Die Goethe-Universität stellt 2024 viele Weichen für die Zukunft: mit Strategien für Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Ausbildung, mit einem Gesundheitsmanagement für alle, mit dem Ausbau des Campus und neuen Köpfen im Präsidium. Dabei entstehen nicht nur neue Netzwerke und Strukturen, sondern wie beim Bau des neuen Centers for Humanities auch neue Räume – für Begegnung, Forschung und kreativen Austausch.
Foto: Peggy Feige
Fünf Werkstätten und eine Mobilitätsbefragung haben Stoff für die Nachhaltigkeitsstrategie der Goethe-Universität geliefert. Ein Gespräch mit Fabienne Beck, der neuen Leiterin des Nachhaltigkeitsbüros.
Schon während ihres Bachelor-Studiums trieb Fabienne Beck das Thema Nachhaltigkeit um, und im Auslandssemester in Kopenhagen sah sie, dass man dort schon weitergekommen war mit Maßnahmen für Nachhaltigkeit. In ihrer Bachelor-Arbeit befasste sie sich dann auch mit dem Thema Cradle to Cradle, also Kreislaufwirtschaft.
Nach ihrem Studium arbeitete Fabienne Beck zwölf Jahre in der Unternehmensberatung; Nachhaltigkeit war dort höchstens am Rand einzelner Projekte ein Arbeitsgebiet. Fabienne Beck wollte mehr tun – „Ein Auslöser für mich war der Earth Overshoot Day“ – und studierte jetzt berufsbegleitend Strategisches Nachhaltigkeitsmanagement. Nach der Geburt ihrer Tochter wurde ihr Wunsch noch stärker, sich für eine nachhaltige Welt einzusetzen.
Die Goethe-Universität arbeitet intensiv daran, ihre zentralen strategischen Ziele den neuen Herausforderungen der Zeit anzupassen und sie zu schärfen. Je größer diese Herausforderungen werden, desto wichtiger ist es zu wissen, in welche Richtung sich die Universität weiterentwickeln soll. Es braucht einen Orientierungsrahmen, Ziele, Kriterien, dann können im Zuge der Umsetzungsplanung auch Prioritäten gesetzt werden.
Das Zukunftsbild sowie die verschiedenen Leitbilder der Goethe-Universität bilden das Fundament für die erarbeiteten Strategien. Die Hochschulentwicklungsplanung gibt dabei den gemeinsamen Rahmen vor – auch für die Fachstrategien zu den vier Querschnittsthemen: Nachhaltigkeit, Internationalisierung, Chancengerechtigkeit, Digitalität.
So ist die Nachhaltigkeitsstrategie der Goethe-Universität eingebettet in weitere Strategieprozesse der Goethe-Universität – wie Digitalisierung, Internationalisierung und Chancengerechtigkeit. Digitalität, Internationalität, Nachhaltigkeit und Chancengerechtigkeit sind vier wichtige Handlungsbereiche der Universität, die die drei Kernaufgaben – Forschung, Lehre und Transfer – betreffen. Eng verzahnt mit diesen Fachstrategien wird der Hochschulentwicklungsplan „2025+“ fortgeschrieben.
Viele Mitglieder der Universität aus allen Bereichen und der Hochschulrat haben intensiv an diesen Strategien gearbeitet. Sie haben sich mit ihrer jeweiligen Expertise eingebracht und daran mitgewirkt, für die Zukunft der Goethe-Universität wichtige Ziele zu formulieren. Es gab einen gemeinsamen Planungsrahmen, sodass einerseits Zielkonflikte vermieden oder zumindest sichtbar wurden und andererseits Synergien möglich werden können.
Wenn die Strategiearbeit geleistet ist, sollen im nächsten Schritt nun zunächst laufende Maßnahmen bewertet und aus der Fülle an neuen Maßnahmen nach Prioritäten die Umsetzung weiterer geplant werden. Auch bei diesem Schritt werden verschiedene Interessengruppen einbezogen.
mw/pb
Interview: Imke Folkerts
Das (hier leicht gekürzte) Interview erschien in GoetheSpektrum News 1/24.
Fünf Workshops, rund 150 Teilnehmende, über 1500 gesammelte Ideen – das ist die positive Bilanz der Nachhaltigkeitswerkstätten 2024. Hochschulangehörige aller Statusgruppen diskutierten mögliche Schritte und Maßnahmen für die Nachhaltigkeitsstrategie der Goethe-Universität zu den Themen: Forschung und Transfer, Studium & Lehre, Beschaffung & Mobilität, Klima, Energie, sozial-ökologischer Campus, Governance.
Ergänzt wurden die Nachhaltigkeitswerkstätten durch zwei themenübergreifende studentische Nachhaltigkeitsformate. Einen ausführlichen Beitrag zu den Nachhaltigkeitswerkstätten finden Sie im Webmagazin.
Vom 4. bis 8. November 2024 machte die Goethe-Universität bei der Public Climate School (PCS) mit, einer bundesweiten Aktionswoche, die Klimabildung in Schulen, Universitäten und die Gesellschaft tragen möchte. Organisiert von den studentischen Hilfskräften im Nachhaltigkeitsbüro der Goethe-Universität und unterstützt durch ehrenamtliche Coachings der Initiative Klimabildung e.V. stand die diesjährige PCS unter dem Motto „Klima, Bildung, Demokratie“.
