Netzwerke sind andererseits ein probates Mittel zur Untersuchung echter Nervensysteme. Mit solchen Netzwerken kann man aber auch Infrastrukturen simulieren, etwa Stra\u00dfen-, Strom- und Wassernetze.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:40px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns has-white-color has-text-color has-background is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-28f84493 wp-block-columns-is-layout-flex\" style=\"background-color:#54a9b3\">\n<div class=\"wp-block-column is-vertically-aligned-center has-background is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"background-color:#dedede00;flex-basis:100%\">\n<p><strong>AUF DEN PUNKT GEBRACHT<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Wer die Netze beispielsweise von Strom, Finanzen, Viren oder Waren besser verstehen oder sicherer machen will, muss testen, wie sich Informationen ausbreiten oder St\u00f6rungen und Schwankungen auswirken.<\/li>\n\n\n\n<li>Wenn technische oder Datenschutzgr\u00fcnde die Analyse echter Netzwerke kompliziert machen, k\u00f6nnen sie durch synthetische Netze simuliert werden.<\/li>\n\n\n\n<li>Forschende an der Goethe-Universit\u00e4t arbeiten an synthetischen Netzwerken, die keine Supercomputer ben\u00f6tigen, sondern auf handels\u00fcblichen PCs laufen k\u00f6nnen.<\/li>\n<\/ul>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<div style=\"height:40px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Tests am k\u00fcnstlichen Netz<\/h3>\n\n\n\n<p>\u00bbEs gibt viele Zwecke, f\u00fcr die man synthetische Netzwerke braucht\u00ab, sagt Ulrich Meyer, Professor f\u00fcr Algorithm Engineering an der Goethe-Universit\u00e4t und Fellow am Frankfurt Institute for Advanced Studies (FIAS). Bei manchen Anwendungen spielt der Datenschutz eine Rolle, weshalb man etwa die Kontakte zwischen Menschen in sozialen Medien oft nur mit simulierten Daten untersucht. Oder Forscherinnen und Forscher wollen unterschiedliche Szenarien durchspielen, die real noch gar nicht vorliegen \u2013 etwa wenn man neue Funktionen bei sozialen Medien \u00adeinf\u00fchren und vorher die m\u00f6glichen Verkn\u00fcpfungen zwischen Menschen untersuchen will. Manchmal ist auch die Gewinnung der exakten Daten enorm schwierig \u2013 etwa bei der Verkn\u00fcpfung von Neuronen im Nervensystem. Auch in der Physik ben\u00f6tigt man f\u00fcr viele Fragestellungen gro\u00dfe Mengen synthetisch erzeugter Daten, um damit Algorithmen zu trainieren. Es kommt auch vor, dass bei manchen Netzwerkanalysen die realen Datenmengen so riesig sind, dass es lange dauern w\u00fcrde, sie in einen Supercomputer einzuspeisen.<\/p>\n\n\n\n<p>Doch ein solches Elektronengehirn kann ein vergleichbares synthetisches Netzwerk in kurzer Zeit selbst erzeugen. Denn Supercomputer verf\u00fcgen nicht nur \u00fcber Tausende von Prozessoren, was extrem schnelle Rechenoperationen erm\u00f6glicht, sondern besitzen auch einen riesigen Arbeitsspeicher, der f\u00fcr den Zugriff und die Verarbeitung der vielen Giga- bis Terabyte an Daten ben\u00f6tigt wird, die gr\u00f6\u00dfere Netzwerke erreichen k\u00f6nnen. Der Nachteil: Die Rechenzeit auf Supercomputern ist teuer und nur begrenzt ver\u00adf\u00fcgbar. \u00bbWir arbeiten deshalb mit unserem \u00adForschungsteam schon seit Jahren daran, die Verfahren zur Erzeugung synthetischer Netze zu optimieren\u00ab, sagt Meyer. Das Ziel: die Arbeit mit gr\u00f6\u00dferen synthetischen Netzwerken auch auf handels\u00fcblichen Computern nutzbar zu machen. Bisher sei daf\u00fcr aber vor allem der Arbeitsspeicher der Computer mit 8 bis 16&nbsp;Gigabyte zu klein, erkl\u00e4rt Meyer. Damit hakt es an einem entscheidenden Punkt, denn dann muss der Computer die Daten vom Arbeitsspeicher auf die Festplatte auslagern, was bei unstrukturierten Zugriffsmustern die Ladezeiten deutlich erh\u00f6ht. Das bremst den Rechner extrem aus \u2013 und zwar um mehrere Gr\u00f6\u00dfenordnungen \u2013 und kann die Arbeit mit solchen Netzwerken schnell unm\u00f6glich machen.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:40px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">PC statt Supercomputer<\/h3>\n\n\n\n<p>Zum Team geh\u00f6rt auch Manuel Penschuck, der \u00fcber die Erzeugung synthetischer Netzwerke promoviert hat und nun als Postdoc in der Frankfurter Gruppe arbeitet. Wie er betont, ist die Skalierbarkeit solcher Verfahren entscheidend. \u00bbWenn es gelingt, die Erzeugung gro\u00dfer Netzwerke auch auf normalen Computern mit vertretbarem Zeitaufwand zu gestalten, dann k\u00f6nnten damit viele Anwendungen m\u00f6glich werden, mit denen wir heute noch gar nicht rechnen\u00ab, sagt er. Das war schon in der \u00adVergangenheit h\u00e4ufig so: Neue Anwendungen \u00adfolgen den technischen M\u00f6glichkeiten. Konnte sich bei den ersten Personal Computern noch niemand vorstellen, wozu Privatleute jemals mehr als ein paar Megabyte an Speicherplatz ben\u00f6tigen k\u00f6nnten, so ben\u00f6tigen heute Videospiele, Bildbearbeitung und Videoschnitt viele Gigabyte an Daten.