{"id":82047,"date":"2024-12-19T11:22:58","date_gmt":"2024-12-19T10:22:58","guid":{"rendered":"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/?p=82047"},"modified":"2024-12-19T15:10:42","modified_gmt":"2024-12-19T14:10:42","slug":"alle-jahre-wieder-prof-shinya-miyamoto-blickt-auf-drei-aufenthalte-an-der-goethe-universitaet-zurueck","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/en\/menschen\/alle-jahre-wieder-prof-shinya-miyamoto-blickt-auf-drei-aufenthalte-an-der-goethe-universitaet-zurueck\/","title":{"rendered":"Alle Jahre wieder: Prof. Shinya Miyamoto blickt auf drei Aufenthalte an der Goethe-Universit\u00e4t zur\u00fcck"},"content":{"rendered":"<p>Professor Shinya Miyamoto war bisher schon drei Mal an der Goethe-Universit\u00e4t Frankfurt \u2013 als Master-Student Ende der 1990er Jahre, als post-doc knapp 10 Jahre sp\u00e4ter, und nun als Gastwissenschaftler, entsandt von der Meiji Universit\u00e4t (Tokio). Im Zuge dieser mehrj\u00e4hrigen Aufenthalte hat er einen unglaublichen Schatz an Expertenwissen in seinem Fachgebiet \u2013 der Kritischen Theorie \u2013 gesammelt, die er ganz im Sinne der Frankfurter Tradition nicht nur interdisziplin\u00e4r, sondern auch interkulturell anwendet. Im Gespr\u00e4ch berichtet der japanische Professor f\u00fcr Sozialphilosophie von pers\u00f6nlichen Erfahrungen mit J\u00fcrgen Habermas und erkl\u00e4rt warum es so wichtig ist, den internationalen wissenschaftlichen Austausch zu f\u00f6rdern.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-full\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"650\" height=\"450\" src=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/beitragsbild-professor-shinya-miyamoto-650x450px.jpg\" alt=\"Professor Shinya Miyamoto\" class=\"wp-image-82056\" srcset=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/beitragsbild-professor-shinya-miyamoto-650x450px.jpg 650w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/beitragsbild-professor-shinya-miyamoto-650x450px-300x208.jpg 300w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/beitragsbild-professor-shinya-miyamoto-650x450px-500x346.jpg 500w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/beitragsbild-professor-shinya-miyamoto-650x450px-18x12.jpg 18w\" sizes=\"(max-width: 650px) 100vw, 650px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">W\u00e4hrend seines ersten Aufenthalts an der Goethe-Universit\u00e4t, damals als einziger japanischer Student im Bereich der Philosophie, hatte Miyamoto Shinya das Privileg, eine Sprechstunde mit Axel Honneth zu haben \u2013 \u201eeine wundersch\u00f6ne und einmalige Erfahrung.\u201c<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Professor Miyamoto, Sie kamen 1998 mit einem DAAD-Stipendium erstmals nach Frankfurt. Knapp 30 Jahre sp\u00e4ter sind Sie wieder hier, Ihr dritter Aufenthalt an der Goethe-Universit\u00e4t. Was bewog Sie damals dazu, diesen gro\u00dfen Schritt ins Ausland zu tun, und warum genau hierher?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Mit 29 Jahren \u2013 damals studierte ich f\u00fcr meinen Master in Humanwissenschaften an der Universit\u00e4t Osaka \u2013 habe ich mich f\u00fcr ein DAAD-Stipendium beworben. Zuvor hatte ich bereits meinen Bachelor im gleichen Fachbereich erhalten. Ein Jahr sp\u00e4ter, 1998, trat ich mein Studium in Frankfurt an. Im Nachhinein kann ich sagen, dass ich richtig Gl\u00fcck hatte. Zwar hatte ich schon vorher in Japan Kritische Theorie studiert, allerdings gestaltete sich dies aufgrund der doch noch sehr orthodoxen Aufteilung in Disziplinen und Fachbereiche etwas problematisch. Anders ausgedr\u00fcckt: Es war schwierig, den hochgradig interdisziplin\u00e4ren Bereich zwischen Philosophie, Literatur und Politik, auf dem so viel in der Kritischen Theorie fu\u00dft, zu studieren. Ich hatte Gl\u00fcck, weil das in meinem Fachbereich, den Humanwissenschaften, zu der Zeit schon anders war, und ich somit diese faszinierende Interdisziplinarit\u00e4t erfahren konnte.