{"id":76712,"date":"2023-10-17T16:29:46","date_gmt":"2023-10-17T14:29:46","guid":{"rendered":"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/?p=76712"},"modified":"2023-10-26T13:39:50","modified_gmt":"2023-10-26T11:39:50","slug":"eigentlich-brauchen-wir-eher-eine-willkommensstruktur-als-eine-willkommenskultur","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/en\/unireport\/eigentlich-brauchen-wir-eher-eine-willkommensstruktur-als-eine-willkommenskultur\/","title":{"rendered":"\u00bbEigentlich brauchen wir eher eine Willkommensstruktur als eine Willkommenskultur\u00ab"},"content":{"rendered":"<p>Internationalisierung funktioniere nicht ohne Verb\u00fcndete, sagt Dr. Johannes M\u00fcller. Er leitet seit dem 15. Juli das Global Office innerhalb des Bereichs Studium Lehre Internationales. Im Interview berichtet er \u00fcber seine Aufgaben und Pl\u00e4ne und wie sich die Rahmenbedingungen f\u00fcr internationale Mobilit\u00e4t heute ver\u00e4ndert haben.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-full is-resized\"><a href=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/01_Mueller_S01_650x450-jpg.webp\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"650\" height=\"450\" src=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/01_Mueller_S01_650x450-jpg.webp\" alt=\"\" class=\"wp-image-76716\" style=\"aspect-ratio:1.4444444444444444;width:518px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/01_Mueller_S01_650x450-jpg.webp 650w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/01_Mueller_S01_650x450-300x208.webp 300w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/01_Mueller_S01_650x450-18x12.webp 18w\" sizes=\"(max-width: 650px) 100vw, 650px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">\u00bbOhne Koordination wird ein iMainstreaming dauerhaft nicht erfolgreich sein. Deshalb m\u00f6chten wir uns gerne in die Koordination einbringen und daf\u00fcr sorgen, dass alle die, die diese Verantwortung tragen wollen und sollen, sich abstimmen und ihre Ideen miteinander umsetzen k\u00f6nnen.<br><br><em>Dr. Johannes M\u00fcller, Leiter des Global Office<\/em><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><strong><em>UniReport: <\/em>Dr. M\u00fcller, you recently became head of the Global Office and bring experience from the University of Cologne with you. What should we know about you?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Johannes M\u00fcller: Ich bin geb\u00fcrtiger Hanauer und in Offenbach zur Schule gegangen. Studiert habe ich in K\u00f6ln und Florenz\/Italien, wo ich auch f\u00fcnf Jahre gelebt und am Europ\u00e4ischen Hochschulinstitut promoviert habe, bevor ich dann 15 Jahre im International Office der Uni zu K\u00f6ln gearbeitet habe. Als Historiker frage ich immer erst nach dem Ursprung der Dinge. Und es interessiert mich immer, wo ein Zustand herkommt, bevor ich mich frage, was und wie ich es verbessern kann. Das m\u00f6chte ich auch hier in Frankfurt so machen. Deswegen nehme ich mir viel Zeit, die Goethe-Uni erst mal gr\u00fcndlich kennenzulernen.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><strong>University President Schleiff's vision is to create an excellent and international university in the digital age. What is the \"division of tasks\" in internationalization between the President's Office and the Global Office?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>The President has the authority to issue directives and sets the course. The Global Office is the \"foreign ministry\", so to speak, and implements the objectives of the Executive Board within the framework of these guidelines. But like any good ministry, we naturally also have a duty to advise the President and make suggestions. And that's what we try to do in the Global Office.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><strong>What priorities would you like to set as Head of the Global Office?