In diesen Apriltagen (02.-05.04.2019) fand wieder die Prolight + Sound Messe, parallel zur Musikmesse in Frankfurt statt, bei der Medientechnik eine wichtige Rolle spielt. Dies zeigen nicht zuletzt zwei renommierte Preise, die im Rahmen von Prolight + Sound vergeben werden. Der deutsche Bühnenpreis Opus und der Sinus – Systems Integration Award gehören zu den bekanntesten und wichtigsten Auszeichnungen auf dem Gebiet der Veranstaltungstechnik und Systemintegration. Erstmals hatten Persönlichkeiten und Unternehmen auf diesen Gebieten die Chance, ihre Projekte direkt bei der Fachjury einzureichen, und sich damit für die renommierten Branchen-Awards zu bewerben.

Seit 2002 prämiert der Opus Award herausragende Leistungen aus den Bereichen Theater- und Bühnenproduktion, Live-Events sowie Open-Air-Veranstaltungen. Er zeichnet Persönlichkeiten aus, die sich mit Ihrem Wirken rund um Bühnenbild, Lichtdesign, Video, Sounddesign und technische Realisation verdient gemacht haben. Die Auswahl der Preisträger erfolgt nach Qualitäts- und Leistungskriterien, aber auch ihre Bedeutung für nationale und internationale Bühnenarbeit spielen eine zentrale Rolle.

Eng verbunden mit dem Opus ist der Sinus Award. Dieser wird seit 2004 in wechselnden Kategorien vergeben und gilt als eine der angesehensten Auszeichnungen der AV-Medientechnik-Branche. Im Mittelpunkt des Sinus – Systems Integration Awards stehen überragende Leistungen im Bereich der audiovisuellen Kommunikation. Verantwortliche für den nicht-dotierten Ehrenpreis sind der Verband der Medien- und Veranstaltungstechnik (VPLT), der Europäische Verband der Veranstaltungs-Centren (EVVC) und die Messe Frankfurt.

Die Preisverleihung fand am Donnerstag, den 4. April 2019 im Rahmen einer feierlichen Abendveranstaltung der Prolight + Sound Messe statt. Preisträger beim Opus Award waren in diesem Jahr Regisseur Kay Voges und Lichtdesigner Vincent Lerisson. Den ebenfalls begehrten Sinus Award erhielt der GEO Mission Control Centre von EUMETSAT sowie die Inspiration Wall im Merck Innovation Center.

Die Fachjury für beide Preise setzt sich aus Verbandsmitgliedern, Branchenexperten, Fachpresse, Medienvertretern sowie Vertretern der Messe Frankfurt zusammen. In beiden Auswahlgremien sitzt Ullrich Grimm-Allio für die HRZ-Medientechnik, die 2011 selbst Preisträger des Sinus – Systems Integration Award war. Die Medientechnik des Hochschulrechenzentrums wurde 2011 für die medientechnische Ausstattung der beiden Campus Westend und Riedberg der Goethe-Universität Frankfurt am Main ausgezeichnet.

Ein wichtiger Punkt bei dieser Aufgabe war neben der medientechnischen Ausstattung bestehender Gebäude, vor allem der Planung und Einrichtung neuer Gebäude auf Basis moderner Medientechnik. In die Universitätsbauten wurden verschiedene Ausstattungsmerkmale wie Dreifachprojektionen in den Hörsälen, Video-Conferencing inklusive der Einbeziehung der Studenten durch automatisch schwenkbare Kameras, Drahtlosmikrofonie sowie Audio-Diskussionsanlagen installiert. Videostreaming von Veranstaltungen (eLectures) wurden dadurch ebenso möglich, wie Steuerung der Medientechnik über zentrale Monitore. Außerdem sind in Hörsälen und Seminarräumen seitdem Medienpulte verbaut mit denen Professoren und Mitarbeiter die Medientechnik direkt bedienen können (wofür es zu Beginn jedes Semesters Einführungsveranstaltungen gibt). Im Rahmen der Standortneuordnung damals wurde der Grundstein für die heutige Medientechnik gelegt.

In Zahlen ausgedrückt wurden 2011 rund 100 Seminarräume und Vorlesungssäle mit damals moderner Medientechnik in Betrieb genommen. Alleine 52 Projektoren der Leistungsklasse 7.000 ANSI-Lumen, 41 Unterstützungssysteme für Hörgeschädigte und 95 Drahtlosmikrofone kamen zum Bestand hinzu. Der Aufwuchs setzt sich mit jedem weiteren Neubau fort und seit 2016 werden auch die älteren Bauabschnitte sukzessive auf den neuesten Stand der Technik gebracht.

Heute betreut die HRZ-Medientechnik über 350 Räume auf den verschiedenen Campus der Universität (Bockenheim, Westend, Riedberg und Ginnheim), es gibt fast 300 Projektoren und über 400 Funkmikrofone im aktiven Bestand. Außerdem werden mittlerweile 130 MT-Anlagen für Schwerhörige mitbetreut. Nach der Modernisierung der Medientechnik am Campus Bockenheim während der zurückliegenden vorlesungsfreien Zeit, steht in den nächsten 18 Monaten die Erneuerung der Medientechnik im Otto-Stern-Zentrum (OSZ) und Biologicum an.

Mit der Umsetzung dieses Großprojektes ist die Goethe-Universität zu einer der modernsten Universitäten in Deutschland in Sachen Medientechnik geworden. Hinzu kommt das die HRZ-Medientechnik diese Systeme verwaltet und Medientechnik Support bei steigendem Medientechnik-Bedarf leistet. Die Expertise, die sich die HRZ-Medientechnik damit erworben hat, fließt wiederum in das Auswahlgremium des deutschen Bühnenpreis Opus und Sinus – Systems Integration Award der Prolight + Sound Messe ein.

Autorin: Simone Beetz, HRZ-Öffentlichkeitsarbeit