<\/p>\n\n\n\n<p>Zufall spielte auch eine Rolle. Denn auch wenn Kritische Theorie schon Ende der 90er Jahre sehr gro\u00df in Japan war, gab es wenige Professor*innen oder Spezialist*innen f\u00fcr Gr\u00f6\u00dfen wie Immanuel Kant, Georg Friedrich Wilhelm Hegel oder Max Weber. In Osaka allerdings belegte ich Kurse bei gleich mehreren Professor*innen, die selber im Ausland studiert hatten, unter anderem auch in Deutschland. So auch Professor Kenichi Mishima, ein Spezialist im Bereich der Kritischen Theorie. Ihm habe ich viel zu verdanken. Er dolmetschte damals die Rede von Bundeskanzler Helmut Kohl vor dem japanischen Parlament (<em>kokkei<\/em>). Die philosophischen Ans\u00e4tze, die er und andere mir vermittelt haben, hatten einen gro\u00dfen Einfluss auf mich. Dar\u00fcber hinaus gab er mir den weisen Rat, dass meine Deutschkurse in Japan nicht ausreichen w\u00fcrden um eine Stelle an einer Universit\u00e4t zu erhalten. Daf\u00fcr, sagte er, m\u00fcsse ich nach Deutschland gehen und dort Deutsch lernen.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Dann war es Ihr Forschungsschwerpunkt \u2013 die Kritische Theorie \u2013 der Sie dazu bewog, nach Deutschland zu kommen?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ich wollte nach Deutschland kommen, und zwar nicht nur, um an einer Universit\u00e4t zu studieren, sondern auch um die Medien zu konsumieren und in Untergruppen zu diskutieren \u2013 um Unterschiede und Gemeinsamkeiten zu erkennen. Gleichzeitig war ich ein japanischer Student, und in meiner Kultur neigen wir immer noch dazu, auch im Ausland an M\u00f6glichkeiten oder Chancen daheim zu denken, auch was die Karriere angeht. Es passte alles zusammen.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Und so landeten Sie dann in der Dantestrasse in Bockenheim, dem Zentrum der Kritischen Theorie in Frankfurt. Wie lange blieben Sie?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Damals war ich zwei Jahre hier. Die ersten vier Monate verbrachte ich in Mannheim, wo ich Deutsch gelernt habe. An diese Zeit denke ich gerne zur\u00fcck. Ich habe die Stadt sehr gern gewonnen, und dort viele interessante Erfahrungen gemacht. Auch ich hatte die Chance Helmut Kohl live zu erleben, denn im Sommer 1998 fanden in Deutschland Bundestagswahlen statt, und Kohl \u2013 dessen Heimatstadt Ludwigshafen unmittelbar neben Mannheim lag \u2013 sprach auch in Mannheim. Aller Reden zum Trotz kam es dann nach 16 Jahren CDU zum Machtwechsel, und die SPD \u00fcbernahm unter dem neuen Kanzler Gerhard Schr\u00f6der die Regierungsleitung.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach vier Monaten in Mannheim begann ich mein Studium an der Goethe-Universit\u00e4t unter Prof. Axel Honneth. Selbstverst\u00e4ndlich habe ich mich dabei wissenschaftlich auch mit J\u00fcrgen Habermas besch\u00e4ftigt. Da es zu der Zeit nur sehr wenige japanische Studierende an der Universit\u00e4t gab \u2013 ich war der einzige im Fachbereich Philosophie \u2013 hatte ich zudem das einmalige Privileg, w\u00e4hrend den Semesterzeiten und wenn er nicht abwesend war alle zwei Wochen eine eigene Sprechstunde mit ihm zu haben. Das w\u00e4re normalerweise unm\u00f6glich, und f\u00fchlte sich f\u00fcr mein damaliges ich ein bisschen an wie Privatunterricht mit einem Gymnasiallehrer. Wir verbrachten die Zeit damit, \u00fcber Forschung und Weltanschauungen zu diskutieren \u2013 eine wundersch\u00f6ne und einmalige Erfahrung.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Mit welchem Thema besch\u00e4ftigten Sie sich damals?