2018 jährt sich „68“ zum 50. Mal. An der Goethe-Universität finden aus diesem Anlass zahlreiche Veranstaltungen statt. Hier eine Wochenübersicht:

Montag, 16. April

  • Die Vortragsreihe „Wie wir wurden, wer wir sind“ der Bürger-Universität behandelt exemplarisch an Lebensläufen Prominenter, wie sich in der Einheit von Werk und Person historische Erfahrungen abbilden. Unter dem Titel „Marxismen und Lyrismen“ steht die Lyrikerin Ulla Hahn im Mittelpunkt: In ihrem autobiographisch grundierten Romanzyklus um die Schriftstellerin Hildegard Palm spielt die politische Sozialisation und Desillusionierung der Achtundsechzigerin eine zentrale Rolle. 19:30 Uhr, Stadtbücherei Frankfurt Zentralbibliothek, Hasengasse 4.

Dienstag, 17. April

  • Im Rahmen der aktuellen Ausstellung des Museum Giersch der Goethe-Universität referiert Dr. Frederik Schikowski (Freier Kunsthistoriker, Berlin) zum Thema „seriell, industriell, demokratisch – Die Frankfurter Künstler-Gruppe X (1966–1969) im Spannungsfeld von Kunst, Konsum und Politik“. 19 Uhr, Museum Giersch, Schaumainkai 83. Kosten: 4 Euro.

Mittwoch,18. April

  • Wie viel Erbe von 1968 finden wir heute in Politik, Gesellschaft, Wissenschaft und den Künsten? Ist die „Neue Rechte“ eine späte Roll-back-Bewegung? Diese und ähnliche Fragen behandelt der Vortrag „1968 aus heutiger Sicht. Mobilisierung, Leitideen und Wirkungsmacht“ von Prof. Ingrid Gilcher-Holtey (Universität Bielefeld). Die Veranstaltung läutet zugleich die Vorlesungsreihe „1968 Heute“ des Forschungszentrum Historische Geisteswissenschaften ein. 18 Uhr, Campus Westend, IG-Farben-Haus (Norbert-Wollheim-Platz 1), Raum 411.

Donnerstag, 19. April

Ausstellungen

  • Die Ausstellung KUNST DER REVOLTE // REVOLTE DER KUNST beleuchtet 50 Jahre nach ‘68 die Wechselwirkungen zwischen künstlerischer Praxis und politischem Aktivismus in Frankfurt. Mit dem Fokus auf die lokale Kunstszene und emanzipatorische Initiativen vor und nach 1968 widmet sich die Ausstellung bislang weniger beachteten Akteuren der 68er-Bewegung(en). Do 16-20 Uhr, Fr-So 14-18 Uhr, Studierendenhaus auf dem Campus Bockenheim, Mertonstraße 26-28, 60325 Frankfurt am Main und Dante 9, Ausstellungsraum des Universitätsarchivs Frankfurt Dantestraße 9, 60325 Frankfurt am Main. Dauer der Ausstellung: 9. März bis 5. Mai 2018.
  • Das Museum Giersch der Goethe-Universität zeigt ab März die Ausstellung „Freiraum der Kunst – Die Studiogalerie der Goethe-Universität Frankfurt 1964–1968“. Die vom Allgemeinen Studentenausschuss betriebene Studiogalerie veranstaltete von 1964 bis 1968 auf dem Campus Bockenheim Ausstellungen, Happenings und Fluxus-Konzerte der nationalen und internationalen Avantgarde. Diese Aktivitäten verstanden sich als studentischer Beitrag zur Demokratisierung der Gesellschaft. Als Höhepunkt der Studiogalerie gilt die 1967 von Peter Roehr und Paul Maenz kuratierte Ausstellung „Serielle Formationen“. Diese brachte erstmals Vertreter der amerikanischen Minimal Art mit europäischen Positionen zusammen und kann nun dank der Kooperation mit der Daimler Art Collection nachgezeichnet werden. Die Ausstellung zur Studiogalerie versteht sich als kunsthistorischer Beitrag zum Projekt »50 Jahre 68« der Goethe-Universität. Di–Do 12–19 Uhr, Fr–So 10–18 Uhr, Montag geschlossen, Museum Giersch der Goethe-Universität, Schaumainkai 83.

Weitere Veranstaltungen im Rahmen von „50 Jahre 68“: www.uni-frankfurt.de/68er-reihe