{"id":85010,"date":"2025-08-11T10:00:00","date_gmt":"2025-08-11T08:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/?p=85010"},"modified":"2025-08-18T13:48:18","modified_gmt":"2025-08-18T11:48:18","slug":"unendliches-miss-verstehen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/en\/forschung\/unendliches-miss-verstehen\/","title":{"rendered":"Unendliches (Miss-)Verstehen"},"content":{"rendered":"<h2 class=\"wp-block-heading\">Fragen an den Komparatisten Achim Geisenhansl\u00fcke zum Dialog der Philosophen Hans-Georg Gadamer und Jacques Derrida<\/h2>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-large is-resized\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"339\" height=\"500\" src=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/3.4_Derrida-339x500.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-85011\" style=\"width:339px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/3.4_Derrida-339x500.jpg 339w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/3.4_Derrida-204x300.jpg 204w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/3.4_Derrida-8x12.jpg 8w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/3.4_Derrida.jpg 441w\" sizes=\"(max-width: 339px) 100vw, 339px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Eine intensive geistige Beziehung trotz kontr\u00e4rer Auffassungen: Zum ersten Todestag von Hans-Georg Gadamer hielt Jacques Derrida eine Gedenkrede in der Aula der Neuen Universit\u00e4t in Heidelberg.<br>Foto: Picture Alliance\/dpa\/Matthias Ernert<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Im April 1981 kam es zu einem denkw\u00fcrdigen Treffen zweier Gro\u00dfdenker in Paris: Hans-Georg Gadamer, damals gewisserma\u00dfen das Aush\u00e4ngeschild der Herme\u00adneutik in Heidelberg, begegnete auf einer vom Goethe-Institut organisierten Veranstaltung dem Pariser Intellektuellen und bekanntesten Vertreter des Dekonstruktivismus Jacques Derrida. Damit prallten auch zwei komplett unterschiedliche Konzepte sprachlichen Verstehens aufeinander: Der eine setzte darauf, im Gespr\u00e4ch oder in der Lekt\u00fcre ein wenn auch mit M\u00fchen verbundenes Verstehen erreichen zu k\u00f6nnen, der andere machte dagegen das prinzipielle Nichtverstehen stark. Doch trotz (oder gerade wegen) der Unterschiede entstand im Anschluss an dieses Treffen eine jahrelange enge geistige Verbindung zwischen beiden M\u00e4nnern. Gadamer verstarb 2002 im Alter von 102 Jahren, Derrida hielt auf der akademischen Gedenkfeier zum ersten Todestag die Festrede.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignright size-large\"><img decoding=\"async\" width=\"385\" height=\"500\" src=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/3.4_Buchcover_Heidegger-Philosophy-And-Politics_The-Heidelberger-Conference-385x500.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-85015\" srcset=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/3.4_Buchcover_Heidegger-Philosophy-And-Politics_The-Heidelberger-Conference-385x500.jpg 385w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/3.4_Buchcover_Heidegger-Philosophy-And-Politics_The-Heidelberger-Conference-231x300.jpg 231w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/3.4_Buchcover_Heidegger-Philosophy-And-Politics_The-Heidelberger-Conference-9x12.jpg 9w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/3.4_Buchcover_Heidegger-Philosophy-And-Politics_The-Heidelberger-Conference.jpg 501w\" sizes=\"(max-width: 385px) 100vw, 385px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Jacques Derrida, Hans-Georg Gadamer, Philippe Lacoue-Labarthe<br>Heidegger, Philosophy, and Politics<br>Englischsprachige Ausgabe New York 2016<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group is-nowrap is-layout-flex wp-container-core-group-is-layout-6c531013 wp-block-group-is-layout-flex\">\n<p><strong>Dirk Frank: Herr Geisenhansl\u00fcke, ein solches Treffen zweier so gegens\u00e4tzlicher Denker ist sicherlich in der Philosophiegeschichte eher selten, oder?