„Storibuk Pairundu“ – zwei Geschichtensammler zu Gast in Frankfurt.

Ethnologen bereisen die Welt, um Menschen in ihren alltäglichen Lebenswelten kennenzulernen, ihnen auf Augenhöhe zu begegnen. Diese Begegnungen halten sie oftmals in Geschichten fest. Was passiert, wenn dabei diese Rollen vertauscht werden, das zeigen der Ethnologe Holger Jebens und Alex Yapua Ari anhand ihres Buches „Storibuk Pairundu“, bei einer Lesung.

Lesungen und Gespräche „Storibuk Pairundu“

Auf Einladung des Frobenius-Instituts an der Goethe-Universität stellen sie ihre Sammlung von Erzählungen aus dem südlichen Bergland Papua-Neuguineas vor. Fast dreißig Jahre ist es her, dass sich die beiden kennenlernten. Der damals dreizehnjährige Alex sah, wie der Ethnologe Holger Jebens Geschichten aus Pairundu sammelte und aufschrieb, und dachte sich: „Das kann ich auch“.

Daraus entstand eine ungewöhnliche Reihe von Erzählungen, in denen sich das Wunderbare und das Alltägliche, das Außergewöhnliche und das Prosaische in bunter Folge abwechseln. Versuchte Alex, den angereisten Ethnologen nachzuahmen, so lassen sich seine Texte als Ausdruck einer Art „Selbst-Ethnographie“ interpretieren. Gleichzeitig zeigt sich in ihnen etwas, das für die seine Kultur spezifisch ist: eine grundlegend pragmatische Haltung, ein lakonischer Tonfall und ein manchmal etwas trockener, dabei aber bezwingender Sinn für Humor. Dabei hatte Alex schon früh die Idee, aus seinen Geschichten könne einmal ein Buch werden, das ihm den Weg in die weite Welt ebnet.

Seit April bereisen die beiden Freunde Deutschland, Großbritannien und Frankreich. Ihren krönenden Abschluss findet ihre Reise am 5. Juni im Frankfurter Weltkulturen Museum. Hier stellen Alex Yapua Ari und Holger Jebens im Rahmen des Pazifik-Forums das Buch „Storibuk Pairundu – tales and legends from the Kewa (Southern Highlands, Papua New Guinea)“ vor und treten mit ihren Gästen ins Gespräch. Der Eintritt ist frei.

Quelle: Pressemitteilung vom 28. Mai 2018