{"id":78970,"date":"2024-02-09T11:33:00","date_gmt":"2024-02-09T10:33:00","guid":{"rendered":"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/?p=78970"},"modified":"2025-02-20T09:53:47","modified_gmt":"2025-02-20T08:53:47","slug":"rebellion-und-herrschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/en\/forschung-frankfurt\/rebellion-und-herrschaft\/","title":{"rendered":"Rebellion und Herrschaft"},"content":{"rendered":"<h4 class=\"wp-block-heading\">Politische Ordnung unter Bedingungen des bewaffneten Konflikts<\/h4>\n\n\n\n<p><em>von Hanna Pfeifer<\/em><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:40px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-cover alignfull has-custom-content-position is-position-bottom-center\" style=\"min-height:550px;aspect-ratio:unset;\"><span aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-cover__background has-background-dim-10 has-background-dim\"><\/span><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"2000\" height=\"1250\" class=\"wp-block-cover__image-background wp-image-78974\" alt=\"\" src=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Shutterstock_Champ008_web.jpg\" data-object-fit=\"cover\" srcset=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Shutterstock_Champ008_web.jpg 2000w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Shutterstock_Champ008_web-300x188.jpg 300w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Shutterstock_Champ008_web-500x313.jpg 500w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Shutterstock_Champ008_web-768x480.jpg 768w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Shutterstock_Champ008_web-1536x960.jpg 1536w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Shutterstock_Champ008_web-18x12.jpg 18w\" sizes=\"(max-width: 2000px) 100vw, 2000px\" \/><div class=\"wp-block-cover__inner-container is-layout-flow wp-block-cover-is-layout-flow\">\n<p class=\"has-text-align-center has-large-font-size\"><\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns has-white-color has-text-color has-background is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-28f84493 wp-block-columns-is-layout-flex\" style=\"background-color:#a83333\">\n<div class=\"wp-block-column is-vertically-aligned-center has-background is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"background-color:#dedede00;flex-basis:100%\">\n<p class=\"has-text-align-left has-white-color has-text-color has-medium-font-size\">B\u00fcrgerkrieg und Chaos \u2013 diese beiden Begriffe scheinen eng beieinanderzuliegen. Doch auch Rebellengruppen und andere B\u00fcrgerkriegsparteien schaffen Ordnung(en) \u2013 und \u00fcbernehmen dabei nicht selten Institutionen, Personal und Praktiken aus der Zeit vor der gro\u00dfen Ver\u00e4nderung.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<div style=\"height:40px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p>Wenn wir an bewaffnete Aufst\u00e4nde oder gar B\u00fcrgerkriege denken, dann kommen uns Bilder von Gewalt und Desorientierung, Unordnung, ja Chaos in den Sinn. In der Tat werden innerstaatliche Konflikte in Standarddefinitionen der Politikwissenschaft so gefasst: Mindestens eine Rebellengruppe bek\u00e4mpft die Regierung; will hei\u00dfen: Ein oder mehrere nichtstaatliche Gewaltakteure wenden sich gegen die bestehende politische Ordnung, die in aller Regel und zumindest auf dem Papier eine staatliche Ordnung ist. In aller Regel und auf dem Papier deshalb, weil bei genauerem Hinsehen zuweilen deutlich wird, dass bereits vor Ausbruch des bewaffneten Konflikts keineswegs eine eindeutig staatliche Ordnung herrschte, dass der Staat auch nicht immer in derselben Gestalt und mit denselben Mitteln auftritt und dass er an unterschiedlichen Orten eher als relativ denn als absolut pr\u00e4sent zu beurteilen ist.