{"id":84610,"date":"2025-07-01T16:08:08","date_gmt":"2025-07-01T14:08:08","guid":{"rendered":"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/?p=84610"},"modified":"2025-07-04T09:31:17","modified_gmt":"2025-07-04T07:31:17","slug":"forschungsprojekt-an-unibibliothek-findet-mehr-ns-raubgut-als-erwartet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/en\/forschung\/forschungsprojekt-an-unibibliothek-findet-mehr-ns-raubgut-als-erwartet\/","title":{"rendered":"Forschungsprojekt an Unibibliothek findet mehr NS-Raubgut als erwartet"},"content":{"rendered":"<p><em>Erstes Projekt zur Provenienzforschung an der Bibliothek der Goethe-Universit\u00e4t zeigt weiteren Bedarf \u2013 Nachfolgeprojekt untersucht seltene Drucke \u2013 Umfangreiche Best\u00e4nde aus Frankfurter Antiquariat Baer identifiziert<\/em><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-full\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"650\" height=\"450\" src=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/beitragsbild_Provenienzforschung_ub_01.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-84611\" srcset=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/beitragsbild_Provenienzforschung_ub_01.jpg 650w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/beitragsbild_Provenienzforschung_ub_01-300x208.jpg 300w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/beitragsbild_Provenienzforschung_ub_01-500x346.jpg 500w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/beitragsbild_Provenienzforschung_ub_01-18x12.jpg 18w\" sizes=\"(max-width: 650px) 100vw, 650px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">F\u00fcr die Erforschung der Herkunft von B\u00fcchern sind verschiedene Quellen wichtig \u2013 vor allem das Buch selbst, aber auch alte Inventarlisten und Akten. (Foto: Daniel Dudde)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Seit Herbst 2020 werden die Best\u00e4nde der Universit\u00e4tsbibliothek Frankfurt auf B\u00fccher hin untersucht, die ihren Eigent\u00fcmern w\u00e4hrend der NS-Zeit unrechtm\u00e4\u00dfig entzogen wurden. Im Verlauf des ersten, durch das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste unterst\u00fctzten, nun abgeschlossenen Projekts wurde klar: Die Menge an Raubgut in den Best\u00e4nden ist gr\u00f6\u00dfer als erwartet; die Provenienzforschung muss weitergehen, auch um rechtm\u00e4\u00dfige Besitzer ermitteln und die Exponate restituieren zu k\u00f6nnen. Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz haben Universit\u00e4t und Stadt Frankfurt heute \u00fcber die bisherigen Ergebnisse und das weitere Vorgehen berichtet.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Im Fr\u00fchjahr 2025 hat die Universit\u00e4tsbibliothek Johann Christian Senckenberg (UB) der Goethe-Universit\u00e4t Frankfurt ihr erstes Provenienzforschungsprojekt erfolgreich abgeschlossen und jetzt den daraus entstandenen Forschungsbericht fertiggestellt. Ziel war es, B\u00fccher aus dem Bestand der Bibliothek zu identifizieren, die in Zusammenhang mit der nationalsozialistischen Verfolgung ihren Besitzern entzogen wurden. Dieses Projekt wurde von der Universit\u00e4tsbibliothek initiiert und stellt den Auftakt einer auf viele Jahre angelegten, systematischen Provenienzforschung in den Best\u00e4nden der Bibliothek dar. Ziel ist es auch, L\u00f6sungen f\u00fcr eine R\u00fcckgabe oder Entsch\u00e4digung zu finden. So sieht es die Washingtoner Erkl\u00e4rung aus dem Jahr 1998 vor, eine rechtlich nicht bindende, jedoch moralisch und ethisch verpflichtende internationale \u00dcbereinkunft, um Raubkunst zu identifizieren, deren rechtm\u00e4\u00dfige Eigent\u00fcmer oder Erben ausfindig zu machen und eine \u201egerechte und faire L\u00f6sung\u201c zu finden.