{"id":82087,"date":"2024-12-23T11:17:18","date_gmt":"2024-12-23T10:17:18","guid":{"rendered":"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/?p=82087"},"modified":"2025-02-07T15:08:14","modified_gmt":"2025-02-07T14:08:14","slug":"ich-habe-anfangs-meinen-eigenen-augen-nicht-getraut","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/en\/forschung\/ich-habe-anfangs-meinen-eigenen-augen-nicht-getraut\/","title":{"rendered":"\u201eIch habe anfangs meinen eigenen Augen nicht getraut\u201c"},"content":{"rendered":"<p><strong>Professor Markus Scholz, Arch\u00e4ologe an der Goethe-Universit\u00e4t, war ma\u00dfgeblich an der Entzifferung der \u201eFrankfurter Silberinschrift\u201c beteiligt. Eingerollt in einem silbernen Amulett wurde die Inschrift in einem Grab aus dem 3. Jahrhundert nach Christus gefunden. Der vielbeachtete Fund stellt den bislang \u00e4ltesten materiellen Beleg f\u00fcr das Vorhandensein von Christen n\u00f6rdlich der Alpen dar. Die Frankfurter Silberinschrift wird die bisherige Forschung \u00fcber die Ausbreitung des Christentums und die Sp\u00e4tzeit der r\u00f6mischen Herrschaft rechts des Rheins enorm bereichern. Goethe-Uni online sprach mit Markus Scholz, wie der 18-zeilige Text entziffert werden konnte.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-full\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"650\" height=\"450\" src=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/beitragsbild-silberinschrift-markus-scholz-1-1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-82091\" srcset=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/beitragsbild-silberinschrift-markus-scholz-1-1.jpg 650w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/beitragsbild-silberinschrift-markus-scholz-1-1-300x208.jpg 300w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/beitragsbild-silberinschrift-markus-scholz-1-1-500x346.jpg 500w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/beitragsbild-silberinschrift-markus-scholz-1-1-18x12.jpg 18w\" sizes=\"(max-width: 650px) 100vw, 650px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Wie f\u00fchlt es sich an, an einer solch entscheidenden Neuerkenntnis als Wissenschaftler ma\u00dfgeblich beteiligt gewesen zu sein?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Einen solchen Fund bearbeiten zu d\u00fcrfen, das ist ein gro\u00dfes Geschenk. Wobei das Ganze nat\u00fcrlich Teamarbeit war von der minuti\u00f6sen Bergung durch die Denkmalpflege bis jetzt zur vorl\u00e4ufigen Lesung. Dabei mitwirken zu k\u00f6nnen, ist ein Gl\u00fccksereignis. Es macht mich aber auch dem\u00fctig. Dieser Text hat ja eine ganz eigene W\u00fcrde.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Das Medienecho war extrem hoch, die Kunde von der \u201eFrankfurter Silberinschrift\u201c lief auf allen Kan\u00e4len. Wie war das f\u00fcr Sie, als Wissenschaftler so sehr im Rampenlicht zu stehen?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das muss ich wohl erst noch verarbeiten. Meine Person war etwas exponiert, weil ich die Ehre hatte, den wissenschaftlichen Part bei der Pressekonferenz vorzutragen. Die Entzifferung w\u00e4re ohne Teamarbeit aber so nicht m\u00f6glich gewesen.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Die Grabung fand ja schon 2018 statt. Wann genau sind Sie in das Projekt einbezogen worden?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das Denkmalamt hat die Grabung mit hoher Pr\u00e4zision durchgef\u00fchrt. Das macht sich jetzt bezahlt unter anderem an diesem Grab. Ich durfte den \u201eTatort\u201c hin und wieder besuchen, wobei ich mich an das Grab 134 nicht konkret erinnere. Das Amulettr\u00f6llchen durfte ich dann zum ersten Mal im Laufe des Jahres 2018 im Arch\u00e4ologischen Museum in der Restaurierungswerkstatt anschauen. Da ging es um die Frage, ob und wie man es entrollen kann.