<\/p>\n\n\n\n<p>Dass beim Erzeugen synthetischer Netzwerke so viele unstrukturierte Zugriffe entstehen, liegt an der Architektur der Netzwerke: \u00bbWenn man einen Knotenpunkt neu zu einem Netzwerk hinzuf\u00fcgt, kann dieser in vielen Netzwerkmodellen mit zuf\u00e4lligen anderen Knotenpunkten aus dem bestehenden Netz verkn\u00fcpft werden\u00ab, erkl\u00e4rt Penschuck. \u00bbLiegt dieser alte Knotenpunkt nun nicht im aktuellen Arbeitsspeicher vor, sondern befindet sich auf der Festplatte, muss er dort erst ausgelesen werden.\u00ab Die Frankfurter Forscher haben deshalb spezielle Systeme entwickelt, mit denen sie den gesamten Prozess unempfindlicher gegen\u00fcber den langsamen Festplatten- oder SSD-Zugriffen machen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:40px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text alignfull is-stacked-on-mobile\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Systemsicherheit_NEU_c_50Hertz_RZ-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-71547 size-full\" srcset=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Systemsicherheit_NEU_c_50Hertz_RZ-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Systemsicherheit_NEU_c_50Hertz_RZ-300x225.jpg 300w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Systemsicherheit_NEU_c_50Hertz_RZ-768x576.jpg 768w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Systemsicherheit_NEU_c_50Hertz_RZ-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Systemsicherheit_NEU_c_50Hertz_RZ-16x12.jpg 16w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Systemsicherheit_NEU_c_50Hertz_RZ.jpg 2038w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p>Komplexe Versorgung: Im Control Center des Unternehmens 50Hertz&nbsp;steuern und \u00fcberwachen Mitarbeitende das Strom\u00ad\u00fcbertragungsnetz im Norden und Osten Deutschlands.<a id=\"_msocom_1\"><\/a><\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<div style=\"height:40px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Leistung sparen durch schlaue Strukturen<\/h3>\n\n\n\n<p>\u00bbUnser Verfahren beruht auf einer intelligenten Strukturierung der Daten\u00ab, sagt Meyer. Dazu werden die Knoten etwa nach Anzahl ihrer bestehenden Verbindungen vorsortiert und dann in strukturierten Bl\u00f6cken im Speicher abgelegt. Au\u00dferdem l\u00e4sst sich ein hinreichend komplexes Netzwerk in Unterteile aufteilen. Das Hinzuf\u00fcgen neuer Knotenpunkte und Verbindungen l\u00e4sst sich dann parallelisieren \u2013 also auf mehrere Prozessorkerne im Computer verteilen. Heutige Computer besitzen zur schnelleren Bearbeitung verschiedener Aufgaben mehrere Prozessorkerne auf dem zentralen Chip. Das erh\u00f6ht auch die Arbeitsgeschwindigkeit bei der Generierung von synthetischen Netzwerken entsprechend.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00bbMithilfe all dieser Kniffe l\u00e4sst sich der Einbruch der Rechengeschwindigkeit umgehen, sobald das Netzwerk nicht mehr in den \u00adComputerspeicher passt\u00ab, sagt Penschuck. \u00bbDas erkaufen wir uns zwar dadurch, dass unser \u00adVerfahren \u2013 bedingt durch die Strukturierung der Daten \u2013 bei kleineren Netzwerken etwas langsamer ist als das jeweilige Standardverfahren zur Erzeugung synthetischer Netzwerke. Aber w\u00e4hrend die Standardverfahren bei gro\u00dfen Netzwerken grob um einen Faktor Tausend langsamer werden, sobald der Arbeitsspeicher mit den Netzwerkdaten gef\u00fcllt ist, verlieren die von uns entwickelten Netzwerk-Generatoren kaum an Geschwindigkeit.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:40px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Netzwerke f\u00fcr die n\u00e4chste Epidemie<\/h3>\n\n\n\n<p>In Zukunft wollen die Forscher die synthetischen Netzwerke leichter allgemein zug\u00e4nglich machen. Bislang erfordert der Umgang mit ihnen noch ein hohes Ma\u00df an Kompetenz in Informatik und eine gewisse Einarbeitung. Gerade bei vielen gesellschaftlich relevanten Fragestellungen sollen solche Netzwerke k\u00fcnftig einfacher zur Anwendung kommen \u2013 sei es bei der Simulation von Infektionsketten in der Epidemiologie oder bei der Analyse von Kontakten in sozialen Netzwerken im Rahmen der sogenannten Sozioinformatik. \u00bbDeshalb wollen wir eine Art Werkzeugkoffer f\u00fcr synthetische Netzwerke entwickeln, mit dem man auch ohne gro\u00dfe Vorkenntnisse arbeiten kann und der dennoch alle wichtigen Instrumente zur Verf\u00fcgung stellt\u00ab, erkl\u00e4rt Meyer.<\/p>\n\n\n\n<p>Dieser Werkzeugkoffer wird nicht nur den neuen Netzwerk-Generator enthalten, sondern auch viele weitere Verfahren, die von der weltweiten Forschungsgemeinde in den vergangenen Jahren entwickelt wurden. Dieses Software\u00adpaket kann dann auf allen m\u00f6glichen Gebieten eingesetzt werden \u2013 in der Epidemiologie und Sozioinformatik, aber auch in der Physik und der Analyse von Stromnetzen. \u00bbWir sind selbst gespannt, zu welchen Zwecken die Anwender solche Netzwerke noch nutzen werden\u00ab, so Meyer. Die M\u00f6glichkeit, mit gro\u00dfen Netzwerken an handels\u00fcblichen PCs zu arbeiten, ohne Rechenzeit am Supercomputer beantragen (und bezahlen) und sensible Daten herausgeben zu m\u00fcssen, d\u00fcrfte f\u00fcr Forscherinnen und Forscher aus den unterschiedlichsten Gebieten interessant sein.