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:40px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Die Bedeutung nichtstaatlicher Akteure in Westasien und Nordafrika<\/h4>\n\n\n\n<p>In der regional- und politikwissenschaftlichen Forschung zu Westasien (dem oft sogenannten \u00bbNahen Osten\u00ab) und Nordafrika etwa wird schon lange die Rolle nichtstaatlicher Akteurinnen und Akteure bei der Herstellung und Aufrechterhaltung politischer Ordnungen betont. Zum einen springen sie oft dort ein, wo die staatliche F\u00fcrsorge auch in Friedenszeiten nicht ausreichend ist. Ein Beispiel daf\u00fcr sind die karitativen Aktivit\u00e4ten der \u00e4gyptischen Muslimbruderschaft. Zum anderen sind einige Gruppierungen so eng mit staatlichen Strukturen verwachsen, dass die Unterscheidung nichtstaatlich versus staatlich nicht mehr als zielf\u00fchrend erscheint (Pfeifer and Schwab, 2023). Die libanesische Hisbollah etwa gilt als Miliz oder, folgt man der Einordung diverser westlicher Staaten, sogar als Terrorgruppe (Pfeifer, 2021). Aber auch Hisbollah ist karitativ t\u00e4tig, betreibt Krankenh\u00e4user und Schulen. Weil sie zudem in Teilen des S\u00fcd- und Ostlibanons faktisch die territoriale Kontrolle innehat, wird sie manchmal auch als \u00bbStaat im Staat\u00ab bezeichnet. Das wiederum erscheint aber als unzutreffend, wenn man beachtet, dass Hisbollah auch im Staat eine tragende Rolle hat. Sie ist immer wieder Teil der libanesischen Regierung, sitzt im Parlament, stellt Minister.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch ohne ein laufendes B\u00fcrgerkriegs- oder Gewaltkonfliktgeschehen ist also nicht immer eindeutig zu bestimmen, was die herrschende Ordnung eigentlich ausmacht. Wenn aber ein bewaffneter Konflikt ausbricht und mit Gewaltmitteln um Autorit\u00e4t gek\u00e4mpft wird, dann k\u00f6nnen sich Ordnungen vervielf\u00e4ltigen. Sie stehen als simultane Ordnungsangebote in unmittelbarer Konkurrenz zueinander und \u00fcberlappen sich manchmal zeitlich oder r\u00e4umlich. Derartige Situationen entstehen beispielsweise, wenn es einer Rebellengruppe oder einem anderen nichtstaatlichen Gewaltakteur gelingt, ein Territorium unter Kontrolle zu bringen und f\u00fcr gewisse Zeit zu halten. In aller Regel leben in diesen Gebieten Zivilistinnen und Zivilisten (und manchmal auch verbleibende Mitarbeiter staatlicher Institutionen) und f\u00fcr die Rebellen stellt sich nun die Frage: Was tun mit ihnen?<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:40px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignright size-large\"><img decoding=\"async\" width=\"375\" height=\"500\" src=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Schulbuecher_Foto_Pfeifer_web-375x500.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-78975\" srcset=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Schulbuecher_Foto_Pfeifer_web-375x500.jpg 375w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Schulbuecher_Foto_Pfeifer_web-225x300.jpg 225w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Schulbuecher_Foto_Pfeifer_web-768x1024.jpg 768w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Schulbuecher_Foto_Pfeifer_web-9x12.jpg 9w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Schulbuecher_Foto_Pfeifer_web.jpg 1125w\" sizes=\"(max-width: 375px) 100vw, 375px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">B\u00fccherschrank einer Beh\u00f6rde des Bildungsministeriums in der Autonomen Region Kurdistan. Darin befinden sich B\u00e4nde, die aktuell in der Schulbildung genutzt werden. Momentan werden in Kurdistan B\u00fccher in f\u00fcnf Sprachen produziert, um auch Minderheiten in der Schulbildung angemessen zu ber\u00fccksichtigen. Dies ist auch ein bewusstes Zeichen gegen die t\u00f6dliche \u00bbPurifizierungsagenda\u00ab, die ISIS verfolgt hatte. (Foto: Pfeifer)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Rebellengruppen schaffen neue Ordnungssysteme<\/h4>\n\n\n\n<p>F\u00fcr die meisten bewaffneten Gruppen bleibt es das \u00bbHauptgesch\u00e4ft\u00ab, die Zentralregierung, andere Rebellengruppen, manchmal auch internationale Kr\u00e4fte oder