{"id":85062,"date":"2025-08-17T10:00:00","date_gmt":"2025-08-17T08:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/?p=85062"},"modified":"2025-10-20T16:53:52","modified_gmt":"2025-10-20T14:53:52","slug":"verstaendigungen-in-der-kontaktzone","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/en\/forschung\/verstaendigungen-in-der-kontaktzone\/","title":{"rendered":"Verst\u00e4ndigungen in der Kontaktzone"},"content":{"rendered":"<h2 class=\"wp-block-heading\">Wie franz\u00f6sische Missionare indigenen Menschen in \u00adFranz\u00f6sisch-Louisiana begegneten<\/h2>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-large\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"284\" height=\"500\" src=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/52_1_Antoine-Simon-Le-Page-du-Pratz-284x500.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-85064\" srcset=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/52_1_Antoine-Simon-Le-Page-du-Pratz-284x500.jpg 284w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/52_1_Antoine-Simon-Le-Page-du-Pratz-170x300.jpg 170w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/52_1_Antoine-Simon-Le-Page-du-Pratz-7x12.jpg 7w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/52_1_Antoine-Simon-Le-Page-du-Pratz.jpg 369w\" sizes=\"(max-width: 284px) 100vw, 284px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Eine st\u00e4ndige Provokation<br>f\u00fcr die europ\u00e4ischen<br>Missionare war die Nacktheit<br>der Einheimischen. Das Bild<br>entstammt dem Buch von<br>Antoine-Simon Le Page du<br>Pratz, Histoire de la Louisiane<br>von 1758<br>Abbildung: \u00a9gallica.bnf.fr\/Biblioth\u00e8que nationale de France<br><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Mit dem Auftrag, die indigene Bev\u00f6lkerung zu missionieren, reisten franz\u00f6sische Ordensleute in den amerikanischen S\u00fcden. Doch die Verst\u00e4ndigung war nicht einfach und misslang mitunter. Die in gro\u00dfer Zahl in Europa zirkulierenden Berichte \u00fcber die Begegnung zeugen davon, dass diese zuweilen das Selbstbild der Missionare ins Wanken bringen konnte.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:0px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignleft\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/5.2_3_Alexandre_de_Batz-500x336.jpg\" alt=\"Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist 5.2_3_Alexandre_de_Batz-500x336.jpg\"\/><figcaption class=\"wp-element-caption\">\u00dcbertragung von<br>Wissensordnungen ins<br>Deutsche: Louis Hennepin<br>versuchte mit seiner Reise\u0002beschreibung, die 1739<br>auf Deutsch erschien, Land<br>und V\u00f6lker, Sitten und<br>Lebensart der Einheimischen<br>zu beschreiben.<br>Abbildung: \u00a9wikimedia commons<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Der Kapuziner Louis Hennepin berichtete Ende des 17. Jahrhunderts ausf\u00fchrlich von seinen Bem\u00fchungen, die Bewohner der neu gegr\u00fcndeten franz\u00f6sischen Kolonie Louisiana f\u00fcr den christlichen Glauben zu gewinnen. Daf\u00fcr mussten sie ihn nat\u00fcrlich erstmal verstehen. Die indigene Bev\u00f6lkerung des Gebiets, das sich vom Golf von Mexiko bis zu den Gro\u00dfen amerikanischen Seen erstreckte, sprach unterschiedliche Sprachen; untereinander nutzten sie Dolmetscher \u2013 das beobachtete der Missionar interessiert \u2013, die bei der Verst\u00e4ndigung halfen. Ob er selbst aber \u00fcber aus\u00adreichende Sprachkenntnisse verf\u00fcgte, um sie zu belehren und die g\u00f6ttliche Botschaft zu vermitteln, bezweifelte er. Er beschreibt, wie er durch einen Raum rannte, um das Wort f\u00fcr \u00bblaufen\u00ab zu erfahren und dieses in einem Dictionnaire vermerken zu k\u00f6nnen. Als Experte f\u00fcr transzendente Wahrheiten konnte er sich mit solchen Grundkenntnissen freilich nicht sofort einbringen. Um auf keinen Fall Misstrauen zu erwecken, versteckte er sich, um zu beten; der Argwohn wurde aber dadurch eher gr\u00f6\u00dfer als kleiner. Um zu erl\u00e4utern, warum Gott ihn in die W\u00e4lder Neufrankreichs geschickt hatte, erkl\u00e4rte er den Native Americans, ein Hauptmann (Capitaine) im Himmel habe ihn beauftragt. Sie hin\u00adgegen vermuteten in seinen B\u00fcchern D\u00e4monen. Verst\u00e4ndnisschwierigkeiten begleiteten seinen Einsatz.