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Schleiff: \u201eUniversit\u00e4t stellt sich ihrer Geschichte\u201c<\/h2>\n\n\n\n<p>\u201eDie Universit\u00e4t stellt sich ihrer Geschichte. Die wissenschaftliche Untersuchung der Bibliotheksbest\u00e4nde ist ein wichtiger Bestandteil dieser Aufgabe. Nach moralischen Gesichtspunkten verj\u00e4hrt das in der NS-Zeit begangene Unrecht nicht, da f\u00fchlen wir uns ganz der Washingtoner Erkl\u00e4rung verpflichtet. Deshalb hat die Universit\u00e4tsbibliothek vor f\u00fcnf Jahren das erste gro\u00dfe Provenienzforschungsprojekt auf den Weg gebracht: Wir wollten wissen, welche Best\u00e4nde aus enteignetem Besitz in unserer Bibliothek liegen, und das geschehene Unrecht in Bezug auf die widerrechtliche \u00dcbernahme der Exponate wiedergutmachen. Dass diese Aufgabe nun so viel umfangreicher sein wird als erwartet, stellt uns vor gro\u00dfe Herausforderungen\u201c, sagt Professor Enrico Schleiff, Pr\u00e4sident der Goethe-Universit\u00e4t.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Vorhaben wurde ma\u00dfgeblich durch das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste in Magdeburg gef\u00f6rdert und zus\u00e4tzlich von der Stadt Frankfurt unterst\u00fctzt, die Eigent\u00fcmerin einer Vielzahl von B\u00fcchern der fr\u00fcheren Stadt- und Universit\u00e4tsbibliothek ist. Diese entstand nach dem Zweiten Weltkrieg durch die Zusammenf\u00fchrung mehrerer Bibliotheken, darunter der Stadtbibliothek. In einem Kulturvertrag von 1999 haben die Stadt Frankfurt und das Land Hessen vereinbart, dass ein Teil der Best\u00e4nde weiterhin der Stadt geh\u00f6rt. Grob gesch\u00e4tzt handelt es sich um ein Drittel der B\u00fccher, die vor 1945 erschienen sind.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Kulturdezernentin: \u201eDie schiere Menge geraubter B\u00fccher ist best\u00fcrzend\u201c<\/h2>\n\n\n\n<p>Kultur- und Wissenschaftsdezernentin Dr. Ina Hartwig: \u201eBei dem kontaminierten Begriff der \u201eArisierungen\u201c dachte man lange an Immobilien, Gesch\u00e4fte oder Betriebe, die ihren j\u00fcdischen Eigent\u00fcmerinnen und Eigent\u00fcmern entrissen wurden. Die umfangreichen Forschungen an der Universit\u00e4tsbibliothek Frankfurt zeigen jedoch, dass dieses Verst\u00e4ndnis zu eng ist. Die schiere Menge der geraubten B\u00fccher in den gemeinsamen Best\u00e4nden von Universit\u00e4t und Stadt ist best\u00fcrzend, die systematische Erforschung \u00fcberf\u00e4llig. Das nun abgeschlossene Projekt stellt einen ersten Schritt dar und ist das Ergebnis der konstruktiven und fruchtbaren Zusammenarbeit zwischen der Goethe-Universit\u00e4t, der Universit\u00e4tsbibliothek und der Stadt Frankfurt, an die wir in Zukunft ankn\u00fcpfen m\u00f6chten.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Daniela Poth, Leiterin der Universit\u00e4tsbibliothek Johann Christian Senckenberg: \u201eMit Daniel Dudde und Darleen Pappelau haben wir zwei sehr kompetente Fachleute einsetzen k\u00f6nnen. Sie haben mit viel Interesse, Ausdauer und Sorgfalt die detektivische Aufgabe \u00fcbernommen, den Weg der B\u00fccher nachzuzeichnen und zu dokumentieren sowie die rechtm\u00e4\u00dfigen Eigent\u00fcmer herauszufinden. Sie haben eine wunderbar systematische Aufarbeitung vorgelegt, daf\u00fcr danken wir ihnen sehr und hoffen, dass sie die Provenienzforschung an der UB mit dem gleichen Engagement auch zuk\u00fcnftig weiterf\u00fchren. Und nat\u00fcrlich danken wir auch dem Pr\u00e4sidium f\u00fcr seine Unterst\u00fctzung in jeglicher Hinsicht.