{"id":84833,"date":"2025-08-05T10:00:00","date_gmt":"2025-08-05T08:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/?p=84833"},"modified":"2025-07-30T12:09:16","modified_gmt":"2025-07-30T10:09:16","slug":"wenn-der-rosenkranz-zur-tarnung-dient","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/en\/forschung\/wenn-der-rosenkranz-zur-tarnung-dient\/","title":{"rendered":"Wenn der Rosenkranz zur Tarnung dient"},"content":{"rendered":"<h2 class=\"wp-block-heading\">Zum Umgang mit konfessioneller Differenz in der Fr\u00fchen Neuzeit<\/h2>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-large\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"500\" height=\"338\" src=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/2.1_Ein-Grundlegendes-Dokument-fuer-das-Verhaeltnis-der-Konfessionen-zueinander.-Der-Augsburger-Religionsfriede-von-1555-500x338.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-84836\" srcset=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/2.1_Ein-Grundlegendes-Dokument-fuer-das-Verhaeltnis-der-Konfessionen-zueinander.-Der-Augsburger-Religionsfriede-von-1555-500x338.jpg 500w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/2.1_Ein-Grundlegendes-Dokument-fuer-das-Verhaeltnis-der-Konfessionen-zueinander.-Der-Augsburger-Religionsfriede-von-1555-300x203.jpg 300w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/2.1_Ein-Grundlegendes-Dokument-fuer-das-Verhaeltnis-der-Konfessionen-zueinander.-Der-Augsburger-Religionsfriede-von-1555-18x12.jpg 18w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/2.1_Ein-Grundlegendes-Dokument-fuer-das-Verhaeltnis-der-Konfessionen-zueinander.-Der-Augsburger-Religionsfriede-von-1555.jpg 650w\" sizes=\"(max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Ein grundlegendes Dokument f\u00fcr das Verh\u00e4ltnis der Konfessionen zueinander: der Augsburger Religionsfriede von 1555.<br>Abbildung Augsburger Religionsfriede: Quelle (\u00fcber Wikipedia): Propyl\u00e4en<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Religi\u00f6se Zugeh\u00f6rigkeit spielte in der Zeit nach der Reformation eine gro\u00dfe Rolle im Heiligen R\u00f6mischen Reich. Und das Spektrum der Konfessionen war gro\u00df. Doch trotz strenger Regeln und der \u00dcberzeugung, selbst dem einzig wahren Glauben anzuh\u00e4ngen, fand man vielerorts Wege f\u00fcr ein friedliches Zusammenleben.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p>Vielfalt, diversity, geh\u00f6rt zu den positiven Werten der modernen Gesellschaft. Ob Kaffeesorten oder Kulturangebot, ob Menschen oder Meinungen: Wir m\u00f6gen es, wenn es vielf\u00e4ltig zugeht\u00ab \u2013 mit diesen Worten hat Birgit Emich, Professorin f\u00fcr Geschichte der Fr\u00fchen Neuzeit an der Goethe-Universit\u00e4t, 2014 einen Vortrag an der Universit\u00e4t Hamburg er\u00f6ffnet. Mehr als zehn Jahre sp\u00e4ter gibt sie zu bedenken: \u00bbDer Umstand, dass die positive Haltung gegen\u00fcber Vielfalt und der Wunsch nach kultur\u00fcbergreifendem Verst\u00e4ndnis in den vergangenen zehn Jahren zunehmend unter Druck geraten ist, zeigt uns, dass es sich keineswegs um universelle und \u00fcberzeitliche Ziele handelt.\u00ab Gerade als Historikerin steht Emich das klar vor Augen: \u00bbIn der von mir untersuchten Epoche zwischen 1500 und 1800 war den meisten Europ\u00e4erinnen und Europ\u00e4ern der Wunsch nach Verst\u00e4ndigung sicher fremd, insbesondere in religi\u00f6sen Dingen. Dennoch: Trotz der blutigen Konflikte, die schon allein unter den unterschiedlichen christlichen Konfessionen erwuchsen, gab es R\u00e4ume des sozialen Umgangs. Ich w\u00fcrde sogar behaupten, dass das friedliche Mit- oder zumindest Nebeneinander \u00fcberwog.