Heftige gesellschaftliche und politische Umbrüche finden seit einigen Jahren in der Türkei statt. Die anti-demokratischen Tendenzen und die staatlichen Repressionen treffen auf Widerstände von Seiten des Feminismus und auf ein wachsendes Bewusstsein für die Rechte von Mitgliedern der LGBTI-Gemeinde (Lesbian, Gay, Bisexual, Transexuell/Transgender, Intersexual).

Der Protest findet insbesondere in Form von Kundgebungen auf öffentlichen Plätzen und in Tweets auf Sozialen Medien statt. Welchen Beitrag feministische Ansätze zur sozialen und politischen Gerechtigkeit leisten können, durchleuchtet die renommierte türkische Wissenschaftlerin Ayşe-Gül Atınay am Mittwoch, 6. Juni, 18-20 Uhr, HZ 11 im Hörsaalzentrum in ihrem Vortrag zum Thema „Doing Feminism and Gender Studies in Dark Times“. Die Veranstaltung gehört zur Vortragsreihe „Feminismen aus dem Globalen Süden“ des Cornelia Goethe Centrums der Goethe-Universität.

Ayşe-Gül Atınay ist Professorin für Anthropologie an der Sabancı University Istanbul und Direktorin des SU Gender (Sabancı University Gender and Women´s Studies Center of Excellence). Ihr Forschungsschwerpunkt liegt auf Militarismus, Erinnerung, Gewalt, Gender und Sexualität. Für ihr gemeinsam mit Yeşim Arat verfasstes Buch „Türkiye´de Kadına Yönelik Şiddet“ (Gewalt gegen Frauen in der Türkei) wurde sie im Jahr 2008 mit dem PEN Turkey Duygu Asena Award ausgezeichnet.

Quelle: Pressemitteilung vom 29. Mai 2018