{"id":84746,"date":"2025-07-31T10:00:00","date_gmt":"2025-07-31T08:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/?p=84746"},"modified":"2026-01-14T14:58:45","modified_gmt":"2026-01-14T13:58:45","slug":"surrender-sinn","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/en\/forschung\/surrender-sinn\/","title":{"rendered":"Surrender, Sinn."},"content":{"rendered":"<h2 class=\"wp-block-heading\">Von den Aufgaben der \u00dcbersetzerin<\/h2>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-large\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"500\" height=\"372\" src=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/1.1_Gedicht-500x372.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-84807\" srcset=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/1.1_Gedicht-500x372.jpg 500w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/1.1_Gedicht-300x223.jpg 300w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/1.1_Gedicht-16x12.jpg 16w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/1.1_Gedicht.jpg 650w\" sizes=\"(max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Am Beispiel des Gedichts \u00bbRain Towards Morning\u00ab von Elizabeth Bishop deutet Uljana Wolf den \u00bbZweiten K\u00f6rper\u00ab eines Gedichts an, aus dem sich eine \u00dcbersetzung speise: \u00bbder K\u00f6rper, der gewisserma\u00dfen \u00fcber dem Text, zwischen Ausgangs- und Zielsprache hin- und herschwebt, ein Gebilde aus Klang, Rhythmus, \u00c4hnlichkeiten, Buchstabenfiguren, Zufall und latenter Mehrsprachigkeit\u00ab.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Niemand kennt die Sch\u00f6nheiten, Schrecken und Chancen des poetischen \u00dcbersetzens besser als Buster Keaton: Von dieser \u00fcberraschenden These geht die Lyrikerin und \u00dcbersetzerin Uljana Wolf in ihrem Vortrag aus, mit dem sie im Wintersemester 2024\/25 die neue Monika-Schoeller-Dozentur f\u00fcr literarisches \u00dcbersetzen an der Goethe-Universit\u00e4t er\u00f6ffnet hat.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der Titel meiner Vorlesung ist ein indirektes Echo eines Prosagedichts aus Ilse Aichingers Band \u00bbSchlechte W\u00f6rter\u00ab von 1976. Wegen der benachbarten, teils mehrsprachigen Prosagedichte bin ich lange davon ausgegangen, dass es ein englischer Titel ist: \u00bbSurrender\u00ab. Bis mir auffiel \u2013 und dies vielleicht auch wegen des ersten Satzes, der da lautet \u00bbIch h\u00f6re, dass mit Tricks und Kniffen gearbeitet wird, Membranen, durchl\u00e4ssiges Zeug, hell, hell.\u00ab \u2013, dass es eigentlich auch ein anderssprachiger Titel sein k\u00f6nnte. Also ein deutscher, der sich selbst ins Andere \u00fcbersetzt. Dann k\u00f6nnte es \u00bb(ein) Surrender\u00ab hei\u00dfen. Der Anderssprachigkeit Aichingers, aber auch zuk\u00fcnftigen Anderssprachigkeiten widme ich diese Vorlesung.<\/p>\n\n\n\n<p>Als ich mir zum wiederholten Male den Kopf dar\u00fcber zerbrach, wie ich meine eigene Sprache als \u00dcbersetzerin f\u00fcr diesen Vortrag aus der Bredouille retten und etwas Handfestes sagen k\u00f6nnte, kam ich \u2013 ich sa\u00df in einem Zug der Deutschen Bahn \u2013 auf die Idee, mich mit einem Stummfilm abzulenken. Daf\u00fcr stand keine ausgekl\u00fcgelte \u00dcbersetzung Pate \u2013 der assoziative Move von \u203aSchweigen\u2039 zu \u203aStummfilm\u2039 ergibt sich hier eher zuf\u00e4llig \u2013, sondern meine Vorliebe f\u00fcr Umwege und die katastrophisierten Handreichungen des Slapsticks.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignleft size-large\"><img decoding=\"async\" width=\"500\" height=\"405\" src=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/1.1_theballonatic-500x405.