<\/strong><\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<p>Achim Geisenhansl\u00fcke: Ja, das ist in der Tat eher selten, aber wir kennen solche quasi angek\u00fcndigten Streitgespr\u00e4che nat\u00fcrlich aus der Religionsgeschichte, etwa im Regensburger Religionsgespr\u00e4ch aus dem Jahr 1541, in dem es um die M\u00f6glichkeit einer Einigung zwischen dem Katholizismus und dem Protestantismus ging. Und diese Gespr\u00e4che haben meist den Charakter, dass keine Einigung erzielt wird. So war es bei Eck und Melanchthon, so bei Gadamer und \u00adDerrida. Der Streit erinnert aber ein bisschen an einen Glaubensstreit zwischen zwei Positionen, die ihren eigenen Anspruch, der immer auch ein Machtanspruch ist, im Gespr\u00e4ch eher verfestigen. So etwas gibt es dann schon des \u00d6fteren, so hier in Frankfurt das Gespr\u00e4ch zwischen Axel Honneth und Jacques Ranci\u00e8re im Juni 2009 am Institut f\u00fcr Sozialforschung: Anerkennung und Konsens gegen Unvernehmen, Dissens, auch hier ohne greifbares Ergebnis.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Findet in der akademischen Praxis zwischen so verschiedenen Denkschulen \u00fcberhaupt ein Diskurs statt, oder bleibt man \u2013 salopp ge\u00adsprochen \u2013 nicht eher in seiner \u00bbBlase\u00ab? Gibt es vielleicht Grenzen der Verst\u00e4ndigung?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ja, die gibt es, darauf verweisen in der Debatte allerdings sowohl Gadamer als auch Derrida. Der eigentliche Streitpunkt ist der universale Anspruch der Hermeneutik, mit dem durchaus auch vereinbar ist, dass es da Grenzen geben kann, ein Anspruch, den Derrida nicht teilen will. Das erinnert ein bisschen an den alten Streit zwischen Platon, auf den sich Gadamer dann ja auch explizit beruft, und die Sophisten, also den Streit zwischen der Philosophie mit ihren Versuchen, einen Begriff der Vernunft zu entwickeln, und der Rhetorik, die darauf besteht, dass alle Ideen abh\u00e4ngig sind von der Sprache. Gadamers \u00bbSein, das verstanden werden kann, ist Sprache\u00ab, ist daher ein rotes Tuch f\u00fcr die Dekonstruktion: Sprache ist nicht automatisch Verstehen, es gibt da ein agonales Moment, eine Art von Wettkampf, den die Hermeneutik leugnet. Das ist der Kern des Streits.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignleft size-large\"><img decoding=\"async\" width=\"333\" height=\"500\" src=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/3.4_Heidegger-picture-alliance-akg-images-akg-images-333x500.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-85012\" srcset=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/3.4_Heidegger-picture-alliance-akg-images-akg-images-333x500.jpg 333w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/3.4_Heidegger-picture-alliance-akg-images-akg-images-200x300.jpg 200w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/3.4_Heidegger-picture-alliance-akg-images-akg-images-8x12.jpg 8w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/3.4_Heidegger-picture-alliance-akg-images-akg-images.jpg 433w\" sizes=\"(max-width: 333px) 100vw, 333px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"> Martin Heidegger (1889\u20131976)<br>Foto: Picture Alliance\/AKG-Images<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>In der Philosophie der Hermeneutik ist die Kategorie des Verstehens von zentraler Bedeutung; im Gespr\u00e4ch findet man demnach einen Boden der Verst\u00e4ndigung, wenn auch einen etwas instabilen. Der Dekonstruktivismus Derridas steht hingegen eher f\u00fcr eine Art der Subversion aller Grundlegungsversuche. Keine allzu guten Voraussetzungen f\u00fcr einen akademischen Diskurs, oder?