Festivals, Führungen, Vorträge – Goethe-Uni gibt Einblick in die Forschung

Das neue Programm der Bürgeruniversität bietet rund 200 Veranstaltungen für die Stadtgesellschaft an

Zu welchen Fragen forschen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Goethe-Universität? Und auf welchen Wegen suchen sie nach Antworten? Mit den Veranstaltungen der Bürger-Universität erhalten interessierte Laien aus Stadt und Region Einblicke in die Forschung. Das aktuelle Programm ist jetzt als gedruckte Broschüre erhältlich – oder als Pdf im Webmagazin der Goethe-Universität.

Foto: Peter Kiefer

FRANKFURT. Angst in unserer Demokratie, die Macht der Gefühle, der neue Autoritarismus – zahlreiche Veranstaltungen der aktuellen Bürger-Universität haben Bezug zu aktuellen Debatten und beleuchten sie aus Sicht von Konfliktforschung, Soziologie, Rechts- und Politikwissenschaft. So widmet sich das XXIV. Frankfurter Stadtgespräch im Juni etwa dem Thema „Wehrhafte Demokratie: Über Chancen und Grenzen des Parteiverbots“.

Auch literarisch Interessierte werden in der Bürger-Universität fündig. Prominenteste Veranstaltung ist die Frankfurter Poetikvorlesung: Im Juni hält der junge Autor Joshua Groß drei Vorträge unter dem Titel „Neben sich selbst hergehen. Denken in Avataren“. Das Kolloquium „Neuere deutsche Literatur“ widmet sich der Bedeutung von Literatur für die Gegenwart, eine weitere Reihe behandelt das Thema „Mittelalter und Kinderliteratur“.

Zwei Festivals zeigen die Vielfalt von Wissenschaft an der Goethe-Universität: Die von Studierenden organisierte Night of Science auf dem Campus Riedberg im Juni präsentiert zwölf Stunden lang vor allem naturwissenschaftliche Themen für Menschen jeden Alters, organisiert von Studierenden. Schwerpunktthema zum 25-jährigen Bestehen ist die Informatik. Unter dem Motto „Gude Zukunft“ steht das Science Festival Frankfurt, das von den 16 Wissenschaftsinstitutionen der Frankfurt Alliance im September auf dem Rossmarkt organisiert wird. An den Ständen der Goethe-Universität stellen verschiedene Disziplinen ihre Projekte vor.

In der Gesprächsreihe AU•T•OP•SIEN geht es um besondere Sammlungsbestände der Universitätsbibliothek. Das Fritz Bauer Institut ist u.a. mit der Veranstaltung „Erinnerungen an Micha Brumlik“ vertreten mit Weggefährten wie Daniel Cohn-Bendit, Hauke Brunkhorst und Dan Diner. Und das Museum Giersch der Goethe-Universität bringt in der Ausstellung „Multispezies Members Club. Neue Allianzen zwischen lebendigen und künstlichen Systemen“ Wissenschaftler mit Künstlern zusammen: Wie kann eine technologisierte Gesellschaft auf Fürsorge und Teilhabe statt auf Konkurrenz bauen?

Das Programm der Bürger-Universität liegt an öffentlichen Einrichtungen der Stadt aus und ist im Online-Kalender der Goethe-Universität einsehbar unter: www.buerger.uni-frankfurt.de/

Die Teilnahme an den Veranstaltungen der Bürger-Universität ist in der Regel ohne Anmeldung möglich, der Eintritt ist frei.

Die erste Bürger-Universität startete im Jahr 2008 – in dem Jahr, in dem die Goethe-Universität Stiftungshochschule wurde und damit zu ihren Wurzeln zurückkehrte. 1914 war die Universität Frankfurt als erste deutsche Stiftungsuniversität von Frankfurter Bürgern gegründet worden.

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