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-84808\" srcset=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/1.1_theballonatic-500x405.png 500w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/1.1_theballonatic-300x243.png 300w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/1.1_theballonatic-15x12.png 15w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/1.1_theballonatic.png 650w\" sizes=\"(max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Buster Keaton in seinem Stummfilm The Balloonatic (1923): Bereits der Filmtitel \u2013 ein Kofferwort aus Balloon (Ballon) und lunatic, dem oder der Verr\u00fcckten \u2013 hat f\u00fcr Uljana Wolf \u00bbhohen Wiedererkennungswert f\u00fcr \u00dcbersetzer:innen\u00ab.<br>Fotos: Szenen aus The Balloonatic (1923), Regie: Buster Keaton und Edward F. Cline. Verwendung im Rahmen des Zitatrechts (\u00a7\u202f51 UrhG) zur Erl\u00e4uterung der filmischen Metaphorik im Beitrag von Uljana Wolf. Quelle: https:\/\/archive.org\/details\/the-balloonatic-1923<br><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Und so kommt es, dass ich Ihnen heute von einem bisher unbekannten \u00dcbersetzer erz\u00e4hlen will: Buster Keaton. Ich w\u00fcrde n\u00e4mlich behaupten, dass niemand die Sch\u00f6nheiten, Schrecken und Chancen jenes poetischen \u00dcbersetzens, welches wir brauchen, besser gefasst hat als Keaton in seinem Stummfilm The Balloonatic (1923). Schon der Titel \u2013 ein Kofferwort aus Balloon (Ballon) und lunatic, dem oder der Verr\u00fcckten \u2013 hat hohen Wiedererkennungswert f\u00fcr \u00dcbersetzer:innen, erinnert er doch an ihre n\u00e4rrische, oft kaum durch angemessene Kompensation gedeckte Verkralltheit in die Sprache, ihr stundenlanges Hecheln \u00fcber einen Ausdruck, wo andere denken: hei\u00dfe Luft.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Film beginnt, und wir finden einen Mann in einem Raum, einer Art Gruselkabinett mit mehreren T\u00fcren. Hinter jeder T\u00fcr lauert eine neue T\u00fccke, Skelette, Kreaturen, wabernde Nebel. Ratlos steht der Mann und starrt die rasch wieder verschlossenen T\u00fcren an, sucht einen Ausweg. Da \u00f6ffnet sich j\u00e4h eine Fallt\u00fcr, mittels einer Rutsche wird der Ahnungslose auf die Stra\u00dfe bef\u00f6rdert. Und nun sehen wir, er befindet sich auf einem Rummel, und das T\u00fcrenkabinett hei\u00dft \u00bbHouse of Trouble\u00ab. Der dunkle Eingangsschlund ist so gro\u00df, als k\u00f6nnte er m\u00fchelos die ganze Welt verschlucken, oder er hat sie schon verschluckt, nur wir wissen es noch nicht (Buster, vermute ich, wei\u00df es!).<\/p>\n\n\n\n<p>Auf der Suche nach anderen Attraktionen klettert der Flaneur schlie\u00dflich auf einen Hei\u00dfluftballon, der ohne sein Wissen in die Luft steigt \u2013 mit bodenloser Gondel, aber mit allerlei n\u00fctzlichem Ger\u00e4t in angeh\u00e4ngten Taschen ausgestattet, darunter ein Kanu. Nach einer Bruchlandung am Ufer eines Flusses wird dem Keaton\u2019schen Narren auch die Wildnis ein \u00bbHouse of Trouble\u00ab \u2013 das Kanu wird falsch zusammengesetzt und geht unter, die Angel verhakt sich an ihm selbst und l\u00e4sst ihn in der Luft baumeln, die Fische wollen nicht so als er wohl will, die B\u00e4ren \u2013 naja, lassen wir die B\u00e4ren \u2013, und die Begegnung mit einer starken, wildnis\u00aderfahrenen Camperin (Phyllis Haver) f\u00fchrt erst zu mehr Desaster und schlie\u00dflich zu einem \u2013 f\u00fcr Keaton seltenen \u2013 Happy End.