\u00ab Wie haben es die Menschen damals geschafft, sich trotz gegenseitiger konfessioneller Ablehnung zu arrangieren? Was kennzeichnete den fr\u00fchneuzeitlichen Umgang mit Vielfalt?<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Konfliktreiche Konfessionsunterschiede<\/h3>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignleft size-large\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/2.1_Geistlicher-Rauffhandel-1-352x500.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-85091\"\/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Ein Flugblatt, das den Papst, Luther und Calvin in Streit zeigt, \u00bbGeistlicher Raufhandel\u00ab hei\u00dft und das Klima der Zeit charakterisiert.<br>Abbildung: Kunstsammlungen der Veste Coburg<br><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Diese Fragen lassen sich gut am Beispiel des Heiligen R\u00f6mischen Reiches er\u00f6rtern. Zwar war die religi\u00f6se Vielfalt in der Fr\u00fchen Neuzeit hier deutlich geringer als im heutigen Europa: Die meisten Menschen in diesem riesigen, sich von Pommern bis nach Mailand erstreckenden Reich waren christlich. Jedoch erlangte der Umgang mit religi\u00f6ser Differenz innerhalb des Christentums durch die Reformation von 1517 ein \u00adbislang ungekanntes Gewicht: Mit der lutherischen und wenig sp\u00e4ter der calvinistisch-reformierten Kirche sah sich der Katholizismus einer neuartigen und herausfordernden Konkurrenz gegen\u00fcber. Hinzu traten zahlreiche kleinere reformatorische Str\u00f6mungen, die wiederum die sich institutionalisierenden Kirchen der Reformation infrage stellten. Zu den bekanntesten unter ihnen geh\u00f6rten die T\u00e4ufer. Statt auf<\/p>\n\n\n\n<p>die Kindstaufe setzten sie auf die bewusste Annahme des christlichen Glaubens durch die Taufe im Erwachsenenalter.<\/p>\n\n\n\n<p>Die durch die Reformation angesto\u00dfenen religi\u00f6sen Dynamiken f\u00fchrten fast unmittelbar und in fast ganz Mitteleuropa zu blutigen Konflikten wie dem Bauernkrieg von 1524\/25 oder dem Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Krieg zwischen 1618 und 1648. \u00bbDass die Reformation eine solche Sprengkraft entfaltete, hat nat\u00fcrlich eine Reihe von Ursachen, liegt aber auch in der Materie selbst: Religion war in der Fr\u00fchen Neuzeit eine Frage von Richtig oder Falsch\u00ab, unterstreicht Emich. Wer dem falschen Glauben angeh\u00f6rte, lief Gefahr, der ewigen Verdammnis anheimzufallen \u2013 und gef\u00e4hrdete damit auch die Gemeinschaft als Ganze, sofern es ihm gelang, andere von seinem Glauben zu \u00fcberzeugen. \u00bbMan konnte und durfte den Andersglaubenden also nicht verstehen\u00ab, so Emich.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Der Landesherr bestimmt \u00fcber den Glauben?<\/h3>\n\n\n\n<p>Zu dieser umfassenden individuellen und sozialen Bedeutung von Glaubensfragen trat eine spezifische religionspolitische Entwicklung, die in der Forschung als Konfessionalisierung bezeichnet wird: Weltliche und kirchliche Obrigkeiten trieben Hand in Hand die Entstehung klar abgegrenzter christlicher Glaubensrichtungen \u2013 der Konfessionen \u2013 voran. Lutheraner, Calvinisten und Katholiken sollten sich nicht nur hinsichtlich ihrer Lehre unterscheiden, sondern auch hinsichtlich der Form ihrer Gottesdienste, ihrer Lebensf\u00fchrung und ihrer Zugeh\u00f6rigkeit zu einer bestimmten institutionell-hierarchischen Struktur. Die Herrschenden zielten zudem auf konfessionell einheitliche Territorien ab, erl\u00e4utert Emich: \u00bbParadigmatisch hierf\u00fcr ist eine Formulierung zum Kern des Augsburger Religionsfriedens von 1555, die viele aus dem Schulunterricht kennen: \u203aCuius regio, eius religio\u2039\u00ab. Ihr gem\u00e4\u00df sollte der F\u00fcrst die Konfession aller seiner Untertanen bestimmen. Wer sich dem Glauben des Landesherrn nicht beugen wollte und das Territorium nicht ver\u00adlassen konnte, sah sich von nun an zumindest potenziell religi\u00f6ser Verfolgung ausgesetzt.