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Wie war damals Ihre Einsch\u00e4tzung?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ich konnte sagen, ja da erwarten wir tats\u00e4chlich einen eingerollten Text. Aber es wurde rasch klar, dass man das physisch nicht erfolgreich entrollen kann. Es w\u00e4re einfach zerbr\u00f6selt. Da gibt es leidige Beispiele, wo nur einzelne Fetzen auf Glasplatten kleben und bl\u00f6derweise immer die interessantesten Passagen weg sind. Das wollten wir nicht riskieren. Ich habe gr\u00f6\u00dften Respekt vor den Beteiligten, die erstmal Geduld gezeigt und sich \u00fcber Alternativen informiert haben. Der erste Versuch, an die Schrift zu kommen, war eine R\u00f6ntgenanalyse im Jahr 2020. Ergebnis war eine segmentweise Aufrollung. Es zeigte sich Text, aber unscharf und unlesbar.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Das \u00e4nderte sich mit dem Umzug des Leibniz-Zentrums f\u00fcr Arch\u00e4ologie (LEIZA) Mainz an den neuen Standort.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Mit der Etablierung dieses faszinierenden neuen Tomographen und seiner wissenschaftlichen Crew war es m\u00f6glich, das Mitte 2024 so zu entschl\u00fcsseln. Die Computertomografie ist so scharf, dass sich ein deutliches Schriftbild ergibt. Damit lag das Problem der Entzifferung nicht mehr an der Sichtbarkeit von Schrift, sondern in der Interpretation der Zeichen.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Und das ist Ihr Spezialgebiet.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ja. So eine Entzifferung muss man sich erringen, und das geht im Alleingang nur beschr\u00e4nkt. Einige Passagen konnte ich auf Anhieb erkennen, andere sind bis heute Gegenstand von Diskussionen. Dabei arbeite ich mit Kollegen zusammen, hier zum Beispiel mit dem Historiker Hartmut Leppin. Ich habe sehr von seinem Netzwerk profitiert, denn viele Fragen im Zusammenhang mit diesem Text gehen weit \u00fcber die Arch\u00e4ologie der Region hinaus und ber\u00fchren Disziplinen wie die Theologie, die Liturgiegeschichte und das Alter der lateinischen \u00dcbersetzungen der Paulusbriefe.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Sie sind ja als Arch\u00e4ologe zust\u00e4ndig f\u00fcr die r\u00f6mischen Provinzen. War der Fund, der auf die Mitte des 3. Jahrhunderts datiert, f\u00fcr Sie eher ungew\u00f6hnlich?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>\u201eKleininschriften\u201c und Graffiti kommen auf allen m\u00f6glichen Gegenst\u00e4nden im Fundmaterial vor. Die Schriftlichkeit war in den r\u00f6mischen Provinzen weit verbreitet. Dieser Fund ragt aber wegen seines Textes wie seines Kontextes heraus.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><strong>War der Limes zu dieser Zeit noch in Betrieb?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das dritte Jahrhundert war sehr turbulent. Tats\u00e4chlich ist der Limes in der 2. H\u00e4lfte des 3. Jahrhunderts aufgegeben worden. Als dieses Gr\u00e4berfeld vor den Toren von Nida bestand, dieses sp\u00e4te K\u00f6rpergr\u00e4berfeld, existierte er wohl noch.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Gehen Sie also davon aus, dass der Mensch ein R\u00f6mer war? Kann man dazu bereits etwas sagen?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Prinzipiell ist vieles m\u00f6glich. Es k\u00f6nnte ein einzelner Reisender gewesen sein. Die r\u00f6mischen Au\u00dfengrenzen gerade im Vorfeld von so wichtigen Milit\u00e4rbasen wie Mainz, waren Grenzzonen mit extrem hoher Mobilit\u00e4t. Da sind \u201eFremdlinge\u201c nicht ungew\u00f6hnlich. Von der Bestattungsart her ist der Mensch unauff\u00e4llig, er ist nicht anders bestattet worden als die anderen im Gr\u00e4berfeld. Das deutet nicht auf einen Fremdling hin. Das Amulett ist au\u00dferdem in Latein geschrieben und nicht wie sonst \u00fcblich auf Griechisch.