Besatzungstruppen zu bek\u00e4mpfen. Einige allerdings entscheiden sich daf\u00fcr, das zivile Leben in den von ihnen kontrollierten Gebieten zu organisieren und \u00f6ffentliche G\u00fcter und Dienstleistungen zur Verf\u00fcgung zu stellen (Kasfir, 2015). Die k\u00f6rperliche Unversehrtheit der Zivilbev\u00f6lkerung hat dabei Priorit\u00e4t. Neben der Verteidigung des Territoriums geh\u00f6rt dazu auch das Einrichten von lokalen Polizeikr\u00e4ften, die f\u00fcr Sicherheit \u00bbim Inneren\u00ab sorgen. Oft werden auch Streitschlichtungsmechanismen geschaffen, vor allem in Form von Gerichten (Schwab and Massoud, 2022). Um sich und ihre Aktivit\u00e4ten zu finanzieren, f\u00fchren bewaffnete Gruppen zudem Steuersysteme ein. Manche Rebellengruppen errichten differenzierte institutionelle Strukturen und bieten immer komplexere G\u00fcter und Dienstleistungen an. Man spricht in der Forschung von unterschiedlich stark ausgepr\u00e4gten Formen der \u00bbrebel governance\u00ab oder Rebellenherrschaft, die mehr oder weniger tief ins Leben der Zivilbev\u00f6lkerung eingreift (Arjona, 2016). Warum aber investieren Rebellengruppen ihre ohnehin knappen Ressourcen in derartige Unterfangen?<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr einige Gruppen kann es sich aus einem Kosten-Nutzen-Kalk\u00fcl heraus lohnen, wenn sie die Zivilbev\u00f6lkerung mit anderen Mitteln als Zwang oder Bedrohung \u00bbmanagen\u00ab. Denn wenn auch gegen Zivilisten Gewalt eingesetzt wird, kann es zu einem kostspieligen Aufstand gegen die herrschenden Rebellinnen und Rebellen kommen, sodass diese im f\u00fcr sie schlimmsten Fall gegen die lokale Bev\u00f6lkerung und ihre eigentlichen Kriegsgegner k\u00e4mpfen m\u00fcssen. Selbst wenn dieses Szenario nicht eintritt, sind Kontrolle und Sanktionen verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig teuer \u2013 sofern die Zivilbev\u00f6lkerung auch anders, bestenfalls freiwillig zur Folgsamkeit oder gar Kooperation bewegt werden kann. Herrschende Gruppen k\u00f6nnen dies bewerkstelligen, indem sie G\u00fcter und Dienstleistungen bereitstellen oder zivile Beteiligung und Mitbestimmung an der Herrschaftsaus\u00fcbung erm\u00f6glichen. Beides verschafft der Rebellenherrschaft Legitimit\u00e4t durch Output beziehungsweise Input. Manchmal stellen Zivilistinnen und Zivilisten fest, dass sich die Lebensbedingungen f\u00fcr sie in einigen Hinsichten sogar verbessern (Revkin, 2021). Das mag f\u00fcr die breite Bev\u00f6lkerung zutreffen oder aber f\u00fcr bewusst nach religi\u00f6sen, ethnischen oder anderen Merkmalen bevorzugte Gruppen, die vom neuen System profitieren.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:40px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">ISIS ordnungspolitisch ambitioniert<\/h4>\n\n\n\n<p>Manche nichtstaatlichen Gewaltakteure bem\u00fchen sich auch darum, eine regelrechte \u00bbProtoordnung\u00ab im beherrschten Gebiet aufzubauen, die die politische Ordnung, wie sie f\u00fcr die Zeit nach der vollendeten Revolution angestrebt wird, antizipiert und regelrecht erprobt (Stewart, 2017). Auf lokaler, manchmal auch regionaler Ebene oder an unterschiedlichen Orten gleichzeitig wird ein neues Gemeinwesen konstituiert, werden Institutionen umorientiert oder erst geschaffen, werden Entscheidungsverfahren neu eingerichtet oder bereits bestehende justiert. Dass jetzt andere \u00bbZust\u00e4nde herrschen\u00ab, wird symbolisch markiert (etwa durch das Hissen einer neuen Flagge), in unterschiedlichen Arenen vorgef\u00fchrt (durch die Pr\u00e4senz von Sicherheitskr\u00e4ften in der \u00d6ffentlichkeit, durch Reden in den Medien, durch neue Verfahren in Institutionen und so fort), im Alltag nachvollzogen. Es soll gezeigt werden, dass hier eine dem Staat ebenb\u00fcrtige, ja normativ \u00fcberlegene, alternative politische Ordnung etabliert wurde (Aarseth, 2021).