Nachhaltig unterwegs? Ergebnisse der hochschulweiten Mobilitätsumfrage 2024
Die Digitalisierung der Goethe-Universität betrifft alle und jeden: alle ihre Handlungsbereiche sowie jede und jeden Mitarbeiter*in. In offenen Digitalwerkstätten wurden 2024 deshalb die Erfahrungen und Erwartungen aller Statusgruppen an eine digitalisierte Universität gesammelt.
Quantencomputing, Künstliche Intelligenz, Forschungsinformationssystem und Dokumentenmanagement, digitale Lehre und Webrelaunch: Die Digitalisierung der Goethe-Universität prägt alle Handlungsbereiche – sie reichen von Forschung und Transfer über Lehre und Studium bis hin zur Verwaltung. Die im Sommer 2024 mit der ersten Planung gestartete Erarbeitung der Digitalstrategie soll einen Leidfaden für diese vielfältigen und hochkomplexen Änderungsprozesse bieten – und dabei die Mitglieder aller Statusgruppen sowie der Gremien miteinbeziehen; koordiniert wird das Großprojekt vom Chief Information Office.
Das Projektteam des Office hat gemeinsam mit dem Beratungsunternehmen KPMG die Zielvision des Digitalisierungsprozesses in den kommenden fünf bis sieben Jahren in einem ersten Entwurf formuliert. Sie lautet:
Das Jahr 2024 stand nun im Zeichen offener Digitalwerkstätten, in denen Interessierte ihre Erfahrungen und Anregungen zu der Vision und den strategischen Zielen und den entworfenen Missionen für die einzelnen Kern- und Unterstützungsbereiche einbringen konnten. Kick-Off war am 16. September. Die Werkstätten standen unter Themen wie Lehre und Studium – Studierende – Verwaltung – IT-Prozesse – Forschung und Transfer.
Welche digitalen Fähigkeiten und welche IT-Services benötigen wir an der Goethe-Universität? Um Schritte der Digitalstrategie zu definieren, arbeiteten die Gruppen mit der Walt Disney-Methode (siehe Illustration) – eine Kreativtechnik, die auf den Arbeitsstil des Filmproduzenten Walt Disney zurückgeführt wird. Dafür nehmen Teilnehmer abwechselnd die Rollen als „Träumer“, „Realist“ und „Kritiker“ ein. „Wir haben über diese Methode viele neue Ideen gesammelt“, sagte Ulrich Schielein, CIO und Vizepräsident für Digitalisierung, am Rande der Werkstätten. Dazu gehören beispielsweise im Bereich Studium und Lehre der Auf- und Ausbau digitaler Kompetenzen wie bedarfsgerechte Lernmanagementsysteme oder formative Prüfungsformate; diese werden bereits koordiniert und gesteuert durch studium digitale, die zentrale Innovationseinheit für technologiegestütztes Lehren und Lernen. Im Bereich der Forschung soll das Center for Scientific Computing zur zentralen Anlaufstelle für digitale Forschungsservices werden und beim Wissens -und Technologietransfer beraten. In der Verwaltung wurde bereits ein Dokumentenmanagementsystem eingeführt, das elektronische Studierenden- und Personalakten ermöglicht. Generative Künstliche Intelligenz (KI) wird zukünftig zudem Prozesse unterstützen – und sollte wiederum selbst zum Forschungsgegenstand werden.
Der Entwurf der Digitalstrategie wird im Rahmen der Digitalmesse der IT- und Digitalprojekte am 26. Juni 2025 vorgestellt. Hat die Digitalstrategie dann alle Gremien der Universität erfolgreich durchlaufen, geht es an die nächsten Schritte: auf Grundlage der Digitalstrategie konkrete Maßnahmen miteinander zu vernetzen und neue zu entwerfen.
In den Digitalwerkstätten arbeiteten die Teilnehmer*innen mit der Kreativtechnik „Walt Disney-Methode“. Dabei nehmen die Teilnehmer*innen abwechselnd verschiedene Rollen ein und beleuchten damit ihre Aufgabe aus verschiedenen Perspektiven.
Die Entwicklung der Digitalstrategie war eingebettet in weitere Strategieprozesse an der Goethe-Universität – wie Nachhaltigkeit, Internationalisierung und Chancengerechtigkeit. Gleichzeitig wurde 2024, eng verzahnt mit diesen Fachstrategien, der Hochschulentwicklungsplan 2025+ fortgeschrieben. Digitalität, Internationalität, Nachhaltigkeit und Chancengerechtigkeit sind vier wichtige Handlungsbereiche der Goethe-Universität, die alle drei universitären Kernaufgaben – Forschung, Lehre und Transfer – betreffen.
Foto: Stefanie Wetzel
Zwei neue Vizepräsidentinnen, zwei wiedergewählte Vizepräsidenten, ein neues Ressort: Bei der Wahl der Vizepräsident*innen am 7. Februar stimmten die Mitglieder des Erweiterten Senats der Universität mehrheitlich für alle vier Kandidat*innen.