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Wie findet man heraus, woher der Mann kam?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die arch\u00e4ometrischen Untersuchungen, z.B. Strontiumisotopie, laufen noch. Letztere k\u00f6nnte Aufschluss \u00fcber Ortskonstanz oder Mobilit\u00e4t geben.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Untersucht man daf\u00fcr die Z\u00e4hne oder die Knochen?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Beides. Die Ablagerungen in den Z\u00e4hnen betreffen vor allem die Kindheit, wenn die Z\u00e4hne gebildet werden. Einlagerungen in die Langknochen, die ja st\u00e4ndig umgebaut werden, tragen die Signatur der letzten Aufenthaltsorte. Der Anthropologe Dustin Welper hat das Skelett analysiert: Danach haben wir es mit einem Mann zu tun, der um 35 bis 40 Jahre alt war, als er starb. Das Skelett zeigt keine besonderen Auff\u00e4lligkeiten, keine Verletzungen oder Verschlei\u00dferscheinungen durch schwere Arbeit. Was vorsichtig den Schluss zul\u00e4sst, dass es dem Mann relativ gut ging. Man kann auch nicht behaupten, dass er als M\u00e4rtyrer gestorben sein muss.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Kann man wegen der Erdbestattung davon ausgehen, dass auch die anderen Toten Christen waren?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Auf keinen Fall. Die K\u00f6rperbestattung gab es bereits im republikanischen Rom. Noch in der fr\u00fchen Kaiserzeit gab es senatorische Patrizierfamilien, die in uralter Tradition k\u00f6rperbestattet haben, obwohl die Mehrheit im 1. Jahrhundert nach Christus die Brandbestattung pflegte. Das sind Trends, die sich immer wieder ver\u00e4ndert haben, auch regional sehr unterschiedlich. Das hat aber nicht unmittelbar und vor allem nicht ausschlie\u00dflich mit religi\u00f6sen Str\u00f6mungen zu tun. Wenn dann k\u00e4men auch noch andere Religionen in Frage \u2013 Stichwort Judentum \u2013 oder philosophische Str\u00f6mungen. Muss ein fr\u00fchchristliches Grab automatisch ein K\u00f6rpergrab sein? Der Kirchenvater Augustinus meinte ja, dass es nicht auf die leibliche Bestattung ankommt, sondern auf das transzendentale, es bleibt ein Hintert\u00fcrchen f\u00fcr alle m\u00f6glichen Arten von Bestattungen.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Gab es bisher keine Anhaltspunkte f\u00fcr die Anwesenheit von Christen in dieser Zeit?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Es gab textliche Hinweise, die aber umstritten sind. Iren\u00e4us von Lyon, ein gallischer Bischof, der um 185 nach Christus geschrieben hat, bezeugt wie andere fr\u00fchchristliche Autoren auch, ein Pogrom im Jahre 177 nach Christus im Rh\u00f4netal und in Lyon. Der Bericht schlie\u00dft mit einer Darstellung dessen, wo Christus \u00fcberall schon in der bekannten Welt verehrt wird. Er erw\u00e4hnt, dass auch in Germanien Christus nach demselben Ritus verehrt werde wie in Libyen. Aber \u00e4hnlich formulieren auch andere antike Autoren, z. B. Tertullian. Es handelt sich um einen Topos, dessen konkreter Quellenwert diskutabel ist.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Und weitere Belege gibt es nicht?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die n\u00e4chsten konkreten Zeugnisse sind Konzillisten, die 313 einen Bischof von K\u00f6ln und 314 einen in Trier \u00fcberliefern. Und der Bischof in Trier erw\u00e4hnt drei Vorg\u00e4nger, ohne deren Amtszeiten zu nennen. Man kommt damit nur in die zweite H\u00e4lfte des 3. Jahrhunderts zur\u00fcck. Arch\u00e4ologische Strukturen (Kirchen) und Ikonographie lassen sich sicher erst in das 4. Jahrhundert datieren.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Wenn es Bisch\u00f6fe gab, muss es ja auch einfache Christen gegeben haben.