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Mein Fokus \u2013 damals wie heute \u2013 liegt auf Kommunikation und der politischen \u00d6ffentlichkeit. Ich bediene mich verschiedener Diskussionen innerhalb der kritischen und politischen Theorie, oder auch den Medienwissenschaften, und analysiere aus dieser Perspektive die Kommunikation in der \u00d6ffentlichkeit oder in den Medien. Hierbei vergleiche ich die Situationen in Japan und Deutschland.<\/p>\n\n\n\n<p>Besonders in der japanischen Gesellschaft gestaltet sich die \u00f6ffentliche und mediale Diskussion aufgrund kultureller Empfindlichkeiten sehr anders, auch im Bereich der Politik. Diskussionen oder Debatten werden eher als unangenehm empfunden.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf Basis dieses Vergleichs konstruiere ich mein ganzes wissenschaftliches Werk.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Waren Sie bei Ihrem ersten Aufenthalt viel in Kontakt mit Studierenden, auch aus anderen L\u00e4ndern?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Im Fachbereich Philosophie war ich wie gesagt der einzige Student aus Japan. Aber an der gro\u00dfen Mensa in Bockenheim habe ich einige japanische Studierende anderer Fachbereiche kennengelernt.<\/p>\n\n\n\n<p>Was mein Forschungskolloquium angeht: Das war damals schon sehr international, mit Studierenden aus Korea, Chile, Frankreich, Bulgarien\u2026 Es gab so viele internationale Studierende an der Universit\u00e4t. Aus Japan kommend, und mit meinem Hintergrund, fand ich das sehr \u00fcberraschend. Nat\u00fcrlich studieren auch in Japan Menschen aus anderen L\u00e4ndern. Aber in den Fachbereichen Philosophie oder Soziologie handelte es sich dabei vornehmlich um Studierende aus China, Taiwan oder S\u00fcdkorea. Das ist \u00fcbrigens bis heute der Fall. In den Naturwissenschaften war und ist die Situation nat\u00fcrlich sehr anders.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Sie haben Ihr DAAD-Stipendium daf\u00fcr genutzt, f\u00fcr Ihren PhD zu recherchieren, den Sie danach an der Universit\u00e4t Osaka erhielten.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Eigentlich wollte ich nach meinem Aufenthalt in Deutschland hier meinen Doktortitel erhalten, aber das ging damals nicht. Um in Deutschland eine Professur oder einen akademischen Titel zu bekommen, ben\u00f6tigt es auch eine Habilitation. In Japan konnte man damals mit einem Mastertitel eine akademische Stelle bekommen. Das hat sich \u00fcbrigens inzwischen ge\u00e4ndert: Heute ben\u00f6tigt man einen obligatorischen Doktortitel, um eine Stelle zu erhalten. Es ist also viel restriktiver geworden.<\/p>\n\n\n\n<p>Meine DAAD Finanzierung endete nach zwei Jahren, was mich nat\u00fcrlich auch dazu zwang, wieder zur\u00fcckzukehren. In Japan verbrachte ich die erste Zeit damit, eine akademische Stelle zu finden und gleichzeitig meine eigene Forschung zu betreiben. Heute w\u00e4re ein Doktortitel das erste, was ich angehen w\u00fcrde, aber damals war ich noch nicht so weit.<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend meiner Forschungst\u00e4tigkeit bewarb ich mich auf viele offene Stellen, und schlie\u00dflich bekam ich eine Stelle an der Meiji-Universit\u00e4t, die zu den renommiertesten Universit\u00e4ten Japans geh\u00f6rt, mit den h\u00f6chsten Standards in Lehre und Forschung. Ich bin mir sicher, dass mir meine Forschungsleistungen und meine Auslandserfahrung in Deutschland bei der Einstellung sehr geholfen haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Meinem Schwerpunkt, der Kritische Theorie, bin ich dabei immer treu geblieben. Um mein Wissen weiter zu vertiefen, habe ich mich nach ein paar Jahren entschieden, erneut nach Deutschland zu kommen.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Also kehrten Sie 2010, 10 Jahre sp\u00e4ter, an die Goethe-Universit\u00e4t zur\u00fcck.