(v. l.) Podiumsdiskussion: Antonio Girela del Rio, Dr. Stefan Fuchs, Moderator Dr. Marcus Hornung, Prof. Eckart Stratenschulte u. Dorothee Staudt. Foto: Jan Jacob Hofmann

Im Rahmen einer Festveranstaltung wurde gestern an der Goethe-Universität das 30-jährige Jubiläum von ERASMUS begangen: Wissenschaftler, Studierende und Programmverantwortliche diskutierten über Vergangenheit und Zukunft eines höchst erfolgreichen Austauschprogrammes, das nicht nur Studierenden, sondern mittlerweile auch Schülern, Jugendlichen, Lehrenden sowie Hochschulpersonal zugutekommt, daher die Namensänderung hin zu ERASMUS+. 1987 konnten die ersten Studierenden am Austauschprogramm teilnehmen; bis 2017 haben rund 4.400.000 Studierende die Chance ergriffen, an einer ausländischen Universität zu studieren.

„ERASMUS bewegt Europa“, betonte Prof. Brigitte Haar, Vizepräsidentin für Internationalisierung an der Goethe-Uni, in ihrem Grußwort. Die Goethe-Uni sei fast von Anfang an dabei gewesen, Frankreich, Spanien und Großbritannien seien heute die beliebtesten Länder bei den „Outgoings“. Momentan habe die Goethe-Universität im ERASMUS-Programm 521 Austauschvereinbarungen mit insgesamt 281 ERASMUS-Partnerunis. Prof. Eckart Stratenschulte, Leiter der Europäischen Akademie Berlin, wies auf die Normalität eines Auslandsaufenthaltes im Studium hin: „ERASMUS ist wirklich eine Erfolgsgeschichte, aber wir müssen die Basis noch verbreitern, die Partizipation muss noch größer geschrieben werden.“ Stratenschulte diskutierte anschließend auf dem Podium mit dem Spanier Antonio Girela del Rio, der einst als ERASMUS-Student von Granada nach Frankfurt kam und heute als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Fachbereich Biowissenschaften beschäftigt ist, mit der Frankfurter Lehramtsstudentin Dorothee Staudt, die ein Semester an der Universität Lissabon studierte, und mit Dr. Stefan Fuchs, an der Goethe-Universität Referent für Internationalisierung ist. Moderiert wurde die Runde von Dr. Marcus Hornung von der Hochschule Schmalkalden.