Filmreihe: Unsicheres Terrain? Blicke in verschwindende Landschaften Mit Einführung.
Sable Island, eine abgelegene Insel vor der kanadischen Küste: Die Filmemacherin Jacquelyn Mills begleitet Zoe Lucas, die hier seit mehreren Jahrzehnten alleine lebt, mit der 16mm-Kamera. In akribischer Kleinstarbeit sammelt und katalogisiert Zoe Materialien, die die Landschaft ihr gibt – von Schädeln verstorbener Pferde (jedem einzelnen davon hat sie zu Lebzeiten einen Namen gegeben!) über seltene Käferarten bis hin zur größten Materialgruppe: angeschwemmtem Plastik. Zoes Arbeit, ihr Haus und ihr Archiv werden auf einfühlsame und hypnotische Weise mit der Kamera eingefangen.
Durch Experimente mit Materialien von der Insel selbst – z.B. ein Filmstreifen belichtet vom Mondlicht, entwickelt in Pferdedung – dokumentiert der Film nicht nur Zoes Archiv, sondern wird selbst zum filmischen Archiv einer Lebensweise und einer Person, die stark mit der sie umgebenden vergänglichen Landschaft verbunden ist.
Die Reihe “Unsicheres Terrain? Blicke in verschwindende Landschaften” begleitet die Ausstellung “Solastalgie. Spaziergänge durch veränderte Landschaften” des Museum Giersch der Goethe-Universität. Sie ist eine Kooperation des Masterstudiengangs „Filmkultur: Archivierung, Programmierung, Präsentation“, des MGGU und des DFF – Deutsches Filminstitut und Filmmuseum.
Geographies of Solitude
Kanada 2022. R: Jacquelyn Mills. 103 Min. OmdU.
Afterlives
Österreich 2023. R: Michael Heindl. 4 Min. Ohne Dialog.
Zeit: 14.01.2026, 20:30 Uhr
Ort: Kino des DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum, Schaumainkai 41, 60596 Frankfurt am Main
Anmeldung erforderlich? Nein
Preis: 9,- Euro / ermäßigt 7,- Euro
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