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained\">\n<div class=\"wp-block-group is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained\">\n<div class=\"wp-block-group has-background is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained\" style=\"background-color:#eeeeee\">\n<p class=\"has-text-align-center has-background\" style=\"background-color:#eeeeee\">AUF DEN PUNKT GEBRACHT<\/p>\n\n\n\n<ul style=\"background-color:#eeeeee\" class=\"wp-block-list has-background\">\n<li>Die franz\u00f6sischen Missionare spielten eine zentrale Rolle bei der kolonialen Expansion im nordamerikanischen S\u00fcden. Sie verbreiteten den christlichen Glauben und sammelten Wissen \u00fcber das Land, seine Flora, Fauna und die indigenen V\u00f6lker.<br><\/li>\n\n\n\n<li>Die Verst\u00e4ndigung zwischen franz\u00f6sischen Missionaren und der indigenen Bev\u00f6lkerung im nordamerikanischen S\u00fcden war oft schwierig und von Missverst\u00e4ndnissen gepr\u00e4gt. Sprachbarrieren und kulturelle Differenzen brachten Versuche, den christlichen Glauben zu vermitteln, immer wieder zum Scheitern.<br><\/li>\n\n\n\n<li>In den Berichten der Missionare wurde die indigene Bev\u00f6lkerung oft als \u00bbgute Wilde\u00ab beschrieben, die durch den Kontakt mit den Franzosen bekehrt und zivilisiert werden k\u00f6nnten. Gleichzeitig wurde die Notwendigkeit der st\u00e4ndigen Kontrolle und Anleitung betont.<br><\/li>\n\n\n\n<li>Einige Missionare hinterfragten die Wirksamkeit ihrer Missionierung und nahmen die Indigenen als selbst\u00adbewusste Akteure wahr, die sich nicht leicht bekehren lie\u00dfen. Diese differenzierte Sichtweise stellte letztlich auch das eurozentrische Weltbild infrage.<\/li>\n<\/ul>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Missionare in franz\u00f6sischen Kolonien<\/h3>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignright size-large\"><img decoding=\"async\" width=\"376\" height=\"500\" src=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/5.2_2_Hennepin-376x500.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-85065\" srcset=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/5.2_2_Hennepin-376x500.jpg 376w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/5.2_2_Hennepin-226x300.jpg 226w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/5.2_2_Hennepin-9x12.jpg 9w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/5.2_2_Hennepin.jpg 489w\" sizes=\"(max-width: 376px) 100vw, 376px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Kleiderordnungen:<br>Die Illustration aus der<br>niederl\u00e4ndischen Edition<br>des Werks von Louis Hennepin<br>aus dem Jahr 1688 zeigt, wie<br>sich Europ\u00e4er die Begegnung<br>mit der indigenen Bev\u00f6lkerung<br>vorstellten<br>Abbildung: \u00a9Openlibrary.org<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Die koloniale Ausweitung der franz\u00f6sischen Gebiete erfolgte von Anfang an unter Einbeziehung von Missionaren. Sie sollten daf\u00fcr sorgen, dass die neuen Untertanen durch den christ\u00adlichen Glauben an das Imperium gebunden w\u00fcrden. Sie mussten sich um Vermittlung und \u00dcbersetzung k\u00fcmmern. Die Missionare lernten indigene Sprachen und erprobten verschiedene Lehrmethoden, die den europ\u00e4ischen Methoden nicht un\u00e4hnlich waren, hatte man zuvor doch \u2013 etwa in der Bretagne \u2013 den Umgang mit ungebildeten Laien ge\u00fcbt. Die T\u00e4tigkeiten der Kirchenleute wurden dabei von Frankreich aus, aber auch durch den Bischof der Nouvelle France in Quebec gelenkt \u2013 also jeweils \u00fcber sehr weite Distanzen hinweg. St\u00e4ndig gab es Auseinandersetzungen zwischen den Kommandanten der franz\u00f6sischen Handelskompagnie, der Compagnie des Indes, und den Kirchenleuten \u00fcber Zust\u00e4ndigkeiten; gegenseitig bezichtigte man sich moralischer Verfehlungen: Den Handelsleuten wurde ausschweifender Lebenswandel vorgeworfen, den Klerikern zu gro\u00dfe N\u00e4he zu den Indigenen.<\/p>\n\n\n\n<p>Nachdem die Erfolge in der Konversion der indigenen Bev\u00f6lkerung eher bescheiden waren, k\u00fcmmerten sich die Missionare um die Betreuung der franz\u00f6sischen Siedler und um deren Seelenheil. Dabei handelte es sich in erster Linie um zwangsangesiedelte Straft\u00e4ter, Prostituierte, unerw\u00fcnschte Familienangeh\u00f6rige. M\u00fchsame Feldarbeit \u00fcbertrug man jedoch afrikanischen Versklavten, die die Compagnie des Indes in der Hauptsache aus Senegambia (dem heutigen Senegal) verschleppte. Die neu gegr\u00fcndete Kolonie blieb vor allem ein wirtschaftliches Unterfangen und war durch abenteuerliche Spekulationen gekennzeichnet.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Imperiales Wissen<\/h3>\n\n\n\n<p>Die reisenden Missionare waren sehr bestrebt, in die Heimat regelm\u00e4\u00dfig \u00fcber ihre Erfolge zu berichten, das hing unmittelbar mit ihrem Selbstverst\u00e4ndnis zusammen und der Notwendigkeit, Unterst\u00fctzung \u2013 auch finanzieller Art \u2013 f\u00fcr die Missionst\u00e4tigkeit zu finden. Gleichzeitig sammelten sie eifrig das verf\u00fcgbare Wissen \u00fcber klimatische Bedingungen, Flora, Fauna und die \u00bbNationen\u00ab, mit denen sie konfrontiert waren. Sie schrieben sich ein in eine Naturkunde, die im Laufe des 17. und 18. Jahrhunderts Teil der Eroberung wurde. Die Wissensakkumulation war leicht theologisch zu rechtfertigen, waren sie doch \u00fcberzeugt, im gottgewollten Buch der Natur zu lesen. Dies schloss heilpraktisches Wissen mit ein. Die Nomenklatur beruhte auf Tradition und direktem visuellem Eindruck sowie praktischen Anwendungsgebieten. Auch wenn dieses Wissen noch nicht nach einer universell gedachten Systematik, wie sie Linn\u00e9 entwickelt hat, sortiert wurde, ist es doch ein Wissen, das dem imperialen Unterfangen diente. Mit der Romanistin Mary Louise Pratt l\u00e4sst sich hier von Imperial Knowledge sprechen: Es handelte sich um Herrschaftswissen, das in zahlreichen \u00dcbersetzungen und in vielen Editionen in Europa zirkulierte. Dieses schien unmittelbar im Umgang mit der Bev\u00f6lkerung in der Neuen Welt n\u00fctzlich, half beim Ausbau einer europ\u00e4ischen Hegemonie und strukturierte auch im weiteren Verlauf der Geschichte koloniale Pl\u00e4ne. Dabei l\u00e4sst sich davon ausgehen, dass \u00bbindigenes Wissen\u00ab zum Konstruktionsprozess naturkundlicher Expertise der imperialen Welt beitrug (Lachenicht, 2023). Dem Beitrag indigener Akteure nachzusp\u00fcren, bleibt ein Feld f\u00fcr zuk\u00fcnftige Forschung.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Gef\u00e4hrliche Rosenkr\u00e4nze<\/h3>\n\n\n\n<p>In der Literatur zur Naturkunde der Nouvelle France verfassten die Missionare ausf\u00fchrliche Beschreibungen der zu bekehrenden Bev\u00f6lkerung. Die exotisierten Sauvages (oder wie es in den lateinischen Berichten hei\u00dft, die gens silvestris, sylvicolae oder sylvatici \u2013 also die Waldbewohner) bes\u00e4\u00dfen die besten Voraussetzungen, um sich zum Christentum zu bekehren. Was fehlte, war cultus (also die Kenntnis christlicher Riten), aber nicht die F\u00e4higkeit zur Perfektion. Der naturnahe, gute Wilde konnte unter entsprechendem Aufwand zum