<\/p>\n\n\n\n<p>Die ISIS-Organisation, die sich selbst als \u00bbIslamischer Staat im Irak und Syrien\u00ab bezeichnet, ist ein Beispiel f\u00fcr eine solche, ordnungspolitisch ambitionierte Gruppe. Auf dem H\u00f6hepunkt seiner Macht hielt \u00bbISIS\u00ab 2014 ein Territorium in Syrien und im Irak, das der Gr\u00f6\u00dfe des Vereinigten K\u00f6nigreiches entsprach. Die Gruppe machte Mosul, die zweitgr\u00f6\u00dfte Stadt des Iraks, zur Hauptstadt. Die ISIS-Organisation richtete diverse Ministerien (oder Regierungsb\u00fcros, \u00bbdawawin\u00ab) ein, darunter ein Bildungsministerium unter Leitung des Deutschen Reda Seyam (nom de guerre: Dhu al-Qarnayn), das zwischen 2014 und 2017 umfassende Reformen f\u00fcr das Schulsystem durchf\u00fchrte: Es straffte die Laufzeit der regul\u00e4ren Beschulung, ver\u00e4nderte F\u00e4cherkanon und Curricula, lie\u00df neue Schulb\u00fccher schreiben. Es schulte Lehrkr\u00e4fte um, passte Wissensbest\u00e4nde seiner Ideologie an und versuchte, sich als Autorit\u00e4t im Bereich des Wissens, seiner Produktion und Vermittlung zu etablieren \u2013 und als solche das Vertrauen der Bev\u00f6lkerung zu gewinnen.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:40px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns has-white-color has-text-color has-background is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-28f84493 wp-block-columns-is-layout-flex\" style=\"background-color:#a83333\">\n<div class=\"wp-block-column is-vertically-aligned-center has-background is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"background-color:#dedede00;flex-basis:100%\">\n<h5 class=\"wp-block-heading\">AUF DEN PUNKT GEBRACHT<br><\/h5>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Rebellion und B\u00fcrgerkrieg werden oft mit Chaos gleichgesetzt. Aber auch Rebellen schaffen Ordnungen.<\/li>\n\n\n\n<li>In Westasien, dem sogenannten \u00bbNahen Osten\u00ab und Nordafrika, sind die Grenzen zwischen staatlicher und nichtstaatlicher Ordnung oft flie\u00dfend. Die libanesische Hisbollah etwa gilt einerseits als Terrorgruppe, betreibt aber auch Schulen und Krankenh\u00e4user.<\/li>\n\n\n\n<li>Unter Umst\u00e4nden schaffen Rebellen neue Ordnungssysteme mit Polizei und Gerichten, Schulwesen und Steuerbeh\u00f6rden. Dieser Aufwand kann sich f\u00fcr die Rebellengruppen lohnen, da sie die Zivilbev\u00f6lkerung auf diese Weise hinter sich bringen k\u00f6nnen.<\/li>\n\n\n\n<li>Eine besonders ordnungspolitisch ambitionierte Gruppe war die ISIS-Organisation, die sich selbst als \u00bbIslamischer Staat im Irak und Syrien\u00ab bezeichnet. Sie richtete Ministerien ein und f\u00fchrte Schulreformen durch.<\/li>\n<\/ul>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<div style=\"height:40px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p>In meiner derzeitigen Forschung befasse ich mich mit eben diesem System und analysiere zun\u00e4chst, wie \u00bbISIS\u00ab vorging, um Schulen umzugestalten, auf welche praktischen Probleme die Organisation dabei traf und wie sie sie zu l\u00f6sen suchte. F\u00fcr eine solche Untersuchung ist eine Kontextualisierung im irakischen historischen Kontext (wie hat Bildung vor ISIS funktioniert?) ebenso unabdinglich wie eine Analyse der gleichzeitig, aber an anderem Ort existierenden Bildungssysteme (wie wurde mit ISIS im Bildungssektor konkurriert?). Denn (Rebellen-) Herrschaft vollzieht sich nie im luftleeren Raum, sondern muss sich auf vorher und gleichzeitig Bestehendes beziehen: es ablehnen, reformieren, adaptieren oder weiterf\u00fchren. Auch \u00bbISIS\u00ab konnte nicht einfach mit Riegen neuer Lehrkr\u00e4fte und Ministerialmitarbeiterinnen aufwarten, sondern musste Personal, Strukturen, Geb\u00e4ude und, mit als notwendig erachteten \u00bbquick fixes\u00ab, zumindest provisorisch auch altes Lehrmaterial \u00fcbernehmen. Daran zeigt sich, dass politische Ordnungen \u00fcber Revolutionsversuche hinweg \u2013 m\u00f6gen diese nun gelingen oder nicht \u2013 viel Kontinuit\u00e4t aufweisen, oftmals aus rein praktischen Gr\u00fcnden. F\u00fcr diejenigen, die eine neue Ordnung einf\u00fchren wollen, stellt sich dann die Frage: Wie k\u00f6nnen sie trotz begrenzter Ressourcen, unter hohem Zeitdruck und angesichts von Performance-Erwartung \u00fcberzeugend verdeutlichen, dass tats\u00e4chlich eine Revolution stattgefunden hat?