Prof. Klaus Theweleit hält Vortrag bei LOEWE-Konferenz an der Goethe-Uni

Prof. Klaus Theweleit

Mit dem Buch „Männerphantasien“ über die psychosoziale Vorgeschichte des Nationalsozialismus wurde er in den 1970er Jahren bekannt, nun ist Klaus Theweleit zu Gast an der Goethe-Universität. Im Rahmen der 4. Internationalen LOEWE-Konferenz 2019 „The Early History of War and Conflict“ des LOEWE-Schwerpunkts „Prähistorische Konfliktforschung“, die von 7. bis 9. Oktober stattfindet, spricht Professor Theweleit unter dem Titel „Am Anfang war #MeToo.

Zur historischen Genese ‚Griechenlands’“ am Montag, 7. Oktober, 19:30 Uhr, im Foyer des PA-Gebäudes (Campus Westend) über die realen Hintergründe der griechischen Mythologie, die ihren Anfang in der Einwanderung hat. Denn, so Theweleits Credo: Eine „Urbevölkerung“ gibt es nirgendwo. Die Vermischungen, die damals passierten, waren manchmal friedlich, oft jedoch gewaltsam. Die Erzählungen davon sei meist entstellend verglichen mit den realen Geschehnissen. Was bis heute als „griechische Mythologie“ bezeichnet wird, seien solche entstellenden Erzählungen vom Einwanderungsprozess indogermanischer Menschengruppen während der Bronzezeit in das Gebiet des heutigen Griechenlands. Vieles nehme seinen Anfang mit einer Art #MeToo – zwischen Göttern und Menschenfrauen.

Klaus Theweleit ist als Publizist, Autor und Literaturwissenschaftler in Deutschland, den USA, der Schweiz und Österreich tätig. Seit 1998 ist er Professor für Kunst und Theorie an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe. Seine Untersuchung über die sexuelle, psychologische und soziopolitische Vorgeschichte des Nationalsozialismus in der Weimarer Republik, die unter dem Titel „Männerphantasien“ bereits in den 1970er Jahren veröffentlicht worden ist, erscheint demnächst in einer Neuauflage im Matthes & Seitz Verlag. In seinem 2015 im Residenz-Verlag in Wien erschienenen Buch „Psychogramm der Tötungslust – Vom Lachen der Killer“ geht es um die Lust zu töten.

Anmeldung für den Abendvortrag mit anschließendem Empfang per E-Mail an: office.konfliktforschung@em.uni-frankfurt.de

Informationen zur Tagung: www.uni-frankfurt.de/78103997/Programm

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