{"id":85017,"date":"2025-08-12T10:00:00","date_gmt":"2025-08-12T08:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/?p=85017"},"modified":"2025-07-30T12:12:50","modified_gmt":"2025-07-30T10:12:50","slug":"ich-wollte-wissen-woher-sprache-kommt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/en\/forschung\/ich-wollte-wissen-woher-sprache-kommt\/","title":{"rendered":"\u00bbIch wollte wissen, woher Sprache kommt\u00ab"},"content":{"rendered":"<h2 class=\"wp-block-heading\">Interview mit Susan Goldin-Meadow, Pionierin der psychologischen und linguistischen Gestenforschung<\/h2>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-large\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"500\" height=\"333\" src=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/4.1_Maedchengestikuliertshutterstock_2391024233-500x333.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-85018\" srcset=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/4.1_Maedchengestikuliertshutterstock_2391024233-500x333.jpg 500w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/4.1_Maedchengestikuliertshutterstock_2391024233-300x200.jpg 300w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/4.1_Maedchengestikuliertshutterstock_2391024233-18x12.jpg 18w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/4.1_Maedchengestikuliertshutterstock_2391024233.jpg 650w\" sizes=\"(max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Foto:Andrew Angelov\/Shutterstock<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Wir alle kommunizieren nicht nur mit Worten, sondern auch mit Gestik und Mimik. In der Erforschung der menschlichen Kommunikation haben diese sichtbaren Zeichen lange Zeit kaum eine Rolle gespielt. Professorin Susan Goldin-Meadow widmet sich seit Langem schon diesem Bereich, der in Psychologie und Linguistik neue Perspektiven er\u00f6ffnet.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Anke Sauter: \u00bbThinking with Your Hands: The Surprising Science Behind How Gestures Shape our Thoughts\u00ab \u2013 so lautet der Titel Ihres 2023 erschienenen Buches. Sind Sie selbst manchmal von Ihrer Gestik \u00fcberrascht?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Susan Goldin Meadow: Wenn ich Vortr\u00e4ge halte, versuche ich mir bewusst zu machen, wie ich meine H\u00e4nde benutze und ob ich sie konsistent einsetze. Aber manchmal passiert das Gestikulieren einfach \u2013 ich merke, dass meine H\u00e4nde nach oben gehen, besonders, wenn ich begeistert \u00fcber etwas spreche.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Ist das Reflektieren \u00fcber die eigene Gestik der Grund Ihrer Forschung zu diesem Thema?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ich habe meine H\u00e4nde schon immer viel benutzt, wenn ich spreche, aber das ist nicht der Grund, warum ich mich f\u00fcr Gesten interessiert habe. Ich bin auf eine andere Weise zu diesem Thema gekommen: Ich wollte wissen, woher Sprache kommt. Um das herauszufinden, habe ich an geh\u00f6rlosen Kindern geforscht, deren Geh\u00f6r so stark beeintr\u00e4chtigt war, dass sie die gesprochene Sprache in ihrer Umgebung nicht lernen konnten und deren h\u00f6rende Eltern ihnen keine Geb\u00e4rdensprache beigebracht hatten. Dennoch entwickelten sie ein eigenes Gestensystem, das \u00bbHomesign\u00ab genannt wird. Ich wollte wissen, ob dieses System durch die Gesten ihrer h\u00f6renden Eltern beeinflusst wurde, was bedeutete, dass ich die Gesten untersuchen musste, die h\u00f6rende Sprecherinnen und Sprecher beim Reden verwenden. Ich habe die Gesten der h\u00f6renden Eltern mit den Homesigns der geh\u00f6rlosen Kinder verglichen und nur wenige \u00dcbereinstimmungen gefunden. Auch habe ich die Gesten h\u00f6render Kinder mit den Homesigns der geh\u00f6rlosen Kinder verglichen, um zu sehen, wie weit Homesign \u00fcber die typische Gestik hinausgeht. Meine Studien zu den Gesten von H\u00f6renden waren zun\u00e4chst eine Kon\u00adtrollgr\u00f6\u00dfe f\u00fcr meine Studien \u00fcber die Homesigns geh\u00f6rloser Kinder.