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Dr. Uwe Hartmann, Leiter des Fachbereichs Kulturgutverluste im 20. Jahrhundert in Europa am Deutschen Zentrum Kulturgutverluste: \u201eWir freuen uns, dass mit der Universit\u00e4tsbibliothek Johann Christian Senckenberg eine weitere bedeutende Frankfurter Kultureinrichtung ihre historische und moralische Verantwortung wahrgenommen hat, die eigenen Best\u00e4nde daraufhin zu pr\u00fcfen, auf welche Weise B\u00fccher und andere Objekte in der NS-Zeit erworben worden waren. Ziel ist es dabei herauszufinden, ob diese den rechtm\u00e4\u00dfigen Eigent\u00fcmern einst entzogen oder abgepresst wurden. Die Ergebnisse des ersten vom Deutschen Zentrum Kulturgutverluste gef\u00f6rderten Forschungsprojekts belegen, in welchem Ma\u00dfe auch die Frankfurter Universit\u00e4tsbibliothek Nutznie\u00dfer der Auspl\u00fcnderung von j\u00fcdischen B\u00fcrger:innen und anderen vom NS-Regime Verfolgten war. Wir w\u00fcnschen dem Team Provenienzforschung auch f\u00fcr das zweite Projekt viel Erfolg!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Urspr\u00fcnglich war das Projekt auf zwei Jahre angelegt, wurde jedoch aufgrund des unerwartet hohen Rechercheaufwands um denselben Zeitraum verl\u00e4ngert. Im Projektverlauf hatte sich herausgestellt, dass der Anteil an NS-Raubgut in den untersuchten Bestandsbereichen deutlich h\u00f6her war als zun\u00e4chst angenommen. Bei der Anlage des Projekts hatten sich die Forschenden an Erfahrungswerten aus vergleichbaren Projekten orientiert. Die Situation in Frankfurt stellte sich jedoch anders dar: Als Stadt mit einem gro\u00dfen j\u00fcdischen Bev\u00f6lkerungsanteil war Frankfurt st\u00e4rker von Verfolgung und Enteignung im NS-Regimes betroffen \u2013 wovon eben auch Bibliotheken und andere Kultureinrichtungen als Empf\u00e4nger von enteignetem Kulturgut mehr \u201eprofitierten\u201c. Deshalb ist der Anteil von NS-Raubgut in der hiesigen Universit\u00e4tsbibliothek entsprechend h\u00f6her als andernorts.<\/p>\n\n\n\n<p>Hinzu kommt, dass Frankfurt nach Kriegsende ein zentraler Ort der alliierten Restitutionsbem\u00fchungen wurde: Die Sammelstelle f\u00fcr geraubte und verwaiste Buchbest\u00e4nde wurde zun\u00e4chst in den R\u00e4umen der ehemaligen Frankfurter Stadt- und Universit\u00e4tsbibliothek eingerichtet, sp\u00e4ter wechselte sie als Offenbach Archival Depot in die Nachbarstadt. Millionen von B\u00fcchern wurden dort zusammengetragen und, soweit m\u00f6glich, an ihre rechtm\u00e4\u00dfigen Eigent\u00fcmer weltweit zur\u00fcckgegeben. War dies nicht m\u00f6glich, verblieben die betreffenden Best\u00e4nde vorerst in Offenbach und wurden ab 1947 nach und nach an die Universit\u00e4t Frankfurt \u00fcbergeben.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Von 75.000 B\u00fcchern wahrscheinlich zehn Prozent unrechtm\u00e4\u00dfig entzogen<\/h2>\n\n\n\n<p>Ein Teil der Best\u00e4nde, die w\u00e4hrend der NS-Zeit und in der Nachkriegszeit in die UB gelangten, wurde im Rahmen des ersten Projekts zur Provenienzforschung erstmals systematisch untersucht. Das Projektteam versuchte, anhand von Stempeln, Exlibris und Vermerken in den mehr als 75.000 B\u00fcchern, die im ersten Projektabschnitt beforscht wurden, deren Herkunft nachzuzeichnen. Dabei wurden rund 7.500 B\u00fccher entdeckt, die sich 350 unterschiedlichen Vorbesitzern zuordnen lassen und bei welchen ein unrechtm\u00e4\u00dfiger Entzug wahrscheinlich ist. &nbsp;Aufgrund dieses auch f\u00fcr Experten \u00fcberraschend hohen Prozentsatzes konnte nur ein Teil der Einzelfallrecherchen vollst\u00e4ndig abgeschlossen werden.