Zwei Gesichter im neu zusammengesetzten Team der Vizepräsidenten der Universität waren der Unicommunity bereits bekannt: Für eine zweite Amtszeit ab dem 1. April 2024 wiedergewählt wurden Prof. Bernhard Brüne aus dem Fachbereich Medizin als Vizepräsident für Forschung sowie der Physiker Prof. Michael Huth als Vizepräsident für Qualitätsmanagement, Infrastruktur und Technologietransfer.
Neu gewählt wurden die Vizepräsident*innen für Lehre und Studium – hier löste Prof. Viera Pirker Prof. Christiane Thompson ab, die nicht mehr angetreten war – und das neu geschaffene Ressort für Chancen, Karriereentwicklung und -förderung. Als Professorin für Religionspädagogik und Mediendidaktik ist Viera Pirker seit 2020 Mitglied des Fachbereichs Katholische Theologie und war dort zuletzt Studiendekanin.
Das Ressort für Chancen, Karriereentwicklung und –förderung, Diversität und Gleichstellung gestaltet Prof. Sabine Andresen: Sie widmet sich damit den Bedingungen und Strukturen für Early Career Researchers, der weiteren Entwicklung der wissenschaftlichen Weiterbildung sowie Gleichstellung und Chancengerechtigkeit an der Goethe-Universität. Andresen gehört seit 2011 dem Fachbereich Erziehungswissenschaften und dort dem Institut für Sozialpädagogik und Erwachsenenbildung an. Bis September 2023 war sie Dekanin; als Prodekanin hatte sie sich u.a. für die Einrichtung einer Ethikkommission eingesetzt.
Universitätspräsident Prof. Enrico Schleiff dankte dem bisher amtierenden Präsidialteam für seinen Einsatz und wies auf besondere Herausforderungen in der bisherigen Arbeit wie etwa Corona-Pandemie und die Energiekrise in Folge des Angriffskriegs Russlands auf die Ukraine hin. Die Vizepräsent*innen waren vom Erweiterten Senat, also allen Mitgliedern und ihren Stellvertreter*innen, gewählt worden. Der hauptamtliche Vizepräsident für Digitalisierung, Chief Information Officer (CIO) Ulrich Schielein, war 2022 mit einer Amtszeit von sechs Jahren gewählt worden und hatte deshalb nicht kandidiert.
pb
Was digital und analog soll eine Hochschule sein? Und welche Rolle spielt „biographienahes Lernen“? Ein Gespräch mit der neuen Vizepräsidentin für Studium und Lehre, Prof. Viera Pirker.
Die folgenden Aussagen der Vizepräsidentin für Studium und Lehre, Viera Pirker, entstammen aus einem gemeinsamen Interview mit der scheidenden Vizepräsidentin für Studium und Lehre, Christiane Thompson. Diese hatte als prägendes Ereignis ihrer Amtszeit die Herausforderungen der Pandemie erlebt und die Umstellung auf digitale Lehre und wieder zurück in Präsenz entscheidend mitgestaltet.
Während ihrer Amtszeit hat Prof. Christiane Thomson die Entwicklung eines Leitbild Lehre und Studium für die Goethe-Universität angestoßen. Es wurde in einem partizipativen Prozess entwickelt, an dem auch die neue Vizepräsidentin Viera Pirker mitgewirkt hat. Sie hat nun die Aufgabe übernommen, das Leitbild in der Universität bekannt zu machen und mit Leben zu erfüllen.
Interview: Anke Sauter
Das vollständige Interview mit der ehemaligen Vizepräsidentin für Studium und Lehre, Christiane Thompson, und ihrer Nachfolgerin Viera Pirker erschien in GoetheSpektrum 1/24.
Erstmals gibt es ein Vizepräsidentenamt mit den Aufgaben Chancen, Karriereentwicklung und -förderung, Diversität und Gleichstellung. Welche Ziele verbindet Sabine Andresen damit? Ein Gespräch.
Das Gespräch ist die gekürzte Fassung eines Beitrags in den Goethe-Uni-News vom 24. Juli 2024. Die Fragen stellte Imke Folkerts.
Die Psychosozialberatung des Studierendenwerks Frankfurt am Main wird am 1. Januar zehn Jahre alt. Die Anlaufstelle für Studierende auf dem Campus Westend hat zwischen 2014 und 2023 mehr als 4.000 Studierende beraten und ca. 14 000 Gespräche in Beratungsterminen und offenen Sprechstunden geführt.
Psychosozialberatung des Studierendenwerks Frankfurt am Main wird zehn
Noch bis zum 17. Februar zeigt die Ausstellung „Poser pour la Liberté / Standing for Freedom“ im I.G. Farben-Haus 15 Lebenswege von Forschenden und ihren Gastgeber*innen im Exil. Die Fotos entstammen dem preisgekrönten Fotoprojekt RESTRICA (Einblicke in das erzwungene wissenschaftliche Exil in Vergangenheit und Gegenwart), initiiert von der Politologin Pascale Laborier mit dem französischen Fotografen Pierre-Jérôme Adjedj.
