Weniger Autoverkehr, mehr ÖPNV-Nutzer: Das seit knapp einem Jahr auch an der Goethe-Universität bestehende LandesTicket Hessen hat laut einer repräsentativen Umfrage das Mobilitätsverhalten von gut 5800 Mitarbeitenden der Goethe-Universität und des Klinikums deutlich verändert: „Die positive Wirkung des Tickets auf das Mobilitätsverhalten der Mitarbeitenden hat unsere Erwartungen übertroffen“, freut sich die Präsidentin der Goethe-Universität, Prof. Dr. Birgitta Wolff. So gaben laut einer repräsentativen Umfrage unter allen Beschäftigten (Rücklauf knapp 50 %) knapp 63 % an, seit der Einführung des Landestickets häufiger in Bus und Bahn einzusteigen.

Je nach Nutzungsintensität und Entfernung bewirkt allein der durch das Ticket ausgelöste Umstieg eine jährliche CO2-Ersparnis von 500 bis 1000 Tonnen gegenüber dem Auto (basierend auf einer Modellrechnung des Bundesumweltamtes mit einer durchschnittlichen Entfernung von 24 km/d an 220 Arbeitstagen).

Insgesamt ist der ÖPNV für fast 90 % aller Beschäftigten auf dem Weg zur Arbeit die häufigste Wahl (Mehrfachnennungen möglich). Nur noch knapp ein Viertel (24,4 %) bevorzugt das Auto. Fast 60 % nutzen die Öffentlichen sogar in mehr als 80 % aller Fahrten zur Arbeit.

„Die Goethe-Universität hat mit dem Landesticket einen weiteren Schritt in Richtung nachhaltige Mobilität vollzogen. Unsere Zahlen unterstützen die Einsicht, dass es sich aus Umweltgesichtspunkten lohnt, das Landesticket fortzuführen. Wir sind froh, dass es seinerzeit mit Unterstützung der Landesregierung gelungen ist, das Ticket auch an der Goethe-Universität einzuführen“, betont Universitätspräsidentin Wolff.

Auch Wünsche konnten die Nutzer äußern: Hier zeigt sich zum Beispiel, wie man die Nutzungsrate der Öffentlichen noch weiter steigern könnte. So erklärten viele, sie würden das ÖPNV-Angebot noch häufiger nutzen, wenn sich die Freifahrtberechtigung auch auf die Nutzung von Leihfahrrädern ausdehnen ließe. Dies gilt übrigens auch für Dienstfahrten und Dienstreisen: Immerhin 52 % nutzen das Landesticket auch, wenn sie im Auftrag der Goethe-Universität in Frankfurt oder Hessen unterwegs sind.

Von vielen als Verbesserungsmöglichkeit genannt wurde auch der Wunsch, künftig die Mitnahmemöglichkeit auf Wochentage auszudehnen und Kinder auch in der Zeit vor 19:00 Uhr kostenfrei mitnehmen zu können.

Quelle: Pressemitteilung der Goethe-Uni vom 30. November 2018