Meinungsaustausch über mehr Kooperation: die ukrainische Generalkonsulin Alla Polyova und Vizepräsident Professor Manfred Schubert-Zsilavecz; Bild: Goethe-Universität

Die ukrainische Generalkonsulin, Alla Polyova, gegenwärtig auch Chefin des diplomatischen Corps in Hessen, hat am Donnerstag bei einem Besuch an der Goethe-Universität mit Vizepräsident Prof. Dr. Manfred Schubert-Zsilavecz Möglichkeiten einer vertieften Kooperation zwischen wissenschaftlichen Einrichtungen der Ukraine und der Goethe-Universität erörtert. Beide Seiten kamen auch darin überein, das alle Vierteljahre stattfindende Treffen des Diplomatischen Corps im kommenden Jahr an der Goethe-Universität stattfinden zu lassen. Bei dieser Gelegenheit solle auch über eine Veranstaltung gesprochen werden, bei der internationale Studierende der Goethe-Universität mit Vertreterinnen und Vertretern des Diplomatischen Corps über ein europapolitisches Thema diskutieren könnten.

Angesichts der angespannten politischen Lage in der Ukraine durch den weiterhin bestehenden Konflikt mit Russland zeigte die Generalkonsul reges Interesse an einem Austausch mit der Hessischen Stiftung für Friedens- und Konfliktforschung und dem neu gegründeten Institut für gesellschaftlichen Zusammenhalt. Beide Seiten erörterten auch die Chance auf die gemeinsame Gestaltung eines Sommerfestes, das traditionell an der Goethe-Universität immer mit einer europäischen Regionen- oder Länder-Partnerschaft organisiert wird. Vizepräsident Schubert-Zsilavecz betonte bei dieser Gelegenheit die Bedeutung der europäischen Idee: „Wir haben eine gemeinsame Verantwortung für Europa und wollen dieser als größte hessische Universität mit starker internationaler Ausrichtung auch dadurch gerecht werden, Wissenschaft und Politik noch besser ins Gespräch zu bringen.“

Das ukrainische Generalkonsulat mit Sitz in Frankfurt vertritt 16.000 Menschen in den Bundesländern Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland und ist nach München das zweitgrößte in Deutschland. Dem Diplomatischen Corps in Hessen gehörend gegenwärtig rund 100 Mitglieder aus vielen Ländern der Welt an.