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Buster Keaton \u2013 der unbekannte \u00dcbersetzer<\/h3>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignright size-large\"><img decoding=\"async\" width=\"500\" height=\"374\" src=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/1.1_the-ballonatic_2-500x374.jpg\" alt=\"Szene aus &quot;the ballonetic&quot;\" class=\"wp-image-84810\" srcset=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/1.1_the-ballonatic_2-500x374.jpg 500w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/1.1_the-ballonatic_2-300x224.jpg 300w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/1.1_the-ballonatic_2-16x12.jpg 16w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/1.1_the-ballonatic_2.jpg 650w\" sizes=\"(max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Fotos: Szenen aus The Balloonatic (1923), Regie: Buster Keaton und Edward F. Cline. Verwendung im Rahmen des Zitatrechts (\u00a7\u202f51 UrhG) zur Erl\u00e4uterung der filmischen Metaphorik im Beitrag von Uljana Wolf. Quelle: https:\/\/archive.org\/details\/the-balloonatic-1923<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Im Happy End erweist sich, dass der Balloonatic die ganze Zeit ein \u00dcbersetzer war. Dass er n\u00e4mlich, w\u00e4hrend er mit den Dingen k\u00e4mpfte, an einer Methode arbeitete, sie anders zu verstehen und zusammenzusetzen. Denn das Kanu schwimmt am Ende doch, es ist zudem mit einem Baldachin versehen, so dass es gleich\u00adzeitig als romantische Laube f\u00fcr die endlich verliebten Camper dient. Und als es mit den beiden auf einen steil hinabschie\u00dfenden Wasserfall zusteuert, indes an der Klippe nicht hinunterf\u00e4llt, sondern einfach weiterschwebt, stellt sich heraus: Auch der Ballon vom Anfang des Films ist wieder da, an das Kanu geknotet, das nun durch die Wolken gondelt. Voil\u00e0, ein Kofferboot. Im Kanu sitzen die Verliebten und tun das einzig Richtige, das man in einem canoo, welches von Schn\u00fcren in der Luft gehalten wird, tun kann: sie canoodlen. Das steht freilich nicht da, aber etwas in mir hat begonnen, den Faden des Keaton-\u00dcbersetzers aufzunehmen. Das Verb to canoodle \u2013 knutschen, schmusen \u2013 hat eine ungekl\u00e4rte Wortherkunft. Verschiedene Volksetymologien haben fantasievolle Ans\u00e4tze, eine davon, offensichtlich f\u00fcr den \u00dcbersetzer Keaton ausschlaggebend, vermutet einen Ursprung im viktorianischen Zeitalter, als ein Zweierkanu der einzige Weg war, den Blicken der Anstandsdamen zu entrudern. In der letzten Einstellung des Films brechen die zwei \u00e4u\u00dferen Teile des Kanus weg, es hat sich nun ganz verwandelt und erf\u00fcllt seinen neuen Zweck, Loveseat zu sein, in der Luft. Ich denke: Als w\u00e4ren \u203acan\u2039 und \u203adle\u2039 am Wort abgefallen und nur noch die beiden \u203aO\u2039s stehen geblieben wie verliebte K\u00f6pfe.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Nichtverstehen als kreatives, halluzinierendes Nachdichten<\/h3>\n\n\n\n<p>\u00bbDas erste Prinzip aller komischen Figuren \u00adKeatons\u00ab, schrieb der Lyriker Charles Simic in einem Essay \u00fcber den Stummfilmk\u00fcnstler, \u00bbist unendliche Neugier. Die Wirklichkeit ist eine komplizierte Maschine, die auf geheimnisvolle Weise l\u00e4uft und deren Funktionieren er zu \u00adverstehen sucht.\u00ab In meiner Lesart geht die Neugier dar\u00fcber hinaus, scheinen mir die komischen Versuche, mit denen Buster Keatons Figuren die Maschine Welt verstehen wollen, auch als Versuche, eigentlich eine andere Maschine bauen zu wollen. In Wirklichkeit ist er damit besch\u00e4ftigt, das, was Novalis \u00bbdas \u00adseltsame Verh\u00e4ltnisspiel der Dinge\u00ab nannte, zu \u00fcbersetzen, sein Nichtverstehen ist ein krea\u00adtives, halluzinierendes, w\u00f6rtlich-nehmendes, kindisches Nachdichten. Es zeigt, wie man an der Eingerichtetheit der Welt scheitern und ihr entgegenhandeln oder dagegenfallen kann, indem man ihre Bestandteile anders zusammensetzt \u2013 mit entlegeneren Regeln, mit Sinn f\u00fcr Unsinn, mit K\u00f6rperpoesie, akrobatischer Melancholie, surrendem Wortwitz \u2013 im Stummfilm! \u2013 und perfekt sitzendem Timing f\u00fcr jede Pointe, die Keaton nie versenkt. Nicht anders, meine ich, geht das \u00dcbersetzen eines Gedichts.