Die Goethe-Universität ist nach ihrem Leitbild ein Ort des diskursiven, wissenschaftsgeleiteten Austausches. Das Präsidium unterstützt daher die Stellungnahme des Fachbereichs Psychologie und Sportwissenschaften (FB5) zu einem Vorfall, der sich am Dienstag vergangener Woche in einem Psychologie-Seminar zugetragen hat. Dieser wird auch juristisch geprüft. Nachfolgend die gemeinsame Stellungnahme im Wortlaut:

Nachfolgend die gemeinsame Stellungnahme im Wortlaut:

Rassismus, Antisemitismus, Sexismus, Ausgrenzung und andere Formen der Diskriminierung haben keinen Platz an unserer Universität. Dies bringt auch das Leitbild der Goethe-Universität unmissverständlich zum Ausdruck.

Das Dekanat hat sich in der vergangenen Zeit stark mit der Frage beschäftigt, was der Fachbereich und die Universität tun können, um Lehrende und Studierende darin zu unterstützen, sich gegen rechtspopulistische und rechtsextreme Äußerungen oder Symbole in Seminaren und anderen Orten der Universität zu positionieren. Hintergrund der aktuellen Auseinandersetzung war die Meldung einiger Studierender, dass eine Studentin mit einem T-Shirt mit Emblemen einer rechtsradikalen Gruppe an einem Seminar teilgenommen habe.

Am vergangenen Dienstag betraten nun maskierte Angehörige einer sich als antifaschistisch verstehenden Gruppe einen Hörsaal unsere Universität, in dem gerade eine Psychologie-Vorlesung stattfand. Sie verbreiteten Flugblätter, die zu Aktionen gegen die mit Namen und Adresse genannten Studentin aufriefen, der Rechtsextremismus vorgeworfen wird. Zudem wurden im PEG weitere Flugblätter und Poster dieser Art verbreitet.

Fest steht: An der Goethe-Universität, in unserem Fachbereich und unserem Institut kann und darf die Verletzung von Persönlichkeitsrechten und der Aufruf zu Ausgrenzung oder gar Gewalt kein Mittel der – auch noch so berechtigten – politischen Auseinandersetzung sein. Diese muss demokratisch und akademischen Spielregeln entsprechend offen diskursiv erfolgen.