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00bbDamit h\u00e4tte die Frage nach dem richtigen Umgang mit dem konfessionell Anderen ja eigentlich gekl\u00e4rt sein k\u00f6nnen, insofern sie sich in der Lebenswelt der Menschen nicht stellte.\u00ab Bei genauerem Hinsehen zeigt sich jedoch, dass bereits der Augsburger Religionsfrieden inkonsequent war. So wurde den Reichsst\u00e4dten von Anfang an die Mehrkonfessionalit\u00e4t zugestanden. Pragmatische \u00dcberlegungen zwangen die F\u00fcrsten zudem, das Prinzip der Einheitlichkeit von Territorium und Konfession mehr und mehr aufzugeben. Historikerin Emich: \u00bbAnders gewendet: Konfessionelles Nebeneinander wurde auf dem Papier weitestgehend verboten und durch die Lehre strikt abgelehnt, stellte das gesamte 16. und 17. Jahrhundert \u00fcber aber eine Realit\u00e4t dar.\u00ab Die Menschen der Zeit standen also vor der Herausforderung, in einem widerspr\u00fcchlichen und f\u00fcr konfessionelle Minderheiten auch gef\u00e4hrlichen Fahrwasser zu man\u00f6vrieren.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Zwischen Glauben und Gehorsam<\/h3>\n\n\n\n<p>\u00bbDie erwartbarste Bew\u00e4ltigungsstrategie war wohl die der Verstellung. Sie war oft der einzige Ausweg f\u00fcr konfessionell Nichtgeduldete, sobald die Obrigkeit anfing, die Z\u00fcgel anzuziehen\u00ab, sagt Emich. Dies tat 1534 beispielweise der \u00bblutherische Musterstaat\u00ab W\u00fcrttemberg: Pfarrer hatten fortan all jene zu melden, die der Predigt und dem Abendmahl fern\u00adblieben. Durch Befragungen sollten Abweichler ermittelt und auf den rechten Weg gebracht werden. Im schlimmsten Fall drohten Haftstrafen, Beschlagnahmungen, Landesverweise und, zumindest theoretisch, die Todesstrafe. Zahlreiche in W\u00fcrttemberg ans\u00e4ssige T\u00e4ufer sahen ihre einzige Chance darin, sich nicht zu erkennen zu geben. Dies bedeutete oftmals eine Gratwanderung zwischen Gehorsam gegen\u00fcber den Obrigkeiten und dem pers\u00f6nlichen Glauben. Ein klassischer Mittelweg bestand darin, dem lutherischen Abendmahl fernzubleiben, hierf\u00fcr aber einen unverf\u00e4nglichen Grund wie Bett\u00adl\u00e4gerigkeit zu nennen.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf den ersten Blick hat Verstellung nat\u00fcrlich wenig mit religi\u00f6sem Miteinander oder gar Verst\u00e4ndigung zu tun. \u00bbZwei Dinge finde ich hieran aber bemerkenswert\u00ab, sagt Emich: Zum einen setzte das Gelingen von Verstellung ein gewisses Entgegenkommen der anderen Seite voraus: Es setzte voraus, dass nicht jede Entschuldigung bis ins Detail \u00fcberpr\u00fcft wurde oder dass es des religi\u00f6sen Sektierertums Unverd\u00e4chtige gab, die eine solche Ausrede deckten. \u00bbDass ein lutherischer Pfarrer dar\u00fcber klagte, dass es in seinem Ort unm\u00f6glich sei, den T\u00e4ufern bei\u00adzukommen, da das gesamte Dorfgericht ihnen zugetan sei, zeigt, dass es diese konfessions\u00fcbergreifende Solidarit\u00e4t durchaus gab\u00ab, befindet die Historikerin. Zum anderen erlaubte die Lehre der T\u00e4ufer in Notsituationen die Verstellung, ja sogar den Schein-Widerruf. \u00bbDie Dok\u00adtrin trug somit der Tatsache Rechnung, dass die Lebensrealit\u00e4t bisweilen eine gewisse Uneindeutigkeit, ein Operieren in Grauzonen notwendig machte. Genau diese Bereitschaft zur Uneindeutigkeit, zur Grauzone ist f\u00fcr mich der Schl\u00fcssel, der friedliches religi\u00f6ses Miteinander in der Fr\u00fchen Neuzeit m\u00f6glich machte\u00ab, meint Birgit Emich.