Gezwungen aus dem eigenen Land
Die Chaincourt Theatre Company bringt am 26. Januar mit „Fahrenheit 451“ einen Romanklassiker auf die Bühne. Weitere Stücke im Laufe des Jahres sind Arthur Conan Doyles „Sherlock Holmes: A Scandal in Bohemia“ und Shakespeares „Hamlet“.
Die drei Semesterabschlusskonzerte des Wintersemesters des Collegium Musicum präsentieren große Musikwerke wie Bachs „Johannes-Passion“ und die „Romantische“ von Anton Bruckner. Am Ende des Sommersemesters stehen Werke von Haydn, Brahms, Shostakovich und dem zeitgenössischen lettischen Komponist Peteris Vasks sowie ein Konzert zu „Emotionen in Klangfarben“ auf dem Programm.
Bach, Bruckner und der Klangforscher Crumb
Auf dem Neujahrsempfang für die internationale Forschungsgemeinschaft der Goethe-Universität treffen internationale (Jung)Wissenschaftler*innen zusammen.
Erstmals findet im Februar auf Initiative des Kanzlers der Goethe-Universität, Dr. Ulrich Breuer, der „Runde Tisch Berufsausbildung“ statt. Ziel ist ein Aktionsplan zur Weiterentwicklung der beruflichen Ausbildung an der Goethe-Universität.
Das Schreibzentrum der Goethe-Universität lädt am 7. März zur hybriden Langen Nacht der aufgeschobenen Hausarbeiten ein.
Mit Bannern gegen Rassismus und Antisemitismus auf dem Campus Westend und dem Campus Riedberg bezieht die Goethe-Universität aktiv Stellung für eine Kultur der Akzeptanz und des Respekts.
Gemeinsam gegen Rassismus und Antisemitismus: Ein Aufruf zur Solidarität an der GU
Das seit 2022 in Frankfurt am Main ansässige „International Sustainability Standards Board“ (ISSB) soll zukünftig eine stärkere akademische Unterstützung aus der Rhein-Main-Region erfahren. In einem „Memorandum of Understanding“ haben Goethe-Universität und ISSB die Eckpfeiler der künftigen Zusammenarbeit abgesteckt.
Auf dem Campus Niederrad wird der zentrale Erweiterungsbau der Universitätsmedizin Frankfurt, eines der größten Neubauprojekte des Landes Hessen, am 3. Mai offiziell übergeben. Auf rund 20.000 Quadratmetern werden unter anderem neurologische Kliniken, die Knochenmarkstransplantation, die Infektiologie, die Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, die Mund-, Kiefer- und Plastische Gesichtschirurgie, Teile der Orthopädie und die Nuklearmedizin untergebracht sowie eine Stroke Unit für die Versorgung von Schlaganfallpatienten.
Erweiterungsbau Universitätsmedizin
Das Buber-Rosenzweig-Institut lädt am 6. Mai gemeinsam mit „Elysium – between Two Continents“ zur Wiederentdeckung von Werken vergessener jüdischer Komponistinnen und Komponisten ein.
Konzert „Pioniere im Exil“ an der Goethe-Universität
+++ Baustart +++
Mit dem Center for Humanities erhält der Campus Westend ein weiteres markantes Gebäude. Am 28. Mai ist offizieller Baustart für den Bau mit 180 Büroarbeitsplätzen, drei Seminarräumen, einer Probebühne und einem Ausstellungsraum.
Das Frühlingsfest im Wissenschaftsgarten der Goethe-Universität am 26. Mai bietet eine gute Gelegenheit, Wissenschaft und Wissenschaftler*innen im Grünen kennenzulernen und dabei etwas über Biodiversität und Nachhaltigkeit zu erfahren. In diesem Jahr gibt es gleich doppelten Anlass zu feiern, denn der Wissenschaftsgarten wird 10 Jahre alt.
Immer wieder sonntags …
Das Gleichstellungsbüro der Goethe-Universität Frankfurt heißt ab Mai Büro für Chancengerechtigkeit. Anlass hierfür ist die Erweiterung um den Arbeitsbereich Inklusion. Damit umfasst das Büro die vier Bereiche Gleichstellung, Familie & Dual Career, Diversity Policies & Antidiskriminierung sowie Inklusion.
Auch in diesem Rahmen hat das Büro für Chancengerechtigkeit neue Veranstaltungen initiiert, etwa zum Internationalen Tag der Menschen mit Behinderung, den Matching Day Inklusion zum Berufseinstieg für gesundheitlich beeinträchtigte Akademiker*innen, die Konferenz für „Equity, Diversity“ und „Inclusion“ der U15 Canada and German U15 und die Tagung über Diversität an Hochschulen.
Aus „Gleichstellungsbüro“ wird „Büro für Chancengerechtigkeit“
Ende Mai findet auf dem Campus Westend der „Tag der studentischen Partizipation – Markt der Möglichkeiten“ statt. Studentische Initiativen, Fachschaften und Institutsgruppen stellen ihre Arbeit vor – umrahmt von Kurzvorträgen und intensivem Netzwerken.
Die Studiengalerie 1.357 zeigt ab Mitte Juni Arbeiten der Künstlerin Talya Feldman. Im Fokus steht die Videoinstallation “Elegy“, in der die Künstlerin die traumatische Wirkung des Terroranschlags auf die Synagoge und einen Dönerladen in Halle thematisiert. Die Ausstellung ist der erste Teil des zweiteiligen Ausstellungsprojektes “Setzt dem Schweigen ein Ende“.