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ja, als Professor war ich zwei Jahre hier, um zu forschen, lesen, diskutieren, und schreiben. Erm\u00f6glicht hatte mir das ein Forschungsstipendium meiner Universit\u00e4t. Meine Frau und mein Sohn kamen mit \u2013 damals war mein zweites Kind noch nicht auf der Welt. Bevor wir heirateten hatte ich ihr tats\u00e4chlich bereits gesagt, dass ich eines Tages nach Deutschland zur\u00fcckmuss, und sie gefragt, ob sie diese Bedingung akzeptieren konnte. Sie hat ja gesagt.<\/p>\n\n\n\n<p>Mein Forschungsthema damals besch\u00e4ftigte sich vornehmlich mit Anerkennungstheorie und der Anwendung von Sozialpathologie. Um es etwas genauer zu beschreiben: Axel Honneth, unter dem ich w\u00e4hrend meines ersten Aufenthalts studiert hatte, ist ein Spezialist auf dem Feld der Anerkennungstheorie, also der sozialen Anerkennung die jeder Mensch in der Gesellschaft erh\u00e4lt. Dabei habe ich mich darauf fokussiert, was fehlende Anerkennung ausl\u00f6st. Hier gibt es eine Reihe an M\u00f6glichkeiten, von Leiden zu sozialen Problemen bis hin zur sozialen Pathologie. In unseren kapitalistischen Gesellschaften existieren verschiedene Auspr\u00e4gungen dieser Pathologie auf unterschiedlichen Ebenen. Mein Schwerpunkt damals bestand darin, diese anhand von Honneths Anerkennungstheorie zu analysieren und zu kritisieren.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Sowohl Ihr vorheriger als auch Ihr jetziger Aufenthalt sind der Forschung gewidmet. Nutzen Sie diese Aufenthalte auch f\u00fcr den Austausch mit Studierenden?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend meines vorherigen Aufenthalts in Frankfurt, also 2010-2012, war ich zugegebenerma\u00dfen weniger aktiv in diesem Bereich, auch weil andere Dinge pressierten, wie beispielsweise die engere Verzahnung zwischen meiner Hochschule in Japan und der Goethe-Universit\u00e4t. Dar\u00fcber hinaus ist es im Fachbereich Philosophie nicht immer einfach, Studierende anzusprechen. Nat\u00fcrlich m\u00f6chte ich noch viele hei\u00dfe Diskussionen f\u00fchren, aber ich bin etwas vorsichtiger in der direkten Ansprache.<\/p>\n\n\n\n<p>Jetzt habe ich dank Prof. Michael Kinski aus der Japanologie ein Zimmer, was mir eine gro\u00dfe Chance bietet, mit deutschen Studierenden ins Gespr\u00e4ch zu kommen und uns \u00fcber Weltanschauungen auszutauschen. Deswegen halte ich einmal in der Woche f\u00fcr ungef\u00e4hr zwei Stunden eine Austauschrunde, wo wir gemeinsam unterschiedliche Themen \u2013 politisch, philosophisch, \u2026 \u2013 diskutieren. Prof. Kinski bin ich \u00fcbrigens nicht nur beruflich verpflichtet \u2013 er hat mir und meiner Familie auch geholfen, eine m\u00f6blierte Wohnung in Frankfurt zu finden, und das ist wie wir alle wissen nicht einfach.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch wenn ich eher zur\u00fcckhaltend bin, ist mir das Thema Austausch ein wichtiges. Deshalb bin ich besonders froh dar\u00fcber, dass wir w\u00e4hrend meines zweiten Aufenthalts gemeinsam einen Austausch zwischen meiner Fakult\u00e4t in Japan und der Japanologie an der Goethe-Universit\u00e4t beschlossen haben. Dieses Jahr sind je zwei Austauschstudierende aus den respektiven Universit\u00e4ten an der jeweiligen Partnerinstitution. Dabei stammen die japanischen Studierenden aus allen m\u00f6glichen Fachbereichen, w\u00e4hrend die deutschen Austauschstudierenden ausschlie\u00dflich aus der Japanologie kommen.