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ich habe mir zun\u00e4chst drei Dinge vorgenommen, die ich wichtig finde. \u00dcber das International Mainstreaming sprechen wir ja gleich noch. Erstens denke ich, dass sich die Goethe-Universit\u00e4t als internationale Universit\u00e4t transnational st\u00e4rker vernetzen sollte. Das hei\u00dft, engere Kooperationen mit europ\u00e4ischen und globalen Netzwerken einzugehen. Zum Zweiten finde ich es wichtig, dass die inter\u00adnationalen Studienangebote diversifiziert und flexibilisiert werden. Und zwar sowohl f\u00fcr Frankfurter Studierende als auch f\u00fcr die \u00adinternationalen Austauschstudierenden. Und zum Dritten m\u00f6chte ich die Mobilit\u00e4tsf\u00f6rderung in der Wissenschaft ein St\u00fcck in den Blick nehmen: Da gibt\u2019s noch Luft nach oben, was das Aussch\u00f6pfen von Drittmittelangeboten angeht. Als Global Office m\u00f6chten wir k\u00fcnftig den Fachbereichen st\u00e4rker Unterst\u00fctzung und Beratung bieten, was man noch tun kann, um die Mobilit\u00e4t auch f\u00fcr die Wissenschaftler zu verbessern.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Goethe University has a broad network of partnerships, some centralized at university level, some decentralized in the departments. What role does the Global Office play in each case \u2013 how can you provide support? And do you ever advise against new partnerships?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Formally, the Global Office is responsible for overseeing the conclusion of international partnership agreements, both centrally and in the specialist areas. This also has something to do with quality control. Of course, we advise the departments on their wishes and expectations and also answer international cooperation requests that are sent to us from abroad. We do this in a needs-oriented and quality-conscious manner. So, do we need a partnership? And is it the right partner for us? It can happen that we turn down inquiries or give a critical vote to specialist departments \u2013 although the specialist departments usually know best who the right partners are for them. We are also increasingly taking the initiative, as the partnership portfolio is to be aligned more strategically. This also involves cutting out old habits. As a rule, however, you don't have to actively do this because these connections simply fall away when there is no longer an exchange. Conversely, we want to expand our transatlantic network and are constantly looking for partners. And we want to focus more on Africa and, in Asia, on Japan, for example. We want to work on these topics together with the specialist departments.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Das \u00bbGrundgesetz\u00ab der Goethe-Universit\u00e4t ist ihr Leitbild, in dem sie sich zu bestimmten Werten bekennt. Wie ist das bei der Kooperation mit Drittstaaten, in denen zum Beispiel die Menschenrechte nicht respektiert werden \u2013 gibt es hier politisch-ethische Grenzen der Zusammenarbeit? Oder ist es gerade umso wichtiger, im Sinne der wissenschaftlichen \u00bbWahrheits\u00adfindung\u00ab auch dort grenz\u00fcbergreifend in Kontakt zu bleiben?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Pers\u00f6nlich halte ich viel davon, mit gutem Beispiel voranzugehen. Aber politischen Protest durch Boykott der wissenschaftlichen Zusammenarbeit auszudr\u00fccken, ist in der Regel eher kontraproduktiv. Ausnahmen, wie jetzt im Fall Russlands, das sich als Friedensbrecher selbst au\u00dferhalb der Weltgemeinschaft gesetzt hat, best\u00e4tigen da eher die Regel. Die Regel sollte n\u00e4mlich sein, dass die Wissenschaftsbeziehungen quasi die letzte Br\u00fccke zu den Verst\u00e4ndigen sind in L\u00e4ndern, mit denen wir ansonsten nicht mehr viel zu tun haben wollen. Unter den Wissenschaftler*innen findet man ja oft noch solche, die \u2013 wom\u00f6glich aus der inneren Immigration heraus \u2013 noch gespr\u00e4chsbereit sind. Das nannte man fr\u00fcher Science Diplomacy, als Diplomatie noch die Kunst war, auch bei Sprachlosigkeit im Gespr\u00e4ch zu bleiben. Nat\u00fcrlich gilt immer: Akademische Freiheit ist Meinungsfreiheit. Und das ist auch bei unseren wissenschaftlichen Partnerschaften ein Punkt, bei dem wir keine Kompromisse eingehen. Aber wir sollten die wissenschaftlichen Beziehungen nutzen, um Anders\u00addenkende zu st\u00e4rken, Horizonte zu \u00f6ffnen.