Mit großer Enttäuschung nimmt das Präsidium der Goethe-Universität eine Hetz-Kampagne einer „Initiative Nie Wieder!“ zu einer am heutigen Abend (10.1.) im Café KOZ geplanten Diskussionsveranstaltung mit dem Thema „Legalisierte Unterdrückung. Die verfassungsmäßige Verhinderung des sicheren Schwangerschaftsabbruchs“ zur Kenntnis. An dieser Veranstaltung nimmt auch die bundesweit bekannte Ärztin, Dr. Kristina Hänel, teil.

Im Vorfeld verschickte die genannte Initiative per E-Mail einen Aufruf, in dem Frau Dr. Hänel unter vollständiger Nennung ihrer Kontaktdaten persönlich massiv verunglimpft und die Empfänger der E-Mail dazu aufgefordert werden, ihr entsprechende Nachrichten zukommen zu lassen, bzw. die Veranstaltung zu stören. In Anlehnung an den Begriff des Holocaust firmiert die „Initiative Nie wieder!“ unter der E-Mail-Adresse info@babycaust.de.

Das Präsidium der Goethe-Universität verurteilt die in einer solchen Namensgebung zum Ausdruck kommende Verharmlosung des Holocaust nachdrücklich, ebenso den in dieser Aktion erkennbaren Versuch der Unterdrückung kritischer und diskursiv gut begründbarer Positionen, wie sie Frau Hänel vertritt. Die Goethe-Universität ist ein Ort des gewaltfreien Diskurses. Der Versuch, Veranstalter und Referentinnen im Vorfeld einzuschüchtern und zu diskreditieren, ist aus Sicht des Präsidiums sowohl mit wissenschaftlichen als auch mit demokratischen Grundwerten unvereinbar.