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-full\"><img decoding=\"async\" width=\"650\" height=\"450\" src=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/beitragsbild-professor-shinya-miyamoto-studierende-650x450px.jpg\" alt=\"Professor Shinya Miyamoto mit Studierenden\" class=\"wp-image-82057\" srcset=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/beitragsbild-professor-shinya-miyamoto-studierende-650x450px.jpg 650w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/beitragsbild-professor-shinya-miyamoto-studierende-650x450px-300x208.jpg 300w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/beitragsbild-professor-shinya-miyamoto-studierende-650x450px-500x346.jpg 500w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/beitragsbild-professor-shinya-miyamoto-studierende-650x450px-18x12.jpg 18w\" sizes=\"(max-width: 650px) 100vw, 650px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Auch wenn sich beim dritten Aufenthalt von Miyamoto Shinya vieles um Forschung dreht, findet er die Zeit, Studierende der Goethe-Universit\u00e4t, die einen Aufenthalt in Japan planen, zu unterst\u00fctzen.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Was genau erforschen Sie gerade?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend dieses Forschungsaufenthaltes stand ich in Kontakt mit Prof. Rainer Forst vom Forschungszentrum \u201eNormative Ordnungen\u201c und Prof. Martin Saar von der Philosophischen Fakult\u00e4t, um meine Kenntnisse \u00fcber die aktuellen Diskussionen in der Kritischen Theorie zu erweitern, und besuchte ihre Kolloquien und Symposien. Dieses Mal habe ich drei Teilprojekte.<\/p>\n\n\n\n<p>Das erste ist sehr theoretisch und besch\u00e4ftigt sich mit der \u201eDialektik der Aufkl\u00e4rung\u201c. Ich m\u00f6chte die Debatten in Deutschland \u00fcber dieses Thema neu verstehen und rekonstruieren. Da es so spezifisch ist, gehe ich lieber detaillierter auf die anderen beiden ein.<\/p>\n\n\n\n<p>Das zweite Projekt ist f\u00fcr mich pers\u00f6nlich ganz besonders: Ich m\u00f6chte eine Rezeptionsgeschichte \u00fcber Kritische Theorie in Japan schreiben. Dazu muss ich ein bisschen ausholen. Ein Gr\u00fcnder der Kritischen Theorie ist bekannterma\u00dfen Max Horkheimer. In der Kriegszeit schrieb der japanische Aktivist Osamu Kuno ihm einige Briefe, die seine eigenen philosophischen und politischen Gedanken darlegten. Laut seiner Autobiographie bat Kuno Horkheimer unter anderem um Erlaubnis, einige seiner Texte aus der Zeitschrift f\u00fcr Sozialforschung ins Japanische zu \u00fcbersetzen. Aber dann kam der Krieg, und er erhielt nie eine Antwort. Japans milit\u00e4rische Niederlage und die verheerende Zerst\u00f6rung des Landes hinterlie\u00dfen bei Kuno und vielen anderen eine tiefe Entt\u00e4uschung. Wie viele andere Forschende und auch Verleger in Japan fand er sich jedoch ermutigt durch die Ver\u00f6ffentlichung der Erkl\u00e4rung von acht herausragenden Sozialwissenschaftlern in der Juli 1948 Ausgabe des UNESCO Courier. Unter ihnen: Max Horkheimer. Die renommierten Forscher machten internationale Spannungen f\u00fcr den Krieg verantwortlich. In seiner Autobiographie schreibt Kuno, dass er sich aufgrund der Publikation ermutigt sah, aktiv in der durch den japanischen Wissenschaftsrat (<em>nihon gakujutsu kaigi<\/em>) neu geschaffenen \u201eForschungsgruppe f\u00fcr die Friedensfrage\u201c einzubringen.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Hauptthema, das den Wissenschaftsrat damals besch\u00e4ftigte, war die Auseinandersetzung damit, dass sich Japans Forschungsinstitutionen w\u00e4hrend des Zweiten Weltkriegs aktiv am Krieg beteiligt hatten, sowie die Bem\u00fchungen, die Aufrechterhaltung des Friedens und der akademischen Freiheit neu zu beleben. Auf ihrer Plenarsitzung Ende 1948 debattierten die japanischen Forscher dar\u00fcber, wie sie auf die UNESCO-Erkl\u00e4rung reagieren sollten. Im Rahmen des erw\u00e4hnten \u201eForschungsgruppe f\u00fcr die Friedensfrage\u201c wurde schlie\u00dflich im Januar 1949 eine Erkl\u00e4rung (\u201eA Statement by Scientists in Japan on the Problem of Peace\u201c) in der liberalen japanischen Zeitschrift <em>Sekai <\/em>(Welt) ver\u00f6ffentlicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Es gibt viele solcher Geschichten in Japan, keine von ihnen komplett. Auch ist diese Korrespondenz bisher nicht best\u00e4tigt. Deswegen sichte ich jetzt die entsprechenden Korrespondenzarchive in der Universit\u00e4tsbibliothek.