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit dem melancholischen Akrobatiker im Hinterkopf m\u00f6chte ich heute dar\u00fcber sprechen, dass eine der wichtigsten F\u00e4higkeiten bei einer poetischen \u00dcbersetzung nicht ist, alles richtig zu machen, sondern alles richtig falsch zu machen. Dass es darauf ankommt, mit dem exakten Timing und einer der Verzweiflung abgerungenen Spielwut, mit Slapstick und Wortwitz, die \u00dcbersetzung aus dem zweiten K\u00f6rper des Gedichts zu speisen. Mit dem \u00bbzweiten K\u00f6rper\u00ab meine ich nicht die Version in der Zielsprache, sondern den K\u00f6rper, der gewisserma\u00dfen \u00fcber dem Text, zwischen Ausgangs- und Zielsprache hin- und herschwebt, ein Gebilde aus Klang, Rhythmus, \u00c4hnlichkeiten, Buchstabenfiguren, Zufall und latenter Mehrsprachigkeit. Ein Gebilde, das sich permanent ver\u00e4ndert, das sich geplant oder ungeplant mit allen Dingen und K\u00f6rpern um sich herum vernetzt. Ich will also dar\u00fcber sprechen, dass es weniger auf jenes Gedicht ankommt, welches nach allen Regeln der sprachlichen Vernunft wortgetreu aufgeschl\u00fcsselt, nach Bedeutungsvielfalt vermessen und in der Zielsprache wieder zusammengesetzt werden kann. Sondern auf das Gedicht, das mit einem albernen Baldachin und einem drangebastelten Ballon in der Luft surrt und \u00bbOO\u00ab ruft.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Der \u00bbzweite K\u00f6rper\u00ab des Gedichts<\/h3>\n\n\n\n<p>Lassen Sie mich das erkl\u00e4ren, und zwar zun\u00e4chst anhand eines Gedichts von Elizabeth Bishop. Es ist eines ihrer k\u00fcrzeren und stammt aus dem Band A Cold Spring (1955). Das Gedicht evoziert einen Regenschauer am Morgen, in der D\u00e4mmerung, und zugleich ist es ein Gedicht dar\u00fcber, wie alles miteinander in Beziehung steht \u2013 Himmel, Regen, Vogelschw\u00e4rme, die Beobachtende, K\u00f6rper, Liebe, Begehren, Verlust.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained\">\n<div class=\"wp-block-group has-background is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained\" style=\"background-color:#eeeeee\">\n<p class=\"has-background\" style=\"background-color:#eeeeee\"><strong>Monika-Schoeller-Dozentur f\u00fcr literarisches \u00dcbersetzen<\/strong><br><br>Am Ende ist alle Poesie \u00dcbersetzung\u00ab \u2013 unter diesem Novalis-Motto startete die neue Monika-Schoeller-Dozentur im Wintersemester 2024\/25 an der Goethe-Universit\u00e4t. In Gedenken an die Verlegerin Monika Schoeller soll diese Dozentur nun einmal im Jahr in Vortrag, Werkstatt und Lesung Theorie und Praxis des literarischen \u00dcbersetzens reflektieren und f\u00f6rdern, besonders auch vor dem \u00adHintergrund zunehmend maschinen\u00adgenerierter \u00dcbersetzungen. Gestiftet wurde die Dozentur von der S. Fischer Stiftung und dem Freien \u00adDeutschen Hochstift in Zusammenarbeit mit dem Institut f\u00fcr Deutsche Literatur und ihre Didaktik und dem Institut f\u00fcr Allgemeine und \u00adVergleichende Literaturwissen\u00adschaft der Goethe-Universit\u00e4t. Kuratiert wurde die erste Auflage der Dozentur von Frederike \u00adMiddelhoff und Caroline Sauter, die Veranstaltung mit Eva Schestag im Wintersemester betreuen Frederike Middelhoff und Judith Kasper. Alle drei sind \u00adProfessorinnen f\u00fcr Literaturwissenschaft an der \u00adGoethe-Universit\u00e4t.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignleft size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"500\" height=\"500\" src=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Wolf_Portrait_2_Villa-Massimo-Alberto-Novelli-500x500.