Ein Klagegedicht über rechtsextremen Terror
An den Anschlag der „Roten Armee Fraktion“ (RAF) vom 11. Mai 1972 erinnert seit Juni eine Gedenktafel am Eingang des Casino-Gebäudes auf dem Campus Westend. Bei dem Terrorakt auf das Hauptquartier des V. Korps der US-Armee sowie das United States European Command und die Central Intelligence Agency (CIA) kam der amerikanische Oberstleutnant Paul A. Bloomquist ums Leben.
Mit einer Messe stellen sich am 19. Juni rund 35 IT- und Digitalprojekte der Goethe-Universität im Casino vor. Anlass ist der fünfte bundesweite Digitaltag mit dem Motto „Erlebe Digitalisierung!“.
Das Sommerfest der Goethe-Universität am 27. Juni auf dem Campus Westend bietet Livemusik und Rhythmus, ein umfangreiches Sport- und Kulturangebot sowie Spiele für große und kleine Gäste.
Beim Sommerfest für die die internationalen Wissenschaftler*innen der Goethe-Universität am 28. Juni kommen 85 Wissenschaftler*innen aus 37 Ländern und ihre Familien im Gästehaus in der Ditmarstraße zusammen.
Internationales Sommerfest // Ein Abend mit inspirierendem, vielseitigem und bereicherndem Austausch
Vom 15. bis 17. Juli 2024 kann sich die interessierte Hochschulöffentlichkeit am Campus Riedberg und auf dem Campus Westend über den aktuellen Stand des neuen Hochschulentwicklungsplans (kurz: „HEP“) informieren und Ideen einbringen.
An Goethes 275. Geburtstag am 28. August findet der Goethe-Lauf für Mitarbeiter*innen der Goethe-Universität statt. 564 Läufer*innen meistern die 5,8 Kilometer lange Strecke. Für das Präsidium ist Kanzler Dr. Ulrich Breuer anwesend. Erstmals ist beim Goethe-Lauf auch ein Awareness-Team des Zentrums für Hochschulsport vor Ort.
Was sind die strukturellen Anforderungen an eine digitale Goethe-Universität? Mit einer Kick-off-Veranstaltung startet am 16. September die Goethe-Universität ihre offenen Digitalwerkstätten zu Forschung und Transfer, Lehre und Studium sowie Verwaltung und IT-Prozessen.
Die Entwicklung des naturwissenschaftlichen Campus Riedberg macht einen großen Schritt nach vorne: Beim traditionellen Richtfest wird am 26. Juni der Abschluss des Rohbaus für den ersten Bauabschnitt der Chemischen Institute inklusive einer neuen Technikzentrale gefeiert.
Ilona Klemens ist seit Frühjahr neue Pfarrerin der Evangelischen Studierendengemeinde (ESG).
Die Goethe-Universität wird 110 Jahre alt. Gefeiert wird am 30. Oktober mit einem universitären Geburtstagskonzert unter Leitung des Dirigenten Zubin Mehta und dem Sinfonieorchester der Buchmann-Metha School of Music. Das Konzert, zu dem 80 junge Musiker*innen aus Tel Aviv angereist sind, kann stattfinden dank der Unterstützung von Dr.h.c. Josef Buchmann, Ehrensenator der Universität, und Dr. h.c. Bareket Buchmann.
Geburtstagskonzert
Das Präsidium lädt Ende Oktober die Universitätsmitglieder aus allen Statusgruppen zu einer Informations- und Austauschveranstaltung ein. Es geht unter anderem um die Exzellenzstrategie und um Zukunftsstrategien und Leitbilder für die Goethe-Universität.
Jährlich vergibt die Goethe-Universität den „Public Service Fellowship-Preis“ an Wissenschaftler*innen der Goethe-Universität; der Präsident der Goethe-Universität verleiht zudem einmal im Jahr den New Horizon-Preis. Im Rahmen einer festlichen Veranstaltung am 14. November im IG-Farben-Haus werden beide Preise überreicht: Der „Public Service Fellowship“-Preis geht an den Humangeographen Martin Lanzendorf, der „New Horizon“-Preis an das Team des Wissenschaftsgartens.
Unter dem Titel „Inklusiv – Aktiv – Zukunftsfest? Wie gelingt gutes Arbeiten und Studieren ohne Barrieren an einer inklusiven Hochschule?“ findet am 3. Dezember eine Veranstaltung auf dem Campus Westend statt. Themen sind Perspektiven für ein gelingendes Arbeiten, Studieren und Forschen an einer Universität, die sich auf den Weg zur Inklusiven Hochschule gemacht hat. Die Veranstaltung wird in Zusammenarbeit mit der Schwerbehindertenvertretung gestaltet, der Inklusionsbeauftragten und dem Arbeitsbereich Inklusion des Büros für Chancengerechtigkeit.
Foto: Jessica Kuch
Das Zentrum für Hochschulsport hat seit Januar 2024 einen neuen Platz innerhalb der Universität. Und einen neuen Auftrag: Als zentrale Betriebseinheit soll der Hochschulsport für das Gesundheitsmanagement der Unicommunity sorgen.