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Student mobility is traditionally at the heart of the international university \u2013 whether it's a semester abroad or an internship abroad. How actively do students at Goethe University take advantage of such opportunities \u2013 also in comparison with other German universities?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Unsere Zahlen in Frankfurt sind nicht besser und nicht schlechter als bei anderen Universit\u00e4ten auch. Wir bewegen uns da im Mittelfeld. Leider stagnieren die Zahlen \u00fcberall. Und zwar, weil die Angebote nicht mehr auf die heutige Studiensituation in der Weise passen, wie das zum Beispiel fr\u00fcher mit dem Magisterstudium m\u00f6glich war. Da war es noch unerheblich, ob das Studium 12, 14 oder gar 20 Semester gedauert hat und ein Semester oder ein Jahr im Ausland war eine M\u00f6glichkeit, sich noch mal neu zu finden. Heute, bei Bachelor und Master, sinkt die Bereitschaft trotz gro\u00dfem Interesse, weil es auf jedes Semester ankommt und weil es auch finanziell f\u00fcr Studierende schwieriger geworden ist. Deshalb m\u00fcssen wir unsere Angebote \u00fcberdenken und mehr daf\u00fcr tun, dass man auch im Rahmen des Studiums an der Goethe-Universit\u00e4t internationale Erfahrungen sammeln kann. Wir brauchen mehr kurze Angebote, die beispielsweise in den Semesterferien wahrgenommen werden k\u00f6nnen. Wir brauchen Angebote, die auch von den digitalen M\u00f6glichkeiten Gebrauch machen; wir wollen ja eine internationale digitale Universit\u00e4t sein. Man kann vielleicht eine Veranstaltung vor Ort mit einem Auslandsworkshop kombinieren. Daf\u00fcr gibt es sogar Finanzierungsmodelle. Wir m\u00f6chten st\u00e4rker daf\u00fcr werben, dass die Fachbereiche solche Programme auch nutzen und in den Studienverlauf einbinden. Und wir versuchen, in diese Richtung auch mehr zu beraten.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Conversely, who comes from abroad to study in Frankfurt? And are these more people who want to study here on a regular basis or who are transferring from their home university to the partner university for one or two semesters?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>In terms of numbers, there are more foreign students studying here as undergraduates than those who come for exchange studies. For similar reasons. Students from North America in particular, who have to pay the equivalent of 20,000+ euros per year or per semester, think twice about coming to Goethe University, where there may be few English-language courses, no courses that exactly match their study program or perhaps not even a package that picks them up directly as foreign students and offers them added value. So my plea is that we need to make our offerings more attractive so that we can still attract interesting partners. Because only if someone comes to us do we also have the opportunity to send someone, we must not forget that.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><strong>As far as I know, only a few departments at Goethe University have their own internationalization experts. How can such a decentralized point of contact boost the internationalization of a department?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Internationalisierung braucht Verb\u00fcndete und zwar m\u00f6glichst \u00fcberall. Auch in der Verwaltung. F\u00fcr die Fachbereiche w\u00fcrden wir uns w\u00fcnschen, wenn es \u00fcberall kleine \u201einternational Hubs\u201c g\u00e4be. Diese sollten aus einem Internationalisierungsreferenten bzw. einer Internationalisierungsreferentin und einem kleinen Administrativteam bestehen, das k\u00f6nnen auch studentische Kr\u00e4fte sein, die bei der Betreuung helfen. Andernfalls ist es schwierig, gemeinsam wirklich etwas zu entwickeln. Zum Gl\u00fcck gibt es in den meisten Dekanaten bereits Ansprechpartner. Die Flugh\u00f6he ist aber nicht immer die gleiche, und manchmal w\u00e4re es sch\u00f6n, man w\u00fcrde die Inter\u00adnationalisierung als ein gemeinsames strategisches Anliegen begreifen, das auch ein bisschen Koordination \u00fcber das Tagesgesch\u00e4ft hinaus verlangt.