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Unibator-Innovationspreis an drei wissenschaftliche Projekte vergeben

Am 13. September 2022 wurde zum ersten Mal der Unibator-Innovationspreis an wissenschaftliche Projekte mit Gründungspotential verliehen. Drei Gewinner-Teams erhielten bei der von Innovectis, der Technologietransfergesellschaft der Universität, veranstalteten Verleihung Preisgelder in Höhe von € 2.500, € 1.250 bzw. € 750 Euro sowie eine Teilnahmeberechtigung an der Goethe Startup School. Gestiftet wurde der Preis von Frau Dr. Frederike Lohse. Sie ist Aufsichtsratsmitglied der Innovectis und engagiert sich seit vielen Jahren für das Gründungszentrum Goethe-Unibator.

Nach einem spannenden Pitch-Wettbewerb ging der erste Platz an Marcel Walther und Felix Rohde vom Institut für Pharmazeutische Chemie (Fachbereich 14). Sie entwickeln wirkstoffbeladene feste Polymernanofasernetzwerke, die in Form von flachen, runden Patches als Augeninserte angewendet werden können. Die Patches erlauben eine präzise Dosierung von Wirkstoffen und lösen sich bei Applikation im Auge unmittelbar in der Tränenflüssigkeit auf, wodurch kein Fremdkörpergefühl entsteht.
Ben Weitzman‘s Team vom Fachbereich Sprach- und Kulturwissenschaften konnte den zweiten Platz ergattern. Das Team entwickelt eine innovative Plattform, die die Vorteile der digitalen Kunst auf die Straße und in unsere Gemeinden bringt. Virtuelle Kunstwerke werden an speziell ausgewählten, realen Plätzen verankert und ermöglichen so für den Betrachter ein Zusammenspiel des virtuellen Objekts mit einem physischen Ort.. Den Preis für den dritten Platz konnte Frau Dr. Maria Zisiopoulou aus dem Fachbereich Medizin entgegennehmen. Sie entwickelt zusammen mit ihrem Kollegen am Universitätsklinikum eine personalisierte präoperative Vorhersage des Krankenhausaufenthaltes mittels algorithmischer Mensch-Maschine-Schnittstelle am Beispiel der interventionellen Kardiologie.

„Erstmals können wir mit diesem Preis an der Goethe-Universität Gründungsideen bereits in einem sehr frühem Stadium prämieren und weitergehend unterstützen“, freut sich Dr. Martin Raditsch, Geschäftsführer der Innovectis. „Zudem erreichen wir Studierende und Forschende fachbereichsübergreifend, wodurch sich die ganze Vielfalt spannender Ideen aus der Universität widerspiegelt“, ergänzt Frau Dr. Kirstin Schilling, seit wenigen Wochen Co-Geschäftsführerin der Innovectis.

Im Anschluss an die Preisverleihung trafen die Gründungsteams beim Networking am Buffet auf Mentorinnen und Mentoren des Unibator-Netzwerks. Darunter Herr Dr. Hans-Otto Maier, der im Rahmen der Veranstaltung als neuer Mentor vorgestellt wurde und seine Erfahrung aus seiner langjährigen Tätigkeit im Medizintechnikbereich an Gründerinnen und Gründer weitergeben möchte. Herr Prof. Dr. Michael Huth, Vizepräsident und Aufsichtsratsvorsitzender der Innovectis betont: “Dank des Engagements von Frau Lohse, der Stifterin des Innovationspreises, sowie den zahlreichen Mentorinnen und Mentoren gelingt es, im Goethe-Unibator ein Umfeld zu schaffen, dass junge Menschen nachhaltig beim Realisieren ihrer Gründungsideen unterstützt.“ 

Der Unibator ist das Innovectis-Gründungszentrum der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Betrieben wird es von Innovectis, der hundertprozentigen Tochtergesellschaft der Goethe-Universität. Es bietet allen Studierenden, wissenschaftlichen Mitarbeiter*innen und Alumni tatkräftige Unterstützung bei der Umsetzung ihres Gründungsvorhabens an und dient dabei als Brücke zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. https://goetheunibator.de/

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