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der akademische Diskurs zeichnet sich ja unter anderem dadurch aus, dass verschiedene Auffassungen nebeneinander bestehen k\u00f6nnen. Hier gibt es einen Freiraum, der die Universit\u00e4t und die damit verbundene Hermeneutik von der Theologie oder dem Recht unterscheidet. Vor Gericht muss ein Urteil gef\u00e4llt werden, hier nicht. Insofern ist die Universit\u00e4t genau die Institution, an der so ein Streit seinen Ort haben kann. Problematisch wird es immer nur, wenn die Unterschiede sich zu Dogmen verfestigen.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Beide Denker beziehen sich, wenn auch auf unterschiedliche Weise, auf Martin Heidegger und seine Kritik der Moderne. Sprache ist f\u00fcr beide der Schl\u00fcssel zur Welt jenseits einer streng wissenschaftsbasierten Denkweise. Gadamer und Derrida haben sich mit Literatur und im Besonderen mit Lyrik befasst, beispielsweise mit H\u00f6lderlin und mit Celan. Worin unterscheiden sie sich dabei, wo sehen Sie als Literaturwissenschaftler instruktive(re) Ans\u00e4tze?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Dass beide sich auf Heidegger beziehen, ist eine gro\u00dfe Gemeinsamkeit. Ich halte sie allerdings f\u00fcr nicht besonders gl\u00fccklich, weil Heidegger als Philosoph wie als Universit\u00e4tspolitiker, der er ja auch war, eine Menge Schaden angerichtet hat. Mit Heidegger stehen beide in einer Tradition, die sehr problematisch bleibt, und auch ihre Literaturinterpretationen bleiben in einer gewissen Abh\u00e4ngigkeit von Heidegger. Derridas Festhalten an Nietzsche deutet allerdings darauf hin, dass er da eine gr\u00f6\u00dfere Sensibilit\u00e4t f\u00fcr die Widerst\u00e4nde gegen Heidegger hat. Er nutzt Nietzsches Sprachphilosophie jedenfalls zu einer Korrektur an Heideggers ontologischem Denken, die von einer gro\u00dfen Affinit\u00e4t auch zur Literatur gepr\u00e4gt ist. Derridas Heidegger ist daher ein anderer als der Gadamers. F\u00fcr die Interpretation H\u00f6lderlins und Celans war das aber trotzdem kein besonders guter Ausgangspunkt. Als Literaturwissen\u00adschaftler w\u00fcrde ich da eine dritte Position zur Geltung bringen wollen: die von Peter Szondi, der sich eben auch mit H\u00f6lderlin und Celan auseinandergesetzt hat, weder aus der Perspektive einer \u00adphilosophischen Hermeneutik noch der Dekonstruktion, sondern der einer literarischen Hermeneutik. Das scheint mir ein vielversprechender Weg zu sein.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Der Dialog zwischen Gadamer und Derrida war ja nicht nur einer von Philosophen unterschiedlicher Denk\u00adschulen. Es war zugleich auch der eines Deutschen mit einem Franzosen. Inwiefern haben sich die kulturellen und historischen Differenzen der beiden Nationen und Kulturen, ihre Selbst- und Fremdbilder, in das Gespr\u00e4ch und den Disput der Philosophen eingeschrieben?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignright size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"392\" height=\"500\" src=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/3.4_Nietzsche-picture-alliance-Design-Pics-Ken-Welsh-392x500.