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Marina Martinez von der Goethe-Uni war zwei Wochen als analoge Astronautin auf der Mars Research Desert Station in Utah

Der Mars liegt für Marina Martinez nur rund 20 Flugstunden von Frankfurt entfernt. OK, es ist nicht der RICHTIGE Mars, aber es gibt eine echte Bodenstation mit allem Drum und Dran, Anzügen für Draußen, öder Astronautenkost und engen Gebäuden.

Marina ist Postdoc und Planetenforscherin im Schwiete CosmoLab der Goethe-Uni, und sie ist Expertin für Mars- und Mondgestein. Zusammen mit 6 Kolleginnen war sie mit der Mission „Hypathia II“ zwei Wochen auf der Mars Research Desert Station in der Wüste von Utah.

Die Mission „Hypathia II“ wurde organisiert von der der Hypatia Mars Association. Sie wird von Frauen geleitet und fördert die Erforschung des Mars und des Weltraums allgemein. Fun fact: Hypathia war eine blitzgescheite Universalgelehrte des 5. Jahrhundert nach Christus. 

Bei „Marsspaziergängen“ trägt Marina einen Raumanzug mit Sauerstoffrucksack. Sie testet eine Fluoreszenz-Röntgenstrahlenpistole zur Schnellanalyse von Gestein. „Es wäre ärgerlich, wenn die Astronauten nur geologisch langweiliges Marsgestein zur Erde schickten – bei knapp einem Jahr Reisezeit und richtig wenig Freigepäck“, sagt sie.

Die Wüste von Utah ist dem Mars sehr ähnlich: Es gibt keine Pflanzen, kein Wasser, kaum Leben. Dafür aber viel Staub und Gestein. Strom erzeugt die Station über Solarzellen, das Abwasser wird recycled.

Zurück im Labor der Mars Desert Research Station macht Marina weiter mit der Gesteinsanalyse. Sie nutzt dafür ein energiedispersives Röntgenfluoreszenz-Tischgerät, um chemische Elemente zu bestimmen.

Außerdem ist Marina für das Gewächshaus verantwortlich, das GreenHab. Frisches Gemüse macht nicht nur das marsianische Essen leckerer. Selbstgezogenes Grünzeug ermöglicht erst das Leben auf dem Mars. Denn der Lieferservice von der Erde ist horrende teuer und kommt nur alle 26 Monate – wenn Mars und Erde „nahe“ aneinander vorbeifliegen.

Marina testet Menstruationsblut als Dünger, es ist reich an Spurenelementen und Stickstoff. Während bei Missionen zur ISS Astronautinnen ihre Menstruation hormonell unterdrücken, würde das bei den viele Jahre dauernden Marsmissionen höhere Risiken bergen. Klingt zwar ungewohnt, aber auch auf der Erde empfehlen Gärtner Blut als Alternative zu Mineraldünger zum Beispiel für Rosen, Tomaten und Beeren.

Außerdem ist Marina für das Gewächshaus verantwortlich, das GreenHab. Frisches Gemüse macht nicht nur das marsianische Essen leckerer. Selbstgezogenes Grünzeug ermöglicht erst das Leben auf dem Mars. Denn der Lieferservice von der Erde ist horrende teuer und kommt nur alle 26 Monate – wenn Mars und Erde „nahe“ aneinander vorbeifliegen.

Marina testet Menstruationsblut als Dünger, es ist reich an Spurenelementen und Stickstoff. Während bei Missionen zur ISS Astronautinnen ihre Menstruation hormonell unterdrücken, würde das bei den viele Jahre dauernden Marsmissionen höhere Risiken bergen. Klingt zwar ungewohnt, aber auch auf der Erde empfehlen Gärtner Blut als Alternative zu Mineraldünger zum Beispiel für Rosen, Tomaten und Beeren.

Erntezeit: Die Tomaten sehen fast so aus wie solche, die auf unserem Planeten wachsen 😊

Wer vom Mars aus mit der Erde telefoniert, muss auf jede Antwort fünf bis 20 Minuten warten. Smartphones? Internet? Fehlanzeige! Auch in Utah sind Marina und ihre Kolleginnen fast immer offline. Manchmal entschädigt der Ausblick. Und die Sonne ist dieselbe, von Erde oder vom Mars aus gesehen.

Autor: Dr. Markus Bernards

Bilder: Hypatia Mars Association

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