Die Konferenz Hessischer Universitätspräsidien (KHU) begrüßt die Einigung auf eine langfristige Wissenschaftsfinanzierung bis 2030, die am Freitag (3.5.) zwischen Bund und Ländern erzielt wurde. „Die Einigung ist ein positives Signal für eine zuverlässige Wissenschaftsfinanzierung. Damit besteht auch für die hessischen Universitäten ein höheres Maß an Planungssicherheit, auch mit Blick auf den nächsten Hessischen Hochschulpakt 2021-25“, sagte die Sprecherin der KHU, Prof. Dr. Birgitta Wolff, Präsidentin der Goethe-Universität. Erfreulich seien auch die erreichten mittelfristigen Finanzierungsaufwüchse. So sei beim „Zukunftsvertrag Studium und Lehre stärken“ ab 2024 eine Steigerung um 170 Mio. Euro auf dann 2,05 Mrd. Euro vereinbart worden.

Nicht nur der Bund, auch die Länder hätten sich trotz aktueller konjunktureller Eintrübungen angestrengt, gemeinsam dieses Ergebnis zu erreichen. Wolff dankte der hessischen Wissenschaftsministerin, Angela Dorn, für die erfolgreichen Verhandlungen.

Das damit entstehende Maß an Planungssicherheit könne sich auch positiv auf die Beschäftigungsstrukturen der Universitäten auswirken und zu mehr Professuren und anderen Dauerstellen führen, so Wolff. Das professorale Betreuungsverhältnis ist durch die starke Expansion der Studierendenzahlen ohne entsprechende Grundfinanzierung die größte aktuelle Schwachstelle des hessischen Hochschulsystems. In diesem Zusammenhang seien die vereinbarten Kürzungen beim Qualitätspakt Lehre bedauerlich, so Wolff. Sie plädiert dafür, nun nicht noch einen Teil der weniger gewordenen Mittel für eine neue Organisation auszugeben, sondern die Mittel möglichst vollständig und stetig den Hochschulen für die Lehre zur Verfügung zu stellen.