<\/p>\n\n\n\n<p>In diesen ersten vier Jahren wurden bereits etliche B\u00fccher restituiert, also an die rechtm\u00e4\u00dfigen Besitzer beziehungsweise deren Erben zur\u00fcckgegeben. Die Restitutionsvorg\u00e4nge unterschieden sich stark hinsichtlich Umfang, Dauer und konkreter L\u00f6sung. In 35 F\u00e4llen mit insgesamt 90 B\u00e4nden konnte eine faire und gerechte L\u00f6sung im Sinne der Washingtoner Erkl\u00e4rung gefunden werden \u2013 darunter R\u00fcckgaben, R\u00fcckschenkungen sowie R\u00fcckk\u00e4ufe. B\u00fccher aus der Frankfurter Universit\u00e4tsbibliothek wurden an Privatpersonen im In- und Ausland restituiert sowie an eine Vielzahl von Organisationen, darunter politische Parteien, Gewerkschaften, j\u00fcdische Gemeinden oder Freimaurerlogen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein besonders bedeutender Fall sind die B\u00fccher aus dem Antiquariat Baer, einer Frankfurter Institution von Weltrang, die 1934 durch den NS-Staat liquidiert wurde. Die Frankfurter Bibliotheken \u00fcbernahmen damals umfangreiche Best\u00e4nde zu einem viel zu niedrigen Preis. Bis 1945 gab es mehrere wissenschaftliche Bibliotheken in Frankfurt, die als Vorg\u00e4ngerinstitutionen der heutigen UB gemeinsam die Rolle einer Unviersit\u00e4tsbibliothek wahrnahmen. Im Rahmen des Projekts konnte dieses Unrecht dank ausf\u00fchrlicher Recherchen erstmals erforscht und systematisch dokumentiert werden. Die Projektforschenden der Bibliothek haben allein im ersten Projekt mehr als 5.000 B\u00e4nde aus dem Antiquariat Baer identifiziert, die als NS-Raubgut anzusehen sind. Ziel ist es nun, mit den Erben des Antiquariats in Kontakt zu treten, um gemeinsam eine faire und gerechte L\u00f6sung zu entwickeln. Das Projektteam hat die Suche nach den Erben aufgenommen und wird sie parallel zur weiteren Forschung zu diesem Fall fortsetzen. Im gerade gestarteten Nachfolgeprojekt ist mit weiteren bedeutenden Funden aus der Provenienz Baer zu rechnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit dem Beginn dieses zweiten Provenienzforschungsprojekts wird die Arbeit f\u00fcr zun\u00e4chst zwei weitere Jahre fortgef\u00fchrt. Auch dieses Projekt wird mit umfangreichen Mitteln durch das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste gef\u00f6rdert. Der Schwerpunkt verlagert sich nun auf neue Bestandsgruppen: Im Fokus stehen diesmal insbesondere alte, seltene und wertvolle Drucke aus dem 16. bis 20. Jahrhundert, die zu Sondersammlungen geh\u00f6ren, welche seit den 1940er Jahren aufgebaut worden sind. Es gilt als sicher, dass auch mit diesem zweiten Projekt die Recherche nach NS-Raubgut in der Bibliothek nicht abgeschlossen sein kann: Die UB stellt sich auf eine langfristige Aufgabe ein.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-full\"><img decoding=\"async\" width=\"650\" height=\"450\" src=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/beitragsbild_Provenienzforschung_ub_02.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-84636\" srcset=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/beitragsbild_Provenienzforschung_ub_02.jpg 650w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/beitragsbild_Provenienzforschung_ub_02-300x208.jpg 300w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/beitragsbild_Provenienzforschung_ub_02-500x346.jpg 500w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/beitragsbild_Provenienzforschung_ub_02-18x12.jpg 18w\" sizes=\"(max-width: 650px) 100vw, 650px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Ein zentraler Teil der Provenienzforschung ist die Spurensuche in historischen und digitalen Quellen. Ziel ist es dabei, fr\u00fchere Besitzverh\u00e4ltnisse aufzukl\u00e4ren. (Foto: Adrian Ziemer)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-full\"><img decoding=\"async\" width=\"450\" height=\"585\" src=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/beitragsbild_Provenienzforschung_ub_03.