<\/p>\n\n\n\n<p>Um dieses Problem zu untersuchen, habe ich gemeinsam mit Abdulsatar Sultan von der Catholic University in Erbil im Rahmen von Feldforschung im Irak umfangreich Daten erhoben, von Interviews mit Lehrerinnen und ehemaligen Sch\u00fclern \u00fcber Beobachtungen in Ministerien und Schulen bis hin zu Schulb\u00fcchern, Curricula und Regierungsdokumenten. Dabei konnten wir auch auf eine Datensammlung zur\u00fcckgreifen, die ich bereits zuvor mit Houssein Al Malla vom German Institute for Global and Area Studies Hamburg erstellt hatte. Eine vorl\u00e4ufige Einsicht ist, dass das genannte Problem unabh\u00e4ngig davon besteht, ob es sich um eine Regierung in einem neuen politischen System, dritte Staaten oder Rebellengruppen handelt. Im Fall des Bildungssektors im Irak deutet sich an, dass die amerikanische Besatzungsmacht, die Regierung der Autonomen Region Kurdistan und die ISIS-Organisation in \u00e4hnlichen Sequenzen vorgingen, um den jeweiligen Umbruch in Schulen und Universit\u00e4ten umzusetzen. Dies beinhaltete zum Beispiel das systematische Verdr\u00e4ngen und Ausl\u00f6schen von Wissensbest\u00e4nden, den Ad-hoc-Einsatz von tempor\u00e4ren Substituten aus anderen Bildungssystemen (Schulb\u00fccher, Modellcurricula und so weiter), transnationales Lernen und den Aufbau eigener Material- und Wissensbest\u00e4nde ebenso wie das \u00dcbernehmen von Formen der Wissensproduktion und -vermittlung und von Personal und Institutionen aus dem jeweils \u00bb\u00fcberkommenen\u00ab System.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Rahmen der Forschungsinitiative ConTrust untersuchen mehrere Dutzend Kolleginnen und Kollegen der Goethe-Universit\u00e4t und des Peace Research Institute Frankfurt (PRIF), wie im Konflikt, ja sogar unter Bedingungen extremer Ungewissheit wie Massenprotesten, Revolutionen oder B\u00fcrgerkriegen Vertrauen entstehen kann (Pfeifer and Weipert-Fenner, 2022). Spezifisch verfolge ich in diesem Zusammenhang die Frage, wie unterschiedliche Akteure versuchten, das Vertrauen der irakischen Bev\u00f6lkerung zu gewinnen \u2013 in das neue politische System im Allgemeinen und als Autorit\u00e4t im Feld des Wissens im Besonderen. Denn wenn sich Ordnungen \u00fcberlappen und abl\u00f6sen, werden auch Wissensbest\u00e4nde systematisch entwertet, Wahrheit wird zu einem umk\u00e4mpften Feld. Wem kann eine Zivilistin unter Bedingungen wechselnder Herrschaft noch vertrauen? Diese Frage stellt sich dr\u00e4ngend in Bezug auf den Irak, hat aber auch Relevanz in ganz anderen Kontexten \u2013 so etwa dem deutschen. Auch hier bearbeiten wir gesellschaftlich nach wie vor die Folgen zweier konkurrierend bestehender Ordnungen, von denen eine mit der deutschen Wiedervereinigung j\u00e4h endete; auch in Deutschland erleben wir Vertrauenskrisen in politische Institutionen ebenso wie in Wissensbest\u00e4nde, und diese Krisen haben nicht zuletzt mit diesen und k\u00fcnftigen Umbr\u00fcchen zu tun. Die vergleichende und interdisziplin\u00e4re Untersuchung ist ein lohnenswertes Zukunftsprojekt mit den Nachbardisziplinen der Politikwissenschaft im Profilbereich \u00bbOrders and Transformations\u00ab der Goethe-Universit\u00e4t.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:40px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-cover is-light has-text-color has-link-color wp-elements-ab8a60a83e29a7cd4d8a70bbbe64084b\" style=\"color:#1c1c1c;min-height:1089px;aspect-ratio:unset;\"><span aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-cover__background has-background-dim\" style=\"background-color:#e7e7e7\"><\/span><div class=\"wp-block-cover__inner-container is-layout-flow wp-block-cover-is-layout-flow\">\n<div class=\"wp-block-group is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained\">\n<p><strong>Literatur<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Aarseth, Mathilde Becker: Mosul under ISIS. Eyewitness Accounts of Life in the Caliphate, London 2021.