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained\">\n<div class=\"wp-block-group has-background is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained\" style=\"background-color:#eeeeee\">\n<p class=\"has-text-align-center\">AUF DEN PUNKT GEBRACHT<\/p>\n\n\n\n<p>\u2022&nbsp;Nach der Reformation war die religi\u00f6se Zugeh\u00f6rigkeit im Heiligen R\u00f6mischen Reich von gro\u00dfer Bedeutung, was zu Konflikten wie dem Bauernkrieg und dem Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Krieg f\u00fchrte. Der Glaube galt als Frage von \u00bbRichtig oder Falsch\u00ab, was zu tiefen religi\u00f6sen Spannungen f\u00fchrte.<\/p>\n\n\n\n<p>\u2022&nbsp;Die Herrschenden forcierten die Konfessionalisierung, der Landesherr hatte das Recht, die religi\u00f6se Ausrichtung seiner Untertanen zu bestimmen. Das Prinzip \u00bbCuius regio, eius religio\u00ab im Augsburger Religionsfrieden von 1555 konnte zur Verfolgung von religi\u00f6sen Abweichlern f\u00fchren.<\/p>\n\n\n\n<p>\u2022 In vielen F\u00e4llen mussten sich Menschen in religi\u00f6s homogenen Territorien verstellen, um Verfolgung zu entgehen. T\u00e4ufer und andere Minderheiten hielten ihren Glauben oft geheim und passten ihr Verhalten an, um Konflikte zu vermeiden.<\/p>\n\n\n\n<p>\u2022&nbsp;Dennoch: Obwohl es keine echte religi\u00f6se Toleranz oder ein Verst\u00e4ndnis f\u00fcr andere Glaubensrichtungen gab, kam es im Alltag zu Momenten der konfessions\u00fcbergreifenden Solidarit\u00e4t und Kooperationsbereitschaft.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading has-white-background-color has-background\">Als Tarnung ein Rosenkranz<\/h3>\n\n\n\n<p>Selbstverst\u00e4ndlich erforderte auch das Reisen ein Navigieren in den Grauzonen. Wer sich als Protestant in ein katholisches Gebiet begab, f\u00fchrte nicht selten zur Tarnung einen Rosenkranz mit sich. So soll sich auch der Protestant und Aufkl\u00e4rer Gotthold Ephraim Lessing auf Reisen bisweilen auf diese Weise getarnt haben.Besonders bemerkenswert ist, dass manche \u00adReisende auch ohne Not an den Praktiken der anderen Konfession teilnahmen. Gut dokumentiert ist der Fall eines Els\u00e4sser Calvinisten, der in Italien katholische Pilgerst\u00e4tten aufsuchte, ohne dass dies seine Selbstwahrnehmung als Reformierter beeintr\u00e4chtigt h\u00e4tte. \u00bbVielleicht kann man das so verstehen, dass trotz aller obrigkeitlichen Bem\u00fchungen, feste Grenzen zu ziehen, diese f\u00fcr die Gl\u00e4ubigen nicht in allen Situationen die gleiche Relevanz hatten\u00ab, mutma\u00dft Emich: \u00bbWar man in der Fremde, mag der entscheidende Punkt bisweilen gewesen sein, dass man unter anderen Christen war, auf deren religi\u00f6ses Angebot man zur\u00fcckgriff, wenn das eigentlich konfessionell passende gerade nicht verf\u00fcgbar war.