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-84637\" srcset=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/beitragsbild_Provenienzforschung_ub_03.jpg 450w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/beitragsbild_Provenienzforschung_ub_03-231x300.jpg 231w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/beitragsbild_Provenienzforschung_ub_03-385x500.jpg 385w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/beitragsbild_Provenienzforschung_ub_03-9x12.jpg 9w\" sizes=\"(max-width: 450px) 100vw, 450px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Anhand von Spuren wie Stempeln oder Eintr\u00e4gen l\u00e4sst sich der Weg eines Buches nachverfolgen. Dieses stammt aus dem Institut f\u00fcr Sozialforschung und wurde 1933 beschlagnahmt. Rund 300 B\u00fccher konnten inzwischen identifiziert werden. (Foto: Daniel Dudde)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"450\" height=\"761\" src=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/beitragsbild_Provenienzforschung_ub_04.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-84638\" srcset=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/beitragsbild_Provenienzforschung_ub_04.jpg 450w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/beitragsbild_Provenienzforschung_ub_04-177x300.jpg 177w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/beitragsbild_Provenienzforschung_ub_04-296x500.jpg 296w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/beitragsbild_Provenienzforschung_ub_04-7x12.jpg 7w\" sizes=\"(max-width: 450px) 100vw, 450px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Dieses Buch stammt aus der Bibliothek des Eklektischen Bundes, einer Frankfurter Freimaurerloge. Die NS-Beh\u00f6rden beschlagnahmten den Bestand 1934 und verteilten ihn weiter. Nach dem Zweiten Weltkrieg gelangten die B\u00fccher \u00fcber die Alliierten in die Frankfurter Universit\u00e4tsbibliothek. (Foto: Daniel Dudde)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"650\" height=\"450\" src=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/beitragsbild_Provenienzforschung_ub_05.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-84639\" srcset=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/beitragsbild_Provenienzforschung_ub_05.jpg 650w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/beitragsbild_Provenienzforschung_ub_05-300x208.jpg 300w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/beitragsbild_Provenienzforschung_ub_05-500x346.jpg 500w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/beitragsbild_Provenienzforschung_ub_05-18x12.jpg 18w\" sizes=\"(max-width: 650px) 100vw, 650px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">In diesem Magazin werden B\u00fccher gelagert, die als NS-Raubgut identifiziert wurden. Insgesamt konnten mehrere Tausend Exemplare ermittelt werden. (Foto: Daniel Dudde)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"450\" height=\"600\" src=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/beitragsbild_Provenienzforschung_ub_06.