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Science-Policy-Dialog: Blinde Flecken im Klimaschutz

30. April 2026, 10:00 bis 17:00
F-Gase Moleküle, © HMLU

Science-Policy-Dialog
BLINDE FLECKEN IM KLIMASCHUTZ
Organisierte Klimakriminalität und der illegale Handel mit F-Gasen

„Umweltkriminalität ist eines der wichtigsten Betätigungsfelder für die OrganisierteKriminalität und bedroht unsere Lebensgrundlagen“, heißt es im Koalitionsvertrag der Bundesregierung. Organisierte Umweltkriminalität gilt nach Drogenhandel und Produktfälschungen als einer der stärksten Treiber transnationaler illegaler Aktivitäten – Tendenz steigend. In der öffentlichen Debatte spielt dies bislang nur eine untergeordnete Rolle.

In besonderer Weise zeigt sich dies am illegalen Handel mit fluorierten Treibhausgasen (F-Gasen). F-Gase sind extrem klimaschädlich – ihr Treibhauspotenzial ist bis zu 24.000-fach höher als das von Kohlendioxid. Während die Europäische Union die zulässigen Mengen schrittweise reduziert, boomt ein global vernetzter Schwarzmarkt: Schätzungen zufolge stammen inzwischen 40 bis 50 Prozent der in Europa gehandelten F-Gase aus illegalen Quellen. Die Folgen sind gravierend: Regulierter Klimaschutz wird systematisch ausgehebelt; Klima und rechtstreuer Markt nehmen massiven Schaden.

Der Science-Policy-Dialog beleuchtet diese „blinden Flecken“ des Klimaschutzes und geht dem illegalen Handel mit F-Gasen als Beispiel für Organisierte Umwelt- bzw. Klimakriminalität nach. Im Zentrum stehen eine grundsätzliche Problemdiagnose, die Frage nach der Handlungsmacht des geltenden Strafrechts gegenüber organisierten Klimaschädigungen sowie die Entwicklung konkreter rechtspolitischer Handlungsoptionen.

Die Goethe-Universität Frankfurt und das Hessische Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt, Weinbau, Forsten, Jagd und Heimat laden ein und bringen Wissenschaft und Politik, Juristinnen und Juristen, Kriminologinnen und Kriminologen, Vollzugs- und Ermittlungsbehörden sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft und Medien in den Dialog.

30. April 2026 von 10:00 – 17:00 Uhr,
in die Goethe-Universität Frankfurt, Campus-Westend, Casino-Gebäude, 1. Stock, Raum 1.811
Theodor-W.-Adorno-Platz 2, 60323 Frankfurt am Main

U-Bahn: Holzhausenstraße /
Parken: Max-Horkheimer-Straße (SKW-Gebäude), 60323 Frankfurt am Main (öffentliches, gebührenpflichtiges Parkhaus)

Das Programm der Veranstaltung finden Sie hier. Anmeldung zur Veranstaltung ist bis zum 24. April 2026 möglich.

Die Konferenz wird in Kooperation mit dem Mercator Science-Policy Fellowship-Programm und dem ENGAGEgreen-Projekt der Rhein-Main-Universitäten organisiert; sie ist öffentlich und kostenfrei zugänglich.

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