{"id":73064,"date":"2023-08-15T09:27:02","date_gmt":"2023-08-15T07:27:02","guid":{"rendered":"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/?p=73064"},"modified":"2023-08-15T09:27:03","modified_gmt":"2023-08-15T07:27:03","slug":"studium-der-geistes-kultur-und-sozialwissenschaften-und-dann","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/en\/unireport\/studium-der-geistes-kultur-und-sozialwissenschaften-und-dann\/","title":{"rendered":"Studium der Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften \u2013 und dann?"},"content":{"rendered":"<p><strong>Ein R\u00fcckblick auf die Jobmesse ENTER_ZUKUNFT_HUMANITIES<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ein Studium ist f\u00fcr viele ein Schritt in Richtung Erwachsenwerden: Sie lernen, sich selbst zu organisieren, beginnen einen Nebenjob, ziehen wom\u00f6glich in eine andere Stadt. Aber ist das Studium erst einmal geschafft, stehen den frischgebackenen Absolventinnen und Absolventen s\u00e4mtliche T\u00fcren in die Berufswelt offen \u2013 oder?<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignright size-full is-resized\"><a href=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/enter-zukunft-hoch-jpg.webp\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/enter-zukunft-hoch-jpg.webp\" alt=\"\" class=\"wp-image-73648\" style=\"width:299px;height:419px\" width=\"299\" height=\"419\" srcset=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/enter-zukunft-hoch-215x300.webp 215w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/enter-zukunft-hoch-9x12.webp 9w\" sizes=\"(max-width: 299px) 100vw, 299px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p>Ganz so einfach ist das leider nicht, verr\u00e4t uns Sibel Ulucan. Sie ist Career Coach f\u00fcr internationale Studierende im Bereich Studium, Lehre, Internationales (SLI) der Goethe-Universit\u00e4t. Wir treffen Sibel Ulucan auf der ENTER_ZUKUNFT_HUMANITIES, eine von vier Jobmessen, die in diesem Fr\u00fchjahr an der Goethe-Universit\u00e4t stattgefunden haben. Die Finanzierung dieses Angebots wird durch das Projekt \u201eErfolgreich Lehren und Lernen \u2013 Vielfalt und Internationales im Studium (ELLVIS)\u201c sichergestellt. Eine der Hauptintentionen der Messe besteht darin, \u201eFirst-Generation-Studierenden\u201c die Chance zu bieten, unkompliziert Beziehungen zu potenziellen Arbeitgebern aufzubauen. Die ENTER_ZUKUNFT_HUMANITIES richtet sich speziell an Studierende der Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften. Ihnen wird allzu oft nachgesagt, sie m\u00fcssten sich nach dem Studium besonders anstrengen, um einen Job zu finden.<\/p>\n\n\n\n<p>In der Tat bereitet ein Studium, insbesondere im Bereich der Humanities, auf kein konkretes Berufsbild vor. Umso wichtiger sei es daher, jungen Menschen fr\u00fch klarzumachen, wie wichtig Soft und Hard Skills sind. \u201eIn unseren Orientierungsveranstaltungen mache ich immer wieder Werbung daf\u00fcr, dass sich die Studierenden beispielsweise digitale F\u00e4higkeiten aneignen, erst recht, wenn sie aus den Geisteswissenschaften kommen\u201c, sagt Sibel Ulucan. Oftmals best\u00fcnden bereits Vorkenntnisse, die die Studierenden gar nicht unbedingt als besondere Skills erkennen w\u00fcrden. So sei manch einer zum Beispiel fit in der Programmiersprache Python und habe dadurch gute Chancen, als Trainee in einer klassischen IT-Stelle oder im Consulting unterzukommen, berichtet die Karriereberaterin. In jedem Fall sei f\u00fcr die Studierenden wichtig, \u00fcber den eigenen Tellerrand hinauszuschauen, Nischen zu erkennen, sich Spezialkenntnisse anzueignen.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Notwendigkeit, den eigenen Horizont zu erweitern, sei den meisten Studierenden aber ohnehin immer mehr bewusst. So auch der Studentin Nora, die kurz vor ihrem Abschluss in Kulturantrophologie und Gender Studies steht. F\u00fcr sie bedeutet das Ende ihres Studiums in gewisser Hinsicht einen Wendepunkt, weshalb sie sich heute auf der Messe im H\u00f6rsaalzentrum Inspiration f\u00fcr die Zeit danach holen m\u00f6chte. Besonders interessant findet sie das Ausw\u00e4rtige Amt als Arbeitgeber, verr\u00e4t sie uns.