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Welchen Einfluss hatte der ber\u00fchmte Kindheitsforscher Jean Piaget auf Ihre Forschung? Sie haben eine Zeitlang bei ihm studiert.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>In Genf habe ich angefangen, mich f\u00fcr Kognition und Denken zu interessieren und bemerkt, wie wichtig es ist, Kinder genau zu beobachten. Als ich in die USA zur\u00fcckkehrte und mein Promotions\u00adstudium an der University of Pennsyl\u00advania begann, fing ich an, kindliche Kommunikation zu beobachten und Gestik zu entdecken.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Warum wurde die visuelle Kommunikation zum Beispiel in der Linguistik so lange vernachl\u00e4ssigt?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Linguistik hat sich immer auf die Sprache konzentriert. So sehr, dass sie sogar die Geb\u00e4rdensprache viele, viele Jahre nicht als echte Sprache betrachtet hat. Heute ist das anders, Gesten gelten ebenfalls als Teil der Kommunikation, insbesondere im Zusammenhang mit Prosodie* und Sprachdynamik.<br><br>* Gesamtheit der lautlichen Eigenschaften der gesprochenen Sprache (die Red.)<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Fr\u00fcher war es ja auch schwierig, Gesten aufzuzeichnen.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Es gibt ein Buch von David Efron von 1941, mit von ihm gezeichneten Bildern. Er untersuchte, ob sich die Gesten von j\u00fcdischen und italienischen Menschen, die in die USA eingewandert waren, infolge ihres neuen kulturellen Umfelds ver\u00e4ndert hatten. Er argumentierte, dass Gesten in hohem Ma\u00dfe nicht angeboren, sondern kulturell gepr\u00e4gt sind. Er war ein Pionier der Gestenforschung.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-background\" style=\"background-color:#eeeeee\"><em>Das Erstaunliche ist, dass die geschriebene Sprache funktioniert<\/em><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Heutzutage wird geschriebene Sprache in sozialen Medien und Kurznachrichtendiensten oft von Smileys und Emojis begleitet. Zeigt dies, dass der geschriebenen Sprache eine Dimension fehlt?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das Erstaunliche ist eher, dass die geschriebene Sprache so gut funktioniert, obwohl ihr die Prosodie, Mimik und Gestik fehlen. Interessanterweise ist es bisher niemandem gelungen, ein funktionierendes Schriftsystem f\u00fcr die Geb\u00e4rdensprache zu entwickeln. Diese Versuche scheitern offenbar daran, dass bestimmte Aspekte der Kommunikation weggelassen werden, die f\u00fcr das Verst\u00e4ndnis notwendig sind.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Im Schwerpunktprogramm ViCom werden Emojis in gewisser Weise wie Gesten behandelt. Stimmen Sie dem zu?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Zum Teil. Die meisten Emojis dr\u00fccken Emotionen aus (wie der Name schon sagt). Es gibt aber auch Gesten, die Emotionen \u00fcbermitteln. Und es gibt Gesten, die Inhalte transportieren. Diese inhaltlichen Gesten stehen im Zentrum meiner Arbeit.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Auch blinde Menschen, die nie sehen konnten, verwenden Gesten, selbst wenn sie mit anderen Blinden kommunizieren. Warum?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Tatsache, dass wir am Telefon gestikulieren, auch wenn uns niemand sieht, zeigt doch, dass die Gestik ein wirklich wichtiger Teil unseres Verhaltens ist. Schauen Sie sich Dolmetscherinnen und Dolmetscher an: Sie sitzen allein in ihren Kabinen und gestikulieren die ganze Zeit, obwohl sie niemand sieht. Das deutet daraufhin, dass Gesten ein Bestandteil des Sprechens sind. Dass auch blinde Menschen gestikulieren, spricht daf\u00fcr, dass man nie jemanden gestikulieren gesehen haben muss, um das Bed\u00fcrfnis zu f\u00fchlen, beim Sprechen die H\u00e4nde zu bewegen.