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-full\"><img decoding=\"async\" width=\"644\" height=\"873\" src=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/beitragsbild-statement-by-scientists-in-japan.jpg\" alt=\"Auszug aus &quot;Sekai: A Statement by Scientists in Japan on the Problem of Peace&quot;\" class=\"wp-image-82054\" style=\"object-fit:cover\" srcset=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/beitragsbild-statement-by-scientists-in-japan.jpg 644w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/beitragsbild-statement-by-scientists-in-japan-221x300.jpg 221w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/beitragsbild-statement-by-scientists-in-japan-369x500.jpg 369w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/beitragsbild-statement-by-scientists-in-japan-9x12.jpg 9w\" sizes=\"(max-width: 644px) 100vw, 644px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Das Ende des Zweiten Weltkriegs, die Vereinten Nationen und Max Horkheimer: Sie alle spielten laut Miyamoto Shinya eine Rolle in der Rezeptionsgeschichte von Kritischer Theorie in Japan. (Illustration: Sekai: A Statement by Scientists in Japan on the Problem of Peace) <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Sie schauen also kritisch nochmal \u00fcber die Geschichte der Kritischen Theorie in Japan?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ja, in gewisser Weise kann man das sagen. Aber warum genau ist diese Geschichte wichtig? Leider \u2013 und hier kommt die Kritik \u2013 m\u00f6chte die heutige japanische Regierung oder das Erziehungsministerium die Wissenschaftler*innen beeinflussen. Das betrifft alle Bereiche. So hat der japanische Wissenschaftsrat zum Beispiel seit Ende des Kriegs sehr starke Aussagen \u00fcber die friedliche Nutzung von Kernenergie oder Wissenschaften gemacht. Unter jungen Wissenschaftler*innen, die sich mit Kritischer Theorie befassen, gibt es jedoch die Tendenz, die Verbindung zwischen Gesellschaftstheorie und Sozialkritik bzw. zwischen Sozialphilosophie und \u00f6ffentlicher Kommunikation aufzul\u00f6sen. Au\u00dferhalb der Akademie, verliert die Kritische Theorie in Japan ihre Bedeutung.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Wissen Sie ob Kunos Ideen Anklang in Deutschland gefunden haben?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>In diesem Fall war es wohl eher einseitig. Tats\u00e4chlich hat Kuno lange nicht \u00fcber seine Ideen geredet, und diese ausschlie\u00dflich in Korrespondenz gefasst. Bisher habe ich leider keine Antwort von Max Horkheimer gefunden; ich glaube pers\u00f6nlich auch nicht, dass es eine gegeben hat.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Was ist das dritte Teilprojekt?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Mit diesem Projekt k\u00f6nnte ich w\u00e4hrend meines Aufenthalts fast fertig werden. In Japan gibt es eine legend\u00e4re Zeitschrift auf dem Gebiet der Philosophie, des Denkens und der Kunst, namens <em>Shis\u014d <\/em>(Gedankenwelt). Seit einem Jahr arbeite ich mit den Herausgebern an einer Sonderausgabe anl\u00e4sslich des 100-j\u00e4hrigen Bestehens des Instituts f\u00fcr Sozialforschung. F\u00fcr diesen Band habe ich einen eigenen l\u00e4ngeren Artikel beigesteuert, der die Geschichte des IfS skizziert, insbesondere die Forschungsprojekte im 21. Jahrhundert und einige der Veranstaltungen zum 100-j\u00e4hrigen Jubil\u00e4um. Auch japanischen Forscher*innen ist das Institut f\u00fcr Sozialforschung gut bekannt, ebenso wie die Geschichte der Frankfurter Schule, aber es ist nicht viel dar\u00fcber bekannt, wie das IfS die zeitgen\u00f6ssische \u201eKritische Theorie\u201c konzipiert. Anhand eines \u00dcberblicks \u00fcber die derzeit verf\u00fcgbare Literatur habe ich die Aussichten f\u00fcr die k\u00fcnftige \u201eKritische Theorie\u201c kritisch untersucht. Die Ausgabe wird in Japan im Dezember erscheinen.