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p>In anderen Situationen konnte ein sehr klares Bewusstsein f\u00fcr konfessionelle Differenz bestehen, die jedoch aufgrund anderer geteilter \u00dcberzeugungen in diesem Moment nicht als ausschlaggebend betrachtet wurde. In Emden beispielweise erkundigte sich 1560 eine reformierte Frau, ob sie nach Meinung des Kirchenrates auch dann am Abendmahl teilnehmen solle, wenn ihr katholischer Mann das verbiete. Der Kirchenrat unterst\u00fctzte die Position der Frau, insofern er antwortete, sie solle Christus mehr gehorchen als ihrem Mann. Jedoch schr\u00e4nkte ein Zusatz diese scheinbare Aufforderung, zum Abendmahl zu kommen, wieder ein: Es w\u00e4re gut, so der Rat weiter, wenn ihr Mann ihrer Anwesenheit auch zustimmte. T\u00e4te er dies nicht, solle die Frau besser zu Hause bleiben. Offenbar hatten selbst f\u00fcr den Emdener Kirchenrat konfessionelle Interessen nicht so viel Gewicht wie die Hierarchie der Geschlechter. \u00bbDas m\u00f6gen wir heute fragw\u00fcrdig finden. Aber es ist wichtig\u00ab, unterstreicht Emich: \u00bbAuch in einer Gesellschaft, in der Religion einen solchen Stellenwert einnahm wie im Europa der Fr\u00fchen Neuzeit, gab es andere Ordnungsmuster, die die Gemeinschaft ebenfalls zusammenhielten und als Br\u00fccke fungieren konnten.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">T\u00e4ufer als B\u00fcrge f\u00fcr Neulutheraner<\/h3>\n\n\n\n<p>Kurios ist auch der Fall des mehrfach konvertierenden Emdener B\u00fcrgers Jan van Bellen: Um Aufnahme bei den Lutheranern zu erlangen, forderte er den Kirchenrat auf, sich bei seiner bisherigen T\u00e4ufergemeinde \u00fcber seinen Lebenswandel zu erkundigen \u2013 was der Kirchenrat auch tat. \u00bbDas hei\u00dft, der Kirchenrat erkannte selbst die konfessionell so fremdartigen T\u00e4ufer als Autorit\u00e4t an, wenn es um die Entscheidung ging, ob jemand ein \u203aanst\u00e4ndiger Mensch\u2039 war. Wir sind also mit der Annahme konfrontiert, dass es Grundwerte gibt, die man trotz religi\u00f6ser Differenz teilt.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p>Die Bereitschaft, sich selbst in Grauzonen zu bewegen oder auf das Gemeinsame scharfzu\u00adstellen und das Trennende unbeleuchtet zu lassen, d\u00fcrfe man jedoch nicht mit religi\u00f6ser Toleranz oder gar religi\u00f6sem Verst\u00e4ndnis gleichsetzen, warnt die Wissenschaftlerin. Denn sobald sich Autorit\u00e4ten einschalteten und auf die Befolgung der Regeln insistierten, habe sich immer wieder gezeigt, dass es in religi\u00f6sen Dingen nur ein Richtig und Falsch gab. Ebenso w\u00e4re auch undenkbar gewesen, zu bekennen, man f\u00e4nde das Konfessionelle in bestimmten Bereichen \u00bbnicht so wichtig\u00ab oder sei religi\u00f6s unentschieden. Und den schweren Stand aller Nichtchristinnen und -christen d\u00fcrfe man nat\u00fcrlich erst recht nicht aus dem Blick verlieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Dennoch zeigen die Beispiele f\u00fcr Emich, dass es m\u00f6glich war, mit Personen zu kooperieren, die man in ihrem Glauben nicht verstand \u2013 mithin nicht verstehen wollte. Diese Kooperation gelang, weil es andere gemeinsame Interessen und Werte sowie zumindest implizit von der strikten Regelfolge ausgeklammerte Bereiche gab. \u00bbSich diese M\u00f6glichkeiten ins Ged\u00e4chtnis zu rufen, finde ich angesichts zunehmender weltanschaulicher Gr\u00e4ben nicht wenig. Vor allen Dingen, wenn wir uns dabei auch die Fragilit\u00e4t dieses Man\u00f6vrierens in den Grau\u00adzonen bewusst machen\u00ab, findet Emich. Deshalb m\u00f6chte sie noch besser verstehen, in welchen konkreten Situationen diese Bereitschaft zur Ambiguit\u00e4t schwand. Ein aktuell beantragtes Projekt zu konfessionellen Kipppunkten in der Fr\u00fchen Neuzeit soll daher untersuchen, wann aus dem Nebeneinander blutiger Konflikt wurde und was au\u00dfer obrigkeitlicher Insistenz auf Befolgung der Regeln dabei eine Rolle spielte.