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:40px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns has-background is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-28f84493 wp-block-columns-is-layout-flex\" style=\"background-color:#f1f1f1\">\n<div class=\"wp-block-column is-vertically-aligned-center has-background is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"background-color:#dedede00;flex-basis:100%\">\n<div class=\"wp-block-columns has-background is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-28f84493 wp-block-columns-is-layout-flex\" style=\"background-color:#f0f0f000\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-large is-resized is-style-rounded\"><a href=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/meyer.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/meyer-1024x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-71548\" style=\"width:216px;height:216px\" width=\"216\" height=\"216\" srcset=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/meyer-1024x1024.jpg 1024w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/meyer-300x300.jpg 300w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/meyer-150x150.jpg 150w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/meyer-768x768.jpg 768w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/meyer-12x12.jpg 12w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/meyer-700x700.jpg 700w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/meyer.jpg 1080w\" sizes=\"(max-width: 216px) 100vw, 216px\" \/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-large is-resized is-style-rounded\"><a href=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/penschuk.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/penschuk-1024x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-71549\" style=\"width:218px;height:218px\" width=\"218\" height=\"218\" srcset=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/penschuk-1024x1024.jpg 1024w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/penschuk-300x300.jpg 300w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/penschuk-150x150.jpg 150w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/penschuk-768x768.jpg 768w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/penschuk-12x12.jpg 12w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/penschuk-700x700.jpg 700w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/penschuk.jpg 1080w\" sizes=\"(max-width: 218px) 100vw, 218px\" \/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<p><strong>Zu den Personen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ulrich Meyer<\/strong>, Jahrgang 1971, promovierte 2002 in Informatik an der Universit\u00e4t des Saarlandes und dem Max-Planck-Institut f\u00fcr Informatik. Nach Stationen in Ungarn und den USA wurde er 2007 als Professor f\u00fcr Algorithm Engineering an die Goethe-Universit\u00e4t berufen. Von 2014 bis 2022 war er Sprecher des DFG-Schwerpunktprogramms \u00bbAlgorithmen f\u00fcr gro\u00dfe Daten\u00ab. Seine aktuelle Forschung umfasst sowohl theoretische als auch experimentelle Aspekte der Verarbeitung gro\u00dfer Datens\u00e4tze mit fortschrittlichen Berechnungs\u00admodellen.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"mailto:umeyer@ae.cs.uni-frankfurt.de\">umeyer@ae.cs.uni-frankfurt.de<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Manuel Penschuck<\/strong>, Jahrgang 1988, promovierte 2021 an der Goethe-Universit\u00e4t \u00fcber die skalierbare Erzeugung von Zufallsgraphen. Als Postdoc arbeitet er jetzt an der Goethe-Universit\u00e4t mit dem Schwerpunkt auf parallele Graphen-Algorithmen in Anwesenheit von Speicher\u00adhierarchien f\u00fcr gro\u00dfe Netzwerke.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"mailto:mpenschuck@ae.cs.uni-frankfurt.de\">mpenschuck@ae.cs.uni-frankfurt.de<\/a><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<div style=\"height:40px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-css-opacity is-style-default\"\/>\n\n\n\n<p><strong>Der Autor:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Dirk Eidem\u00fcller<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"mailto:dirk.eidemueller@gmx.de\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">dirk.eidemueller@gmx.de<\/a><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-css-opacity is-style-default\"\/>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie sich Netzwerke besser verstehen und erzeugen lassen Das Gebiet der synthetischen Netzwerke boomt. 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