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Ihre Arbeitsgruppe in der Japanologie bietet Orientierung f\u00fcr Studierende, die einen Austausch mit Japan anstreben. Nehmen Sie dabei die Rolle eines Botschafters ein?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Korrekt \u2013 das ist genau die Rolle, die ich w\u00e4hrend meines jetzigen Aufenthalts in Frankfurt wahrnehmen m\u00f6chte. Dabei stehe ich allen Goethe-Universit\u00e4t Studierenden zur Verf\u00fcgung, die nach Japan gehen wollen \u2013 egal ob an die Meiji Universit\u00e4t oder eine andere Hochschule. Nat\u00fcrlich unterst\u00fctze ich auch gerne Studierende anderer Einrichtungen, die einen Aufenthalt in Japan planen, nach den mir gegebenen M\u00f6glichkeiten.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine ehemalige Austauschstudentin, die aus der Japanologie kommend ein Semester bei uns an der Meiji Universit\u00e4t verbracht hatte, nimmt auch an den Diskussionen teil. Ihre Erfahrungsberichte sind nat\u00fcrlich f\u00fcr k\u00fcnftige Austauschstudierende \u00e4u\u00dferst wertvoll.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><strong>D.h. Sie schauen sich nicht nur an, wie der Ideenaustausch zwischen Deutschland und Japan unmittelbar nach Ende des Zweiten Weltkriegs verlief \u2013 Sie bauen heute diesen Austausch weiter auf und aus.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Lassen Sie mich dazu noch ein paar Worte sagen.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch japanische Forschende und Studierende sind an der Debatte zwischen Soziologie und Philosophie in Deutschland interessiert. Allerdings gibt es zwei Probleme. Erstens scheint Deutschland f\u00fcr japanische Studierende in diesen Bereichen immer noch weit weg zu sein, oder besser gesagt, unter dem Druck der Arbeitswelt noch weiter weg. Zweitens gibt es immer noch eine starke Trennung zwischen Theorie und sozialer Praxis, zwischen Universit\u00e4t und Gesellschaft, und Diskussionen \u00fcber Kultur, Gesellschaft und Geschichte sind in der \u00f6ffentlichen Kommunikation verp\u00f6nt. Viele meiner ehemaligen deutschen Studierenden haben nach ihrer R\u00fcckkehr aus Japan den Eindruck ge\u00e4u\u00dfert, dass ihre japanischen Kommilitonen nicht \u00fcber Politik diskutieren, und ich denke, diese Tendenz ist auch hier zu beobachten.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich m\u00f6chte interessierten Studierenden einen Ansto\u00df geben, und Ihnen dabei helfen, bestehende Chancen wahrzunehmen \u2013 genauso wie das einst bei mir der Fall war. Wenn wir weiter voneinander lernen k\u00f6nnen wir gemeinsam dazu beitragen, unsere Gesellschaft zum Besseren zu ver\u00e4ndern. Abgesehen davon bin ich der festen \u00dcberzeugung, dass Wissenschaftler*innen internationale Erfahrungen in anderen Kulturen und L\u00e4ndern sammeln sollten und m\u00fcssten \u2013 auch um sich selbst zu relativieren.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Haben Sie schon einen Ihrer eigenen Studierenden, also aus dem Bereich Kritische Theorie, in den Austausch mit der Goethe-Universit\u00e4t gebracht?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Tats\u00e4chlich war unter den bisherigen Austauschstudierenden niemand mit einem Schwerpunkt auf Kritische Theorie. Irgendwie ironisch, wenn ich es genauer betrachte. Austauschstudierende meiner Universit\u00e4t sind nicht auf mein Seminar beschr\u00e4nkt. Daher werden h\u00e4ufig Studierende der interkulturellen Kommunikation oder des Journalismus Austauschstudierende an der Goethe-Universit\u00e4t. Dessen unber\u00fchrt halte ich es nat\u00fcrlich f\u00fcr wichtig, Studierenden, die ein anderes Forschungsthema w\u00e4hlen, die Perspektive der Kritischen Theorie zu vermitteln.