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-84640\" srcset=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/beitragsbild_Provenienzforschung_ub_06.jpg 450w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/beitragsbild_Provenienzforschung_ub_06-225x300.jpg 225w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/beitragsbild_Provenienzforschung_ub_06-375x500.jpg 375w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/beitragsbild_Provenienzforschung_ub_06-9x12.jpg 9w\" sizes=\"(max-width: 450px) 100vw, 450px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">B\u00fccher aus dem Antiquariat Baer lassen sich oft nur anhand kleiner Hinweise erkennen. In diesem Fall ist noch eine Karte aus dem alten Zettelkatalog des Antiquariats im Buch erhalten, der bei der Beschlagnahmung mitgenommen wurde. (Foto: Daniel Dudde)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"650\" height=\"450\" src=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/beitragsbild_Provenienzforschung_ub_07.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-84641\" srcset=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/beitragsbild_Provenienzforschung_ub_07.jpg 650w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/beitragsbild_Provenienzforschung_ub_07-300x208.jpg 300w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/beitragsbild_Provenienzforschung_ub_07-500x346.jpg 500w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/beitragsbild_Provenienzforschung_ub_07-18x12.jpg 18w\" sizes=\"(max-width: 650px) 100vw, 650px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Zentralbibliothek der Universit\u00e4tsbibliothek Johann-Christian Senckenberg Frankfurt am Main. (Foto: Uwe Dettmar \/ Goethe-Universit\u00e4t Frankfurt am Main)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"500\" height=\"163\" src=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/beitrag_webmagazin_DZK_Logo_farbe_RGB-500x163.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-81193\" style=\"width:341px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/beitrag_webmagazin_DZK_Logo_farbe_RGB-500x163.jpg 500w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/beitrag_webmagazin_DZK_Logo_farbe_RGB-300x98.jpg 300w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/beitrag_webmagazin_DZK_Logo_farbe_RGB-18x6.jpg 18w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/beitrag_webmagazin_DZK_Logo_farbe_RGB.jpg 650w\" sizes=\"(max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"500\" height=\"346\" src=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/logo_stadt-frankfurt-500x346.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-84648\" style=\"width:324px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/logo_stadt-frankfurt-500x346.jpg 500w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/logo_stadt-frankfurt-300x208.jpg 300w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/logo_stadt-frankfurt-18x12.jpg 18w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/logo_stadt-frankfurt.jpg 650w\" sizes=\"(max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-background\" style=\"background-color:#eeeeee\"><strong>\u00dcber die Universit\u00e4tsbibliothek Johann Christian Senckenberg (UB JCS)<\/strong>\/ Die Universit\u00e4tsbibliothek JCS z\u00e4hlt mit ihren umfangreichen Best\u00e4nden und Sammlungen zu den bedeutendsten wissenschaftlichen Bibliotheken Deutschlands. Sie vereinigt in sich die Funktionen einer Universit\u00e4tsbibliothek mit zahlreichen Landesaufgaben, einer wissenschaftlichen Bibliothek f\u00fcr die Stadt Frankfurt und das Rhein-Main-Gebiet und einer Schwerpunktbibliothek innerhalb der \u00fcberregionalen Literatur- und Informationsversorgung. <br><a href=\"https:\/\/www.ub.uni-frankfurt.de\">www.ub.uni-frankfurt.de<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Erstes Projekt zur Provenienzforschung an der Bibliothek der Goethe-Universit\u00e4t zeigt weiteren Bedarf \u2013 Nachfolgeprojekt untersucht seltene Drucke \u2013 Umfangreiche Best\u00e4nde aus Frankfurter Antiquariat Baer identifiziert Seit Herbst 2020 werden die 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