besseren Franzosen werden. Durch den Kontakt mit den Franzosen h\u00e4tten sich allerdings viele an neue Sitten gew\u00f6hnt, was man schon daran sehen k\u00f6nne, dass sie sich mit einem Fell bekleideten, wenn sie in die Kirche gingen. Dennoch ben\u00f6tigten sie aus Sicht der Missionare st\u00e4ndige Anleitung und Kontrolle. In der Missionsstation wurden sie regelm\u00e4\u00dfig zur Messe und zum Katechismus gerufen, sollten lernen und wiederholen. Gegen eine Heirat von franz\u00f6sischen Siedlern mit indigenen Frauen hatte der Jesuit Gabriel Marest \u2013 im Unterschied zu den Beamten des franz\u00f6sischen Imperiums \u2013 nichts einzuwenden, hatte er doch beobachtet, dass die auf dem Land arbeitenden Frauen besonders offen f\u00fcr die Wahrheiten des Evangeliums seien. Wichtiger als Herkunft und Abstammung \u2013 und damit typisch f\u00fcr die Differenzierung von V\u00f6lkern in der Fr\u00fchen Neuzeit, also in der Zeit vor einer Biologisierung des Rassebegriffs \u2013 war in den Augen des Missionars eindeutig die Sozialisation: Seine gr\u00f6\u00dfte Angst war daher, ein Libertin oder Abtr\u00fcnniger k\u00f6nne sich in die Missionsstation verirren, denn das negative Exempel eines Franzosen k\u00f6nnte die Missionsarbeit zunichtemachen. Marest berichtet in seinem 1715 erschienenen Bericht ausf\u00fchrlich von Br\u00e4uchen und Riten der Indigenen und spart nicht an Anekdoten, die von Missverst\u00e4ndnissen erz\u00e4hlen: So beschreibt er, wie ein \u00bbMedizinmann\u00ab (er nennt ihn Scharlatan) sich durch einen Rosenkranz, den eine frisch konvertierte Frau in H\u00e4nden hielt, bedroht gef\u00fchlt und sofort sein Gewehr gez\u00fcckt haben soll (Lettres \u00e9difiantes et curieuses 1715, 304).<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Konkurrierende Interpretationen<\/h3>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignleft size-large\"><img decoding=\"async\" width=\"304\" height=\"500\" src=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/5.2_4_Hennepin_Deutsch_1739-304x500.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-85067\" srcset=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/5.2_4_Hennepin_Deutsch_1739-304x500.jpg 304w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/5.2_4_Hennepin_Deutsch_1739-182x300.jpg 182w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/5.2_4_Hennepin_Deutsch_1739-7x12.jpg 7w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/5.2_4_Hennepin_Deutsch_1739.jpg 395w\" sizes=\"(max-width: 304px) 100vw, 304px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Abbildung: \u00a9https:\/\/vd18.gbv.de<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Dass auch die Missionare durchaus Missverst\u00e4ndnissen aufsitzen konnten, wurde im gelehrten Europa des 18. Jahrhunderts bereits kritisch in Erw\u00e4gung gezogen. Dies beruhte nicht zuletzt auf Unterschieden in der Berichterstattung. Der anfangs erw\u00e4hnte Hennepin vermittelt nicht den Eindruck, dass Konversionen immer erfolgreich waren, denn die Indigenen erwiesen sich gegen\u00fcber den Versuchen, sie zum Katholizismus zu bekehren, h\u00e4ufig \u00bbindifferent\u00ab. Auch zeigt er sie als selbstbewusst Handelnde, die medizinische F\u00e4higkeiten besitzen und sich auch argumentativ zur Wehr setzen, wenn der europ\u00e4ische Kleriker ihnen seine Weltsicht aufzwingen wollte. Diese differenzierende Sicht Hennepins charakterisiert diesen allerdings als selbst wenig angepassten Kleriker, der sich nicht zuletzt von einem konkurrierenden Orden, den Jesuiten, und ihrer Berichtspraxis absetzen wollte. In den meisten anderen Quellen dominiert das Bild des grunds\u00e4tzlich guten, zivilisationsaffinen Wilden, der klar vom schwarzen Versklavten unterschieden wird. Die \u00fcberlieferten Beschreibungen der Sitten und Gebr\u00e4uche, aber auch der physischen Gestalt der Sauvages lassen jedoch jenseits der bin\u00e4ren Konstellation von Beherrschten und Beherrschenden oft weitere Interpretationsm\u00f6glichkeiten zu \u2013 bis hin zur Vorstellung, dass Franzosen verwildern konnten (vgl. White, 2013).