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Mit dem Prinzip des iMainstreaming verfolgt die Goethe-Universit\u00e4t nicht nur das Ziel, die Servicefunktionen mehrsprachig auszurichten, sondern m\u00f6glichst auch alle Prozesse sowohl aus der deutschen als auch aus der internatio\u00adnalen Perspektive zu durchdenken. Wie sehr lebt das Global Office bereits diesen Gedanken?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Idee ist erst mal gro\u00dfartig: dass alle Stellen, die mit internationalen Aspekten zu tun haben, gemeinsam Verantwortung f\u00fcr das Internationale \u00fcbernehmen und damit auch Prozesse und Strukturen ausgepr\u00e4gt werden, in denen das Internationale von selber vorangetragen wird. Allerdings: Wenn etwas allgemein auf viele Schultern verteilt wird, dann diffundiert es, und pl\u00f6tzlich tr\u00e4gt keiner mehr Verantwortung. Ohne Koordination wird ein iMainstreaming dauerhaft nicht erfolgreich sein. Deshalb m\u00f6chten wir uns gerne in die Koordination einbringen und daf\u00fcr sorgen, dass alle die, die diese Verantwortung tragen wollen und sollen, sich abstimmen und ihre Ideen miteinander um\u00adsetzen k\u00f6nnen. Eine Idee, die wir schon verfolgen, ist beispielsweise eine AG Internationales, die wir zun\u00e4chst im Bereich Studium, Lehre, Internationales etablieren und da alle Stellen vernetzen. Wir wollen auf diese Weise einen Rahmen schaffen, in dem wir gemeinsam \u00fcberlegen k\u00f6nnen, wie wir konkret internationale Themen voranbringen k\u00f6nnen. Ich muss \u00fcbrigens sagen, dass diese Art der bereichs\u00fcbergreifenden Zusammenarbeit in Frankfurt viel besser klappt als ich das von anderen Universit\u00e4ten \u2013 nicht zuletzt aus K\u00f6ln \u2013 kenne.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Vor Kurzem war den Medien zu entnehmen, dass f\u00fcr viele internationale Fachkr\u00e4fte Deutschland unter anderem auch deshalb nicht interessant sei, weil sie hier nicht \u00adbesonders herzlich aufgenommen w\u00fcrden. \u00dcbertragen auf die Goethe-Universit\u00e4t \u2013 was tun wir, um unsere internationalen Wissenschaftler*innen willkommen zu hei\u00dfen?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das ist immer die Frage nach der Willkommenskultur. Aber eigentlich brauchen wir eher eine Willkommensstruktur als eine Willkommenskultur. Denn Willkommenskultur kann jeder sofort zeigen, indem er sich einfach offen und freundlich verh\u00e4lt. Was wir brauchen, sind strukturelle Verankerungen, die dazu f\u00fchren, dass jeder, der Unterst\u00fctzung verdient, weil er aus dem Ausland kommt und Unterst\u00fctzung braucht, diese auch bekommt. In diesem Punkt sind wir in Frankfurt aber weit, was die Wissenschaft angeht. Unser Goethe Welcome \u00adCenter versucht systematisch, jedem internationalen Wissenschaftler, ob er nun als Stipendiat, als Doktorand, als Post-Doktorand, als Wissenschaftlicher Mitarbeiter, ja, sogar als \u00adtechnischer Mitarbeiter, an die Uni kommt, Unterst\u00fctzung zu gew\u00e4hren. Das GWC hilft schon vor der Ankunft dabei, eine Wohnung zu finden, den Papierkram zu erledigen, sich auf dem Campus zurechtzufinden und sich zu vernetzen. Alles Dinge, die den Anfang ein bisschen leichter machen. Und dieses Angebot wird auch in gro\u00dfem Ma\u00dfe genutzt.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><strong>If you yourself were now at the point of being able to go abroad for your studies or research: Where would you be drawn to?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Well, I'm a hopelessly convinced European, and that's how I felt during my own studies, and I actually only traveled in Europe. However, I now believe that Europe needs to open up more to Africa and Asia in particular and perhaps also reinvent itself if it wants to continue to play a creative role in solving global problems. And that's why I would probably look for ways today to establish a connection with these continents on an equal footing and take part in a university exchange there.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\"><em>Questions: Imke Folkerts<\/em><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Internationalisierung funktioniere nicht ohne Verb\u00fcndete, sagt Dr. Johannes M\u00fcller. Er leitet seit dem 15. Juli das Global Office innerhalb des Bereichs Studium Lehre Internationales. 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