<\/p>\n\n\n\n<p>Was den Studierenden der Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften zugutekommt, ist die Tatsache, dass auch die Arbeitgeber mittlerweile viel offener sind als fr\u00fcher. Und genau daran kn\u00fcpft die Jobmesse ENTER_ ZUKUNFT_HUMANITIES an. Unter den Unternehmen, die auf der Messe vertreten sind, sind auch viele Banken und Consultingfirmen. Sie stellen nicht nur Wirtschaftswissenschaftler<em>*<\/em>innen oder Informatiker*innen ein, sondern zeigen sich auch offen f\u00fcr Absolventinnen und Absolventen anderer Studieng\u00e4nge. \u201eF\u00fcr sie kommt es in erster Linie darauf an, wie man sich pr\u00e4sentiert, wie engagiert man ist und ob man bereit ist, sich Neues anzueignen\u201c, sagt Sibel Ulucan. Auch w\u00fcssten die Unternehmen genau, was Geistes- und Gesellschaftswissenschaftler*innen zu bieten h\u00e4tten, n\u00e4mlich gute analytische und kommunikative Kompetenzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Dass auf der Messe vor allem Firmen zu finden sind, die man eher weniger mit Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften in Verbindung bringt, habe zwei Gr\u00fcnde, erkl\u00e4rt Dorothee Schneiders. Sie arbeitet ebenfalls im Bereich Studium, Lehre, Internationales und ist die Organisatorin der Messe. Zum einen h\u00e4tten es klassische Arbeitgeber wie Museen oder Verlage schlichtweg nicht n\u00f6tig, Marketing zu betreiben, denn Absolvent*innen der Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften bewerben sich ohnehin bei ihnen. Andererseits ginge es aber eben auch darum, die gro\u00dfe Bandbreite an M\u00f6glichkeiten aufzuzeigen und die Studierenden zu ermutigen, sich auch bei Firmen anderer Branchen zu bewerben. <\/p>\n\n\n\n<p>Leon, der Politikwissenschaften und Soziologie studiert, nimmt das Angebot Jobmesse f\u00fcr Humanities dankend an, denn in seinen Augen kommt die berufliche Orientierung im Studium insgesamt zu kurz. Es st\u00fcnden einem beruflich alle T\u00fcren offen, aber gleichzeitig auch keine, sagt er uns. Da helfe eine Messe wie diese, sich zu orientieren. Er kommt gerade von einer Veranstaltung einer Consultingfirma im Seminarhaus, die ihm gut gefallen hat \u2013 so gut, dass er \u00fcberlegt, dort ein Praktikum zu machen.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf der ENTER_ZUKUNFT_HUMANITIES treffen wir auch auf einige Studierende der Wirtschaftswissenschaften, unter ihnen Dara und Sinan. Da sie sich nach ihrem Abschluss weniger in einem klassischen WiWi-Berufsfeld sehen, wollen auch sie auf der Messe ein paar Ideen sammeln. Dara zum Beispiel m\u00f6chte sich beruflich auf das Thema Nachhaltigkeit fokussieren und k\u00f6nnte sich vorstellen, der \u00f6ffentlichen Hand zu helfen, die Digitalisierung voranzutreiben. Auch f\u00fcr Sinan w\u00e4re ein Job in einer Bank nichts. Deshalb ist er heute hier, um seinen Horizont zu erweitern.<\/p>\n\n\n\n<p>Sibel Ulucan und Dorothee Schneiders sind sich einig, dass das Studium allein nicht reicht, um in der Berufswelt Fu\u00df zu fassen. Wichtig sei vor allem, sich zu vernetzen und sich zus\u00e4tzliche Kenntnisse anzueignen, um sich von anderen Bewerberinnen und Bewerbern abzuheben. Und eben auch Angebote wie die Jobmesse zu nutzen, um herauszufinden, welche M\u00f6glichkeiten es \u00fcberhaupt gibt \u2013 egal ob man nun aus den Geistes-, Sozial- oder eben Wirtschaftswissenschaften kommt.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein R\u00fcckblick auf die Jobmesse ENTER_ZUKUNFT_HUMANITIES Ein Studium ist f\u00fcr viele ein Schritt in Richtung Erwachsenwerden: Sie lernen, sich selbst zu organisieren, beginnen einen Nebenjob, ziehen wom\u00f6glich in eine andere [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":21,"featured_media":73649,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_eb_attr":"","_price":"","_stock":"","_tribe_ticket_header":"","_tribe_default_ticket_provider":"","_ticket_start_date":"","_ticket_end_date":"","_tribe_ticket_show_description":"","_tribe_ticket_show_not_going":false,"_tribe_ticket_use_global_stock":"","_tribe_ticket_global_stock_level":"","_global_stock_mode":"","_global_stock_cap":"","_tribe_rsvp_for_event":"","_tribe_ticket_going_count":"","_tribe_ticket_not_going_count":"","_tribe_tickets_list":"[]","_tribe_ticket_has_attendee_info_fields":false,"footnotes":""},"categories":[9,173],"tags":[308],"post_folder":[],"class_list":["post-73064","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-studium","category-unireport","tag-unireport-4-23"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.4 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Studium der Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften \u2013 und dann? 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