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Neues DFG-Projekt „Edition Hitlerreden 1933-1945“ gestartet

Seine schneidende Stimme ist unverkennbar, weil vielfach überliefert: Nun sollen die Reden Adolf Hitlers wissenschaftlich ediert und kommentiert werden. Das DFG-Forschungsprojekt „Edition Hitlerreden 1933-1945“ ist am 1. Januar offiziell gestartet, maßgeblich daran beteiligt ist das Team von Christoph Cornelißen, Professor für Neueste Geschichte mit dem Schwerpunkt Geschichte Europas im 20. Jahrhundert.

Übertragung einer Hitler-Rede in Posen, Oktober 1939 (Foto: Bundesarchiv, Bild 146-2008-0325 / Unknown author / CC-BY-SA 3.0)

Ziel des Projekts ist es, alle einschlägigen Texte und Audio-Überlieferungen in einer wissenschaftlich zuverlässigen Form nutzbar zu machen. Das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft auf sieben Jahre angelegte Vorhaben ist ein Verbundprojekt des Instituts für Zeitgeschichte München-Berlin in Zusammenarbeit mit der Goethe-Universität Frankfurt am Main, der Philipps-Universität Marburg, der Stiftung Deutsches Rundfunkarchiv Frankfurt am Main/Potsdam-Babelsberg und dem Leibniz-Institut für Deutsche Sprache in Mannheim.

An der Goethe-Universität entsteht auf Grundlage der überlieferten Audioaufzeichnungen eine kritische Audio-Edition, in der die Reden Hitlers umfassend kommentiert werden. Zudem soll die Inszenierung der Reden im Radio erläutert, die Produktions-, Sende- und Empfangsbedingungen rekonstruiert und auf Hitlers Stimme und Redeweise eingegangen werden. „Daraus versprechen wir uns wichtige Impulse für die weitere historische Erforschung des Nationalsozialismus“, sagt Professor Cornelißen. Die digitale Audio-Edition mit kontrolliertem Zugang soll für unterschiedliche Zielgruppen (Wissenschaft, aber auch Schulen, Journalismus, Public History) zur Verfügung gestellt werden.

Kontakt: Prof. Dr. Christoph Cornelißen: Cornelissen@em.uni-frankfurt.de

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