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-background\" style=\"background-color:#eeeeee\"><em>Gesten helfen, Gedanken zu ordnen<\/em><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Wir wissen also nicht, warum wir es tun?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Doch, zumindest teilweise. Gestikulieren verringert unsere kognitive Belastung, hilft uns beim Erinnern und dabei, unsere Gedanken zu strukturieren. Es hilft aber auch anderen, indem ihre Aufmerksamkeit auf unsere Worte und die Welt gelenkt wird.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Was sagen uns Ihre Studien mit geh\u00f6rlosen Kindern \u00fcber den Ursprung der menschlichen Sprache?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Sprache, wie wir sie kennen, wird von Generation zu Generation weitergegeben und ver\u00e4ndert sich im Laufe der Zeit. Die Studien zu Homesign zeigen jedoch, dass wenn ein Kind ohne Zugang zur Sprache seiner Gemeinschaft aufw\u00e4chst, es dennoch einige Aspekte von Sprache selbst erfinden kann. In Homesign finden wir also Eigenschaften von Sprache, die wahrscheinlich durch biologische Evolution entstanden sind und nicht durch die kulturelle Entwicklung \u2013 also nicht durch den Wandel \u00fcber Generationen hinweg.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Der Ursprung der menschlichen Sprache ist also nicht unbedingt visuell, aber die visuelle Sprache von tauben Kindern kann zeigen, welche Elemente der Sprache universell sind \u2013 so zum Beispiel Objekte oder Subjekte in S\u00e4tzen.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Genau. Die erste Sprache war nicht unbedingt gestisch, aber der Mensch hat wahrscheinlich von Anfang an mit \u00adLauten und Gesten kommuniziert. Homesign zeigt, wie Menschen die Welt strukturieren, wenn sie \u00fcber sie kommunizieren \u2013 eine Struktur, die nicht aus \u00fcberlieferter Sprache stammt.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Das erinnert ein wenig an Noam Chomskys Theorie der Generativen Grammatik?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ja. Ich denke, Chomsky war erfreut, von Homesign zu h\u00f6ren \u2013 und wahrscheinlich auch nicht \u00fcberrascht. Aber Chomsky schreibt der Universalgrammatik weitaus komplexere Eigenschaften zu, als wir sie in Homesign finden. Die Eigenschaften, die wir in Homesign sehen, sind jene, auf die sich die meisten Linguistinnen und Linguisten einigen k\u00f6nnen \u2013 Dinge wie S\u00e4tze, W\u00f6rter, Wortstellung, aber Chomskys Theorie geht weit dar\u00fcber hinaus.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Wie alt waren die Kinder, die Sie untersucht haben? Je \u00e4lter sie sind, desto mehr Einfl\u00fcssen sind sie doch ausgesetzt.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das stimmt, besonders in den USA. Aber in Nicaragua zum Beispiel gibt es noch erwachsene \u00bbHome Signers\u00ab. Dort leben geh\u00f6rlose Menschen in einer h\u00f6renden Welt. Die h\u00f6renden Menschen kennen das Homesign-\u00adSystem kaum. Die Forschung von Maria Coppola hat sich mit dieser Frage besch\u00e4ftigt.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Und wie weit kommen die erwachsenen Homesigners?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das ist die zentrale Frage: Wie weit kann man mit Homesign kommen? Ab welchem Punkt ist kulturelle Weitergabe notwendig, um das System weiterzuentwickeln? Wo endet Homesign, und wo beginnt Geb\u00e4rdensprache?<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-background\" style=\"background-color:#eeeeee\"><em>Gesten bringen neue Ideen hervor<\/em><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Sie haben auch erforscht, dass eine Diskrepanz zwischen gleichzeitig gesprochenen W\u00f6rtern und Geb\u00e4rden ein hohes Potenzial hat, zum Beispiel f\u00fcr das Lernen. K\u00f6nnen Sie das erl\u00e4utern?