Der Verlust der Biologischen Vielfalt ist das größte längerfristige Risiko für Wirtschaft und Gesellschaft. Für eine nachhaltige Zukunft braucht es dringend herausragende, internationale Expertise. Da setzt die neunte Frankfurt Spring School an: Mit vier Wochen intensiven Trainings und konkreter Projektförderung werden Nachwuchskräfte aus über 20 Ländern gezielt auf Führungsaufgaben im internationalen Naturschutz vorbereitet.

Frankfurt am Main ist vom 23. Februar bis 20. März 2026 Treffpunkt des internationalen Naturschutzes: Nachwuchskräfte aus über 20 Ländern vertiefen ihre Kompetenzen im Naturschutzmanagement in der Frankfurt Spring School on Conservation Project Management. Der vierwöchige Kurs ist Teil des Frankfurt Conservation Centers (FCC) und wird von der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt (ZGF) in Zusammenarbeit mit der Goethe-Universität Frankfurt und weiteren Partnerorganisationen ausgerichtet. Im Rahmen des Programms vergibt die KfW Stiftung drei Stipendien in Höhe von jeweils 50.000 Euro an Naturschutzprojekte im globalen Süden.
Zu den Teilnehmenden gehören unter anderem Fachkräfte aus der Ukraine, Indonesien, Honduras, der Mongolei, Sambia, Guyana, Kolumbien, Deutschland und weiteren Ländern. Sie bilden sich weiter in Projektentwicklung und Managementstrategien und tauschen Erfahrungen aus – begleitet von Expertinnen und Experten aus dem praktischen Naturschutz sowie aus der Wissenschaft.
„Die Frankfurt Spring School vermittelt Fachwissen zur Entwicklung und Durchführung von Naturschutzprojekten“, sagt Tim Milz, Koordinator der Frankfurt Spring School bei der ZGF. „Dabei gilt es, Bedrohungen für die biologische Vielfalt systematisch zu analysieren und gemeinsam mit staatlichen Behörden und lokalen Gemeinschaften tragfähige Lösungen zu entwickeln.“ Tim Milz war 2022 selbst Kursteilnehmer und koordiniert heute zusammen mit Amy Forster die Frankfurt Spring School bei der ZGF. „So viele Menschen aus aller Welt kennenzulernen, die für unseren Planeten etwas Positives bewegen wollen, ist eine tiefgehende Erfahrung. In der Frankfurt Spring School entsteht ein echtes Wir-Gefühl, das über die Wochen in Frankfurt und über Ländergrenzen hinweg wirkt“, sagt Amy Forster.
Die Frankfurt Spring School hat sich international etabliert: Auf die 26 Plätze gingen 125 Bewerbungen ein – mehr als dreimal so viele wie noch vor zwei Jahren. Seit 2017 haben mehr als 200 Fachkräfte aus über 50 Ländern in Frankfurt das Handwerkszeug für praktischen Naturschutz erworben. Zur langfristigen Vernetzung baut die ZGF in Zusammenarbeit mit der KfW Stiftung derzeit ein Alumni-Netzwerk auf. Seit 2022 ist der Kurs in das Frankfurt Conservation Center (FCC) integriert.
Im Mittelpunkt des Programms steht das Projektmanagement, eine Schlüsselkompetenz im praktischen Naturschutz, die eine wichtige Ergänzung zu primär naturwissenschaftlich geprägten Studiengängen darstellt. Darüber hinaus sind auch Finanzplanung, Führungskompetenz und Kommunikation Teil des Kurses. Die Einführung prägen Dr. Christof Schenck, Geschäftsführer der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt, und Prof. Dr. Meike Piepenbring, Professorin am Institut für Ökologie, Evolution und Diversität an der Goethe-Universität Frankfurt, das Programm bestreiten 25 Trainerinnen und Trainer. Der Kurs in englischer Sprache findet vorwiegend in Räumlichkeiten der Goethe-Universität sowie im Zoogesellschaftshaus statt und wird von vielen Universitäten als Studienleistung anerkannt.
Ergänzend stehen Austauschformate und Exkursionen auf dem Programm, darunter ein berufliches Speed Dating sowie Besuche der KfW Entwicklungsbank, des Wissenschaftsgartens der Goethe-Universität und des Nationalparks Kellerwald-Edersee.
KfW Stiftung fördert Naturschutz im globalen Süden mit 150.000 Euro
Die Zusammenarbeit mit der KfW Stiftung verleiht der Frankfurt Spring School zusätzlich Wirkung: Das Stipendienprogramm ermöglicht sechs jungen Naturschützerinnen und -schützern aus dem globalen Süden die Teilnahme. Im Laufe des Kurses entwickelt jede Stipendiatin und jeder Stipendiat eine eigene Projektidee für die jeweilige Heimatregion weiter.
Eine Jury wählt im Anschluss drei Projekte aus, die mit jeweils 50.000 Euro für die einjährige Umsetzung gefördert werden. „Durch die Vergabe der Stipendien ermöglichen wir den Kursteilnehmenden Einblicke in reale Probleme und Herausforderungen im internationalen Naturschutz und erhöhen dadurch die Sensibilität für die Gegebenheiten vor Ort“, sagt Pia Puljanic, Programme Management Ecology and Sustainability der KfW Stiftung. Mit den Projekten strahlt die Frankfurt Spring School hinaus in für die Biodiversität besonders wichtige Regionen im Globalen Süden und trägt aktiv zu ihrer Erhaltung bei.
Ermöglicht wird die Frankfurt Spring School durch das Engagement der Metzler-Stiftung, die das Format seit Beginn unterstützt, sowie durch die Zusammenarbeit mit Partnerorganisationen aus Naturschutz, Wirtschaft und Wissenschaft. Dazu zählen neben der KfW Stiftung und der KfW Entwicklungsbank auch KPMG, WWF Germany, BioFrankfurt e.V., Wildlife Conservation Society (WCS) und Conservation International (CI).
Weitere Informationen:
Homepage Frankfurt Spring School: https://frankfurtspringschool.de/
Video Trailer Frankfurt Spring School: https://youtu.be/pETpR73fN2U
Frankfurt Conservation Center: https://frankfurtconservation.org/