<\/p>\n\n\n\n<p>Arjona, Ana: Rebelocracy. Social Order in the Colombian Civil War. New York, NY 2016.<\/p>\n\n\n\n<p>Kasfir, Nelson: Rebel Governance. Constructing a Field of Inquiry. Definitions, Scope, Patterns, Order, Causes, in: Arjona, Ana, Kasfir, Nelson, Mampilly, Zachariah Cherian (Hrsg.): Rebel Governance in Civil War, Cambridge\/New York, NY 2015, 21-46.<\/p>\n\n\n\n<p>Pfeifer, Hanna: Recognition Dynamics and Lebanese Hezbollah\u2019s Role in Regional Conflicts, in: Geis, Anna Cl\u00e9ment, Ma\u00e9va, Pfeifer, Hanna (Hrsg.): Armed Non-state Actors and the Politics of Recognition, Manchester 2021, 148-170.<\/p>\n\n\n\n<p>Pfeifer, Hanna, Schwab, Regine: Re-examining the State\/Non-state Binary in the Study of (Civil) War, in: Civil Wars (im Erscheinen), 2023, https:\/\/doi.org\/10.1080\/13698249.2023.2254654.<\/p>\n\n\n\n<p>Pfeifer, Hanna, Weipert-Fenner, Irene: Time and the Growth of Trust under Conditions of Extreme Uncertainty. Illustrations from Peace and Conflict Studies, ConTrust Working Papers 3, 2022, 1-14.<\/p>\n\n\n\n<p>Revkin, Mara Redlich: Competitive Governance and Displacement Decisions under Rebel Rule. Evidence from the Islamic State in Iraq, in: Journal of Conflict Resolution 65:1, 2021, 46-80, https:\/\/doi.org\/10.1177\/0022002720951864.<\/p>\n\n\n\n<p>Schwab, Regine, Massoud, Samer: Who Owns the Law? Logics of Insurgent Courts in the Syrian War (2012\u20132017), in: Gani, Jasmine K., Hinnebusch, Raymond (Hrsg.): Actors and Dynamics in the Syrian Conflict\u2019s Middle Phase. Between Contentious Politics, Militarization and Regime Resilience, Abingdon\/New York, NY 2021, 164-181.<\/p>\n\n\n\n<p>Stewart, Megan A.: Civil War as State-Making: Strategic Governance in Civil War, in: International Organization 72:1, 2017, 205-226, https:\/\/doi.org\/10.1017\/s0020818317000418.<\/p>\n<\/div>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-cover is-light has-text-color has-link-color wp-elements-63de79413ee28288a0f145df1400db3f\" style=\"color:#1c1c1c\"><span aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-cover__background has-background-dim\" style=\"background-color:#e7e7e7\"><\/span><div class=\"wp-block-cover__inner-container is-layout-flow wp-block-cover-is-layout-flow\">\n<div class=\"wp-block-group is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained\">\n<p><strong>Die Autorin<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Hanna Pfeifer ist Inhaberin der Qualifikationsprofessur f\u00fcr Politikwissenschaft mit dem Schwerpunkt Radikalisierungs- und Gewaltforschung an der Goethe-Universit\u00e4t und am Peace Research Institute Frankfurt (PRIF). Dort leitet sie die Forschungsgruppe Terrorismus. Ihre Schwerpunkte liegen in der Erforschung islamistischer und jihadistischer Akteure sowie staatlicher und nichtstaatlicher Konflikt- und Ordnungsdynamiken in Westasien und Nordafrika. Im medial vermittelten Bild der Region sind Gewalt und Terrorismus \u00fcberrepr\u00e4sentiert. Weniger gut informiert sind westliche \u00d6ffentlichkeiten \u00fcber die ordnungsbildenden Aktivit\u00e4ten von Gewaltakteuren \u2013 und \u00fcber die Gewaltkonsequenzen westlicher Ordnungspolitik. Hanna Pfeifers Interesse an diesen beiden Perspektiven entwickelte sie dank lehrreicher Begegnungen mit Menschen in und aus der Region.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"mailto:pfeifer@soz.uni-frankfurt.de\">pfeifer@soz.uni-frankfurt.de<\/a><\/p>\n<\/div>\n<\/div><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Politische Ordnung unter Bedingungen des bewaffneten Konflikts von Hanna Pfeifer B\u00fcrgerkrieg und Chaos \u2013 diese beiden Begriffe scheinen eng beieinanderzuliegen. 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