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ja. Die Diskrepanz zwischen der Information, die durch Gesten und durch Sprache vermittelt wird, ist in mehr\u00adfacher Hinsicht n\u00fctzlich f\u00fcr das Lernen. Erstens: Die Information, die in einer Geste \u00fcbermittelt wird, aber nicht in der Sprache, ist Wissen, das der Lernende implizit besitzt, aber nicht explizit ausdr\u00fccken kann. Zweitens: Wenn ein Kind etwas in einer Geste ausgedr\u00fcckt, aber nicht in der Sprache, ist das ein Zeichen daf\u00fcr, dass es bereit ist, zu diesem Konzept unterrichtet zu werden. Lehrkr\u00e4fte k\u00f6nnen auf dieses Zeichen der Lernbereitschaft reagieren, indem sie genau die richtige Unterst\u00fctzung geben, von der das Kind profitiert. Wir reagieren auf die Gesten anderer Menschen, ohne es \u00fcberhaupt zu merken. Wenn ich also eine Idee ausdr\u00fccke, von der ich selbst gar nicht wei\u00df, dass ich sie habe, und jemand anderes darauf eingeht, kann das eine wertvolle R\u00fcckmeldung f\u00fcr mich sein. Wenn wir Kinder dazu ermutigen zu gestikulieren, kann das sie dazu bringen, neue Ideen auszudr\u00fccken und offener f\u00fcr Instruktion zu sein. Wenn wir Ideen mit unseren H\u00e4nden aus\u00addr\u00fccken, macht das diese Ideen zug\u00e4nglicher und lernbarer.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Sind die Gesten also n\u00e4her an unserem Verstand als die gesprochene Sprache?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ich denke, dass Gesten einfach konkreter sind und bestimmte Vorstellungen sichtbarer machen k\u00f6nnen als gesprochene Sprache. Man kann mit den H\u00e4nden zeigen, wie man einen Deckel dreht, aber die Geste alleine \u00f6ffnet nicht den Deckel, es sei denn, jemand interpretiert sie als Handlungsaufforderung. Gesten befinden sich zwischen dem tats\u00e4chlichen Handeln und der Repr\u00e4sentation der Handlung.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Sind Gesten wahrer oder gar ehrlicher?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das ist eine gute Frage. Eine meiner Studentinnen, Amy Franklin, f\u00fchrte eine Studie durch, in der Menschen gebeten wurden, ein Ereignis absichtlich falsch zu beschreiben. Sie schilderten es wie vorgegeben (mit anderen Worten: Sie logen) \u2013 aber die Wahrheit zeigte sich in ihren Gesten.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><strong>K\u00f6nnte das Wissen \u00fcber Gesten eines Tages in der Kriminalistik genutzt werden?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>David McNeill, ein bekannter Gesten\u00adforscher, hatte einen Mitarbeiter der Polizeibeh\u00f6rde in sein Labor eingeladen, um das herauszufinden. Ich denke, es m\u00fcsste schon ein sehr aufmerksamer Beobachter sein, um es zu benutzen.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-background\" style=\"background-color:#eeeeee\"><em>Gesten als diagnostisches Instrument f\u00fcr die Sprachentwicklung<\/em><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Sie haben auch die Rolle von Gesten bei der Diagnose von geistigen Entwicklungsst\u00f6rungen in der fr\u00fchen Kindheit beschrieben.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Bei kleineren Kindern k\u00f6nnen Gesten den n\u00e4chsten Schritt in der Sprachentwicklung vorhersagen. Wenn ein Kind auf eine Tasse zeigt und \u00bbMama\u00ab sagt, bedeutet das im Grunde: \u00bbDas ist Mamas Tasse\u00ab. Etwa drei Monate nach solchen Gesten-Sprach-Kombinationen beginnt das Kind, Zweiworts\u00e4tze wie \u00bbMama Tasse\u00ab zu bilden. Kinder mit Hirnsch\u00e4digung haben oft Schwierigkeiten beim Sprechen. Aber Kinder mit Hirnsch\u00e4digung, die wie typischerweise entwickelte Kinder gestikulieren k\u00f6nnen, lernen W\u00f6rter genauso schnell wie gesunde Kinder.