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Es w\u00e4re nicht \u00fcberraschend, wenn um 200 nach Christus hier schon christliche Gemeinden gewesen w\u00e4ren, die Leute hatten ja sozusagen 200 Jahre Zeit, sich zu informieren. Die hohe Mobilit\u00e4t \u00fcber Grenzen hinweg ist bekannt, da haben sich Menschen aus sehr unterschiedlichen Kulturen getroffen, aber bislang fehlte der Beweis. Und den haben wir jetzt, zumindest f\u00fcr einen Christen.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Wurde Silberfolie als Schreibgrund nur f\u00fcr rituelle Texte verwendet?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Edelmetallbleche waren kein normaler Beschreibstoff, sondern spezifisch f\u00fcr magische Schutzamulette. Diese Praxis kam Mitte des 3. Jahrhunderts \u00fcberhaupt erst auf. Rechts des Rheins, im ehemaligen Limesgebiet, gibt es ganze zwei St\u00fcck: das Frankfurter Silberr\u00f6llchen und das Silberr\u00f6llchen von Badenweiler bei Freiburg im Breisgau, das man schon l\u00e4nger kennt. Es gab auch die negative Magie, den Schadenszauber. Den hat man auf Blei geschrieben. Das ist schon aus dem Alten Griechenland belegt.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignright size-full\"><img decoding=\"async\" width=\"354\" height=\"500\" src=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/beitragsbild-silberinschrift-markus-scholz-2.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-82094\" srcset=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/beitragsbild-silberinschrift-markus-scholz-2.jpg 354w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/beitragsbild-silberinschrift-markus-scholz-2-212x300.jpg 212w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/beitragsbild-silberinschrift-markus-scholz-2-8x12.jpg 8w\" sizes=\"(max-width: 354px) 100vw, 354px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Womit hat man auf die Folie geschrieben?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das ist schwer nachzuvollziehen. Das \u00fcbliche Schreibger\u00e4t f\u00fcr Wachstafeln waren Schreibgriffel aus Metall oder Knochen. In unserem Fall ist der Schreibgrund winzig klein und die Schrift hauchd\u00fcnn. Das kann kaum mit einer Metallspitze geschehen sein, man h\u00e4tte unweigerlich das Silber durchsto\u00dfen. Ich stelle mir eher so etwas wie einen Zahnstocher vor, vielleicht aus Knochen. Das Blech ist so gro\u00df wie ein halber Bierdeckel. <\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Ob der Mensch, der das Amulett getragen hat, auch den Text geschrieben hat?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Person, die den Text geschrieben hat, hatte Informationsquellen und offensichtlich Zugang zu Schrifttum, wie das Pauluszitat ja zeigt. Das war auf jeden Fall ein Christ. Sehr wahrscheinlich wusste der Tr\u00e4ger, was da inhaltlich drinstand. Wir wissen aber noch zu wenig \u00fcber ihn. Anders beim Amulett aus Badenweiler: Das war f\u00fcr ein Kind, den kleinen Lucius, geschrieben worden. Der hat es dann in den Thermen von Badenweiler verloren, vielleicht beim Schwimmunterricht, kennt man ja von den eigenen Kindern. H\u00e4tte es auch unser Mann schon als Kind bekommen, dann w\u00e4re das Amulett evtl. ins fr\u00fche dritte Jahrhundert zu datieren \u2013 aber das ist Spekulation.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Als das Bild des Computertomografen kam, haben Sie gleich erkannt, welche Bedeutung der Fund hat?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Eigentlich schon. Als ich die Bilddatei zum ersten Mal ge\u00f6ffnet habe, bin ich umgefallen angesichts der Klarheit dieses 3-D-Modells. Das war schon aufregend.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Vorher hatten Sie keinen Text erkennen k\u00f6nnen?