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Was glauben wir eigentlich, wenn wir glauben?

8. Juni, 19:00

Wie kommt es zu Glaubensüberzeugungen in einer vom säkularen Rationalismus durchdrungenen, demokratisch und wissenschaftlich geprägten Welt? In einer Welt, in der Kirche (zumindest hierzulande) nur noch von wenigen als Hort der sozialen Ordnung, Moralinstanz und rituelle Stütze erlebt wird; in der zahlreiche Menschen Kirche als autoritär, unglaubwürdig, dialogunfähig und machtversessen wahrnehmen? Welche Rolle spielen Menschenrechte und Werte in einer Moderne, die das Religiöse oft systematisch aus ihrem Selbstverständnis ausgeschlossen hat?
Ein Gespräch über Glauben und Religionen aus human-, kultur- und sozialwissenschaftlicher Sicht.

Die Veranstaltung ist teil der Diskussionsreihe Mit oder ohne Gott? – Religionen in der pluralen Gesellschaft

Referentin und Referenten
Heiko Schulz, Professor für Systematische Theologie und Religionsphilosophie, Goethe-Universität
Thomas Schmidt, Professor für Religionsphilosophie, Goethe-Universität
Kristina Stoeckl, Professorin für Soziologie, Universität Innsbruck

Moderation
Martin Saar, Professor für Sozialphilosophie, Goethe-Universität
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8. Juni 2022
19.00 Uhr

Jüdisches Museum
Bertha-Pappenheim-Platz 1
60311 Frankfurt

Anmeldung unter julia.arndt@stadt-frankfurt.de

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Diskussionsreihe “Mit oder ohne Gott? – Religionen in der pluralen Gesellschaft”

Als 1914 die Frankfurter Universität – mit der Unterstützung überwiegend jüdischer Frankfurter Stifter:innen – gegründet wurde, hatte sie eine Besonderheit: Als einzige deutsche Universität verfügte sie nicht über eine Theologische Fakultät. Jenseits der klassischen Theologie verfolgte die experimentierfreudige Universität in den 1920er Jahren ein anderes Konzept: eine Abteilung für Religionswissenschaften mit jüdischen, evangelischen und katholischen Dozenten unter dem Dach der Philosophie. Gelehrte wie Martin Buber und Paul Tillich schufen so die Basis für einen wissenschaftlichen Diskurs der Religionen, der die Goethe-Universität bis heute prägt – etwa in dem Forschungsverbund „Dynamiken des Religiösen“, in dem Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zahlreicher Fachrichtungen interdisziplinär und international kooperieren.

Die Diskussionsveranstaltung greift diese Kompetenz auf und geht interdisziplinär der Frage nach: Wenn die Wissenschaft nicht das letzte Wort über unser Leben haben soll – wer oder was aber dann? Und wie können wir in pluralen Gesellschaften konstruktiv mit der Differenz zwischen religiösen und säkularen Überzeugungen bzw. zwischen unterschiedlichen Religionen umgehen?

Aktuelle Informationen www.buerger.uni-frankfurt.de

Veranstalter
Goethe-Universität, Forschungsverbund „Dynamiken des Religiösen“ an der Goethe-Universität in Kooperation mit der Stadtbücherei Frankfurt, Zentralbibliothek, und dem Jüdischen Museum

Details

Datum:
8. Juni
Zeit:
19:00
Kategorie:

Veranstaltungsort

Jüdisches Museum
Bertha-Pappenheim-Platz 1
Frankfurt am Main, Hessen 60311 Deutschland
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