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-85013\" srcset=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/3.4_Nietzsche-picture-alliance-Design-Pics-Ken-Welsh-392x500.jpg 392w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/3.4_Nietzsche-picture-alliance-Design-Pics-Ken-Welsh-235x300.jpg 235w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/3.4_Nietzsche-picture-alliance-Design-Pics-Ken-Welsh-9x12.jpg 9w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/3.4_Nietzsche-picture-alliance-Design-Pics-Ken-Welsh.jpg 509w\" sizes=\"(max-width: 392px) 100vw, 392px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Friedrich Nietzsche (1844\u20131900)<br>Foto: Picture Alliance\/Design Pics\/Ken Welsh<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Da spielen ja oft nationale Stereotypen eine Rolle. Nation ist das eine, Religion, wie bereits angedeutet, das andere. Es treffen auf jeden Fall eine deutsche und eine franz\u00f6sische Position aufeinander, aber auch eine protestantisch gepr\u00e4gte und eine j\u00fcdische. Das sollte man nicht vergessen, gerade vor dem gemeinsamen Hintergrund Heideggers. Gadamer ist ganz stark gepr\u00e4gt von dem Glauben an das wahre Wort, so wie wir es auch aus der Theologie kennen. Derrida steht dagegen f\u00fcr einen spielerischen Umgang mit der Sprache, dem in Deutschland schnell Unverantwortlichkeit vorgeworfen wird. So hat schon Schleiermacher die kabbalistische Auslegung bezeichnet. Der Glaube an die Macht der Fu\u00dfnote ist im deutschen Wissenschafts\u00adsystem sehr ausgepr\u00e4gt, damit geht man in Frankreich etwas lockerer um. Und gleichzeitig gibt es in Frankreich diese enorme Faszination f\u00fcr Deutschland, f\u00fcr Denker wie Heidegger oder Nietzsche, und von dieser Faszination kann man sehr viel lernen, sozusagen \u00fcber das Eigene im Fremden.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Gadamer und Derrida wurden von Martin Gessmann, der auch ihr gemeinsames Buch \u00bbDer ununterbrochene Dialog\u00ab herausgegeben hat, als Gegensatzpaar des \u00bbBeruhigers\u00ab (Gadamer) und \u00bbVerf\u00fchrers\u00ab (Derrida) bezeichnet: W\u00e4hrend Ersterer alles als schon einmal dagewesen betrachte und auch das Unbekannte auf Bekanntes und Vorl\u00e4ufer beziehen m\u00f6chte, finde Letzterer alles grunds\u00e4tzlich staunenswert, was unberechenbar und ereignishaft \u00fcber uns hereinbreche. Inwiefern passt das zur deutsch-franz\u00f6sischen Kultur-Natur-Dichotomie oder widerspricht ihr sogar?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ich finde, Beruhiger und Verf\u00fchrer trifft es nicht, und wenn, dann sind beide \u00adbeides. Gadamer war ja jemand mit einem wahnsinnigen Charisma, das haben viele bezeugt, und bei Derrida verh\u00e4lt es sich \u00e4hnlich. Beide beziehen sich wie selbstverst\u00e4ndlich auf die Geschichte der Metaphysik, mit unterschiedlichen Schwerpunkten und Gewichtungen, aber beide geben sich damit letztlich auch in einem eher tra\u00additionellen Sinne als Philosophen zu erkennen. Da gibt es grundlegende Gemeinsamkeiten, die den Streit \u00fcberhaupt erst erm\u00f6glicht haben, die auch kritisch hinterfragt werden k\u00f6nnen: Gibt es das \u00fcberhaupt, die Geschichte der Metaphysik in dieser Form.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Sie sind Komparatist, besch\u00e4ftigen sich mit Literatur und Literaturtheorie. Auf welche Weise ist diese Debatte zwischen Hermeneutik und Dekonstruktivismus f\u00fcr die Besch\u00e4ftigung mit Literatur heute noch relevant? Haben sich seitdem auch andere, vielleicht wichtigere theoretische Positionen entwickelt (die vielleicht auch in Ihre Arbeit einflie\u00dfen)?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Debatte wirkt inzwischen ein bisschen aus der Zeit gefallen. Der Streit zwischen Hermeneutik und Dekonstruktion hat sich mehr oder weniger erledigt, aber nicht so, dass eine Partei gewonnen und die andere verloren h\u00e4tte, als vielmehr so, dass irgendwann gesagt wurde, das interessiert uns nicht mehr wirklich. Die Fragen des Verstehens, die die \u00adHermeneutik stellt, werden heute ja eher von den Kognitionswissenschaften angesprochen, sind damit in die Natur\u00adwissenschaften abgewandert, und die Dekonstruktion