Ökonomie der Angst
Die Rückkehr des nervösen Zeitalters
Radikalisierung, Autoritarismus, Kriegstreiberei, Xenophobie und Kontrollverlust: Der Vortrag geht den Ursachen dieser Zeitphänomene nach und macht sie an der „ersten und zweiten Turboglobalisierung“ fest. Politische Umwälzungen, ökonomische Krisen und technologische Innovationen überforderten im Vorfeld des Ersten Weltkriegs wie auch heute die nationalen Gesellschaften und ihre politischen Eliten – und riefen die Raubritter der Wirtschaft auf den Plan. Irrationale Fehlentscheidungen in der Politik, die Polarisierung der Bevölkerung und das Gefühl der Marginalisierung des Einzelnen weckten damals wie heute eine Sehnsucht nach einfachen, oft gewaltvollen Lösungen für komplexe Probleme.
Prof. i.R. DDr. Oliver Rathkolb war bis 2024 Professor am Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien und bis 2022 dessen Vorstand. Sein Buch „Ökonomie der Angst“ wurde in Österreich Sieger in der Wahl des Publikums für das Wissenschaftsbuch im Bereich Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften des Jahres 2026.
Prof. i.R. DDr. Oliver Rathkolb
Ökonomie der Angst. Die Rückkehr des nervösen Zeitalters
Zeit: 18:15 Uhr
Ort: Campus Westend, Casino-Gebäude, Raum 1.801, Nina-Rubinstein-Weg 1
Veranstalter
Fritz Bauer Institut