Von links: Vizepräsident Prof. Manfred Schubert-Zsilavecz mit dem Künstler Xander Haywood sowie Hochschulrat und Förderer Dr. Sönke Bästlein. (Foto: Benjamin André)

Goethe blickt dem Betrachter forschend entgegen, im Hintergrund ranken Passionsblumen; wer genau hinschaut, findet eine Raupe, die sich gerade in einen Schmetterling verwandelt: Das Gemälde „Metamorphosis“ des britischen Künstlers Xander Haywood porträtiert Goethe als Wissenschaftler, verbindet Poesie, Natur und Wandel. Im Rahmen einer Feierstunde am 1. August überreichte Hochschulrat und Förderer Dr. Sönke Bästlein sein Geschenk der Goethe-Universität. Besucher der Universität können Haywoods Werk künftig im Senatssaal auf dem Campus Westend in Augenschein nehmen.

„Goethe war überzeugt, dass der genaue Beobachter von Veränderungsprozessen in der Natur selbst eine innere Metamorphose erfährt“, erzählt Xander Haywood. Mit seinem Bild habe er versucht – analog zu Goethes ganzheitlichem Schaffen – den präzisen Blick des Wissenschaftlers mit poetischer Sensibilität in Harmonie zu bringen.

„Mir gefällt der Bezug von Goethe zu den Themen Natur und Wandel sehr, und ich sehe in dem Bild symbolisch den Anspruch der Goethe-Universität, Nachhaltigkeit durch die eigene Veränderungsfähigkeit zu erreichen“, sagt Dr. Sönke Bästlein. Er hatte Haywood anlässlich des 100-jährigen Bestehens der Freundesvereinigung gebeten, ein zur Goethe-Universität passendes Kunstwerk zu schaffen. „Es würde mich freuen, wenn diese positive Assoziation von Lebendigkeit und Wandel beim Betrachten des Bildes hervorgerufenen wird“, so Bästlein, „weil ich mir wünsche, dass die Goethe-Universität die vielfältigen gesellschaftlichen und technologischen Umbrüche ähnlich vorausschauend, wie Goethe seinerzeit, prägend begleitet.“

Vizepräsident Prof. Manfred Schubert-Zsilavecz dankte Bästlein und Haywood im Namen der Goethe-Universität herzlich für das Kunstwerk: „In Handlungen wie diesen werden die Stiftungsuniversität und die ‚Goethe-Familie‘ lebendig. Sönke Bästlein, der der Goethe-Universität schon lange freundschaftlich verbunden ist, schenkt uns ein Gemälde, das wie maßgeschneidert zu unserem Selbstverständnis als Werkstatt der Moderne passt.“ Schubert-Zsilavecz freute sich zudem, dass auch die Studierenden der Goethe-Universität von dem Geschenk profitieren: Zwölf Drucke einer Zeichnung Haywoods, die an sein Goethe-Porträt anklingt, wurden während der Vergabefeier von Freunden und Förderern der Goethe-Universität für einen symbolischen Betrag erworben. Dies ermöglicht es der Goethe-Universität, zwei weitere Deutschland-Stipendien anzubieten, mit denen Studierende der Goethe-Universität finanziell und ideell unterstützt werden.