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Und diese diagnostische Methode wird noch nicht angewandt?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ich glaube, dass gute Klinikerinnen und Kliniker Gesten intuitiv nutzen, aber es wird nicht so systematisch eingesetzt, wie es m\u00f6glich w\u00e4re. Wir m\u00fcssten ein brauchbares diagnostisches System entwickeln, um die Nutzung von Gesten bei Kindern zu beurteilen. Ein Ziel, das ich hoffentlich eines Tages erreichen werde.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Die Linguistin Cornelia Ebert leitet ein gro\u00dfes Projekt, das sich mit visueller Kommunikation befasst. Was sind aus Ihrer Sicht die wichtigsten Fragen?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Im Projekt ViCom gibt es viele wirklich interessante Fragestellungen. Wie arbeiten Gestik und Sprache zusammen, um sich gegenseitig zu erg\u00e4nzen? Diese Frage im Rahmen der Linguistik zu erforschen, ist ein hervorragender Ansatz. Aber wir m\u00fcssen noch genauer hinsehen: Welchen Status hat die Information, die durch Gesten vermittelt wird? Ist sie Teil unserer sprachlichen Repr\u00e4sentationen? Wenn nicht \u2013 wo ist sie dann kodiert? Das ViCom-Team arbeitet an genau diesen Fragen.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-background\" style=\"background-color:#eeeeee\"><em>Es gibt mehr, was wir nicht wissen, als was wir wissen<\/em><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Was ist Ihr Part bei ViCom?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ich war ein Jahr lang Mercator-Fellow und war zweimal in Frankfurt. Ich f\u00fchre eine Studie mit einem der ViCom-\u00adForscher durch \u2013 Patrick Trettenbrein vom Max-Planck-Institut f\u00fcr Kognitions- und Neurowissenschaften. Wir untersuchen Geb\u00e4rdensprache und Gestik und ver\u00adsuchen herauszufinden, wie Gesten gemeinsam mit der Geb\u00e4rdensprache verwendet werden.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Gibt es denn noch viel zu entdecken im Bereich visueller Kommunikation?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Es gibt mehr, was wir nicht wissen, als was wir wissen. Als Psychologin interessiere ich mich besonders f\u00fcr die Rolle, die Gesten im Lernprozess spielen \u2013 und wie sie uns beim Denken und Lernen helfen. Es gibt auch eine Reihe von Fragen, die sich aus meiner Arbeit zum Homesign ergeben, etwa welche Eigenschaften von Sprache durch biologische Evolution entstanden sind und welche durch kulturelle Evolution.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Und Sie beforschen beide Gebiete?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ja. F\u00fcr meine Forschung zur Rolle von Gesten beim Lernen f\u00fchren wir Bild\u00adgebungsverfahren f\u00fcr das Gehirn durch. Wir m\u00f6chten herausfinden, was im Gehirn passiert, wenn wir eine Idee in Gesten ausdr\u00fccken und eine andere Idee in der Sprache. Und was passiert, wenn wir durch eine Instruktion lernen, die Gesten einbezieht. Aus der Verhaltensforschung wissen wir, dass wir besser lernen, wenn wir gestikulieren, als wenn wir es nicht tun \u2013 und dass wir das Gelernte besser behalten und verallgemeinern k\u00f6nnen, wenn wir beim Lernen gestikulieren. Unser n\u00e4chster Schritt ist es, die Gehirnmechanismen zu erkl\u00e4ren, die diesen beobachteten Verhaltenseffekten zugrunde liegen.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignleft size-large is-resized\"><img decoding=\"async\" width=\"500\" height=\"500\" src=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Goldin-Meadow-_Vicom_StefanieWetzel-500x500.