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-84813\" srcset=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Wolf_Portrait_2_Villa-Massimo-Alberto-Novelli-500x500.jpg 500w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Wolf_Portrait_2_Villa-Massimo-Alberto-Novelli-300x300.jpg 300w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Wolf_Portrait_2_Villa-Massimo-Alberto-Novelli-150x150.jpg 150w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Wolf_Portrait_2_Villa-Massimo-Alberto-Novelli-12x12.jpg 12w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Wolf_Portrait_2_Villa-Massimo-Alberto-Novelli.jpg 650w\" sizes=\"(max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Uljana Wolf. Foto: Massimo Alberto Novelli<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-background\" style=\"background-color:#eeeeee\">Mit Uljana Wolf konnte als erste Dozentin eine der erfolgreichsten und gleichzeitig experimentellsten Lyrikerinnen und \u00dcbersetzerinnen der Gegenwart gewonnen werden. Zuletzt erschienen von ihr die B\u00e4nde \u00bbmuttertask\u00ab (2023) und \u00bbEtymologischer Gossip\u00ab (2021) mit eigenen Texten.<br><br>Au\u00dferdem \u00fcbertrug Uljana Wolf, geboren 1978 in Berlin, Gedichtb\u00e4nde aus osteuro\u00adp\u00e4ischen Sprachen und aus dem Englischen, unter anderem von Christian Hawkey, Eugene \u00adOstashevsky, Valzhyna Mort sowie den Roman \u00bbDMZ Kolonie\u00ab von Don Mee Choi aus dem \u00adKoreanischen.<br><br>Uljana Wolf erhielt zahlreiche Stipendien und Auszeichnungen, unter anderem den Peter-Huchel-Preis (2006), den Adelbert-von-\u00adChamisso-Preis (2016), den Kunstpreis Berlin (2019), den Preis der Stadt M\u00fcnster f\u00fcr Internationale Poesie (2019 und 2021), den Preis der Leipziger Buchmesse in der Kategorie Sachbuch\/Essayistik (2022) und den Ernst Meister-Preis der Stadt Hagen.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Rain Towards Morning<\/h3>\n\n\n\n<p>The great light cage has broken up in the air, freeing, I think, about a million birds whose wild ascending shadows will not be back, and all the wires come falling down. No cage, no frightening birds; the rain is brightening now. The face is pale that tried the puzzle of their prison and solved it with an unexpected kiss, whose freckled unsuspected hands alit.<\/p>\n\n\n\n<p>Was geschieht in dem Gedicht? Der gro\u00dfe Lichtk\u00e4fig, oder der gro\u00dfe lichte K\u00e4fig, oder der gro\u00dfe leichte K\u00e4fig ist aufgebrochen in der Luft \u2013 wir sehen, denken wir, vorbereitet durch den Titel, einen Wolkenbruch, einen Regenguss. Doch schon in der zweiten Zeile werden wir unsicher. Sind a million birds, eingeleitet durch das z\u00f6gernde I think, sind die Millionen V\u00f6gel eine Metapher f\u00fcr Regentropfen? Aber wie k\u00f6nnen dann in der n\u00e4chsten Strophe ihre \u00bbwild ascending shadows\u00ab sich entfernen, ihre Schatten aufsteigen und verschwinden? Vielleicht sind also Regentropfen, andersherum, eine Metapher f\u00fcr V\u00f6gel? Ein Schwarm, von einem Wolkenbruch aufgeschreckt; die Schatten der V\u00f6gel, selbst ephemer wie Wolkenstrukturen, im heller werdenden D\u00e4mmern, die sich fortbewegen? Und was f\u00e4llt dann in der vierten Zeile, die mit pr\u00e4zisem Timing einen Bruch herbeif\u00fchrt: \u00bband all the wires come falling down\u00ab? Hier wechselt das Subjekt im Satz, es ist nicht mehr der K\u00e4fig, der die ersten drei Zeilen bestimmte, sondern \u00bball the wires\u00ab \u2013 die Dr\u00e4hte, die Drahtst\u00e4be des imaginierten K\u00e4figs, wie Regenschn\u00fcre, vielleicht. Wie etwas Gro\u00dfes, das zerbrach, und von dem man nicht genau sagen kann, auch beim Lesen des zweiten Teils nicht, ob sich dar\u00fcber Trauer beimischt oder Erleichterung oder beides. Es w\u00e4re aber dieser Schwebezustand allein kaum der Rede wert, die hier skizzierte Lesart w\u00fcrde keine Ekstase ausl\u00f6sen, wenn nicht die sprachliche Struktur des Gedichts selbst wie ein K\u00e4fig w\u00e4re, der zugleich da ist und aufbricht, zugleich Vogel und Gitter, Schauer aus herabrinnenden Vokalen und Konsonantendraht.