<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignleft size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"500\" height=\"336\" src=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/5.2_5_Carte_de_la_Nouvelle_France_.Hennepin_Louis_btv1b8493429b_1-500x336.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-85068\" srcset=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/5.2_5_Carte_de_la_Nouvelle_France_.Hennepin_Louis_btv1b8493429b_1-500x336.jpg 500w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/5.2_5_Carte_de_la_Nouvelle_France_.Hennepin_Louis_btv1b8493429b_1-300x202.jpg 300w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/5.2_5_Carte_de_la_Nouvelle_France_.Hennepin_Louis_btv1b8493429b_1-18x12.jpg 18w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/5.2_5_Carte_de_la_Nouvelle_France_.Hennepin_Louis_btv1b8493429b_1.jpg 650w\" sizes=\"(max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Um welche Weltregion es geht, macht Hennepin mit hilfe dieser Karte deutlich. (Aus: Hennepin, Louis, Carte de la Nouvelle France et de la Louisiane Nouvellement d\u00e9couverte. D\u00e9di\u00e9e au roy, (1683))<br>Abbildung: \u00a9gallica.bnf.fr\/Biblioth\u00e8que nationale de France<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Wissen \u00fcber Menschen<\/h3>\n\n\n\n<p>Interessant und neu f\u00fcr die Forschung ist die Beobachtung, dass im Kulturkontakt die franz\u00f6sischen Kleriker offenbar in ihrer M\u00e4nnlichkeit herausgefordert waren. Sie f\u00fchlten sich dazu veranlasst, ihre z\u00f6libat\u00e4re Lebensweise zu rechtfertigen, mussten sich an klimatisch und hygienisch fremde Gegebenheiten anpassen. Hennepin preist die Vorz\u00fcge eines Dampfbads, das ihm von den Native Americans bereitet wurde und das er als heilsam erlebte, gleichzeitig wurden dabei die Grenzen der Sittlichkeit neu ausgehandelt. \u00dcberhaupt waren nackte K\u00f6rper f\u00fcr den Kirchenmann eine st\u00e4ndige Provokation (siehe auch Fischer\/Tippelskirch, 2021). Dass er bei seinen Versuchen, die Sprache der Illiniwek zu lernen, auch mit W\u00f6rtern f\u00fcr K\u00f6rperteile konfrontiert war, an die er noch nicht einmal zu denken wagte, machte die Verst\u00e4ndigung zus\u00e4tzlich kompliziert. Religi\u00f6ses Wissen erwies sich in der Kontaktzone nicht unbedingt als hilfreich, sondern erschwerte h\u00e4ufig die Kommunikation, da bestimmte Themen in der Konversation tabu waren und abstrakte Begrifflichkeiten nicht einfach zu \u00fcbersetzen schienen.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf der Grundlage der vielf\u00e4ltigen Berichte unternahmen Gelehrte im 18. Jahrhundert den Versuch, indigene mit antiken Br\u00e4uchen zu vergleichen. Damit wurden die in der Neuen Welt beobachteten Riten in eine \u2013 keineswegs wertfreie \u2013 Entwicklungsgeschichte der Menschheit einsortiert, das Fremde suchte man als Vorform christlicher Praktiken verst\u00e4ndlich zu machen. Die Erkenntnis, dass gesellschaftliche und speziell religi\u00f6se Praktiken immer zeit- und ortsabh\u00e4ngig waren, f\u00fchrte letztlich allerdings dazu, kulturelle Hierarchien zu relativieren.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignleft size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"500\" height=\"500\" src=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Portraet_Tippelskirch_Foto_Lecher-500x500.