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Buchempfehlungen aus der Goethe-Uni

Kurz vor dem Weihnachtsfest sind sicherlich noch viele auf der Suche nach einem inspirierenden Geschenk oder nach Lektüre für die freie Zeit zwischen den Jahren. Wir hätten da eine Idee: Wie wär’s mit einem Buch von unseren oder über unsere Wissenschaftler*innen? Wir haben einmal eine überschaubare Liste zusammengestellt von recht aktuellen Buchtiteln, die sich nicht nur an ein Fachpublikum, sondern zugleich an eine breite(re) Leserschaft wenden. Die Liste stellt selbstverständlich nur eine Auswahl dar, weitere Buchempfehlungen findet man beispielsweise auf der Bücherseite des UniReport. 

Viel Spaß beim Stöbern!

Gudrun und Nikolaus Koeniger: Die Bienenforscher. Roman. Ahrensburg: tredition 2022, 19,99 Euro.

Prof. Dr. Nikolaus Koeniger und seine Frau Dr. Gudrun Koeniger waren beide viele Jahre in Forschung und Lehre an der Goethe-Universität tätig. In ihrem gemeinsam geschriebenen Romandebüt blicken  sie auf ihre Protagonisten Ida und Alfred, beide angehende Bienenforscher, die sich in den frühen Sechzigern in der Universitätsstadt Freiburg sich auf das Abenteuer Wissenschaft einlassen. Wenngleich sich viele autobiographische Parallelen ergeben, ist der Roman fiktional – und doch ein lesenswertes Zeugnis einer Zeit des Aufbruches.

Judith Hermann: Wir hätten uns alles gesagt. Frankfurt am Main: S. Fischer Verlag 2023, 23 Euro

Die Schriftstellerin Judith Hermann („Daheim“) hielt ihre Poetikvorlesungen 2022 an der Goethe-Universität, nun sind ihre Vorträge als Buch erschienen. Wahrheit, Erfindung und Geheimnis – wo beginnt eine Geschichte und wo hört sie auf? Wie verlässlich ist unsere Erinnerung, wie nah sind unsere Träume an der Wirklichkeit? Wie in ihren Romanen und Erzählungen fängt sie ein ganzes Lebensgefühl ein.

Nathan Taylor und Nicolas von Passavant (Hg.): Monika Rinck – Poesie und Gegenwart. Heidelberg: J. B. Metzler 2023, 64,99 Euro.

Monika Rinck hielt im Wintersemester 2020/21 ihre Frankfurter Poetikvorlesungen. Aus diesem Anlass haben Dr. Nathan Taylor, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für deutsche Literatur der Goethe-Universität, und Dr. Nicolas von Passavant, Institut für deutsche Literatur, Humboldt-Universität zu Berlin, den ersten Sammelband über die Lyrikerin, Essayistin und Übersetzerin herausgegeben. Insbesondere geraten in den Beiträgen die für die Autorin charakteristischen Grenzüberschreitungen zwischen Lyrik und Essay, zwischen poetischer Praxis und Lebensform in den Blick. Den band rundet ein Gespräch mit der Autorin ab.

Anne Hardy: Gustav Embden – Pionier der Biochemie. Frankfurt am Main: Societäts-Verlag 2023, 16 Euro
Dr. Anne Hardy, promoviert in Wissenschaftsgeschichte und langjährige Mitarbeiterin in der Abteilung PR & Kommunikation der Goethe-Universität, stellt in der Biographienreihe „Gründer, Gönner und Gelehrte“ Gustav Embden als exzellenten Experimentator vor, der auch die Anerkennung seiner Rivalen fand. Zwar steht der Embden-Meyerhof-Parnas-Weg heute in jedem Lehrbuch der Biochemie, doch über Embden ist wenig bekannt. Seine Karriere endete jäh: Nachdem nationalsozialistische Studenten den Professor öffentlich gedemütigt hatten, erlitt er einen Nervenzusammenbruch und starb kurz darauf. Die Autorin stellt sein Leben in den Kontext einer assimilierten jüdischen Familie und deren Schicksal im Nationalsozialismus.

Rainer Hank, Hartmut Leppin und Werner Plumpe (Hg.): „Alle, die mit uns auf Kaperfahrt fahren.“ Piratengeschichten auf den Meeren der Welt. Frankfurt am Main: Campus Verlag 2023, 36 Euro

Seeraub ist ein aktuelles Thema, dessen Wurzeln bis in die frühe Menschheitsgeschichte zurückreichen. Doch so vertraut die Piraten uns auch scheinen, so widersprüchlich und schillernd sind die Freibeuter der Meere bei näherer Betrachtung. Sind sie Helden der Freiheit oder organisierte Kriminelle? Rächer der Entrechteten oder mörderische Agenten imperialer Großmächte? Räuber zur See oder Entrepreneure mit politischem Gestaltungsanspruch? Die Beiträge dieses Bandes beschränken sich nicht nur auf die Geschichte der Seeräuber von der Antike bis heute, sondern nehmen auch die literarische, mythologische und filmische Bearbeitung der Piraterie in den Blick. Hartmut Leppin ist Professor für Alte Geschichte, Werner Plumpe ist Professor für Wirtschaftsgeschichte, beide an der Goethe-Universität; Dr. Rainer Hank ist Wirtschaftsjournalist; er leitete die Wirtschafts- und Finanzredaktion der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (FAS).

Wolfgang Martynkewicz: Das Café der trunkenen Philosophen. Berlin: Aufbau Verlag 2022, 30 Euro

Das gepflegte Café Laumer in Frankfurt-Westend wurde im Sommer 1930 zum Treffpunkt einer illustren Gruppe: Von der geselligen Atmosphäre angelockt, trafen hier die Anhänger des Instituts für Sozialforschung auf den Kreis um Karl Mannheim und Norbert Elias. Die gegensätzlichsten Positionen prallten aufeinander, während in einem Punkt bemerkenswerte Einigkeit herrschte: In der Soziologie sah man die neue Königsdisziplin. Wolfgang Martynkewicz, freier Autor und Literaturwissenschaftler, verfolgt die Lebenswege der prominenten Diskutanten des »Kränzchens« von ihren Anfängen über das Exil bis in die junge Bundesrepublik und führt anschaulich vor Augen, wie die Revolutionierung der Lebensart mit der Revolutionierung des Denkens einherging.  Mit Hannah Arendt, Theodor W. Adorno, Paul und Hannah Tillich, Gisèle Freund, Max Horkheimer u. v. a.

Klaus Günther und Uwe Volkmann (Hg.): Freiheit oder Leben? Das Abwägungsproblem der Zukunft. Berlin: Suhrkamp Verlag 2022, 24 Euro

Die Covid-19-Pandemie hat zu einer moralischen und rechtlichen Kontroverse über das Verhältnis von Freiheit und Leben geführt, wie es sie in dieser Schärfe bisher nicht gegeben hat. In den beiden zentralen Fragen ist dabei bis heute keine Einigkeit erzielt worden: Kommt dem Leben ein prinzipieller Vorrang gegenüber der Freiheit zu? Und: Wie tief darf der Staat zum Schutz des Lebens in individuelle Freiheiten eingreifen? Der Band herausgegeben von Klaus Günther, Professor für Rechtstheorie, Strafrecht und Strafprozessrecht, und Uwe Volkmann, Professor für Öffentliches Recht und Rechtsphilosophie (beide Goethe-Universität), diskutiert mögliche Leitvorstellungen aus den Perspektiven von Rechtswissenschaft, Philosophie und Soziologie. Eingeleitet wird er durch einen Essay von Jürgen Habermas.

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