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Besch\u00e4ftigt mit der Einrichtung der Welt<\/h3>\n\n\n\n<p>Engmaschig, fast wie Raster sind die klanglichen Entsprechungen und Buchstabenmuster im Gedicht verteilt. Da ist die Viererkette der changierenden Gerundien: \u00bbfreeing-falling-frightening-rightening\u00ab. Da ist eine zweite Viererkette aus Doppel-Ls: \u00bbmillion-will not-all-falling\u00ab. Da sind die variierenden a-und-o-Ketten von \u00bbcage has broken\u00ab und \u00bbcome falling down\u00ab, eingeleitet jeweils durch das nach einer Seite offene \u203ac\u2039 wie eine hohle Hand (ich denke: cupped hand). Da sind \u00fcberhaupt die Vokale \u203aa\u2039 und \u203ao\u2039, die, wenn man sie auf eine Kette f\u00e4delte, nach unten, zum nachlassenden Regen, d\u00fcnner werden. Wo auch immer ich hinschaue, hinh\u00f6re, hintaste, entrollt sich eine neue Klangschnur und verbindet sich mit einer anderen Spur; nach und nach wird aus dem Schnuren ein Surren, das Gedicht hebt ab und ich klettere, wie ein Balloonatic, in seinen Seilen herum.<\/p>\n\n\n\n<p>Das auf Klang und Texturen versessene Lesen kann Richtung Nonsens gondeln und zugleich Wege in die \u00dcbersetzung aufzeigen. Denn wir sind ja die ganze Zeit besch\u00e4ftigt mit der Einrichtung der Welt. Aber es ist nicht das Sinnhafte, nach dem wir trachten. Wir schweben \u00fcber (\u00bbsur\u00ab) der Wiedergabe der Bedeutung (\u00bbrendering\u00ab), wir haben uns aufgegeben in unser \u00bbsurrendering\u00ab und hingegeben dem surrenden So-Sein des Textes. Und \u00fcber dieses scheinbare Sinn-\u00c4u\u00dfere kann man die sinnlich-innere Bewandtnis der Sprachmaschine besser erfassen, kann wahrnehmen, wie ein Wort im Gedicht motiviert wird nicht durch seinen Inhalt, sondern aufgrund eines Echos, einer Nachbarschaft, \u00c4hnlichkeit, einer Variation. Das genaue, surrende, bald halluzinierende Lesen versetzt uns in die Lage, den K\u00e4fig der eigenen Sprache aufzubrechen und \u2013 \u00bbI think\u00ab \u2013 eine Million Klangm\u00f6glichkeiten in ihrer inh\u00e4renten Vielsprachigkeit freizusetzen, ins Spielen zu kommen, um aus dem zweiten K\u00f6rper, aus der kindlichen mimetischen Lautlaune des poetischen Sprechens heraus die \u00dcbersetzung \u2013 eine neue Sprache \u2013 entstehen zu lassen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Der Text ist eine gek\u00fcrzte Version der Vorlesung, die die Autorin im Rahmen der neu geschaffenen Monika-Schoeller-Dozentur f\u00fcr literarisches \u00dcbersetzen an der Goethe-Universit\u00e4t gehalten hat. Der vollst\u00e4ndige Text wird bei den S. Fischer Verlagen erscheinen.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-background\" style=\"background-color:#eeeeee\"><a href=\"https:\/\/www.forschung-frankfurt.uni-frankfurt.de\/34831594\/aktuelle_Ausgabe\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Zur gesamten Ausgabe von Forschung Frankfurt 1\/2025: Sprache, wir verstehen uns!<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von den Aufgaben der \u00dcbersetzerin Niemand kennt die Sch\u00f6nheiten, Schrecken und Chancen des poetischen \u00dcbersetzens besser als Buster Keaton: Von dieser \u00fcberraschenden These geht die Lyrikerin und \u00dcbersetzerin Uljana Wolf 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