Goethe-Universität schreibt zum zweiten Mal Klaus Heyne-Romantik-Preis aus

Der mit 15.000 Euro dotierte Klaus Heyne-Preis zur Erforschung der Deutschen Romantik der Goethe-Universität Frankfurt zeichnet alle zwei Jahre Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler aus dem In- und Ausland aus, die sich in ihrer Qualifikationsphase befinden und einen herausragenden wissenschaftlichen Beitrag zur Romantikforschung geleistet haben. Nachdem der Preis 2021 ins Leben gerufen wurde, wird er nun zum zweiten Mal ausgeschrieben. Die Bewerberinnen und Bewerber sind nicht auf eine Fachdisziplin wie etwa die Literaturwissenschaft festgelegt, sondern können ebenso aus anderen Fachbereichen wie Kunstgeschichte, Musikwissenschaft oder Philosophie kommen.

Der Preis und das zugehörige Preisgeld setzen sich aus zwei Komponenten zusammen: 5.000 Euro werden nicht-zweckgebunden verliehen; 10.000 Euro werden der bzw. dem Ausgezeichneten für die Konzeption und Organisation einer Tagung zur Romantikforschung zur Verfügung gestellt.

Interessierte können ihre Bewerbungsunterlagen bis zum 31. Januar 2023 einreichen. Die Preisträgerin bzw. der Preisträger wird dann im Rahmen eines Festakts am 11. Oktober 2023 an der Goethe-Universität ausgezeichnet.

Ermöglicht wird der neue Wissenschaftspreis durch ein großzügiges Vermächtnis des Kinderarztes Prof. Dr. Klaus Heyne (1937–2017), dessen besondere Leidenschaft der Kunst und Literatur der deutschen Romantik galt. 

Erste Trägerin des neuen Wissenschaftspreises war 2021 die in Oxford lehrende Literaturwissenschaftlerin Dr. Joanna Raisbeck für die innovative Leistung ihrer Dissertation „Poetic Metaphysics in Karoline von Günderrode“. 2022 wurde sie für dieselbe Arbeit mit dem Novalis-Preis ausgezeichnet. Raisbeck hat mithilfe des Heyne-Preises erst kürzlich eine internationale Tagung zum Thema ‚Romantische Materialitäten‘ an der Goethe-Universität ausgerichtet. Durch die Kooperation zwischen Heyne-Preis und dem Freien Deutschen Hochstift konnte sie zudem eine Ausstellung mit Handschriften Karoline von Günderrodes im Deutschen Romantik-Museum kuratieren, die noch bis Mitte Dezember zu sehen ist.

Mehr Informationen: https://romantikforschung.uni-frankfurt.de/

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