2022 wurde die Goethe-Universität für ihr Sport- und Gesundheitsprogramm als „Hochschule des Jahres“ ausgezeichnet. Der eigentliche Preisträger aber war das Team des Hochschulsports. Bisher angesiedelt am Fachbereich „Psychologie und Sportwissenschaften“, organisiert der Hochschulsport nämlich nicht nur seit Jahren ein vielfältiges, beeindruckend breites Sportprogramm für alle Mitarbeiter*innen und Studierenden der Universität. Schon länger hat das Team das physische, psychische und soziale Wohlbefinden der gesamten Unicommunity im Blick.
Offenkundig wurde das besonders in der Pandemie: Damals ersetzte das Hochschulsport-Team sein komplett fertiges, 60 Sportarten breites, 300-Kurse starkes, durch das Virus ausgebremstes Semesterprogramm kurzerhand durch ein hochfunktionelles Notprogramm. Mit Kochkursen und Pausenexpress, mit Pilates-, Full-Body- Workout- und Yoga-Kursen – überwiegend online oder im Freien, versteht sich – wirkte dieses Angebot als sozialer Kleber in einer Zeit, in der viele nur allein und frei flottierend im Homeoffice unterwegs waren.
Schon damals zeigte sich: Das Team des Hochschulsports – bestehend aus sieben hauptamtlichen, neunzehn studentischen Mitarbeiter*innen und ca. einhundertzwanzig Übungsleitenden – unter der Leitung von Martin Miecke wendet die Formel „geht nicht“ nur ungern und im alleräußersten Notfall an. Und: Die Sportexpertinnen und -experten fühlen sich zunehmend und ganz grundsätzlich für das soziale Wohlbefinden der Uniangehörigen ansprechbar. „Wir müssen das Thema Gesundheit wesentlich breiter denken als ein Sportprogramm“, sagte Martin Miecke, Leiter des Hochschulsports, im Gespräch anlässlich der Preisverleihung. „Zu einer leistungsfähigen und gut organisierten Bildungseinrichtung gehört auch das Thema Gesundheitsbildung. Das Thema sollte besetzt werden.“ „Allein dadurch“, ergänzte Joshua Kliewer, Koordinator für übergreifende Gesundheitsthemen im Hochschulsport, „dass die Mieten so exorbitant sind, sind viele in finanziellen Nöten, die Stress auslösen. Dann zu sagen, bewegt euch doch einfach ein bisschen mehr, ist unglaubwürdig. Sport als Bewegung um des Bewegens willen ist nicht schon gesund. Da müssen wir mehr tun.“
Schon seit geraumer Zeit wird deshalb das Sportprogramm des Hochschulsports von Aikido und Aqua-Fit über Bouldern und K-Pop bis Streetdance bis Zumba Fitness ergänzt – durch neue, psychische und soziale Aspekte mitdenkende Angebote wie etwa das mobile Goethe-Play-Lastenrad, Übungen für hörsaalkompatible Bewegungseinheiten (Active Movement Break) oder auch Musik-Events (wie das GruppenSingen), die vorranging als soziale Treffpunkte gedacht sind. Schier grenzenlos scheint das Ideenpotenzial zu sein, mit dem das Team Angebote passgenau auf studentische Bedürfnisse zuschneidet, was auch damit zu tun hat, dass der Hochschulsport das Programm vor allem von Studierenden für Studierende entwickeln lässt. So entstand auch zuletzt das Programm für die letzte Sensibilisierungsreihe mit Autorenlesungen, Poetry Slams, Podiumsdiskussionen und Filmabenden. „Mit dem Gesundheitsprojekt ‚healthYgoethe‘ setzt die Goethe-Universität ein starkes Signal für die zielgruppengerechte Gesundheitsförderung der Studierenden“, betont Martin Miecke. „Der Hochschulsport zeigt, wie wichtig es ist, auf die körperlichen und auch die psychischen Bedürfnisse der Studierenden – und langfristig der gesamten Universitätsgemeinschaft – einzugehen.“
Der Preis und das kreative Engagement des Teams haben geholfen, auch universitätsintern auf das Thema Gesundheitsförderung aufmerksam zu machen und es hochschulpolitisch zu stärken. So ist es nur folgerichtig, dass die Hochschulleitung den Hochschulsport seit Januar 2024 aus dem Fachbereich „Psychologie und Sportwissenschaften“ „umgezogen“ und als neue zentrale Einrichtung direkt dem Präsidium zugeordnet hat. Damit wird deutlich, was im Angebot des Hochschulsports längst der Fall ist: nämlich das Wohlbefinden der gesamten Unicommunity im Blick zu haben. Und diese umfasst selbst ehemalige Studierende, wie das Alumni-Sommerfest 2024 mit der Freundesvereinigung der Universität am Bootshaus der Goethe-Universität zeigt.
