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Veit Harlan, Jud Süß und der Nachkriegsantisemit

6. Juli, 18:15

Der Vortrag untersucht die Entstehung des Nachkriegsantisemiten, einer imaginären Figur, die allein für die Dämonisierung von Juden verantwortlich gewesen sein soll und es den Deutschen ermöglichte, sich von jeglicher Nähe zum Antisemitismus nach dem Holocaust zu distanzieren. Wie wichtig es war, diese Figur zu definieren, wird am Beispiel des Filmregisseurs Veit Harlan illustriert, der 1948 wegen seines erfolgreichen NS-Propagandafilms Jud Süß (1940) des Verbrechens gegen die Menschlichkeit angeklagt wurde. Eine sorgfältige Analyse der Aussagen und Ereignisse im und um das Gerichtsverfahren zeigt, welch zentrale Rolle für seinen Freispruch Harlans Bestimmung des »Antisemiten« spielte, die fortan für breite Bevölkerungskreise als Vorlage diente.

Prof. Dr. Lisa Silverman ist Associate Professor an der University of Wisconsin-Milwaukee. Im Sommersemester 2022 hat sie die Michael Hauck-Gastprofessor am Fritz Bauer Institut inne.

6. Juli 2022
Prof. Dr. Lisa Silverman
Veit Harlan, Jud Süß und der Nachkriegsantisemit

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Veranstaltungsort
Goethe-Universität
Campus Westend
Casino
Raum Cas 1.801

Livestream auf YouTube: https://youtu.be/1NLP1spkI5s

Uhrzeit
18:15 Uhr

Anmeldung für Teilnahme in Präsenz bis zwei Tage vor der Veranstaltung unter: anmeldung@fritz-bauer-institut.de

Weitere Informationen unter www.fritz-bauer-institut.de

Details

Datum:
6. Juli
Zeit:
18:15
Veranstaltungskategorie:

Veranstaltungsort

Hybrid-Veranstaltung