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Man hat gesehen, dass Text enthalten ist, aber man hat nichts entziffern k\u00f6nnen. Was der Computertomograph hervorbrachte, war regelrecht Klartext.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Was konnten Sie als erstes entziffern?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>\u201eQui se dedit voluntati domini\u201c. Und dann dieses XP (Chi Rho), und nicht genug damit, ihm voran geht IH (Jota Eta), das ist die Abk\u00fcrzung f\u00fcr Jesus Christus. Und das Ganze nicht nur einmal, sondern dreimal in dem Text und in aller Deutlichkeit. Mit einem geschn\u00f6rkelten Abk\u00fcrzungszeichen dar\u00fcber, was die Nomina Sacra auch markiert. Da war klar: Da gibt es kein Vertuen. Dann war nur die Frage: Steht Christus alleine da? Oder wie h\u00e4ufig im Kontext heidnischer D\u00e4monen oder auch j\u00fcdischer Elemente?<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><strong>F\u00fcr alle F\u00e4lle kann man ja nie wissen.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Je mehr G\u00f6tter, desto besser. Die gro\u00dfen politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Unsicherheiten im 3. Jahrhundert brachten viel Dynamik mit sich, man hat sich gedanklich neu sortiert und alles M\u00f6gliche aufgeschnappt und verarbeitet. Die Schutzmagie ist sozusagen eine Sekund\u00e4rverwertung der regul\u00e4ren kultischen Vorstellungen. Aber f\u00fcr diesen Text k\u00f6nnen wir sicher sein: Der ist rein christlich, und das macht ihn so au\u00dferordentlich.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Was haben Sie als Erstes gemacht, als Sie das gemerkt haben?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Den Rechner aus und erstmal was Anderes gemacht. Und am n\u00e4chsten Tag wieder reingeguckt.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Aber der Befund war gleichgeblieben.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ich habe eine Weile meinen eigenen Augen nicht getraut. Dann habe ich die Kollegen hinzugezogen, Carsten Wenzel vom Arch\u00e4ologischen Museum zum Beispiel, und eben Hartmut Leppin und Benjamin Fourlas vom LEIZA, Byzantinist, der sich mit so fr\u00fchen christlichen Ritualen befasst. Sie haben best\u00e4tigt: Das sind tats\u00e4chlich christliche Signets. Formulierungen wie \u201equi sededit voluntati domini\u201c findet man in heidnischen Texten nicht. Und auch \u201ehagios, hagios, hagios\u201c \u2013 \u201eheilig, heilig, heilig\u201c \u2013 auf Griechisch in Latein geschrieben, gibt es in heidnischen Kontexten so nicht. Aber der Schl\u00fcssel zum Gl\u00fcck war das Pauluszitat in den letzten Zeilen. Da hatte ich einzelne Elemente gelesen, caelestes, die Himmlischen, und \u201eomnis lingua confiteatur\u201c jede Zunge bekenne, aber der Rest ergab keinen Sinn. Bis Wolfram Kinzig, Kirchenhistoriker aus Bonn, sagte, diese Wortfolge erinnere an den Paulusbrief an die Philipper. Ich las ihn nach \u2013 und ecce! \u2013 wenn man es wei\u00df, sieht man: das steht da.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Das Wiedererkennen einer bestimmten Wortfolge bringt einen dann weiter.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Man n\u00e4hert sich so einem Text von mehreren Seiten. Einen Teil, ca. 50 bis 70 Prozent, kann man mit \u00dcbung relativ schnell lesen. Der Rest ist hartn\u00e4ckiges Ringen. Welcher Strich geh\u00f6rt zu einem Buchstaben? Das R\u00f6llchen ist ja mehrfach geknickt und gestaucht mit Rissen, die aussehen k\u00f6nnen wie Striche von Buchstaben. Und im Kopf muss immer das lateinische Vokabular mitrattern oder man schl\u00e4gt es nach. Da geht man auch mal in die Irre und legt es wieder weg und sagt, heute lieber nicht mehr. Oder man hat eine Idee und geht zu den Kollegen, und die sagen, naja, dar\u00fcber m\u00fcssen wir diskutieren. Die Computertomografie bietet ja auch noch die M\u00f6glichkeit, in die tiefen Schichten einzudringen, das R\u00f6llchen ist ja keine symmetrische Spirale, sondern ziemlich schief. Manche Buchstaben sehen in der zweidimensionalen Darstellung bei schr\u00e4gem Anschnitt wie ein Punkt aus. Mit der CT-Technik kann man nochmal nachsch\u00e4rfen, kippen, regelrecht rauspr\u00e4parieren. Was jetzt so einfach klingt, bedeutet eine sehr aufwendige Arbeit f\u00fcr die Kollegen in Mainz, dahinter stehen umfangreiche Rechenmodelle.