Gehören zur Unicommunity, dessen Wohlbefinden auch das Zentrum für Hochschulsport (ZfH) im Blick hat: die Alumni der Goethe-Universität. So fand das Alumni-Sommerfest 2024 mit der Freundesvereinigung der Universität am Bootshaus der Universität statt – wo das ZfH sportliche Highlights wie Drachenbootrudern und Stand-Up Paddling organisiert hatte. Weitere Alumni-Jahresevents waren ein Besuch der historischen Sternwarte des Physikalischen Vereins und die Teilnahme einer Alumni-Gruppe am Goethe-Lauf, der die Ehemaligen auf einer 5,4 Kilometer langen Strecke vom Campus Westend zum Campus Ginnheim führte.
Verbunden mit der neuen Positionierung des Hochschulsports hat Martin Miecke den Auftrag erhalten, gemeinsam mit seinem Team federführend ein Konzept für das universitätsweite Gesundheitsmanagement zu entwickeln, das Studierende und alle Mitarbeiter*innen umfasst; ein zusätzliches Teammitglied soll für mehr Woman- bzw. Manpower sorgen und sich vor allem der Vernetzung und dem Austausch zwischen den verschiedenen Gesundheitsakteuren, Gremien und Arbeitskreisen widmen. Denn zu dem Auftrag gehört, all diejenigen miteinzubeziehen, die bereits Angebote an Studierende oder Universitätsangehörige verbreiten – wie etwa das Studierendenwerk, die psychotherapeutische Beratungsstelle und das betriebliche Gesundheitsmanagement. Auch die Kolleg*innen aus dem Bereich „Studium, Lehre, Internationales“ (SLI) möchte Martin Miecke mit ins Boot holen – wenn sie nicht schon längst darin sitzen. Denn gemeinsame Sache mit anderen Akteuren zu machen, gehört eigentlich zur DNA des Hochschulsports. „Wir haben an der Universität viele gute Leute, mit denen wir gerne zusammenarbeiten“, betont Miecke. Wenn Kolleg*innen von SLI etwa ein Portal zu Stipendien entwickelt haben, das Studierenden schnell und leicht eine Übersicht den verschiedenen Angeboten gibt, dann freut das das Hochschulsport-Team.
Anders als Universitäten aus anderen Regionen, die ihr universitäres Hochschulsport-Programm auf die Konkurrenzfähigkeit ihrer Studierenden bei Wettkämpfen konzentrieren, will Miecke das schon angelegte Profil der Goethe-Universität noch einmal deutlich schärfen: Nämlich mit einem vielfältigen Sportprogramm und einem darüber hinausgehenden Gesundheitsmanagement eine möglichst umfassende Breitenwirkung des Angebots an der Universität zu erzielen, die wirklich jede und jeden Mitarbeiter*in, jeden Studierenden erreiche. Damit könne, so Miecke, Gesundheitsmanagement an der Goethe-Universität zu einem Querschnittsthema werden wie etwa Nachhaltigkeit und Digitalisierung. Nicht zuletzt leiste dies auch einen Beitrag dazu, die Universität als Arbeitgeber in der Region attraktiver zu machen.
Gesundheitsmanagement als Querschnittsthema: Das Konzept hat weitreichendere Folgen, als mancher erwarten mag. „Wenn prekäre wirtschaftliche Verhältnisse von Studierenden ein Studium unmöglich machen oder hohe Durchfallquoten am Ende eines Studiums Existenzen bedrohen, dann ist das psychisch und auch gesundheitlich belastend“. Miecke schließt deshalb in ein Gesundheitsmanagement, das seinen Namen verdiene, ausdrücklich mit ein, auch universitäre Strukturen, etwa in Studienordnungen oder der Lehre, kritisch zu betrachten und Änderungsanstöße zu geben. „Natürlich wissen wir: das ist ein langfristiges Ziel.“ Vorher gelte es, innerhalb der Universität für eine möglichst breite Akzeptanz und Etablierung des Gesundheitsmanagements für alle Uni-Angehörigen zu werben. Das Team des Hochschulsports ist bereits auf dem besten Wege dorthin.
pb
Fotos: Stabsstelle Ausbildung
Die Goethe-Universität ist einer der größten Arbeitgeber in der Region – eine neue, 2024 entwickelte Strategie soll die Palette an Ausbildungsberufen der Universität nicht nur bekannter machen, sondern auch erweitern. Zum Beispiel im Bereich der Informationstechnik.
Ob Imker, Tischlerin oder Gärtner, Tierpfleger, Industriemechanikerin, Inspektoranwärter über ein Duales Studium oder Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste sowie in der Verwaltung – das Spektrum der Ausbildungsberufe an der Goethe-Universität ist groß. Und es soll noch breiter werden – etwa auch, um den eigenen Bedarf an Fachkräften zu decken. Dies war unter anderem Thema des ersten Runden Tischs „Berufsausbildung“ im Frühjahr 2024, zu dem der Kanzler der Goethe-Universität geladen hatte. Dem Runden Tisch folgten rasch weitere Schritte: Für eine größere Öffentlichkeit sorgte das verstärkte Team in der Ausbildung mit der Teilnahme an der #könnenlernen-Kampagne der Industrie- und Handelskammer und der Broschüre „Schule und was dann“; Kontakte zu regionalen und überregionalen Schulen wurden geknüpft und regelmäßige Besuchen von Schulklassen auf den Campus begleitet. Auch eine universitätsweite IT-Ausbildung wurde 2024 entwickelt – dies schildern im Gespräch nach dem zweiten Runden Tisch Anfang 2025 Niklas Sujan, Strategische Ausbildungsplanung und -entwicklung der Stabsstelle Ausbildung, Dr. Markus Unverzagt, Leiter des Hochschulrechenzentrums seit März 2024, und Florian Lang, ehemaliger Auszubildender am Hochschulrechenzentrum (HRZ), jetzt Mitarbeiter und Teil des Teams Ausbildungsplanung. Das Gespräch führte Dr. Simone Beetz, zuständig für Öffentlichkeitsarbeit im HRZ der Goethe-Universität.