<\/p>\n\n\n\n<p>Was mich aber nur in meinen Pl\u00e4nen best\u00e4rkt, nach meiner R\u00fcckkehr die Kritische Theorie noch breiter und intensiver an meiner Universit\u00e4t zu bewerben. In meinen Seminaren lese ich nat\u00fcrlich die entsprechenden Texte mit meinen Studierenden. Aber meist beginnt die richtige theoretische Auseinandersetzung erst ab dem Master-Level.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Wie hat Ihr interdisziplin\u00e4res, japanisch-deutsches Studium der Kritischen Theorie Ihr Leben ver\u00e4ndert?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das ist eine sehr gro\u00dfe Frage, die sich nicht so einfach beantworten l\u00e4sst.<\/p>\n\n\n\n<p>Spontan kann ich sagen, dass ich gelernt habe, verschiedene Perspektiven gleichzeitig einzunehmen, und dabei meine festgelegte Startposition zu reflektieren oder auch zu relativieren. Diese Art von Denkexperiment funktioniert nat\u00fcrlich nicht nur im theoretischen oder abstrakten Bereich \u2013 sie ist auch im Alltag anwendbar. Das ist f\u00fcr mich eine sehr wichtige Lehre von Kritischer Theorie \u2013 die F\u00e4higkeit, eine Szene, einen Text, oder eine Begebenheit auf unterschiedlichen Niveaus zeitlich neu zu kontextualisieren, zu analysieren und ratifizieren. Vor allem scheint sie uns eine M\u00f6glichkeit gegeben zu haben, eine Perspektive unter vielen zu verstehen, die f\u00fcr Japan, das r\u00e4umlich in Asien liegt und politisch und wirtschaftlich auf die USA ausgerichtet ist, besonders ist. Japaner*innen wird oft nachgesagt, sie seien kritikunwillig. Seit meinem ersten Auslandsaufenthalt bin ich jedoch der Meinung, dass wir irgendwie vermitteln m\u00fcssen, dass ohne gesellschaftliche Kritik die von den Menschen gew\u00fcnschten gesellschaftlichen Ver\u00e4nderungen nicht zustande kommen werden.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Haben Sie einen Lieblingsplatz auf dem Universit\u00e4tscampus?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Tats\u00e4chlich liebe ich die gro\u00dfe Wildwiese und der \u00dcbergang in den Gr\u00fcneburgpark. Ich finde es toll, dass die Natur so einfach erreichbar ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn ich nach innen gehen m\u00fcsste, w\u00e4re einer meiner zwei Lieblingspl\u00e4tze das Cafe in der Rotunde des IG-Farben-Haus, auch wenn es hier manchmal sehr laut ist. Hier habe ich \u00fcber die Jahre schon viele Diskussionen gef\u00fchrt. Ansonsten f\u00fchle ich mich nat\u00fcrlich immer wohl unter B\u00fcchern, also in den Bibliotheken \u2013 auch wenn sich deren Namen \u00fcber die Jahre immer wieder ver\u00e4ndert hat.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Im M\u00e4rz 2025 kehren Sie wieder nach Japan zur\u00fcck. Fast forward 10 Jahre \u2013 sehen wir uns dann wieder?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wer wei\u00df? Aber es hat schon etwas von Regelm\u00e4\u00dfigkeit, wie eine Weltmeisterschaft oder ein Olympiaspiel.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-background\" style=\"background-color:#eeeeee\"><strong>Austausch mit Partneruniversit\u00e4ten in Japan<\/strong><br>Neben der Partnerschaft mit der Meiji-Universit\u00e4t gibt es auch weitere japanische Partneruniversit\u00e4ten, mit denen die Goethe-Universit\u00e4t zusammenarbeitet. Neben der Doshida University in Kyoto geh\u00f6rt hier auch die Osaka University dazu. Neu ab 2025\/26 sind zudem Austauschprogramme mit der Dokkyo University.<br><br>Die Bewerbungsfrist f\u00fcr die Japan-Programme l\u00e4uft noch bis zum 4. 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