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Wie lange haben Sie letztendlich get\u00fcftelt, bis die jetzige Lesart stand?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ich habe die Stunden nicht mitgez\u00e4hlt, kann also nicht beziffern, was es den Steuerzahler gekostet hat. Insgesamt war das aber vielleicht ein halbes Jahr mit gro\u00dfen Pausen. Das ist auch hilfreich, denn bei solchen Texten \u2013 wie \u00fcberhaupt in der Wissenschaft \u2013 muss man sich gelegentlich mal von liebgewonnen goldenen Worten und Gedanken distanzieren. Wenn man nach einiger Zeit mit k\u00fchlem Kopf nochmal kritisch pr\u00fcft, kann es schon sein, dass eine alternative Sicht darauf frei wird. Was auch sehr geholfen hat: Das h\u00e4ndische Umzeichnen des CT-Bildes, da muss man sich \u00fcber jeden Strich Rechenschaft ablegen.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Wie werden Ihre Erkenntnisse publiziert?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Publikationsstrategie wird bald festgelegt. Wahrscheinlich werden wir mit verschiedenen Aufs\u00e4tzen starten. Von der technisch-naturwissenschaftlichen Seite besteht ein gro\u00dfes Interesse, auch die angewandte CT-Methode zu publizieren, die ihrerseits v\u00f6llig neu ist. Wir denken nat\u00fcrlich auch an einen gr\u00f6\u00dferen Aufsatz, der die arch\u00e4ologischen, althistorischen und theologischen Belange abdeckt.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Wie ist es f\u00fcr Sie zu wissen, dass auf dem Gr\u00e4berfeld jetzt ein Mehrfamilienhaus steht?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ja, das ist immer ein weinendes und ein lachendes Auge. In dem Fall ist alles planm\u00e4\u00dfig gelaufen. Das Gr\u00e4berfeld ist seit dem 19. Jahrhundert bekannt. Die Ausgrabung war wie ein Sichtfenster. Das Gr\u00e4berfeld ist dort nicht zu Ende, an allen Baugrubengrenzen geht es weiter, da steckt noch viel im Boden. Manches ist durch Leitungssch\u00e4chte, Tiefgaragen, \u00e4ltere Keller zerst\u00f6rt. Noch Vorhandenes kann hoffentlich im Boden bewahrt oder wie hier k\u00fcnftig systematisch ausgegraben werden.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Meinen Sie, dieser Fund wird das gr\u00f6\u00dfte Highlight Ihrer wissenschaftlichen Karriere gewesen sein?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Hoffentlich nicht ;-). Wir haben viele andere interessante Projekte, die diese Sichtbarkeit nicht erzielen. Es ist auch unwahrscheinlich, das sowas nochmal kommt. Immer gern, aber das ist schon ein absoluter Gl\u00fccksfall.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-background\" style=\"background-color:#eeeeee\"><a href=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/forschung\/ich-habe-mir-als-erstes-die-frage-gestellt-ob-das-nicht-eine-faelschung-ist\/\">Interview mit Professor Hartmut Leppin zum selben Thema \u2192<\/a><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Professor Markus Scholz, Arch\u00e4ologe an der Goethe-Universit\u00e4t, war ma\u00dfgeblich an der Entzifferung der \u201eFrankfurter Silberinschrift\u201c beteiligt. Eingerollt in einem silbernen Amulett wurde die Inschrift in einem Grab aus dem 3. 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