hat an institutioneller Strahlkraft doch sehr verloren. Akademisch erfolgreich war sie eigentlich eh nur in den Vereinigten Staaten, weder in Frankreich noch in Deutschland. Was f\u00fcr die Komparatistik, oder besser All\u00adgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft, bleibt, ist der Geist der Kritik, den jemand wie Derrida verk\u00f6rpert, auch die Faszination f\u00fcr das franz\u00f6sische Denken als einer anderen Tradition, von der man lernen kann, ohne das Eigene zu vergessen. Dazu geh\u00f6rt dann auch der Respekt f\u00fcr die j\u00fcdische Tradition, in der ein Literaturwissenschaftler wie Szondi, ein Philosoph wie Derrida, aber auch die Psychoanalyse einsteht, zum Beispiel, neben Freud nat\u00fcrlich, bei Shoshana Felman und anderen. Was die so unterschiedlichen Denker verbindet, ist eine quasi kabbalistische Aufmerksamkeit auf die buchst\u00e4bliche Seite der Auslegung, auf die Materialit\u00e4t der Sprache, die ganz gegen den Primat des Geistes gerichtet ist. Da sehe ich die \u00adAllgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft immer noch in der Verantwortung, an diese Tradition zu erinnern und anzukn\u00fcpfen.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignleft size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"500\" height=\"500\" src=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Geisenhansluecke_Achim_2019_013_ud_650x650_web-500x500.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-85230\" style=\"width:150px\" srcset=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Geisenhansluecke_Achim_2019_013_ud_650x650_web-500x500.jpg 500w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Geisenhansluecke_Achim_2019_013_ud_650x650_web-300x300.jpg 300w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Geisenhansluecke_Achim_2019_013_ud_650x650_web-150x150.jpg 150w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Geisenhansluecke_Achim_2019_013_ud_650x650_web-12x12.jpg 12w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Geisenhansluecke_Achim_2019_013_ud_650x650_web.jpg 650w\" sizes=\"(max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Photo: Uwe Dettmar<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-background\" style=\"background-color:#eeeeee\"><strong>Zur Person<\/strong><br>Achim Geisenhansl\u00fcke, Studium der Allgemeinen und Vergleichenden Literaturwissenschaft und der Philosophie in Berlin und Paris (schon hier macht sich die Affinit\u00e4t zur anderen Rheinseite bemerkbar). Seit 2014 Professor f\u00fcr Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft in Frankfurt, mit einem Schwerpunkt in der franz\u00f6sischen Literaturtheorie (Foucault, Derrida u.\u2009a.) sowie der Psychoanalyse (auch hier mit einem franz\u00f6sischen Schwerpunkt, neben Freud Lacan und Laplanche). Lebensschwerpunkt au\u00dferhalb der Semesterzeiten in Frankfurt ist Frankreich (Lacanau-Oc\u00e9an, Nizza).<br><a href=\"mailto:geisenhanslueke@lingua.uni-frankfurt.de\">geisenhanslueke@lingua.uni-frankfurt.de<\/a><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignleft size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"500\" height=\"500\" src=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Autorenfoto_Dirk_Frank-2-500x500.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-85022\" style=\"width:150px\" srcset=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Autorenfoto_Dirk_Frank-2-500x500.jpg 500w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Autorenfoto_Dirk_Frank-2-300x300.jpg 300w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Autorenfoto_Dirk_Frank-2-150x150.jpg 150w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Autorenfoto_Dirk_Frank-2-12x12.jpg 12w, 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