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignleft size-large is-resized\"><img decoding=\"async\" width=\"500\" height=\"500\" src=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Emich_Foto_Dettmar-500x500.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-84835\" style=\"width:150px\" srcset=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Emich_Foto_Dettmar-500x500.jpg 500w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Emich_Foto_Dettmar-300x300.jpg 300w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Emich_Foto_Dettmar-150x150.jpg 150w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Emich_Foto_Dettmar-12x12.jpg 12w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Emich_Foto_Dettmar.jpg 650w\" sizes=\"(max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Photo: Uwe Dettmar<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-background\" style=\"background-color:#eeeeee\"><strong>Zur Person<\/strong><br><strong>Birgit Emich<\/strong> lehrt und forscht seit 2017 als Professorin f\u00fcr Geschichte der Fr\u00fchen Neuzeit an der Goethe-Universit\u00e4t und leitet unter anderem die DFG-Kolleg-Forschungsgruppe \u00bbPolyzentrik und Pluralit\u00e4t vormoderner Christent\u00fcmer\u00ab. Die Historikerin besch\u00e4ftigt sich insbesondere damit, wie in der Fr\u00fchen Neuzeit religi\u00f6se Pluralit\u00e4t m\u00f6glich war, obwohl unterschiedliche religi\u00f6se Gruppen exklusive Wahrheits\u00adanspr\u00fcche erhoben und versuchten, diese rechtlich und machtpolitisch durchzusetzen.<br><a href=\"mailto:emich@em.uni-frankfurt.de\">emich@em.uni-frankfurt.de<\/a> <\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignleft size-large is-resized\"><img decoding=\"async\" width=\"500\" height=\"500\" src=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Zbiranski_Foto_Dettmar-2-500x500.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-84834\" style=\"width:150px\" srcset=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Zbiranski_Foto_Dettmar-2-500x500.jpg 500w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Zbiranski_Foto_Dettmar-2-300x300.jpg 300w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Zbiranski_Foto_Dettmar-2-150x150.jpg 150w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Zbiranski_Foto_Dettmar-2-12x12.jpg 12w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Zbiranski_Foto_Dettmar-2.jpg 650w\" sizes=\"(max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Photo: Uwe Dettmar<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-background\" style=\"background-color:#eeeeee\"><strong>Die Autorin<\/strong><br><strong>Louise Zbiranski<\/strong> ist Referentin f\u00fcr Wissenschaftstransfer und Kommunikation beim Forschungs\u00adverbund \u00bbDynamiken des Religi\u00f6sen\u00ab und koordiniert die Arbeit der Wissenschaftsplattform \u00bbSchnittstelle Religion\u00ab.<br><a href=\"mailto:l.zbiranski@em.uni-frankfurt.de\">l.zbiranski@em.uni-frankfurt.de<\/a><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-background\" style=\"background-color:#eeeeee\"><a href=\"https:\/\/www.forschung-frankfurt.uni-frankfurt.de\/34831594\/aktuelle_Ausgabe\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Zur gesamten Ausgabe von Forschung Frankfurt 1\/2025: Sprache, wir verstehen uns!<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-white-background-color has-background\"><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zum Umgang mit konfessioneller Differenz in der Fr\u00fchen Neuzeit Religi\u00f6se Zugeh\u00f6rigkeit spielte in der Zeit nach der Reformation eine gro\u00dfe Rolle im Heiligen R\u00f6mischen Reich. 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