Das (hier gekürzte) Gespräch erschien im Intranet der Goethe-Universität (23.04.2025).
Theresa Anton, Ausbildungsleitung, t.anton@em.uni-frankfurt.de
Foto: Uwe Dettmar
Der Campus Westend erhält ein weiteres markantes Gebäude: Mit dem neuen Center for Humanisties bekommen auch die Theater-, Film- und Medienwissenschaftler der Uni Frankfurt ein neues Domizil.
2800 Quadratmeter, alles in allem sieben Stockwerke, 180 Büroarbeitsplätze, vier Seminarräume, eine Probebühne und ein großer Multifunktionsraum – dies alles wird das künftige Center for Humanities zu bieten haben, wenn es im Jahr 2026 in Betrieb gehen wird – viel Raum unter anderem für innovative, zukunftsweisende Forschungsprojekte, die aus Drittmitteln gefördert werden. Am 28. Mai 2024 war der offizielle Spatenstich. Der Standort des neuen Centers auf dem Campus Westend in direkter Nachbarschaft zum 2022 fertiggestellten Gebäude der Sprach- und Kulturwissenschaften und zum Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation DIPF ist prominent: An der Ecke von Miquel- und Hansallee wird das Center for Humanities schon von weitem das Erscheinungsbild der Universität prägen.
„Schon der derzeitige Name des Gebäudes verdeutlich das Grundverständnis der Goethe-Universität, dass stark forschende Geistes- und Gesellschaftswissenschaften notwendig sind, um unsere Gesellschaft zukunftsfähig auszugestalten“, betonte Universitätspräsident Prof. Enrico Schleiff beim Spatenstich. Der Neubau soll Büro- und Seminarflächen sowie eine Probebühne für die Theater-, Film- und Medienwissenschaften enthalten und allen Fachbereichen zur Verfügung stehen.
Eine Besonderheit des Bauprojekts ist: Die gesamte Objektplanung und die Finanzierung des Center for Humanities liegen in der Hand der Goethe-Universität. Der Entwurf stammt von Esref Yavuz, Leiter der Abteilung Planung und Bauen der Universität. Auf seinem Schreibtisch steht das Modell aus weißem Karton, das er während der Pandemie im Homeoffice gebaut – und bei dem er unterschiedliche Bedürfnisse berücksichtigt hat. Von Osten und Westen wird das Gebäude ebenerdig zugänglich sein, man gelangt in das großzügige Foyer und kann in einen zweigeschossigen verglasten Raum schauen, der für Ausstellungen und Veranstaltungen genutzt werden kann. Auf der anderen Seite des Foyers befindet sich die Probebühne, die sich vom Untergeschoss ins Erdgeschoss erstreckt und die auch von außen einsichtig ist. Die Bühne steht für Proben und Aufführungen der Studierenden des Instituts für Theater-, Film- und Medienwissenschaften zur Verfügung und kann auch vom Universitätsorchester und von der Medientechnik der Universität genutzt werden. „Die Proben von draußen beobachten zu können, das stelle ich mir sehr spannend vor“, sagt Stephanie Köhler-Frank, die als unizugehörige Architektin die Projektleitung innehat. Ein bis zweimal wöchentlich besucht Köhler-Frank die Baustelle, macht sich ein Bild von den Fortschritten, spricht mit der Bauleitung. In ihre Planungsbesprechungen fließen die Erfahrungswerte aus unispezifischer Nutzung ein – ein nicht zu unterschätzender Vorteil bei den vielen Entscheidungen, die zu treffen sind.
Im Erdgeschoss des Center for Humanities befinden sich außerdem ein Seminarraum und ein Büro. Drei weitere Seminarräume sind im ersten Obergeschoss angelegt, außerdem Lernbereiche für Studierende. In den Stockwerken zwei bis fünf werden rund 180 Büroarbeitsplätze vor allem für Drittmittelprojekte eingerichtet – zum Teil in Einzel- zum Teil in Gruppenbüros. Mit der Ausführungsplanung ist das Architekturbüro ArGe Architekten beauftragt, die Gesamtkosten sind auf rund 20 Millionen Euro veranschlagt. Der Neubau am Campus Westend wird über Drittmittel und ohne Landesbeteiligung errichtet. In seinem Grußwort beim Spatenstich erinnerte Christoph Degen, Staatssekretär im Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur, dass mit dem neuen Gebäude „die Standortneuordnung der Goethe-Universität, die die Landesregierung bereits mit über einer Milliarde Euro aus dem Hochschulbauinvestitionsprogramm HEUREKA unterstützt hat, weiter vorangebracht“ werde.
asa/pb
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