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-85069\" style=\"width:150px\" srcset=\"https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Portraet_Tippelskirch_Foto_Lecher-500x500.jpg 500w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Portraet_Tippelskirch_Foto_Lecher-300x300.jpg 300w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Portraet_Tippelskirch_Foto_Lecher-150x150.jpg 150w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Portraet_Tippelskirch_Foto_Lecher-12x12.jpg 12w, https:\/\/aktuelles.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Portraet_Tippelskirch_Foto_Lecher.jpg 650w\" sizes=\"(max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Photo: J\u00fcrgen Lecher<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-background\" style=\"background-color:#eeeeee\"><strong>Die Autorin<\/strong><br>Xenia von Tippelskirch, Jahrgang 1971, ist seit Dezember 2022 Professorin am Historischen Seminar der Goethe-Universit\u00e4t und Co-Direktorin des Institut franco-allemand de sciences historiques et sociales (IFRA-SHS). Sie hat in Freiburg und Pavia studiert, wurde am Europ\u00e4ischen Hochschulinstitut in Florenz promoviert und war als Marie-Curie-Stipendiatin an der EHESS in Paris. Sie hat in Bochum, T\u00fcbingen, Amiens, Toulouse und Kassel gelehrt und war Juniorprofessorin an der Humboldt-Universit\u00e4t zu Berlin. Ihr Arbeits- und Forschungsgebiet ist die Religionsgeschichte der Fr\u00fchen Neuzeit und der Renaissance, insbesondere in Frankreich, dem Alten Reich und Italien. Sie publiziert auf Franz\u00f6sisch, Englisch, Italienisch und Deutsch zur Geschichte der Fr\u00f6mmigkeit, zum religi\u00f6sen Separatismus, mystischen Bewegungen, zur Geschichte der Kl\u00f6ster und der Inquisition. Ihr Interesse gilt der Kultur-, Geschlechter- und K\u00f6rpergeschichte der Fr\u00fchen Neuzeit, insbesondere mit Blick auf materielle Kultur, Schriftkultur und Wissens\u00adtransfer. Gegenw\u00e4rtig forscht sie zur Geschichte der Mission in Franz\u00f6sisch-Louisiana.<br><a href=\"mailto:x.vontippelskirch@em.uni-frankfurt.de\">x.vontippelskirch@em.uni-frankfurt.de<\/a><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Literatur<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Hennepin, Louis: Description de la Louisiane, nouvellement decouverte au Sud Ouest de la Nouvelle France, Par ordre du Roy, Paris 1683.<\/p>\n\n\n\n<p>Marest, Gabriel: Lettres \u00e9difiantes et curieuses, Paris 1715.<\/p>\n\n\n\n<p>Fischer, Elisabeth\/von Tippelskirch, Xenia (Hrsg.): Bodies in Early Modern Religious Dissent: Naked, Veiled, Vilified, Worshiped, New York 2021.<\/p>\n\n\n\n<p>Gay, Jean-Pascal\/Mostaccio, Silvia\/Tricou, Josselin (Hrsg.): Masculinit\u00e9s sacerdotales, Approches historiques et apports sociologiques, Turnhout 2022.<\/p>\n\n\n\n<p>Lachenicht, Susanne: Indigenous Knowledge, in: Oxford Bibliographies in \u00bbAtlantic History\u00ab, 2023. doi: 10.1093\/obo\/9780199730414-0376<\/p>\n\n\n\n<p>Pratt, Mary Louise: Imperial Eyes: Travel Writing and Transculturation, London 1992.<\/p>\n\n\n\n<p>Vidal, C\u00e9cile: Caribbean New Orleans: Empire, Race, and the Making of a Slave Society, Chapel Hill 2019.<\/p>\n\n\n\n<p>White, Sophie: Wild Frenchmen and Frenchified Indians. Material Culture and Race in Colonial Louisiana, Philadelphia 2013.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-background\" style=\"background-color:#eeeeee\"><a href=\"https:\/\/www.forschung-frankfurt.uni-frankfurt.de\/34831594\/aktuelle_Ausgabe\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Zur gesamten Ausgabe von Forschung Frankfurt 1\/2025: Sprache, wir verstehen uns!<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie franz\u00f6sische Missionare indigenen Menschen in \u00adFranz\u00f6sisch-Louisiana begegneten Mit dem Auftrag, die indigene Bev\u00f6lkerung zu missionieren, reisten franz\u00f6sische Ordensleute in den amerikanischen S\u00fcden. 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