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-85020\" style=\"width:150px\" srcset=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Goldin-Meadow-_Vicom_StefanieWetzel-500x500.jpg 500w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Goldin-Meadow-_Vicom_StefanieWetzel-300x300.jpg 300w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Goldin-Meadow-_Vicom_StefanieWetzel-150x150.jpg 150w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Goldin-Meadow-_Vicom_StefanieWetzel-12x12.jpg 12w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Goldin-Meadow-_Vicom_StefanieWetzel.jpg 650w\" sizes=\"(max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Photo: Stefanie Wetzel<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-background\" style=\"background-color:#eeeeee\"><strong>Zur Person<\/strong><br>Susan J. Goldin-Meadow, geboren 1949, ist Professorin f\u00fcr Psychologie an der University of Chicago. Sie erlangte ihren Bachelor-Abschluss am Smith College in Northampton, Massachusetts, und promovierte an der University of Pennsylvania, wo sie 1975 ihren Doktortitel erlangte. Au\u00dferdem studierte sie in Genf (Schweiz) bei Jean Piaget. Seit 1976 ist sie Professorin an der University of Chicago. Ihr Interesse gilt der sprachlichen und kognitiven Entwicklung bei Kindern, insbesondere der Entstehung von Sprache und der Rolle von Gestik in Kommunikation und Denken. Sie ist Mitglied der National Academy of Sciences und der American Academy of Arts and Sciences (AAAS) sowie Fellow der American Association for the Advancement of Science. Sie war Vorsitzende der Sektion Linguistik und Sprachwissenschaften der AAAS. Susan J. Goldin-Meadow hat zahlreiche renommierte Auszeichnungen und Stipendien erhalten, darunter 2015 den William James Award der Association for Psychological Science f\u00fcr ihre Lebensleistung in der Grundlagenforschung. Im Jahr 2022 erhielt sie die Ehrendoktorw\u00fcrde der Universit\u00e4t Genf. Sie ist Gr\u00fcndungsherausgeberin der Zeitschrift Language Learning and Development (gegr\u00fcndet 2004). Im Jahr 2024 wurde Susan Goldin-Meadow von Cornelia Ebert, Professorin f\u00fcr Linguistik\/Semantik an der Goethe-Universit\u00e4t Frankfurt und Goethe Fellow am Forschungskolleg Humanwissenschaften in Bad Homburg, nach Frankfurt eingeladen.<br><a href=\"mailto:sgm@uchicago.edu\">sgm@uchicago.edu<\/a><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignleft size-large is-resized\"><img decoding=\"async\" width=\"500\" height=\"500\" src=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Autorin_Sauter-500x500.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-85019\" style=\"width:150px\" srcset=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Autorin_Sauter-500x500.jpg 500w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Autorin_Sauter-300x300.jpg 300w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Autorin_Sauter-150x150.jpg 150w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Autorin_Sauter-12x12.jpg 12w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Autorin_Sauter.jpg 650w\" sizes=\"(max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Photo: Uwe Dettmar<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-background\" style=\"background-color:#eeeeee\"><strong>Die Interviewerin<\/strong><br>Dr. Anke Sauter,<br>Jahrgang 1968, ist Wissenschaftskommunikatorin und Redakteurin f\u00fcr Forschung Frankfurt.<br><a href=\"mailto:sauter@pvw.uni-frankfurt.de\">sauter@pvw.uni-frankfurt.de<\/a><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-background\" style=\"background-color:#eeeeee\"><a href=\"https:\/\/www.forschung-frankfurt.uni-frankfurt.de\/34831594\/aktuelle_Ausgabe\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Zur gesamten Ausgabe von Forschung Frankfurt 1\/2025: Sprache, wir verstehen uns!<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Interview mit Susan Goldin-Meadow, Pionierin der psychologischen und linguistischen Gestenforschung Wir alle kommunizieren nicht nur mit Worten, sondern auch mit Gestik und Mimik. 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